Vorwürfe, alles was man macht ist falsch :-(

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Katzenmamas

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Hallo,

ich habe mich hier angemeldet, weil es mir emotional im Moment ehrlich gesagt nicht sehr gut geht.
Wir hatten eine Katze, die schon als Freigängerin zu uns kam. Sie wurde von Privat abgegeben, weil sie sich mit den anderen Katzen im vorigen Haushalt nicht vertrug. Bei uns durfte die Katze auch raus, sie war unser Schatz und Liebling, sie hasste Hunde und andere Katzen, aber sie liebte Menschen. Sie tobte sich draußen aus, daheim war sie die beste Katze der Welt. Leider passte es einigen Leuten (vor allem Nachbarn, aber auch einigen Bekannten von uns) nicht, dass unsere Katze Freigängerin war. Wir wurden gewarnt, sie würde bestimmt irgendwann überfahren, uns wurden Ratschläge erteilt, wir sollten sie nicht mehr rauslassen (das war sinnlos, beim Versuch demolierte sie uns die ganze Wohnung). Auch von Nachbarn wurden
wir immer wieder darauf angesprochen, ob wir denn keine Angst hätten, das sie überfahren wird, wir seien herzlos, wenn uns diese Gefahr kalt ließe. Ich hatte dann beim Tierschutzverein unserer Stadt angerufen, die sich auf unsere Seite stellten. Sie versicherten uns, eine Katze, die schon jahrelang Freigängerin ist, könne man kaum noch umgewöhnen, es sei Tierquälerei eine Freigängerkatze einzusperren. Nach 3 glücklichen gemeinsamen Jahren, wurde unsere Katze dann doch überfahren. Natürlich wieder Vorwürfe der Nachbarn, sie hätten es uns ja gesagt.

Wir wollten aber nicht ohne Katze leben und schauten uns in verschiedenen Tierheimen um. Hier jedoch waren die meisten Katzen als Freigänger deklariert und im Schutzvertrag sollten wir auch wieder Freigang garantieren. Wir wollten jedoch keine Freigängerkatze mehr wegen der Vorwürfe, also adoptierten wir von Privat eine reine Wohnungskatze. Jetzt wieder Vorwürfe, dass man eine Wohnungskatze nicht allein halten dürfe, sie verkümmere, würde psychische Probleme bekommen usw. Also "besorgten" wir eine zweite Katze.

Für die erste Katze war der Einzug der zweiten Katze jedoch so ein Stress, dass der Corona-Virus mutierte und sie FIP bekam, nur ein paar Tage nachdem die zweite Katze einzog. Wir wussten nicht, dass die Katze Corona-positiv war. Und jetzt ratet mal. Natürlich wieder Vorwürfe, diesmal von der Tierärztin und der Tierklinik, wir seien schuld, dass die Katze FIP bekommen hat, weil wir eine zweite Katze dazugeholt haben.

Jetzt haben wir nur noch die zweite Katze hier und sowohl unsere normale Tierärztin als auch die TÄ der Tierklinik haben uns prophezeit, dass sie sicher auch an FIP sterben wird, weil sie auch Corona-Viren hat (bis jetzt aber keine FIP-Erkrankung). Ich habe mittlerweile ehrlich gesagt so die Nase voll. Eine Freigängerkatze sollen wir nicht halten, sie könnte überfahren werden. Eine reine Wohnungskatze allein nicht, weil die könnte ja ohne zweite Katze emotional verkümmern. Eine zweite Katze soll man aber auch nicht anschaffen, weil das für die erste Katze Stress bedeutet und sie dann FIP bekommen kann.

Sagt mal, habt Ihr auch solche Probleme mit Bekannten, Nachbarn, Eurem Tierarzt, dass Ihr, egal was Ihr macht, das Falsche macht? Oder geht es nur uns so?
Wir sind totale Katzenmenschen, wir lieben Katzen, mit Hunden dagegen können wir nichts anfangen, aber nach all den schlechten Erfahrungen, zuerst Katze überfahren - Vorwürfe, neue Katze adoptiert - Vorwürfe, durch zweite Katze FIP- Erkrankung - Vorwürfe, ist es uns jetzt echt vergangen je wieder eine Katze in unseren Haushalt aufzunehmen, wenn die zweite Katze einmal stirbt.
 
19.03.2018
#1
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Andrea64

Andrea64

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Erst einmal, herzlich Willkommen hier!


Ihr Armen, da habt ihr ja schon einiges durch. Mein Beileid zum Verlust eurer beiden Katzen.
Ich kann euch das alles so sehr nachempfinden. Vor vielen Jahren habe ich auch eine Freigängerkatze bei einem Unfall verloren und leider hat FIP mir auch einen Kater genommen. Das so schmerzhaft und schrecklich traurig.

Wie gefährlich eure Straße ist, könnt nur ihr alleine einschätzen und ob erneuter Freigang überhaupt eine Option wäre.
Erst einmal finde ich es toll, dass ihr euch eine Zweitkatze angeschafft habt, auch wenn leider das Coronavirus euch einen furchtbaren Schlag versetzt hat.
Dass euch der TA prophezeit hat, auch die zweite Katze würde quasi unweigerlich FIP bekommen, finde ich befremdlich. FIP entsteht erst, wenn das Coronavirus mutiert und der Organismus der Katze dem dann leider nichts entgegenzusetzen hat. Stress kann leider diesen Prozess ungünstig beeinflussen.
Trotzdem, bitte gebt nicht auf!

Schaut euch hier im Forum um, viele, oft schon langjährige Erfahrungen treffen hier zusammen.

Nur nicht verzweifeln oder aufgegeben!
[emoji6]
 
Patentante

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Hallo und willkommen im Forum,

der Verlust Eurer Katzen tut mir sehr leid.

Ja, anfangs meinte meine Familie mir Vorwürfe machen zu müssen, dass ich überhaupt "sowas" halte (also Tiere im allgemeinen sind das letzte). Inzwischen wissen sie, dass ich "sowas" wie eine schlechte Familie nicht brauche. Entweder sie halten ihren Mund oder ich breche den Kontakt ab.
Ein TA meinte mal, mir Vorwürfe machen zu müssen, mein (überaus geselliger) Kater sei ein erklärter Einzelkater. Der TA sieht mich außer im Notdienst nicht wieder.

Was ich sagen will: was schert es Euch, was die Nachbarn denken? Die geht das doch gar nix an! Und von meiner jetzigen TÄ bekomme ich vorsichtige Antwort, wenn ich sie darum bitte. Ansonsten hält sie sich aus Haltungsfragen raus. So wie es sich gehört solange nix wirklich total schief läuft.

Und ein TA, der den Unterschied zwischen FIP und Corona (den mind. 70 % aller Katzen haben) nicht kennt.... na danke.

Das einzige, was leider richtig ist: Katzen sind keine Einzelgänger. Bzw. nur in seltenen, vom Menschen gemachten Fällen. Und eine Wohnungskatze alleine halten ist wirklich nicht optimal.
 
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claudiskatzis

claudiskatzis

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Erst mal herzlich Willkommen hier.
Da habt ihr ja schon ne Menge traurige Dinge erlebt.
Tut mir echt leid für euch und eure Katzen.
Nichts desto trotz genießt die Zeit mit eurer Katze so lange es geht.
 
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Katzenmamas

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Vielen Dank für Eure aufmunternden Antworten.

Wofür uns sowohl unsere Stammtierärztin, als auch die Ärztin der Tierklinik, massiv kritisiert haben ist, dass wir die beiden Katzen nicht getrennt haben, als bei Katze 1 der FIP-Verdacht aufkam. Daraufhin wurde uns prophezeiht (von beiden Tierärztinnen), dass unsere zweite Katze in ein paar Monaten auch FIP bekommt. Aber wir haben versucht sie zu trennen. Obwohl sich die zwei Katzen erst wenige Tagen kannten, haben sie sich geliebt. Die Katzen haben beide an den Türen gekratzt uns den ganzen Lack von den Türen gekratzt, bis wir die Türen wieder aufgemacht haben, so dass sie zueinander konnten. Das Trennen war für beide Tiere voll der Stress. Wir wollten der schon erkrankten Katze nicht noch mehr Stress zumuten und der zweiten Katze, die wir erst wenige Tage hatten auch nicht. Auch hier wieder ein Dilemma. Zumal uns von den beiden Tierärztinnen der Schwarze Peter zugeschoben wird. Die erste Katze war jedoch laut TÄ frühreif, sollte kastriert werden und hat hierzu eine Spritze bekommen, die eine stille Rolligkeit auslösen sollte. Vielleicht hat das ja das FIP ausgelöst? Aber nein, natürlich kann das nicht sein, nur wir sind schuld, weil wir die zweite Katze dazu geholt haben.

Außerdem war die zweite Katze von einer Tierschutzstelle, die wiederum hatte das Tier aus einer Massentierhaltung in Russland. Also, wenn die zweite Katze mal FIP bekommt, wer sagt denn, das sie das Corona Virus von der ersten Katze übertragen bekommen hat und nicht schon aus Russland mitgebracht hat oder von der Schutzstelle, wo auch mehrere Katzen in einem Zimmer zusammen gelebt haben. Aber das interessiert die TÄ nicht, wir sind natürlich schuld.

Ja, es stimmt schon, es geht die Nachbarn nichts an. Aber es ist ein Spießrutenlauf, immer wenn man zum Laden um die Ecke geht und dann von Leuten aus der Nachbarschaft angesprochen wird: "Sagen Sie mal, haben sie eigentlich keine Angst, dass Ihre Katze überfahren wird?". Wenn man sowas nicht gerade täglich, aber mindestens wöchentlich hört, dann reichts einem irgendwann.
 
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Neryz

Neryz

Patin
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Es tut mir sehr leid, was ihr da erleben musstet. Das ist wirklich schrecklich :-(
Aber FIP ist nicht ansteckend. Eure (jede) Katze kann, aber muss das nicht kriegen. Der Coronavirus ist ansteckend, aber nicht FIP.
Was die Leute angeht, die euch Mist erzählen : nicht hinhören. Man kann es sowieso nicht allen recht machen!
 
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wochenendpunk74

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Hallo erstmal, herzlich willkommen hier im Forum und es tut mir echt leid, was ihr und eure übrig gebliebene Katze durchmachen musstet! Wie heisst die Katze denn überhaupt und wie hießen eure Sternchen?
Ich hab jetzt erstmal tief durchatmen müssen, bevor ich anfangen konnte zu schreiben. Also die beiden Tierärztinnen finde ich schon etwas ... befremdlich. Ich kenne mich zum Glück mit FIP nicht wirklich aus, meines Wissens nach haben aber wirklich sehr viele Katzen den Coronavirus, der durch Mutation die Krankheit auslöst. Ich wage mal zu bezweifeln, dass ein Trennen der Katzen wirklich die ultimative prophylaktische Maßnahme gewesen wäre. Und stille Rolligkeit auslösen, damit kastriert werden kann - naja, ist für mich auch irgendwie merkwürdig und wäre für mich ein Grund, mir einen anderen Tierarzt zu suchen.
Zum Freigang kann ich nur sagen, ja, es ist potenziell gefährlich, aber ich habe unsere Katzen trotzdem von Wohnungskatzen zu Freigängern gemacht und schwitze Blut und Wasser, wenn sich eine verspätet. Ob die Wohnlage und eure Nerven Freigang zulassen könnt nur ihr entscheiden und da solltet ihr euch auch nicht reinreden lassen!
Lasst euch die Katzenhaltung nicht von anderen Leuten vermiesen. Und vielleicht überlegt ihr euch ja, der verbliebenen Katze wieder eine Kumpeline zu suchen, sie scheint ja sehr sozial zu sein und sollte nicht auf kätzische Gesellschaft verzichten müssen!

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G

Gast29323

Gast
Hallo Katzenmamas,

Was eure Nachbarn, den Tierarzt und euren Tierschutz angeht, kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen und habe nichts zu ergänzen.

Ihr habt nichts falsch gemacht, im Gegenteil ihr habt bestrebt euren Katzen ein glückliches Leben zu ermöglichen und das sollte euch im Sinn stehen. Lass die unwissenden denken was sie wollen, Du weißt es besser, sonst hättest Du nicht so gehandelt. ;-)

Katzen sind (in der Regel) keine Einzelgänger. Ihr habt genau richtig entschieden.
Freigänger sind (in der Regel) nicht als Wohnungkatzen geeignet. Ihr habt wieder richtig entschieden.

FIP ist nicht ansteckend. Hoffentlich entscheidet ihr wieder richtig und holt eurer verbleibenden Maus Gesellschaft. ;-)


Ich habe auch Freigänger und kenne solche Gespräche. Meine Antwort ist immer die selbe. ,,Ich halte meine Katzen nicht in Gefangenschaft um mich selbst zu beruhigen. Mag sein, dass ihr Leben jäh endet, aber egal wie kurz es sein mag, es ist ein glückliches, artgerechtes Leben.,,
 
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Katzenmamas

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Unsere Freigängerkatze hieß Charlotte :) Ich verstehe immer nicht, warum manche Menschen mit zweierlei Maß messen. Wenn eine Katze nicht raus darf, weil sie überfahren werden könnte, dann darf man Kinder auch nicht alleine zur Schule schicken, denn sie könnten im Straßenverkehr verunglücken. Aber ich glaube da gibt's auch Leute, die sagen : "Kinder sollte man nicht alleine zur Schule gehen lassen, weil ihnen auf dem Schulweg was passieren könnte" und andere sagen dann wieder "Wenn Kinder nicht allein zur Schule gehen, werden sie nicht selbständig". Ach, ich finde überhaupt, warum müssen sich Fremde immer in anderer Leute Angelegenheit mischen? Leider wohne ich in einer sehr geschwätzigen Nachbarschaft :-(

Unsere FIP-Katze hieß Mädi und sie war der selbe Typ Katze wie unsere Charlotte, nicht vom Aussehen her, sondern vom Charakter und Wesen, ein bisschen arrogant und hochnäsig, lol.

Wir wollen jetzt mal ein wenig abwarten und wir werden unsere verbliebene Katze sicher nicht alleine lassen, wenn sie in nächster Zeit gesund bleibt, was wir sehr hoffen :)
 
Canix

Canix

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Hallo und auch herzlich Willkommen von mir.

Ich finde es beeindruckend das ihr bisher noch nicht ausgerastet seid, ehrlich gesagt. Eure Nachbarn sollen sich um ihren Käse kümmern, fertig.

Und die Katze die keinen Titer hat in Bezug zu Coronaviren, die möchte ich sehen. Nicht mal meine sind frei davon. Ich habe 7 Katzen und die haben alle den Virus. Der Rest ist Glück und Pech Sache. Und da deine Katzen sich mit den Corona Viren anstecken, nicht mit FIP selber, hätte trennen nix gebracht.

Due Tierärzte sollen ihren Job machen und nicht Urteilen was man falsch gemacht hätte. ( auch noch zu Unrecht)

Kopf hoch, ihr habt nichts falsch gemacht. Ich finde es toll das ihr immer alles versucht um eure Katzen glücklich zu machen.

Ich bin übrigens auch der Meinung, gebt nicht auf wegen der 2. Katze. Auch wenn man jetzt vielleicht nicht mal drüber nachdenken mag.

Lg Juli
 
Puschel_92

Puschel_92

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Hallo und Willkommen :-D

Also ich möchte mich meinen Vorrednern anschließen. Ihr habt alles richtig gemacht!

Diese TÄ... da kann man nur die Augen rollen :roll: Ich würde mir wohl einen neuen suchen.

Den Nachbarn und Bekannten würde ich einfach ein bisschen selbstbewusster gegenüber treten. Ich würde denen so was sagen wie: Ja natürlich haben wir Angst um sie und natürlich kann draußen schneller was passieren. Aber dann hatte die Katze wenigstens ein intensives, artgerechtes Leben mit vielen neuen Eindrücken. Besser als ein langes, langweiliges Leben in der Wohnung.

LG Pia
 

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