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Inhalationsnarkose bei Kastration

Diskutiere Inhalationsnarkose bei Kastration im Kastration und Sterilisation Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen, unsere kleine Nike soll im September / Oktober kastriert werden. Nun ist es wieder kompliziert, einen Tierarzt zu finden der...
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mice

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Hallo zusammen,

unsere kleine Nike soll im September / Oktober kastriert werden.

Nun ist es wieder kompliziert, einen Tierarzt zu finden der sich nicht anstellt und sagt "erst mit 9 Monaten / nach der ersten Rolligkeit". :roll:

Ich habe gerade bei dem Tierarzt angerufen, wo Lana und Marie auch kastriert wurden.
Da bei Maskenkatzen aber ja Probleme bezgl. der Narkosemitel bestehen, möchte ich dieses Mal eine Injektionsnarkose vermeiden.
Lana und Marie hatten eine Injektionsnarkose und Lana war danach dermaßen fertig, dass sie erst nach vier Tagen wieder richtig gefressen hat.

Nun hab ich gerade bei besagtem Tierarzt angerufen, weil sie laut Homepage Inhalationsnarkosen anbieten.
Laut der Sprechstundenhilfe wäre eine Inhalationsnarkose ja nicht nötig. Die Katze würde durch den Pieks in den Po, der gemacht werden muss, weil sie ja intubiert werden muss, die Katze schon so tief schlafen legen dass keine Inhalationsnarkose gemacht werden muss.

Das habe ich im Internet ein bisschen anders gelesen.
Dort wird von einer Kurznarkose für die Intubation und das Rasieren gesprochen, aber danach werden sie in die Inhalationsnarkose gelegt.

Gibt es hier jemanden, der sich dazu schon etwas besser auskennt und vielleicht auch Erfahrungen damit gemacht hat?

Liebe Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #2
ich hatte das Thema damals bei der zahn Op von paule angesprochen, da sagte die zahn tä auch, das es nur sinn macht, wenn die Op länger dauert, sie zog dann zwei zähne (plus die zeit beim dental röntgen) ohne Inhalation.
wenn man weiß das Maskenkatzen Narkose Probleme haben, sollte man evtl mal nachforschen ob sie auf ein bestimmtes Narkosemittel (Ketamin zb)so reagieren und dann ein anderes nehmen. eine Kastration ist wirklich eine sehr kurze Op so das ich nicht unbedingt zur Inhahaltionsnarkose greifen würde da ja auch dort Nebenwirkungen vom Tubus etc auftreten können.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #3
Maskenkatzen haben ein anderes Stoffwechselverhalten durch den sogenannten Akromelanismus. Die Narkose wirkt bei ihnen stärker. Sie benötigen eine extrem genaue Dosierung des Narkosemittels, möglichst sogar eine geringe Unterdosierung. Zudem neigen sie vermehrt zu Allergien. In manchen Ländern wird daher bei diesen Katzen eine Lachgassedierung vorgenommen. Eine Kastration bei einer Kätzin ist ja kein so kleiner Eingriff. Ich würde da bei meiner Maskenkatze auf einer Inhalationsnarkose bestehen.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #4
ändert aber hier nichts daran das auch sie erst mit spritze schlafen gelegt werden. und eine Kastration , auch bei einer katze, dauert bei einem routinierten Tierarzt nicht länger als 15-20 Minuten. so lange schlafen sie mit der spritze allemal.
oder man sucht sich ne Klinik die auch mit Maske narkotisieren kann, die hat aber nicht jeder in der näheren Auswahl.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #5
Sie werden mit der Spritze auch bei einer Inhalationsnarkose schlafen gelegt, das Mittel ist aber ein anderes und es ist nur ein Mittel und nicht, wie bei der Injektionsnarkose ein „Mittelcocktail“.
Die Inhalationsnarkose, die ich bei meiner Katze durchführen lassen würde, ist auch nierenschonender. Als meinem verstorbenen Perser drei Zähne gezogen werden mussten, hat meine TÄ zur Inhalationsnarkose geraten ( und meine TÄ ist keine Geldschneiderin).
Ich finde in dem Zusammenhang den Link interessant:

 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #6
Soweit ich weiß, ist diese angebliche Narkoseempfindlichkeit bei Maskenkatzen eine Urban Legend, die noch in keiner Studie wirklich bestätigt werden konnte.

Aber ich würde ALLES NUR NOCH mit Inhalationsnarkose machen lassen, ich bin der Kunde, ich kann darauf bestehen und wenn mir ein Tierarzt (nicht die Sprechstundenhilfe...) die Info gibt, dass er das nicht für sinnvoll ansieht, suche ich mir einen anderen, der das anders macht - in dem Fall vielleicht tatsächlich eine Klinik, bei denen das routinemäßig verwendet wird.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #7
Ich bestehe seit Jahren immer auf eine Inhalationsnarkose, weil diese bisher immer besser als eine Injektionsnarkose vertragen/verstoffwechselt wurde. Auch bei einer Kastra würde ich eine Inhalationsnarkose vorziehen.

Floki hatte gerade eine Zahnsanierung und ihm wurden viele Zähne extrahiert. Die OP fand mittags statt und dauerte relativ lange. Wegen seiner schlechten Leberwerte blieb Floki bis 18 Uhr zwecks Überwachung in der Praxis. Als wir wieder zu Hause waren, hat der kleine Mann sofort nach Futter gebettelt und anschließend mit uns gespielt. Für einen erwachsenen Sechsjährigen nicht schlecht.

ich hatte das Thema damals bei der zahn Op von paule angesprochen, da sagte die zahn tä auch, das es nur sinn macht, wenn die Op länger dauert, sie zog dann zwei zähne (plus die zeit beim dental röntgen) ohne Inhalation.

Gerade bei einer Zahnsanierung finde ich eine Inhalationsnarkose sinnvoll, weil intubiert wird. So ist zugleich die Luftröhre geschützt und es können während der Behandlung keine Partikel in die Atemwege gelangen, die bei der Zahnreinigung und der Extraktion entstehen.


@ mice

Alles Gute für die bevorstehende Kastra.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #8
Soweit ich weiß, ist diese angebliche Narkoseempfindlichkeit bei Maskenkatzen eine Urban Legend, die noch in keiner Studie wirklich bestätigt werden konnte.

Aber ich würde ALLES NUR NOCH mit Inhalationsnarkose machen lassen, ich bin der Kunde, ich kann darauf bestehen und wenn mir ein Tierarzt (nicht die Sprechstundenhilfe...) die Info gibt, dass er das nicht für sinnvoll ansieht, suche ich mir einen anderen, der das anders macht - in dem Fall vielleicht tatsächlich eine Klinik, bei denen das routinemäßig verwendet wird.

Das stimmt, es gibt seriöse Untersuchungen, die die erhöhte Narkoseempfindlichkeit bei Maskenkatzen bestreiten. Dennoch schließen sie sie nicht vollständig aus. Aber auch bei ganz "normaler" Narkoseempfindlichkeit kommt für mich nur eine Inhalationsnarkose bei meinen Katzen infrage. Zum Glück ist das bei meiner Tierarztpraxis die gängige Methode.
 
  • Inhalationsnarkose bei Kastration Beitrag #9
Bei der Kastration von Katern ist es tatsächlich so, dass eine Inhalationsnarkose wenig sinnvoll ist.
So eine Kastration dauert vielleicht 10 Minuten.

Aber bei einer Katze, die erst rasiert wird, ein Schnitt in den Bauchraum, das Suchen der Eileiter usw., da würde ich auch auf einer Inhalationsnarkose bestehen.
Meine Milka hatte keine und hat ziemlich gelitten.
Sie hatte letztens eine Zahn-OP mit Röntgen und allem drum und dran und natürlich einer Inhalationsnarkose. Auch die hat sie nicht so gut verkraftet, aber besser als die Injektionsnarkose. Sie ist ziemlich empfindlich.
 
Thema:

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