Dein Verlust tut mir unendlich Leid. Dass der Tierarzt nicht dabei war, als die Wirkung der Narkose eingesetzt hat, macht es für dich gleich noch einmal schwerer.
Vielleicht hilft es dir ein wenig, wenn du ein bisschen was über den Ablauf einer Narkose weißt. Im Prinzip sollte es schon so sein, dass die Wirkung der Narkose möglichst schnell eintritt, um die erste Phase, in der noch ein Bewusstsein vorhanden ist, so kurz wie möglich zu halten. Das ist aber etwas heikel, denn die Dosierung darf auch nicht zu hoch gewählt werden, sodass das Herz-Kreislaufsystem auf jeden Fall noch funktioniert, solange das Tier wach ist. So wie ich das lese, hat es zwar für dich lange gedauert, aber deine Katze scheint ruhig immer müder geworden zu sein. Wenn das Tier einmal auf der Seite liegt, kommt es recht schnell zur Bewusstseinseintrübung. Heißt: in dieser Phase bekommt ein Tier nichts mehr von seiner Umwelt mit (auf Schmerzreize würde es aber eventuell noch reagieren). Kommt es in dieser Phase zu einer Schnappatmung (das sieht dann aus, wie ein krampfhaftes Luftholen), ist das für den Tierbesitzer schwierig, das Tier ist jedoch in der Situation schon ganz weit weg. Auch, wenn die Augen offen waren, deine Katze hat davon ganz sicher nichts mehr gemerkt. Wenn ein Tier schon geschwächt ist, ist es mit der Dosierung der Narkose noch schwieriger, da diese dann stärker wirkt, daher kam es vermutlich schon zu ersten Atemaussetzern nach der ersten Spritze, aber das wichtigste für dich ist denke ich: deine Katze hat von alldem nichts mitbekommen!
Dein Tierarzt hätte dich im Vorfeld darauf vorbereiten müssen, was dich erwarten kann und immer wieder reinschauen. Dass er grundsätzlich den Raum verlassen hat, kann man gut oder schlecht auslegen, denn viele Tiere tun sich leichter einer Narkose nachzugeben, wenn kein Tierarzt im Raum ist.
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit!
Liebe Grüße