Zweitkatze? - Milow's Geschichte

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Girah

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Hallo zusammen,

ich möchte euch die Geschichte von Milow erzählen, unserem 2 Jahre alten, kastrierten Kater, da meine Freundin und ich uns unschlüssig sind ob die Anschaffung eines zweiten Katers sinnvoll/nötig wäre.
Nun zu Milow: Milow ist vor ca. einem halben Jahr einem Alkoholiker entlaufen. Er war völlig abgemagert und in einem schlechten Zustand. Dort wurde er vermutlich mit einem Hund gehalten. Er wurde von einer Familie aus der Nachbarschaft gefunden und aufgenommen. Kurz darauf starb sein ehemaliger Besitzer. Milow erholte sich gut, nahm an Gewicht zu und stellte sich als sehr schmusebedürftig heraus. In der Pflegefamilie waren drei weitere Katzen und ein Hund. Aus dieser Zeit wissen wir nur, dass er sich mehr an dem Hund orientierte als an den Katzen.
Von dort übernahm ihn eine Freundin von uns, um ihrer 3 Monate alten Katze einen Mitbewohner zu schenken. Allerdings verstanden sich die beiden überhaupt nicht. Die Katze unserer Freundin fauchte ihn andauernd an, sodass Milow sich nicht aus seinen Versteck raus traute. Die Freundin konnte ihn nicht mal zum Fressen aus seinem Versteck locken. Sie musste ihre andere Katze einsperren und ihn irgendwie zum Essen locken. Genauso war es bei dem Gang zum Katzenklo.
Bei einem Besuch war er uns und unserem Hund gegenüber sehr freundlich gesinnt. Er wollte mit Shila, unserem Hund, zusammen aus dem Wassernapf trinken und suchte die Nähe zu ihr und zu uns. Er kam wenige Male zu uns um sich kurz streicheln zu lassen und ist dann wieder
in sein Versteck. Bei unserer Freundin hat er dies noch nie getan, außer man sperrte die andere Katze weg und lockte ihn mit Futter.
Dieses Versteckspiel mit der anderen Katze hielt drei Tage an und dann übernahmen wir ihn, da es ihm dort nicht gut ging. Wir kauften natürlich alles ein, Kratzbaum, Katzenklo, Spielzeug, Futter, alles was eben dazu gehört. Bei uns fühlte er sich im ersten Moment sichtlich wohler. Er kam sofort aus der Transportbox und erkundete die Umgebung. Er kam zu uns um uns kennen zu lernen und da er Hunde schon kannte war er ruhig und freundlich gegenüber Shila. Bereits am dritten Tag machte es den Eindruck als würde er hier schon immer leben. Milow kam zum schmusen zu uns, war mit der Umgebung vertraut, fraß genug und besuchte auch das Katzenklo regelmäßig. Allerdings war er nicht wirklich zum spielen zu motivieren. Lediglich nachts kam er raus um sich selber mit seinen Spielzeugen zu beschäftigen. Nahm man allerdings das Spielzeug um mit ihm zusammen zu spielen, verlor er das Interesse daran.

Nun ca. ein Monat nach seinem Einzug ist Milow noch immer sehr ruhig, verschmust und wirkt ausgeglichen. Wir wissen natürlich dass Katzen zu zweit gehalten werden sollten. Für uns schien es allerdings von Anfang an, dass er die Hundesprache übernommen hat aufgrund der Körpersprache eines Hundes. Er wedelt beispielsweise mit dem Schwanz wenn man ihn streichelt, ihn ruft oder zu ihm kommt. Dabei sind wir uns sehr sicher, dass er nicht feindlich gesinnt ist. Außerdem macht es nicht den Anschein als würde er unausgeglichen oder ähnliches sein. Außer ein paar Liebesbissen beim Streicheln, zeigt er keine Anzeichen dass es ihm hier nicht gefällt.

Mittlerweile hat er sich sehr gut eingelebt und fühlt sich sehr wohl. Er liegt ständig auf der Couch und kommt auch gerne mal zu uns um mit uns zu kuscheln. Wenn wir länger mal weg waren miaut er uns an, wedelt mit dem Schwanz und möchte gestreichelt werden.
Vor einigen Wochen teilte er sich das Essen über den Tag hinweg auf und fraß nachts den Rest, sodass morgens alles leer war. Nun frisst er so gut wie alles leer wenn er Essen bekommt. Vielleicht war er es nicht so gewohnt jeden Tag etwas zu bekommen.
Das mit dem Spielen hat sich auch noch nicht geändert. Jeden Abend fängt er ca. 10 Minuten an mit sich selbst zu spielen. Selten kann man ihn tagsüber dazu bringen und wenn, will er alleine spielen und dies dauert auch nur höchstens 5 Minuten an.
Wenn ihm etwas nicht gefällt zeigt er das oder geht einfach weg. Er mag es beispielsweise nicht hochgehoben zu werden, dann krallt er sich fest und geht danach weg. Allerdings wollen wir ihm das irgendwie abgewöhnen und heben ihn ab und zu mal hoch. Man erkennt auf jeden Fall Besserungen. Mittlerweile krallt er sich nur noch manchmal fest und scheint nicht mehr so ein großes Problem damit zu haben.
Nachdem er ein ca. eine Woche bei uns war zeigte er auch seine negativen Seiten. Er knabbert beispielsweise etwas an wenn er uns zeigen will dass er Hunger hat oder kratzt an der Tür wenn er mal kurz die anderen Räume erkunden will.
Aber das ist nicht sehr häufig und es ist auch weniger geworden.

Mit Shila versteht er sich sehr gut, er kuschelt langsam immer mehr mit ihr und sie schlafen nebeneinander auf der Couch. Shila möchte öfter mal mit ihm spielen, allerdings nähert sie sich Milow sehr schnell und dann geht er meistens weg. Manchmal möchte er auch die Nähe zu ihr und reibt seinen Kopf an ihrer Schnauze oder streckt vorsichtig seine Pfoten zu ihr und sie leckt ihn daraufhin ab.

Dies war die ganze Geschichte zu Milow und nun zu unserer Frage:
Erstmal fragen wir uns ob eine zweite Katze nötig wäre, da er keine Anzeichen darauf zeigt dass er eine braucht.
Dann fragen wir uns noch ob das mit dem Spielen normal zu sein scheint.

Es wäre nett wenn sich jemand melden würde und uns diese Fragen beantworten könnte. Wir hatten noch nie viel mit Katzen zu tun und kennen uns nicht sehr viel mit ihnen aus.
Wir bedanken uns schon Mal für die Hilfe! :)

Mit freundlichen Grüßen,
Girah





Wir fragen uns auch was Milow denn für eine Rasse ist, da wir ihn ja aufgenommen haben und uns das niemand genau sagen konnte. Wir kennen uns damit auch gar nicht aus. Vielleicht weiß es ja jemand anderes. :)
 
19.08.2017
#1
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Geek

Geek

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Hi,
interressante Geschichte.
Ich empfinde das mit einer weiteren Katze in diesem Fall als recht unwichtig.
Er scheint sich ja prächtig mit eurem Hund angefreundet zu haben.
Und es wird schwer werden, zu der Kombination dann noch eine passende Drittkatze zu finden.

Was für Spielzeug habt ihr denn für ihn, kann sein, das es schlicht das falsche ist.
Mit einer Federangel oder einem Laserpointer bekommt man fast alle Katzen zum Spielen.


Nachdem er ein ca. eine Woche bei uns war zeigte er auch seine negativen Seiten. Er knabbert beispielsweise etwas an wenn er uns zeigen will dass er Hunger hat oder kratzt an der Tür wenn er mal kurz die anderen Räume erkunden will.
Aber das ist nicht sehr häufig und es ist auch weniger geworden.
Ja, ihr seid Hundemenschen. :mrgreen:
Bitte stellt eure Erwartungshaltung zurück.
Das sind keine negativen Seiten. Im Gegenteil, das klingt nach einem super friedlichen und braven Kater, der hervorragend mit seinen Dosis kommunizieren kann.
Geschlossene Türen und Katzen sind nicht wirklich kompatibel. Wenn er irgendwo nicht rein darf, dann lasst ihn auch nicht rein, aber öffnet ansonsten die Türen.
 
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Girah

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Hi,
interressante Geschichte.
Ich empfinde das mit einer weiteren Katze in diesem Fall als recht unwichtig.
Er scheint sich ja prächtig mit eurem Hund angefreundet zu haben.
Und es wird schwer werden, zu der Kombination dann noch eine passende Drittkatze zu finden.

Was für Spielzeug habt ihr denn für ihn, kann sein, das es schlicht das falsche ist.
Mit einer Federangel oder einem Laserpointer bekommt man fast alle Katzen zum Spielen.



Ja, ihr seid Hundemenschen. :mrgreen:
Bitte stellt eure Erwartungshaltung zurück.
Das sind keine negativen Seiten. Im Gegenteil, das klingt nach einem super friedlichen und braven Kater, der hervorragend mit seinen Dosis kommunizieren kann.
Geschlossene Türen und Katzen sind nicht wirklich kompatibel. Wenn er irgendwo nicht rein darf, dann lasst ihn auch nicht rein, aber öffnet ansonsten die Türen.
Erstmal danke für die Antwort. :)
Wir denken auch dass es besser ist, wenn wir es lassen da es auch sehr schwierig werden könnte jemanden zu finden der zu den beiden passt.
Wir haben bisher Mäuse, einen Ball an der Schnur und einen Laserpointer. Auf den Laserpointer reagiert er kaum. Er schaut ihm nur hinterher aber mehr auch nicht. Genau wie bei den anderen Spielzeugen, nur abends zeigt er mehr Interesse.

Und das zu den Hundemenschen: Ja, wir kennen uns einfach absolut nicht aus. Aber das ist schön zu hören. :mrgreen: Wir haben die Türen auch oft offen, allerdings geht er nur kurz durch den anderen Raum und kommt wieder zurück. Wenn wir auch in den anderen Räumen sind sitzt er manchmal neben uns und guckt was wir machen.
 
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Maja_

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Würde es auch mit einem weiteren Kater bleiben lassen. Er wuchs mit einem Hund auf und das hat ihn wohl geprägt. Die Katze meines Sohnes, sie lebt auch bei uns bzw. eher draußen, versteht sich super mit den Nachbarhunden. Von unseren Katzen möchte sie nichts wissen. Auch sie wurde mit einer Hündin groß. Finde es so, wie es bei euch ist, passt es pefekt.
 
virra

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Ich würde ihm auch keinen Katzenkumpel besorgen. Wegen des spielverhaltens: als Susi zu mir kam, spielte sie auch nicht. Es schien mir so, als wenn sie der Meinung war: warum sollte ich das jagen, wenn ich es nicht fressen kann?
Inzwischen spielt sie schon, aber immernoch bei Weitem nicht ausdauernd. Finde ich nicht schlimm.

Susi ist Freigänger und tobt sich eher draußen aus. Sorgt dafür, dass der Kater eine gute Kratzmöglichkeit hat, damit nicht Möbel herhalten müssen. Susi LIEBT ihre Kokos Fußmatte.

Und habt Geduld und Einfühlungsvermögen. Susi wohnt nun schon 3 Jahre hier und lernt, was Anfassen angeht immer noch dazu. Hochheben hab ich ihr auch bissl aufgezwungen: Am Anfang kurz hochgezogen (fand sie echt blöd), sofort wieder abgesetzt und dann Futter gegeben. Kämmen haben wir langsam mit Bestechung durch Leckerlis gelernt (und sich beißen lassen).

Eurer liegt ja schon ganz entspannt mit Bauchi nach oben. Lässt sich da sogar kraulen, das ist ein riesen Vertrauensbeweis.
 
G

Girah

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Ja, wir haben in mehreren Foren nachgefragt und irgendwie sagen die meisten das gleiche. Wenn er doch einen Katzenkumpel möchte wird er uns das bestimmt irgendwie zeigen. Danke für die Hilfe! :)

Milow hat einen Eck-Kratzbaum der ziemlich groß ist. Er kratzt sich da jeden Tag ab und zu mal die Krallen. Als der Kratzbaum neu war hat er den geliebt, aber mittlerweile liegt er lieber auf der Couch als da. Ist aber denke ich nichts schlechtes.
Und was das spielen angeht, wir werden noch einige Sachen ausprobieren. Auch mal abends da er da ja lieber spielt. Er mag es nicht wenn es laut ist und abends erkundet er viel lieber alles und spielt da es dann schön ruhig ist. Wir versuchen es dann einfach nochmal. Er ist übrigens eine Hauskatze, er kann sich draußen nicht austoben.
 
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Katzimutti

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Süß die beiden :a030:

Eigentlich bin ich kein Freund davon, eine Einzelkatze zu halten, aber in diesem Fall würd ich behaupten, dass es ihm allein besser geht.

Er hat ja schon sehr viel Stress in seinem Leben gehabt und genießt grad wohl die Ruhe und offensichtlich kann er mit Hunden mehr anfangen. Und euer Hund kuschelt ja scheinbar auch gern mit der Katze, d.h. dass ein drittes Tier da nur stören würde.

Dass er nicht sonderlich spielen mag, ist völlig normal. Da braucht ihr euch keine Gedanken machen. Meine Katzendame spielt im Gegensatz zu meinem Kater auch nicht wirklich gern. Sie hat am Tag mal ihre '5 Minuten', aber das wars dann auch.
 

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