@SaDe @ Knollo
Dankeschön
Die Komplimente reich ich weiter!
@Aiur
Ich hoff auch, das sich die Muskeln mit der Zeit aufbauen.
Bei Tizian wars genau umgekehrt-hoch gekommen ist er überall recht leicht, halb springend, halb kletternd.
Er hat auch sehr schnell begriffen, wo am Kratzbaum er das am besten versucht, damit er notfalls mit den Hinterpfoten nachschieben kann.
Probleme hatte er immer mit dem Runterspringen.
Normalerweise streckt eine Katze ja den Hintern hoch, lässt sich zuerst mit den Vorderpfoten runtern und federt dann am Boden sanft ab.
Bei Tizian waren es immer zum Brüllen komische Geronimoooooooooo Sprünge.
Statt sich runterzulassen, nahm er das bisschen Anlauf, das er auf dem Kratzbaum bekommt und sorang dann mit allen vier Pfoten gleichzeitig in die Luft.
Auf dem Boden titschte er dann mit der Grazie einer trächtigen Elefantenkuh auf.
Zeitweise hielt er die Pfötchen so steif, das es aussah, als hätte man eine Holzfigur geworfen.
Mich wundert heute noch, das er sich die Beine nicht halb in den Bauch gerammt hat.
Loona hat überhaupt keine Probleme mit runterkommen-nur rauf ist schwer.
Aber nachdem sie es gestern nochmal ohne Kissen auf das Sofa geschafft hat, wird sich das wohl auch legen.
Es sind auch ein paar andere Tierheimbedingte Macken erkennbar.
Große freie Flächen sind ihr eindeutig unheimlich.
Wenn sie nicht grad vom Spielen abgelenkt ist, huscht sie nur schnell und geduckt drüber.
Am wohlsten fühlt sie sich, wenn sie etwas über sich hat:
Das kann das Bett sein, der Tisch, ein Stuhl oder die erste Etage vom Kratzbaum, hauptsache sie sitzt nicht frei.
>Es war bis jetzt nur zweimal der Fall das sie sich auf eine offene Fläche gesetzt hat um sich zu putzen.
Was noch auffällt:
Im Tierheim saß sie in einem Käfig, der in etwas unter Hüfthöhe angebracht war.
Man musste sich hinkauern um sie genauer betrachten zu können.
Wenn sie hergezeigt wurde, wurde sie auf den Arm genommen und dann wieder reingesetzt.
Die Folge davon ist, das ihr Menschen "im Ganzen" unheimlich sind.
Kniet man sich hin oder setzt man sich auf den Boden kommt sie zum schmusen.
Aber wehe man steht auf und beugt sich nur zu ihr runter, da ist sie sofort auf der Flucht.
Auf den Arm lässt sie sich gerne nehmen, davor hat sie keine Angst.
Nur eben wenn sie auf dem Boden sitzt und einen stehenden Menschen sieht, ist sie sehr misstrauisch.
Mich wundert immer, das sie vor mir noch viel mehr Angst hat als vor meinem Freund, immerhin bin ich nur 172 groß, er ist aber fast 2 Meter groß.
Die einzige Erklärung die mir da einfällt, ist, das mein Freund von Natur aus eine sanfte, ruhige Stimme hat, vor der nichteinmal der Kater meiner Mutter geflüchtet ist, der normalerweise 3 Stunden unter der Bettdecke vor sich hin bibbert, wenn er einen fremden hört.
Ausserdem bin ich eher der nervöse Typ, der ständig rumzappelt und sich schnell und hektisch bewegt, während mein Freund die Ruhe weg hat.
Wenn Tizian und Loona mal am spielen sind, dauert das etwa 20 Minuten, dann ruhen sich beide aus.
Ich vermute, das das auch daran liegt, das Loona den Großteil ihres Lebens in sehr engen Räumen verbracht hat-sie hat keine Ausdauer.
Tizian allein hat seine verrückten 5 Minuten oft auf ne dreiviertel oder eine ganze Stunde ausgedehnt, in der er hier rumflipperte,bis er völlig geschafft und hechelnd irgendwo lag.
Jetzt nimmt er Rücksicht:
Zieht Loona sich zurück, schläft er auch erstmal eine Runde.
Ab und zu wird ihm das aber langweilig.
Dann fängt er an zu spielen und dabei lauthals Selbstgespräche zu führen.
Da wird gemaunzt, gejault ein Bröckchen Trockenfutter verkloppt und angefaucht, bis Loona vor lauter Neugierde kommt um nachzusehen was los ist- dann spielen sie wieder miteinander.
Es ist zum schreien komisch, wenn Tizian sich extra laut mit einem Bröselchen
Trockenfutter unterhält, mit einem Auge immer zum Schlafzimmer schielend, ob pretty Loona nicht vielleicht rauskommt.
Aber summa summarum hat Loona bisher gute Fortschritte in punkto Vertrauen fassen gemacht, und wenn es so weitergeht, hoffe ich, das sie sich in den nächsten Wochen zu einer entspannten Katzendame entwickeln wird, die sich nichtmehr von einem überdachten Ort zum nächsten schleichen muss, vor lauter Furcht.