Bindungsproblem?

Diskutiere Bindungsproblem? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo ihr Lieben, ich würde gern mal ein paar Meinungen von euch hören und vielleicht habt ihr ja sogar Vorschläge für mich, wie ich mit der...
  • Bindungsproblem? Beitrag #1
Skaj

Skaj

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Hallo ihr Lieben,

ich würde gern mal ein paar Meinungen von euch hören und vielleicht habt ihr ja sogar Vorschläge für mich, wie ich mit der Situation verfahren könnte.
Ende November haben wir zwei Katzen aus dem Tierheim adoptiert. Die eine war 6 Monate alt, die andere wurde auf ein anderthalbes Jahr geschätzt. Zu Beginn waren beide unheimlich scheu, was sich mittlerweile zum Glück gelegt hat. Vor allem die jüngere Katze ist unheimlich anhänglich und menschenbezogen.
Pebbles, die anderthalbjährige Katze, macht mir aber irgendwie Kummer. Ich habe das Gefühl, dass sie von niemandem etwas wissen will. Dass sie nicht unbedingt eine Schmuserin ist kann ich verstehen, ist ja von Katze zu Katze unterschiedlich. Sie holt sich morgens und abends schnurrend ihre Streicheleinheiten ab und das war es dann.
Das erste große Problem hängt mit unserem Hund zusammen. Odin ist ein Hovawart, eine Seele von Hund, der von klein auf Katzen gewöhnt ist und mit ihnen absolut friedlich zusammenlebt. Die Katze ist da anderer Ansicht und hat ihn auch in unserem Beisein schon drei Mal vom Feinsten attackiert. Jetzt fängt der Hund an zu winseln, wenn er sie nur sieht. Neulich hat er ihr hinterher gejagt, nachdem sie ihn von hinten angesprungen und gekratzt hat. ich habe Angst, dass das irgendwann mal schief geht.:-?
Das zweite Problem ist, dass sie absolut nicht auf unsere Stimme reagiert. Ihre Kumpeline hört prima auf ihren Namen und kommt zu einem, wenn man sie ruft. Pebbles nicht, sie schaut nicht einmal. Geplant ist eigentlich, dass die beiden in einigen Wochen an den Freigang gewöhnt werden sollen, doch so habe ich Angst, dass sie einfach nicht wieder kommt, wenn sie die Möglichkeit hat nach draußen zu gehen.
Ich beschäftige mich wirklich viel mit Pebbles. Ich spiele mit ihr, spreche sie oft an und eigentlich ist sie auch immer mit im Raum. Sie geht mir nicht aus dem Weg und nimmt schon am Geschehen teil, also frage ich mich, was das bloß ist.
Vielleicht habt ihr ja Ratschläge für mich.

LG Skaj
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #2
Hallo Skaj,

ich habe auch schon Katzen aus dem Tierheim, schlechter Haltung oder Fundkatzen übernommen.
Das Problem hierbei ist, dass man nie weiß was die Tiere bereits erlebt haben und welche guten oder schlechten Erfahrungen sie mit Menschen, Tieren usw. gemacht haben. Bei Rocky haben wir beobachtet, dass er fast 1 Jahr gebraucht hat um richtig anzukommen.

Als ich Deinen Bericht über Pebbles gelesen habe war mein erster Gedanke das sie vielleicht nicht richtig hören kann. Da du schreibst, dass sie auf Stimmen nicht reagiert und nicht einmal schaut wenn ihr Name genannt wird. Dass finde ich ungewöhnlich. Vielleicht hat sie auch ein anderes medizinisches Problem. Ich würde sie mal beim Tierarzt gründlich untersuchen lassen. Zu ihren Attacken auf den armen Hund kann ich nicht viel sagen.
Ich hätte in diesem Zusammenhang mehrere Fragen:
Kann es sein, dass sie schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat?
Kennt ihr die genaue Vorgeschichte von Pebbles?
Habt ihr mal versucht mit Pheromonen zu arbeiten?

LG
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #3
Ich hatte die gleichen Gedanken.
Schlechte Erfahrungen mit Hunden und sie hört nicht gut.

Du könntest versuchen mit ihr zu Klickern. Falls sie gut hört, eine super Methode ihr ihren Namen beizubringen. Und du baust eine Bindung zu ihr auf.

Das Hundeproblem zu lösen dürfte aber schwierig sein.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #4
Ist Pepples vielleicht taub/gehörlos?
Mal hinter ihr, wenn sie nichts ahnt, laut in die Hände geklatscht?
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #5
Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

@Tinaho: Oh weh fast ein Jahr? Das ist wirklich eine lange Zeit. Ja du hast recht, man weiß es wirklich nicht. Ich muss auch dazu sagen, dass mir die Erfahrung mit Tieren aus dem Tierheim fehlt. Wir hatten einen Labrador aus dem Tierheim, das ist aber schon viele Jahre her. Ich habe wohl die Problematik unterschätzt.
Das mit dem Hund ist ohnehin merkwürdig, denn sie fällt ihn nicht immer an. Er liegt auf einem großen Kissen und manchmal geht sie eben dort hin, macht den Milchtritt, schnurrt und legt sich direkt neben ihn. Sie zwinkert ihm dann auch ständig zu. Er stirbt dann alle Heldentode, weil er nicht einschätzen kann, was als nächstes passiert.

@Frigida & Dax9: Wir hatten am Anfang auch die Vermutung, dass die Katze schwerhörig oder taub ist. Daraufhin waren wir beim Tierarzt und haben sie untersuchen lassen, doch die meinte, dass sie normal hören würde. Wenn der Kühlschrank auf geht, kommt sie auch meistens angewackelt in der Hoffnung etwas abzustauben. Ich kann mir absolut nicht erklären, wieso sie nicht auf unsere Stimmen reagiert.
Das mit dem Klickern ist eine wirklich gute Idee. Ich habe Sachen dafür zu Hause und werde das auf jeden Fall mal versuchen. Hast du Tips wie ich das am besten anfangen kann?

Vielleicht noch allgemein: Pebbles versteht sich sehr gut mit den anderen beiden Katzen. Vor allem die Kleine und sie spielen sehr viel miteinander und halten gemeinsam Nickerchen.
Als ich mich nach ihrer Vorgeschichte erkundigt habe wurde mir gesagt, dass sie angeblich gemeinsam mit einer anderen Katze aus einem Haushalt kommt. Irgendwie zweifle ich dies stark an, denn Pebbles hat in den ersten Tagen als sie bei uns war kein Katzenfutter gefressen, sondern unseren Müll nach Essbaren durchwühlt, obwohl ihr Futter zur Verfügung stand. Sie ist unheimlich geschickt, macht Schränke und Behälter auf und wirkte auf mich so, als hätte sie sich früher etwas zu Fressen suchen müssen. Normale Haushaltsgeräusche sowie sich "bewegende Menschen" schien sie auch nicht unbedingt gewohnt zu sein. Generell lässt sich sagen, dass es keine besonders nervenstarke Katze ist, sondern eher ein kleines nervöses Nervenbündel, die ganz schlecht abschalten kann. Zudem reagiert sie extrem auf sich bewegende Dinge und fängt sofort an zu jagen und zu spielen. Kann es sein, dass sie damit ihre Nervosität kompensiert? Bestärke ich irgendetwas unerwünschtes, wenn ich darauf einsteige oder ist es in Ordnung, wenn ich es ihr aktiv als Ventil anbiete?
Es mögen vielleicht einige mit dem Kopf schütteln wenn sie das lesen, aber wir hatten bisher das Glück "unkomplizierte" Katzen zu haben und ich musste mich mit sowas noch nicht auseinander setzen. Ich mache mir Gedanken darum, dass es ihr bei uns vielleicht nicht gut geht und möchte doch nur, dass sie sich wohl fühlt.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #6
Hallo und willkommen.
Ich würde es drinnen mit Feliway und evtl Zylkene für Pebbles versuchen und dann würde ich sie in den Freigang lassen wenn sie eh raus soll. Sie wird wissen wo sie hin gehört und kann so ihre überschüssige Energie los werden.
Vielleicht löst sich dann so auch das Problem mit dem Hund. Ich vermute da Unsicherheit. Feliway und Zylkene können evtl helfen die Unsicherheit zu überwinden.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #7
Cathrins Vorschlag ist gut.
Mit Zylkene habe ich gute Erfahrungen gemacht.
Ich habe einen Kater, der von Zeit zu Zeit plötzlich sehr huschig wird. Dann bekommt er etwas Zylkene, das beruhigt ihn. Er ist dann einfach etwas entspannter.

Zum Thema klickern:
Pebbles ihren Namen beizubringen ist ganz einfach.
Man beginnt so, dass man klickt und dann ein Leckerchen gibt.
Die Katzen haben meist schnell spitz, dass der Klick und das Leckerchen zusammenhängen.
Und sobald Pebbles das verstanden hast, sagst du ihren Namen, klickst und gibt ein Leckerchen.
Das übst du immer nur kurz, so etwa 10 Leckerchen. Dafür immer mal wieder.
Und wenn du dann ihren Namen rufst, wird sie angelaufen kommen.
Dann klick und Leckerchen.
Später kannst du das Klick weglassen.
Und dann auch das Leckerchen. Statt dessen vielleicht kraulen.

Aber das geht gaaaaanz schnell, du wirst sehen.

Vielleicht kam Pebbles aus einem Messihaushalt? Jedenfalls scheint sie dort nicht genug Futter oder auch kein Katzenfutter sondern vom Teller bekommen zu haben, aber lernte Schränke und Schubladen zu öffnen.

Es wird sicher eine Zeit dauern, bist du sie verstehst, aber mach dir keine Sorgen, du kannst nichts kaputt machen. Du kannst gern mit ihr spielen. Es ist doch schön, dass sie so agil ist. Das sind meine Orientalen auch. Wenn sich da etwas bewegt oder bei Geräuschen geht auch sofort der Kopf hoch.
Etwas nervös wird sie sicher immer bleiben, aber sobald sie euch voll vertraut, wird sie sich entspannen.
Vorher würde ich sie eigentlich nicht raus lassen ... also bevor sie euch nicht voll vertraut.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #8
Kann auch sein, dass ihr das Zuviel des Guten ist. Gerade unsichere Katzen sind durch Zuviel Aufmerksamkeit gestresst. Manchmal ist da weniger mehr. Diese Katzen hören durchaus, wollen aber nicht beachtet werden und stellen sich deshalb sozusagen "Tod" und hoffen so aus der Nummer rauszukommen. Auch das mit dem Hund deutet für mich darauf hin, dass sie ihn durchaus mag, aber durch seine hundemäßige etwas tollpatschige Art gestresst ist und ihn deshalb dann auf Abstand hält. Wenn dem so ist, dann würde es helfen, wenn du sie im Alltag bewußt nicht beachtest, bewußt wegschaust, statt sie anzuschauen und wenn dann nur kurz hinschauen, deutlich blinzeln und wieder wegschauen. Spielzeiten sollten zu festen Zeiten stattfinden und immer mit denselben Worten beginnen und enden. So wirst du für sie berechenbar und sie weiß, wann die Aufmerksamkeit endet und sie wieder "safe" ist. Clickern ist auch ne gute Sache, da kann sie ebenso berechenbare Aufmerksamkeit bekommen und das stärkt das Selbstbewußtsein und die Bindung.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #9
So, ich melde mich nach langer Zeit auch endlich mal wieder zurück. Wir hatten (mal wieder) über einige zeit KEIN Internet:evil:

Ich, bzw. wir haben eure Ratschläge beherzigt und versucht umzusetzen. Was uns wirklich weiter gebracht hat ist das Klickern. Pebbles hatte anfangs kein Interesse daran, was mich ziemlich missmutig gestimmt hat. Aber die Kleine fand es sehr interessant und so hab ich zuerst nur mit ihr geklickert. Da Pebbles aber so neugierig ist, kam sie irgendwann dazu und lies sich dann auch dazu motivieren. Jetzt hab ich zwar prinzipiell mindestens zwei Katzen da sitzen, wenn wir Klickern, aber auch gut. :razz: Sie halten sich beide zurück, wenn die jeweils andere an der Reihe ist. Schon nach drei Tagen hat Pebbles sich vermehrt im selben Raum wie wir aufgehalten. Es scheint auch an der Beziehung zwischen den Katzen etwas geändert zu haben, bzw. ich schieb es jetzt einfach mal auf das gemeinsame Klickern. Pebbles und Elsa haben sich von Anfang an gut verstanden, mittlerweile liegen sie aber tatsächlich ganz eng aneinander gekuschelt und schlafen. :-D Ein Bild für die Götter, ich freu mich total darüber.
Den Ratschlag Pebbles weitestgehend zu ignorieren haben wir auch beherzigt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sie die ersten Tage unheimlich viel geschlafen hat. Der Unterschied zu Vorher war aber, dass sie sich nicht verkrochen hat, sondern auf den Kratzbaum im Wohnzimmer zurückzog und trotzdem in unserer Nähe war. Wir behalten es auch bei sie dort wirklich nicht zu stören.
Jedenfalls ist es mittlerweile so, dass Pebbles Kontakt zu uns sucht. Vor allem morgens und abends kommt sie in einer ruhigen Minute zu uns, schnurrt, gibt Köpfchen und lässt sich streicheln. Gut, es ist immer noch so, dass sie manchmal beißt, aber das ist zum Glück nicht fest. Ich bin froh, dass sie sich jetzt anfassen lässt. Mit dem Beißen bin ich jetzt dazu über gegangen sie entweder einfach stehen zu lassen und weg zu gehen oder sie sanft aber bestimmt von mir weg zu schieben.
Seit gestern dürfen Pebbles und Elsa ganz raus. Nachdem sie gestern mehrere Stunden in unserem Beisein im Garten herum getiegert sind, waren sie doch ganz schön platt. :-D Odin, unser Hund war natürlich mit von der Partie und als Pebbles ihn mal wieder angefallen hat, hat der sich zum ersten mal gewehrt. Er hat sie angebellt und hat sie verscheucht, sodass sie sich für einige Minuten in der Garage versteckt hat. Sie kam aber wieder raus und ist ihrer Sache nachgegangen, war nicht wirklich traumatisiert. Aber: seit diesem Vorfall faucht, knurrt und springt sie ihn auch im Haus nicht mehr an. Ob das nur von kurzer Dauer ist oder ob sie jetzt geschnallt hat, dass er auch anders kann als vor ihr zu kuschen, kann ich nicht sagen.
Jedenfalls habe ich das Gefühl dass unsere Katzen insgesamt deutlich ausgelasteter sind und das Zusammenleben ist mittlerweile deutlich entspannter. :)
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #10
Hallo,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Also ich finde dass sich das Alles schon mal sehr gut anhört.

Weiter so. Hier sind Daumen und Pfötchen gedrückt.

LG
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #11
Wow... da wart ihr aber fleißig.
Und es scheint alles super geklappt zu haben. Mit 2 Katzen kann man auch gut klickern. Ab 3 wird es dann schwierig. :mrgreen:

Ihr macht das wirklich gut. Und die Reaktion auf das Beißen ist genau richtig.

Es ist wirklich toll zu lesen, dass die Ratschläge bei euch so gut funktionieren. Ich bin sicher, dass sich das bei euch noch viiiiiiel besser entwickeln wird.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #12
Dankeschön :) Ja, das stimmt mit zwei Katzen klappt es dann doch ganz gut. Wir sind auch optimistisch, dass sich jetzt alles gut entwickeln wird.
Und ich bin froh, dass hier so ein freundlicher Umgangston herrscht und man keine Angst haben muss Fragen zu stellen. Also vielen lieben Dank für eure Anregungen und Ratschläge. :)

Das Einzige was unsere Freude im Moment ein bisschen trübt ist eine Diagnose vom Tierarzt, welche jedoch die Kleine Elsa betrifft. Ich weiß gar nicht wie wir damit jetzt umgehen sollen. Ich muss aber auch sagen, dass ich mich erst noch ein bisschen informieren muss. Vorher muss ich mich aber mal beruhigen.:-?
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #13
Ich habe mit Freude gelesen, wie toll es bei euch nun klappt und wie viel Mühe ihr euch gebt.
Nun drücke ich die Daumen für die kleine Elsa und hoffe, es ist nichts Ernstes???? LG Maja mit Ilvy, Ludwig und Rosi
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #14
Ich hoffe auch, Elsa hat nichts Schlimmes.

Du kannst deine Sorgen gern hier abladen. Wir "hören" zu und können evtl. auch wieder Tipps geben.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #15
Vielen Dank euch allen. Dann werde ich mal schildern, wo bei uns der Schuh drückt. Entschuldigt den langen Post.

Wir haben die beiden Ende November aus dem Tierheim geholt und merkten schon nach kurzer Zeit, dass die beiden Schwierigkeiten mit dem Verdauungssystem hatten. Nachdem wir dann Montags direkt beim Tierarzt waren stellte sich heraus, dass die beiden Giardien hatten. Daraufhin bekamen wir vom Tierarzt Medikamente und die Anweisung noch mehr auf Hygiene zu achten als sonst. Bei Pebbles ließen die ersten Symptome relativ schnell wieder nach, bei Elsa allerdings nicht. Ich war dann nach einer Woche nochmal mit ihr beim Tierarzt, weil unsere Bazinga, die jetzt leider ein Sternenkätzchen ist, im Dezember Kryptosporidien hatte und ich befürchtete, dass Elsa diese auch haben könnte. Zum Glück war dieser Test aber negativ und mir wurde nur gesagt, dass ich die Medikation weiter geben soll und mich noch etwas gedulden müsse.

So, jetzt nur zu Elsa. Als wir sie bekamen war sie ca. 4 Monate alt, komplett verfilzt, struppig, abgemagert, hatte dreckige Ohren und sie knurrte und fauchte alles an, was sich bewegte oder eben auch nicht. Vor allem Pebbles hatte es besonders schwer bei ihr, warum auch immer. Dazu ist aber zu sagen, dass sich Elsa sehr schnell beruhigte und nach einer guten Woche schon selbst Kontakt zu uns suchte. In dieser Zeit "freundeten" sich Pebbles und Elsa langsam an, spielten und rauften miteinander. ich hatte den Eindruck, dass die beiden sich gegenseitig Grenzen setzten und dadurch auch im Umgang mit uns zärtlicher wurden.
Heute ist Elsa absolut vertrauensseelig was uns betrifft. Sie fährt nie die Krallen aus, ist eine absolute Schmusebacke, lässt einfach alle Körperspannung fallen wenn man sie hochnimmt (sie sieht dann aus wie ein Sack), ist immer in unserer Nähe und ist einfach ein absolut liebes Traumkätzchen.

Einige Probleme sind jedoch geblieben oder auch dazu gekommen. Zum Beispiel, dass sie seit dem Giardienbefall das Katzenklo nicht mehr zum Koten benutzen möchte und sich andere Stellen ausgesucht hat. Wir haben schon versucht die Katzenklos an den Plätzen aufzustellen wo sie hinmacht, aber dann sucht sie sich wieder andere Plätze. Vielleicht verbindet sie das Klo mit Schmerzen? Was könnten wir denn alternativ versuchen? Ich weiß, die Sache mit den Klos ist heikel und man muss vorsichtig damit umgehen. Wir schimpfen sie auch nicht, selbst, wenn sie es vor unseren Augen macht. Wenn ich sie dabei ertappe versuche ich sie ins Katzenklo zu setzen. Elsa benutzt das Katzenklo aber um zu urinieren. Hinzu kommt noch, dass Elsa schreit, wenn sie koten muss. Sie läuft dann umher, setzt sich neben das Katzenklo oder unter unser WC und wartet teilweise bis zu 20 Minuten, bevor sie sich erleichtert. Ich hatte darauf geschlossen, dass sie Schmerzen haben könnte und war nochmal beim Tierarzt. Wie bei der Giardieninfektion sind auch hier laute Darmgeräusche und leichter Durchfall zu verzeichnen. Außerdem ist Elsa teilweise stark aufgebläht und hat starke Darmwinde. Der Test auf Giardien war negativ, ebenso wie auf Kryptosporidien. Daraufhin fing der Tierarzt an darüber zu sprechen, dass es eine FIP Katze sein könnte und es sinnvoll wäre sie auf Coronaviren und Leukose testen zu lassen. Ich habe ihren Ratschlag befolgt und am 20.02. dann die Ergebnisse bekommen.
Sie ist leider mit dem Corona Virus infiziert, Leukose konnte aber ausgeschlossen werden. Einige Blutwerte waren nicht ganz in Ordnung, so ist Elsa leicht anämisch und hat einen Vitamin B sowie Kalium Mangel. (Es waren noch mehr Sachen, aber weil es ein Telefonat abends war konnte ich mir nicht alles merken). Ich fahre kommende Woche hin und lass mir die Ergebnisse aushändigen um nochmal drüber schauen zu können. Der Tierarzt meinte dann noch, dass wir den Rohfaseranteil im Futter erhöhen sollen und nun bekommt sie Alga Humin (Hauptbestandteil Spirulina Alge). Sie meinte auch, dass das Screening keinerlei Aufschluss über eine "handfeste" Krankheit geben würde, sondern dass da überall Baustellen wären. Muntert mich nicht gerade auf. :-( Ach so, Elsa frisst schon seit wir sie haben überhältnismäßig viel. Der Tierarzt meinte auch, dass das nicht normal sei.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich denken soll oder wie wir mit der Situation umgehen sollen. Wir versuchen jetzt ihr Verdauungssystem in den Griff zu bekommen. Habt ihr Ratschläge für uns?
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #16
Hat sie etwas was zum Darmaufbau bekommen?

Was füttert ihr und wieviel?

Nur weil sie den Coronavirus hat, heisst es nicht, dass der auch mutiert.
Meine haben auch den Coronavirus.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #17
Mailo hat auch einen positiven Corona-Test, die anderen haben es daher wahrscheinlich auch alle.
Aber das hat absolut nix zu sagen.

Von mir auch die Frage:
Was füttert ihr denn?

Falls es Trockenfutter ist, bitte weglassen und nur Nassfutter geben. Trockenfutter führt ganz oft zu Blähungen.

Du solltest noch mal Kot von drei Tagen sammeln und einen ausführlichen Kottest machen lassen. Auf Parasiten, Pilze, Bakterien und Viren.
Nur auf zwei Auslöser zu testen, ist viel wenig.
Und statt dieser komischen Alge lieber etwas für die Darmflora tun und gute Darmbakterien zuführen. Ich nehme dazu Zoolac, aber BeneBac oder Baktisel oder anderes geht auch.
Wie schnell Ärzte immer mit der FIP-Diagnose sind ist unglaublich.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #18
Okay, dann bin ich froh, dass ich das nicht alleine so sehe, dass ein positiver Test noch nichts zu sagen hat.

Wir füttern hauptsächlich animonda Carny und die Große bekommt Ropocat, weil sie es super gerne frisst. Sind am Überlegen ob wir ganz darauf umsteigen. Oder meint ihr, diese Futtersorten sind nicht so optimal?
Dann lassen wir das Trockenfutter jetzt mal ganz weg. Sie bekommen hauptsächlich Nassfutter, das Trockenfutter war eher schmückendes Beiwerk.

@Frigida: Dieses Alga Humin soll die Darmflora ausgleichen und aufbauen. Ich weiß jetzt nicht, ob ich das eigenmächtig absetzen und es durch ein anderes Mittel ersetzen kann.
Ich finde es auch schlimm. Hab schön blöd geguckt als sie mir das gesagt hat und hab deshalb neulich im Post gemeint, dass ich mich darüber besser informieren muss.
Und das mit der großen Kotprobe mach ich. Morgen ruf ich den Tierarzt an und sag ihr schon mal bescheid.
 
  • Bindungsproblem? Beitrag #19
Mein damaliger Tierarzt hat mir gleich gesagt, dass das Testergebnis über einen positiven Corona-Virus nicht über FIP aussagt. Er hätte es auch nie erlebt, dass eine Katze, bei der er Corona-Viren feststellt, später an FIP erkrankt sei.
Wobei er schon FIP-Katzen in seiner Praxis hatte.

Animonda Carny ist okay und Ropocat finde ich sehr gut.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Animonda Carny aber auch für Weichpups sorgen kann.
Vielleicht tauscht du das noch mal aus? MACs wäre eine Möglichkeit, das Futter ist auch nicht so teuer.
Christopherus finde ich auch gut und füttere es gern.

Das Trockenfutter würde ich wirklich bei Blähungen erst einmal weglassen. Wenn alles wieder gut ist, mal so zwischendurch als Leckerchen ist völlig okay.

Von dieser Alge für die Darmflora habe ich noch nie gehört. Ich habe bisher immer etwas gehabt, das gute Darmbaktieren zuführt.
 
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