Hallo Tyson und Fiona,
laß dich nicht verrückt machen! :wink:
Hier mal meine persönlichen Erfahrungen:
Mein Kater (inzwischen 9) war die ersten drei Jahre seines Lebens auch Wohnungskater. Und das war rückblickend die einzige Zeit, wo ich Angst um ihn hatte: Ich lebte damals allein, war den ganzen Tag arbeiten und hatte manchmal regelrechte Horrorvisionen, daß es mal brennt oder einen Wasserrohrbruch gibt, und das arme Tier kann nicht raus...
Ich meine, jedem kann überall was passieren, ob draußen, im Haus oder sonstwo, Panikmache hilft da auch nicht weiter.
Als Wohnungskater war er extrem scheu, ein Klingeln von Tür oder Telefon genügten, daß er sich ins hinterste Versteck verkroch und oft den ganzen Tag nicht mehr rauskam...
Schließlcih sind wir auch umgezogen, in eine Erdgeschoßwohnung mit Garten, und ein Haus weiter begann gleich das Feld.
Die ersten Tage blieb er noch drin, bis er den Geruch seines neuen Heims verinnerlicht hatte, dann durfte er raus.
Tiere haben ja wirklich einen guten Instinkt - er eroberte sich sein Revier schrittweise über einen längeren Zeitraum hinweg. Erst nur auf die Terrasse, dann auf dei Treppe zwischen Terrasse und Garten, nach und nach in den Garten (der war immerhin 1000qm groß), letztendlich auch außerhalb des Gartens.
Katzen gehen normalerweise nur so weit weg, daß sie auch zurückfinden. Ausnahme: unkastrierte, wenn sie rollig sind. Deswegen würde ich die Katzen kastrieren lassen, falls noch nicht geschehen.
Inzwischen sind wir erneut umgezogen, in eine Vorstadtsiedlung mit vielen Gärten, 30-Zone (woran sich auch gehalten wird), 2 Straßen weiter beginnt der Wald.
Auch hier hat sich unser Kater gut eingewöhnt. Allerdings gibt es auch hier sehr viele Katzen in der Nachbarschaft (war in der Wohnung davor nicht so), zu Beginn hatte er Schwierigkeiten mit dem Nachbarkater, der vorher schon dagewesen war und unseren regelmäßig verjagte.
Aber wie mein Vorredner schon schrieb: Katzen regeln das unter sich, und mittlerweile knurren die beiden sich zwar immer noch an, der andere respektiert aber unseren und sein Revier.
Seit unser Kater Freigänger ist, ist aus dem ängstlichen, scheuen Kätzchen ein selbstbewußter Kater geworden, der sein Revier verteidigt, und bei dem es ein Vergnügen ist, zu beobachten, wie er auf Bäume klettert oder sich draußen in der Sonne aalt...
Also, nur Mut, Katzen machen das instinktiv shcon richtig, sie werden sich ihr Revier langsam erobern und verteidigen.
Wir haben anfangs Terrassentür bei Bedarf auf- und zugemacht, bis mein Mann eine Katzenklappe ins Kellerfenster baute. worauf er den Kater ein einziges Mal dort hindurchtrug, seitdem kommt und geht er ohne Probleme, wann er will.
Viel Glück
Bine