Haben Orientalen "grundsätzlich" schlechte Zähne?

Aiur

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Als ich unseren Ares im Mai meinem TA vorstelle, sagte er u.a., das alle Orientalen fürchterlich schlechte Zähne hätten udn ich mich darauf einstellen müsse, das er mit 2-3 Jahren gar keine mehr haben wird.
Er betreut eine Siam- zucht in der das wohl tatsächlich so ist.

Ich dachte mir damals, er redet einfach Mist, so wie er das in Sachen Katzenfütterung ja auch tut und dachte eben nicht mehr weiter dran.

Klar ist, das Orientalen einen kleinen Kiefer
und dadurch manchmal eine zu enge Gebisstellung haben- das könnte sicher Probleme verursachen...
Aber sonst?

Nun ist es ja so, das Ares jeden Morgen einen Haufen Medikamente schlucken muss- Das nimmt er mit Malzpaste.
Diese Malzpaste ist von Gimpet und enthält eine Menge Zucker- Man schmeckt es, auch wenn es nicht deklariert ist.
Ich bin am überlegen auf Leberuwrst umzusteigen, wobei mir dabei Salz, Nitrat und die Tatsache, das es Schweinefleisch ist, sauer aufstossen.

Jedenfalls- Unser Ares hat im zarten Alter von 14 Monaten schon fast doppelt soviel Zahnstein wie Odin im Alter von fast 6 Jahren.
Zudem hat er am rechten Schneidezahn eine verdunkelte Stelle, bei der ich schon irgendwie an Karies durch Malzpaste denke... Sie lässt sich mit dem Fingernagel nicht entfernen, scheint im zahn zu sein.

Er bekommt schon jeden Tag Rohfleisch in Form von Küken, ganzen Hühnerflügeln oder Fleisch und Herz verschiedenster Tierarten, seit einem Monat sogar einen Anteil Trockenfutter, da er mittlerweile nicht mehr so schlimm schlingt udn die grosse Eifersucht auf die anderen in Sachen Futter damit weg ist. Die Malzpaste muss wohl der Grund sein.

Oder haben Orientalen wirklich eine solchen Hang zu extrem schlechten Zähnen und frühem Zahnverlust?

Wenn er so weiter macht, liegt bald der erste Termin zum Zahnsteinentfernen an, Odin hatte vor 2 Jahren einen und seitdem nur ganz leichte Ansätze von ZS wieder bekommen, Frajos Zähne sind immer noch strahlend weiss und sauber wie die eines Kittens...
 
24.09.2005
#1
A

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chiara

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Hallo Aiur,
keine Ahnung ob Orientalen grundsätzlich schlechtere Zähne haben als andere Rassen.
Sicher bin ich mir, dass die Gesundheit der Zähne wie beim Menschen genetisch veranlagt ist.
Es gibt spezielle Zahnpasta für Hunde und Katzen, eventuell kannst Du ihm einmal täglich die Zähne putzen. Habe Ares als recht willig in Erinnerung, denke man könnte das mit ihm praktizieren.
 
S

Surnia

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Extrem schlechte Zähne in jungen Jahren sind oft das sekundäre Symptom einer Viruserkrankung. Frag mich jetzt bitte nicht, welche Viren Katzen so haben können, Herpes (keine Sorge,es gibt feline Herpesviren, die NICHT auf Menschen übergehen) fällt mir nur ein. Für sowas habe ich ein denkbar schlechtes Gedächtnis :oops:.

Die Viruserkrankung kann latent lauern, muss gar nicht ausbrechen. Das Immunsystem ist jedenfalls beschäftigt, sie im Schach zu halten und aggressive Kariesbaklterien feiern Feste. Wenn die Tiere dann vielleicht von ihren Müttern die Kariesbakterien gleich beim Ablecken geliefert bekamen, können schon wenige Monate alte Katzen schlimme Karies bekommen.

Man kann versuchen, dass Imunsystem zu stärken. Man sollte vielleicht regelmäßig entwurmen, da auch Wurmerkrankungendas Imunsystem schwächen. Ich könnte mir vorstellen, das Impfungen vielleicht auch kontraproduktiv ist, keine Ahnung.

Mit zuckerfreier Nahrung kann man allenfalls unterstützen, denn Zucker ist bei Karies in jungen Jahren meist nicht der Auslöser.

Bemerkung am Rande: Gegen Schweinefleisch ist ganz grundsätzlich nichts einzuwenden. Ist sowohl für Hunde und Katzen eigentlich bekömmlich. Das Problem ist nur dieser Audingsbums-Virus (ich KANNS mir nicht merken). Der wird durch Erhitzen zuverlässig abgetötet. Wird Leberwurst während der Herstellung erhitzt?
 
Aiur

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Natürlich wird Leberwurst an sich gekocht und an sich sind die Aujesky- Viren inaktiviert.
Aujesky ist in Deutschland ja sowieso fast ausgestorben.
ABER Herstellungsfehler gibt es immer mal, nicht ausreichende Erhitzung.

Ares hat in der Tat ein "geschwächtes" Immunsystem, allerdings nicht durch Viren, sondern durch Cortison. Das ist erwünscht und muss leider sein wegen seines Asthma.
Ich selbst habe Monatelang Cortison genommen, eine Veränderung in meinem Mund ist mir dabei nicht aufgefallen (ausser jetzt am Ende, da hat eine Infektion meines Mundraumes alle "normalen" Mundbakterien überwuchert, ich war froh als das weg und sie wieder da waren :/.

Nun, bisherhat er "nur" Zahnstein, was bei Katzen ja leider fast normal ist, diese Stelle kann eine blosse Verfärbung sein, sie sieht ungewöhnlich aus.
Auf dem Reisszahn ist ein ovaler ca. 2*3 mm grosser grauer "Fleck", der sich nicht ablösen lässt.

Nun, wenn er so weiter macht ist seine erste Zahnsteinentfernung wohl nicht mehr fern, dann wird der TA sich das ansehen,
 
Martina =^..^=

Martina =^..^=

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Hallo Aiur,

nunja, es ist wohl ein züchterisches Problem, dass die Orientalen schlechte Zähne haben.

Viele haben das, es setzt sich in den Linien fort und es wird viel probiert und gegrübelt, so wirklich ausmerzen lässt es sich wohl nicht.

Wir haben es so gehabt, dass Celine, unsere erste Zuchtkatze mit völlig schlechten Zähnen bekamen (Putzzähnchen fehlten schon mit 2 Jahren zum Großteil), das Zahnfleisch war rot gerändert. Ich sah es mit Schrecken und tat erstmal nicht viel, ausser dass Celine bei uns anderes Trockenfutter bekam, als vorher, ausserdem bekommen unsere Katzen kaum Leckerli. Früher bekam Celine sehr viele Käserollis.

Nach einiger Zeit war die Entzündung weg, die fehlenden Zähne wachsen natürlich nicht mehr nach. Ich schiebe es auf die Futterumstellung.

Unser zweiter Problemfall hat trotz des guten Futters rote Ränder am Zahnfleischrand und dem Zahnsteinbesatz in dem jungen Alter, ist sie eine Kandidatin für die schlechten Siamesenzähne.

Übrigens wurde unter Siamzüchtern festgestellt, dass überwiegend Pointkatzen befallen sind. Einige behandeln im akuten Entzündungsfall mit Mercurius solubilis. Was das ist, weiss ich aber nun gar nicht.
 
hellkitten

hellkitten

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hm... ich kenne eigentlich auch nur orientale mit schlechten zähnen. ist es denn unmöglich ihm die pille in den rachen zu stecken? ansonsten würde ich mir nen mörser kaufen und die medikamente in pulverform in das futter mischen (natürlich nur en häppchen, dass er es auch auf jeden fall sofort frisst) oder was auch immer er mag, aber unschädlicher für die zähne ist. vielleicht in nen teelöffel haltbare sahne oder milch, wenn ers mag und verträgt. aber gegen leberwurst hätte ich eigentlich auch nichts einzuwenden. ich denke hier in deutschland kannst du sicher sein, dass die wurst gut durcherhitzt wurde. die wahrscheinlichkeit sich verdorbenes oder kontaminiertes rohes hühner- oder rindfleisch im supermarkt zu kaufen, ist höher.

hell
 
Aiur

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Oh- Natürlich könnten wir ihm die Pille mit Gewalt verabreichen- So wie es bei Odin leider ausschliesslich geht.

Da er diese Medikamente aber noch die nächsten hoffentlich 15 Jahre seines Lebens benötigen wird, möchte ich möglichst lange- möglichst für immer ohne diesen Zwang auskommen, denn auf Dauer verformt er ein Tier zum negativen, das ist ja ganz klar.

Naja, wie gesagt, ich habe schon noch viele Möglichkeiten, vielleicht werde ich auf Putenfleischwürfel umsteigen- möglich das es klappt. Leider kaut er recht gut ^^...

Naja, aber gegen den Zahnstein kann man bei entsprechender Veranlagung wirklich nichts tun ausser Zähneputzen. Und ich weiss schon, wie ich nach so einer Zahnputzaktion aussehen würde ^^...
ungefähr genauso wie wenn ich ihm das Geschirr anlegen, er aber spielen will ^^... (Mit ein paar schicken neuen Scratchings an den Händen ^^).


Jaja, unser kleiner Jungspund hat einen starken Charakter...
 
nettylew

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hallo martina,erst mal :ihr schreibt alle sehr gute informative berichte.
seite 6: mercurius solubis-bei geschwüren im mund,eiter,zahnwurzelschmerz ,kommt aus dem lateinischen für quecksilber nach hahnemann arzt u chemiker,homöopathie (ähnl dem leiden) lat.: similia similibus curentur.verdünnen-schütteln ! entschuldigt bitte die schreibweise,bin nicht am pc grossgeworden...lg anette
 
Armitage

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Der Thread ist inzwischen knapp 5 1/2 Jahre alt
und die in dem Thread aktiven User schon lange
nicht mehr da. ;-)


Grüße,
Armitage
 
saurier

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Da der Thread über 5 Jaher alt ist, ist das sicher nicht mehr sooo relevant :wink:.
 
Schaefchen2310

Schaefchen2310

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Du weißt aber schon, dass der letzte Beitrag in diesem Thread 2005 geschrieben wurde ? ;-)

Noch dazu weiß ich nicht, was mir dein Beitrag sagen soll. Was ist mit Quecksilber und was soll ich da schütteln? Sorry, verstehs einfach nicht... :-(
 
Armitage

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Aber ich war die Erste ! :p :mrgreen:
 
saurier

saurier

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Das Thema ist aber "grundsätzlich" immer nochinteressant, ich höre davon öfter, aber ich habe ja auch fast nur Orientalen um mich rum :wink:. Daher weiß ich nicht, ob es bei anderen Rassen ähnlich ist.
 
V

Voodoo

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Also grundsätzlich sind Zahnfleischentzündungen wohl bei Maine Coons am meisten verbreitet, das hat in erster Linie einen genetischen Hintergrund. Wir haben 2 Kater die zu den orientalischen Rassen zählen, ein Siamese und ein Thai, Beide haben ein einwandfreies Zahnfleisch :wink:

Unsere Maine Coons dagegen leiden fast alle an Zahnfleischentzündungen, 3 davon haben deswegen sogar gar keine Zähne mehr, weil sie gezogen werden mussten in einem sehr jungen Alter. Selbst unter den Tierärzten ist dieses Problem bei Maine Coons mittlerweile bekannt.
 
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Caleidoscope

Caleidoscope

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aber mich würds auch interessieren ob das so stimmt.

Sauri?

Was meinst du dazu?
 
Raikou

Raikou

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Selbst wenn der Thread schon älter ist, ist es gar nicht so uninteressant. Ist es denn nun so, dass Orientalen besonders befallen sind? Würde mich dann jetzt doch mal interessieren.
 

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