Die "Geschichte", die sich leider ja immer noch sehr hartnäckig hält, das Katzen Einzelgänger sind, beruht zum grössten Teiul wohl darauf das leider die meisten Leute ihre Kitten viel zu früh holen, diese dann einsam und ohne je Sozialverhalten gelernt zu haben aufwachsen.
Wenn dann später versucht wird, eine zweite Katze hinzuzuholen- OH- das klappt nicht, meine Katze ist ein Einzelgänger! Nein, ALLE KAtzen sind Einzelgänger!
Und das ist Schmarrn.
Ein gut sozialisiertes Tier, und die Sozialisation fängt nunmal erst in der 8 Woche an und endet frühestensin der 12., macht nicht aus Unwissenheit aufs Sofa, es weiss wo es kratzen muss, weiss wie doll es mit Dosis Hand spielen darf, das es nicht an Pflanzen gehen sollte, wie man sich anderen Katzen gegenüber verhält. Bei solch einem richtig sozialisierten Tier ist es auch allermeistens überhaupt kein Problem, z.B. nac einem Jahr einen Spielgefährten hinzuzuholen.
Soooooooooo viele Katzenbesitzer erzählen oder schreiben in mehreren Foren, das ihre Katzen und Kater, gerade halbwüchsig, vielleicht 6-10 Monate, sie plötzlich mit ausgefahrenen Krallen anspringen, ins Gesicht, auf den Rücken, ans Bein und alles blutig kratzen...
Warum sie das tun? Sie hatten in ihrer Kittenzeit niemals die Möglichkeit, von der Mama zu lernen wie weit man gehen darf und das solche Angriffe eben wehtun.
JEDESMAL kommt bei diesen Geschichten raus, das die Kitten zu früh getrennt worden sind, noch niemals habe ich so eine Geschichte von jemandem gehört, dessen Katze 12 Wochen bei der Mama war oder auch Spielgefährten hat.
Es wird schon fast als normal angesehen das Katzen ihre Pinkelei überall in der Wohnung verteilen, 1000 Mal hört und liest man, das Katzen unsauber werden- wegen Kleinigkeiten.
Kitten und spätere Katzen, die zu früh von der Mutter getrennt wurden, hatten nicht die Zeit, ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühlt zusammen mit den Geschwistern und mit Hilfe der Mutter aufzubauen, dieses innere Gleichgewicht, das fehlt.
Oft wissen sie sich gleich am Anfang eines kleinen Problems einfach nicht anders zu helfen als ihre Sorgen mit Hilfe ihrer Pinkelei ihren Dosis entgegenzuschreien.
Bei Tieren, die diese Zeit in ausreichendem Maße bekommen haben, kommt das wesentlich seltener und auch eher bei wirklich grösseren Problemen vor. Sie "ruhen" in sich selbst und "vertragen" da einfach viel mehr.