Mein 6jähriger Kater streicht mir nur noch um die Beine

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Sloveig

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Hi Leute,

ich habe da ein kleines Problem. Egal, was ich mache, mein Kater streicht mir den ganzen Tag, wenn ich daheim bin und versuche, irgendetwas zu machen, um die Füße. Das heißt, wenn ich putze, staubsauge, mich duschen will, was aufräumen will usw. usf. Sobald ich in Bewegung komme, steht er parat und läuft mit, dabei aber so knapp an mir dran, dass ich bei jedem Schritt, den ich mache, von ihm entweder eine Pfote oder den Schwanz erwische bzw.
es nicht ausbleibt, ihm in die Seite zu treten. Dabei schleiche ich schon extremst langsam und vorsichtig durch das Haus, sobald er in der Nähe ist, denn sobald ich mich drehe, oder einen weit ausladenden Schritt tue, steht er schon wieder prompt genau an der selben Stelle vor meinen Füßen wie vorher, bevor ich ihm ausgewichen bin. Auf den Arm genommen will er dann nicht.

Aber sobald ich mich irgendwo hin gesetzt oder gelegt habe, wo er dazukommen könnte, ist er wieder anderweitig unterwegs. Dazu muss ich sagen, dass er eigentlich ausgelastet sein müsste. Er ist Freigänger, steigt Bäume und Holzgerüste rauf und runter, tobt darum wie wild, jagt erfolgreich Vögel und Mäuse.

Am Mangel an Aufmerksamkeit könnte es auch nicht liegen, denn sobald ich mich ihm zuwende, bin ich total uninteressant. Und da ich berufstätig bin, ist er häufig von sich aus bei meinen Eltern, wo er über den gemeinsamen Garten hin kann. Dort hat er die Aufmerksamkeit, Streichel- und Spieleinheiten durch meine Eltern und meinen 2-jährigen Neffen.

Und Abends mache ich immer noch eine kleine Runde um und durch meinen Wohnort, wo er mich wie ein Hund begleitet und wie ein Torpedo durch jedes Gebüsch und auf jeden Baum schießt. Nur innerhalb des Hauses hängt er an meinen Füßen, wie eine übergroße Klette.
Versteht mich nicht falsch, ich mag ihn sehr, aber ich hab tierische Angst davor, ihn irgendwann aus versehen so zu treten, dass ich ihn verletze.

Vielen Dank und schöne Grüße
 
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31.07.2017
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Ich würde sagen: herzlichen Glückwunsch zu so einem unkomplizierten Kater, der sogar vor dem allgemeinen Todfeind Nr. 1 Staubsauger nicht flüchtet.:mrgreen:

Aber im Ernst. Was genau ist denn Dein Problem? Dass das Kerlchen so "anhänglich" ist?
Ich verstehe es wohl gerade nicht richtig. Sorry.:oops:
 
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Sloveig

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Das Problem ist das, dass ich ihn nicht aus versehen so dermaßen trete, dass er sich die Knochen bricht oder irgendwie dadurch verletzt wird. Bin ich schon mal ziemlich heftig auf die Pfoten getreten, als ich über ihn hinweg stolperte, dass er einige Stunden gehumpelt ist. Aber er klebte trotzdem wieder an mir.
Er hat ja nicht mal Angst vor Wasser, streicht mir morgens beim Duschen um die Beine. Ja von wegen Katzen seien Wasserscheu.
 
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Ich bin auch schon öfter aus Versehen auf Katzenpfoten getreten, weil sich die Miezen genau in den Weg stellten.

Das tat mir sowas von leid, aber es gab aber noch nie gebrochene Knochen oder schlimmeres.

Meine Molly beobacht mich übrigens jeden Morgen, wenn ich dusche. Sie hockt dann auf dem Badewannenrand (meine Dusche ist daneben) und wartet solange, bis ich fertig bin. Dann muss sie natürlich genau nachschauen, was ich dort solange gemacht habe und plantscht anschließend im Restwasser und verscharrt das sogar.:mrgreen:
 
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tattooed_thing

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Ich verstehe das Problem auch nicht so ganz. Deine Katze ist halt anhänglich... Wenn du sie doch aus Versehen mal trittst (was mir auch schon passiert ist, weil Katz meinte, genau in meinem Vorwärtsschritt vor meine Füße zu laufen), dann lernt sies fürs nächste Mal...
 
Rhiannon1307

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Hm, ich glaube, da helfen nur gewisse Umerziehungsmaßnahmen. Wird aber schwierig. Man wills ihm ja auch nicht KOMPLETT abgewöhnen, ist ja schließlich auch ganz nett.

Die typische Belohnungsmethode: Bestimmt nein sagen, wenn er beim Gehen um dich rumstreift und vielleicht Leckerli so nen halben Meter von dir entfernt hinwerfen, weitergehen, sobald er wieder streift, wieder nein sagen und evtl. weg setzen.
Keine Ahnung ob ich das richtig sage. Ist halt echt schwierig, weil du in der Bewegung ja nicht so viel machen kannst, und wenn du stehst, dürfte er ja streifen. Hm.

Ich verstehe das Problem auch nicht so ganz. Deine Katze ist halt anhänglich... Wenn du sie doch aus Versehen mal trittst (was mir auch schon passiert ist, weil Katz meinte, genau in meinem Vorwärtsschritt vor meine Füße zu laufen), dann lernt sies fürs nächste Mal...
Manche Katzen tun das aber tatsächlich nicht. So wie sie das beschreibt, klingt es danach, als ob ihm auch ein Autschie nix beibringt. Und nicht zuletzt kann sich der Tierhalter ja auch verletzen, wenn er beim Über-die-Katze-Stolpern versucht auszuweichen.
 
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Sloveig

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Ich will es ihm ja auch nicht ganz abgewöhnen. Ist halt nur lästig, wenn er sich wirklich mehrfach am Tag aus der Bewegung heraus treten lässt, weil er in dem einen Moment noch in der anderen Ecke des Raumes war, es an der Tür klingelt und geht los, und schwupps, ein Tritt. Das Problem ist ja echt, dass hier das gelegentliche ausversehene Treten bereits morgens beim Aufstehen losgeht und erst gegen Abend aufhört, sobald man im Bett liegt. Was ich als hier daheim als Gehen bezeichne könnte man anderswo als Slowmotion-Schlurfen im Zeitlupentempo bezeichnen.
 
Rhiannon1307

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Ja nee, das ist echt problematisch. Mal Clicker-training probiert? Vielleicht kannst du ihm antrainieren, NEBEN dir herzulaufen, und dann wenn du stehst zu streifen.
 
tattooed_thing

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Hm, ich glaube, da helfen nur gewisse Umerziehungsmaßnahmen. Wird aber schwierig. Man wills ihm ja auch nicht KOMPLETT abgewöhnen, ist ja schließlich auch ganz nett.

Die typische Belohnungsmethode: Bestimmt nein sagen, wenn er beim Gehen um dich rumstreift und vielleicht Leckerli so nen halben Meter von dir entfernt hinwerfen, weitergehen, sobald er wieder streift, wieder nein sagen und evtl. weg setzen.
Keine Ahnung ob ich das richtig sage. Ist halt echt schwierig, weil du in der Bewegung ja nicht so viel machen kannst, und wenn du stehst, dürfte er ja streifen. Hm.



Manche Katzen tun das aber tatsächlich nicht. So wie sie das beschreibt, klingt es danach, als ob ihm auch ein Autschie nix beibringt. Und nicht zuletzt kann sich der Tierhalter ja auch verletzen, wenn er beim Über-die-Katze-Stolpern versucht auszuweichen.
Ja dann ists problematisch, wenn das Tier dennoch immer wieder um einen herum schlängelt... Würde das mit dem Nein und dem Leckerli werfen auch mal probieren. Klingt zumindest in der Theorie gut.
 
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Aber das "um die Beine schlängeln" ist doch eigentlich ein Liebesbeweis und ein Zeichen von Vertrauen.
Warum sollte man ihm das abgewöhnen? Ist doch schön!;-)
 
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Igelfisch

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Ja, schön ist das schon, aber auch recht gefährlich für alle Beteiligten. Mich hat unsere Katze mal so zu Fall gebracht, dass ich mir ein paar schwere Verletzungen zuzog.

Ich denke, dass das um die Beine Schlängeln nicht nur dem Markieren dient und ein Ausdruck von Wohlbefinden ist, sondern oft auch einen deutlich auffordernden Charakter hat. So in etwa "Komm, wir gehen in die Küche und da gibst du mir was gaaanz feines zu essen" oder "Ist mir egal ob's regnet, jetzt mach mir endlich die Tür auf". Jedenfalls ist mir aufgefallen, dass unsere Mieze das verstärkt macht, wenn sie was bestimmtes will. Kriegt sie das nicht augenblicklich, geht sie nämlich demonstrativ zu meinem Mann, wickelt sich um dessen Beine und maunzt dazu ganz jämmerlich. Raffiniertes kleines Luder!:mrgreen:

Abgewöhnen ist schwierig bis unmöglich und kann von Herrn Katz leicht als Zurückweisung und Vertrauensbruch verstanden werden. Als Maßnahme zu seinem Schutz wird er das nämlich keinesfalls verstehen. Als erstes würde ich versuchen, herauszufinden, ob er mit irgendwas nicht so ganz zufrieden ist und dich mit heftigem Umschlängeln darauf hinweisen will. Auffallend ist ja, dass er dir nur um die Beine streicht, wenn du in Bewegung bist und er davon etwas erwartet.

Eine Frage noch: kann es sein, dass dein Katermann gerne mehr zu futtern hätte? Wieviel fütterst du? Zu festen Zeiten oder hat er immer was zur Verfügung?
 
Rhiannon1307

Rhiannon1307

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Genau an dich musste ich auch denken, weil du das schon mal erwähnt hattest.

Und du hast recht damit, dass er sich nicht zurückgewiesen fühlen soll. Mit Clicker-Training könnte das aber funktionieren. Da soll er ja mit Spaß und Belohnung ein neues "kunststück" lernen, nämlich neben Dosi herlaufen, bekommt dann immer mal ein Leckerli dafür, wird gelobt, gestreichelt (am Ende des Weges) und darf dann ausgiebig streifen, sobald sie steht, wird dafür wieder gelobt und belohnt. Die Gefahr der Zurückweisung würde ich da nicht sehen... nur ob es überhaupt klappt. Ist schon schwierig. Aber den Versuch wärs wert.

Und das mit dem Futter ist ein guter Hinweis. Vielleicht ist da ja auch irgendwas, oder die Sorte schmeckt ihm nicht so oder sonst was.
 

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