Verhalten älterer Katzendame ändert sich

M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Hallo,
Ich würde gerne wissen ob hier einige User ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
Meine Katze ist nun 13 Jahre alt und hat vor ein paar Monaten angefangen sich anders zu verhalten. Neuerdings kratzt sie penetrant an unseren Wänden und hat einen offenbar unstillbaren Hunger - spätestens 2 Minuten nach der Mahlzeit fängt sie wieder an zu jaulen und will mehr... Kennt ihr bestimmt.

Ihr rätselhaftes Verhalten:
Sie war schon immer eine scheue und vorsichtige Katze aber das hat offenbar weiter zugenommen. Oft rennt sie durchs Haus und versteckt sich unter den Betten und muss dort
erst wieder herausgescheucht werden. Nachts um 3:00h morgens rennt sie dann plötzlich wie von der Tarantel gestochen durch mein Zimmer und rennt gegen die Wände - dann lasse ich sie nach draußen. Sie kratzt nun ständig an den Tapeten obwohl sie auch drinnen Kratzbretter hat. Diese scheint sie bewusst zu meiden.
Sie scheint auch penetrant geworden zu sein: jetzt geht sie sofort in mein Bett rein, wenn ich mal kurz nicht hinsehe und macht sich dort breit. Egal wie oft ich sie runternehme und ihr ein klares Nein sage, sie macht es immer wieder.
Wenn sie ihre "normalen" Phasen hat, will sie immer fressen. Das geht soweit dass sie sogar ihr eigenes Erbrochendes auffrisst. Ich gebe ihr 2x am Tag eine 100g Dose Nassfutter. Immer wieder mal zwischendurch bekommt sie Aufschnittreste wie Käse oder Wurst. Trockengutter bekommt sie nicht.

Zu meiner Katze:
Sie ist eine kastrierte Freigängerin und im Winter schläft sie im Haus. Sie stammt aus einem Streunerwurf. Sie war nie trächtig. Ihre Geschwister sind vor mehreren Jahren verstorben.
In unserer Nachbarschaft leben ausschließlich Kater mit denen sie sich teilweise auch blutige Kämpfe liefert.

Sie hat keinerlei Interesse an Spielen, Jagen, Streicheleinheiten oder anderen Katzen - letztere vertreibt sie vehement - das einzige was sie tut ist fressen und schlafen. Gut sie ist eine alte Dame aber was mich stutzig macht ist, dass sie sich nicht einmal mehr streicheln lässt. Dann fängt sie an zu beißen.

Da ich davon ausging, dass sie vielleicht Schmerzen hat und deshalb die Streicheleinheiten verweigert, bin ich mit ihr beim Tierarzt gewesen. Laut ihm fehlt ihr nichts.

Was meint ihr, ist das Altersstarrsinn oder gar Demenz? Haben eure Senioren ähnliche Verhaltensweisen an den Tag gelegt?
 
22.02.2018
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Verhalten älterer Katzendame ändert sich . Dort wird jeder fündig!
Tinaho

Tinaho

Beiträge
35.016
Reaktionen
7.629
Hallo Mainecoon-Fan,

Herzlich Willkommen im Forum, schön dass Du Dich angemeldet hast.

Hm, mein erster Gedanke war, dass Du mit Deiner Katze zum Tierarzt gehen solltest, aber das hast Du ja bereits getan.
Meine Frage: Wie genau wurde sie denn untersucht?
Wurde Blut abgenommen, Röntgenbilder erstellt?

Mit 13 Jahren ist Deine Katze nämlich noch nicht uralt, wenn Du verstehst was ich meine.
Es gibt natürlich bei Katzen, wie auch bei Menschen, Demenz. Aber ich finde nicht, dass sie sich
normal verhält sondern würde evtl. eine medizinische Ursache vermuten.

Aber vielleicht melden sich ja auch noch andere User, die z.B. auf dem Gebiet Demenz mehr Erfahrung haben als ich.

LG
 
R

romulus

Beiträge
893
Reaktionen
5
13 Jahre ist nun wahrlich kein hohes Alter und ich würde ihr an Deiner Stelle etwas mehr zu fressen geben - ich weiß nicht, wieviel sie wiegt, aber 200 g Nafu am Tag für eine ausgewachsene Katze erscheint mir ziemlich wenig und kann möglicherweise ihren ständigen Hunger erklären.
Wurde denn beim TA auch eine Blutuntersuchung vorgenommen?
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Ja ich kenne Katzen, die sind jenseits der 20 Jahre. Selbst für eine Streunerkatze ist das glaube ich nicht alt. Da dies aber meine erste Katze ist, bin ich damit nicht soo vertraut. In meinen Katzenbüchern stand zumindest nichts genaues zu Wesensänderungen - nur dass diese eben vorkommen können.

Der Tierarzt hatte einen Ultraschall gemacht und Blut abgenommen. Beides war ohne Befund. Röntgen hat er nicht gemacht.
Frakturen hat sie auch nie gehabt. Wenn sie möchte kann sie sich auch noch durchaus flott bewegen - wenn sie das Klopfen der Futterdose hört ;)
Generell war sie nur 3x krank und jedes mal war nur eine Erkältung. Sie scheint ein sehr gutes Immunsystem zu haben.

Übrigens, das hatte ich vergessen zu erwähnen, kraulen lässt sie sich ohne Probleme, das genießt die auch sehr.

Auf jeden Fall schon einmal Danke für deine Hilfe :)

13 Jahre ist nun wahrlich kein hohes Alter und ich würde ihr an Deiner Stelle etwas mehr zu fressen geben - ich weiß nicht, wieviel sie wiegt, aber 200 g Nafu am Tag für eine ausgewachsene Katze erscheint mir ziemlich wenig und kann möglicherweise ihren ständigen Hunger erklären.
Wurde denn beim TA auch eine Blutuntersuchung vorgenommen?
Sie wiegt 4,5kg, ich denke das ist ein normales Gewicht für eine weibliche Katze. Wie viel Futter müsste sie pro Mahlzeit denn bekommen?
 
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Streunerkatzen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von wenigen Jahren, so +/- 3, habe ich mal auf Tierschutzseiten gelesen ;-) 20 Jahre ist für einen echten Streuner eigentlich quasi ausgeschlossen, besonders wenn er/sie unkastriert ist.
Aber bei Deiner Hauskatze ist es natürlich ganz was anderes. Die ist mit 13 noch nicht sooo alt... wenn es noch nicht gemacht wurde, würde ich unbedingt die Schilddrüsenwerte bestimmen ;-)
Alles Gute für deine Süsse!
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Werden die Schilddrüsenwerte bei Blutuntersuchungen standardmäßig mitbestimmt? Die Blutuntersuchung, die mein Tierarzt veranlasst hatte war nämlich ohne Befund. Ich weich nicht, was dort alles bestimmt wird.
 
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Werden die Schilddrüsenwerte bei Blutuntersuchungen standardmäßig mitbestimmt? Die Blutuntersuchung, die mein Tierarzt veranlasst hatte war nämlich ohne Befund. Ich weich nicht, was dort alles bestimmt wird.

Das kommt darauf an, was für ein Blutbild er gemacht hat ;-) im geriatrischen BB ist es drin, im «*kleinen BB*» nicht.
Ruf einfach morgen noch mal dort an ;-)
Hat der TA die Werte selbst bestimmt oder hat er was weggeschickt ?
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Ah das ist gut zu wissen, das dachte ich mir auch schon. Immerhin werden bei Bluttests für Menschen ja auch nur auf bestimmte Sachen getestet.

Er hat den Test weggeschickt, die Auswertung hatte auch fast 2 Wochen auf sich warten lassen... Ich gehe davon aus, dass es der "kleine Test" war, werde ich morgen mal erfragen.
 
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Prima ! Berichte dann mal ;-)
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Oh was vielleicht auch noch wichtig zu wissen sein könnte: sie trinkt nur sehr wenig. Sie trinkt nur schmutziges Wasser, wenn überhaupt. Ich habe schon versucht ein bisschen mehr trinken zu lassen, mit verdünnter Milch aber da geht sie nur selten dran.
 
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Wenig oder gar nix trinken ist bei Katzen ein SEHR GUTES Zeichen ;-)
Wenn die Katze beginnt, auf einmal mehr oder sogar viel zu trinken, ist das ein absolutes Alarmzeichen.
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Wenig oder gar nix trinken ist bei Katzen ein SEHR GUTES Zeichen ;-)
Wenn die Katze beginnt, auf einmal mehr oder sogar viel zu trinken, ist das ein absolutes Alarmzeichen.
Das ist sehr gut zu wissen, vielen Dank! :)
Mir war zwar bewusst, dass Katzen wenig trinken und den benötigten Bedarf an Flüssigkeiten größtenteils aus ihrer Nahrung ziehen, aber dass sie bei Krankheiten plötzlich sehr viel trinken war mir nicht bewusst - erscheint mir aber logisch, dass es bei Menschen ähnlich ist:lol:
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Update:
Ich habe mit meinem Tierarzt gesprochen und es war tatsächlich der "kleine" Bluttest ohne Schilddrüsenwertbestimmung.

Wie würden sich veränderte Schilddrüsenwerte äußern? Ich kenne das beim Menschen nur so, dass es dann extrem aktive Menschen gibt - naja eher unruhig und sofort wieder hungrig - und eben müßige Menschen, die dann ständig müde und deprimiert sind.
Ist das bei Katzen ähnlich?
 
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Das ist bei Katzen ganz genauso.
Die Symptome deiner Katze passen schon dazu (zu einer Schilddrüsenüberfunktion). Und die ist sehr häufig bei etwas älteren Katzen. Deshalb: lass es unbedingt testen ;-) dann weisst du mehr.
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Das ist bei Katzen ganz genauso.
Die Symptome deiner Katze passen schon dazu (zu einer Schilddrüsenüberfunktion). Und die ist sehr häufig bei etwas älteren Katzen. Deshalb: lass es unbedingt testen ;-) dann weisst du mehr.
Mir kommt es bei ihr so vor als ob es bei ihr sone Mischung ist (was es glaub ich medizinisch gar nicht gibt). Meistens ist sie sehr schläfrig und faul - eben typisch Katze - dann aber manchmal wieder total hysterisch...

Ist solch ein Bluttest teurer als ein "normaler" Bluttest? Finanziell wäre das bei mir in 2 Wochen nämlich besser:cry:
Ich weiß man sollte sowas so schnell wie möglich abklären.... Im Moment scheint sie aber keine sichtbaren Probleme zu haben, daher sollte in 2 Wochen doch reichen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Neryz

Neryz

Patin
Beiträge
17.793
Reaktionen
203
Es ist ja nur ein Wert, der nachgetestet wird. So teuer sollte das nicht sein...
Frag doch mal den TA was die Schilddrüse kostet und was ein ganzes geriatrisches Blutbild (mit Schilddrüse !). Letzteres ist vielleicht nicht mal viel teurer.
 
M

Mainecoon-Fan

Beiträge
9
Reaktionen
0
Ok das werde ich dann Montag mal erfragen, dankeschön für Ihre Hilfe! Schönes Wochenende! :)
 
S

Schneeleopard

Beiträge
14.096
Reaktionen
155
Update:
Ich habe mit meinem Tierarzt gesprochen und es war tatsächlich der "kleine" Bluttest ohne Schilddrüsenwertbestimmung.

Wie würden sich veränderte Schilddrüsenwerte äußern? Ich kenne das beim Menschen nur so, dass es dann extrem aktive Menschen gibt - naja eher unruhig und sofort wieder hungrig - und eben müßige Menschen, die dann ständig müde und deprimiert sind.
Ist das bei Katzen ähnlich?

Katzen haben meistens (wenn) eine Schilddrüsenüberfunktion und kann sich äußern durch z.b.
Von Null auf hundert aufgekratzt sein, kalte Flächen aufsuchen (auch im Winter), viel fressen und doch nicht zu nehmen, humpeln .....
Das ist aber an sich gut behandelbar mit Tabletten. Mietz wird damit eingestellt und dann sollte es ihr besser gehn.

Lg Andrea
 

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen