... Ich rief dort an und es stellte sich heraus, dass es ein Studentenpärchen war, die beim Spazierengehen ein klägliches Fiepen aus einer Mülltonne hörten: ein weiß-rotgetigertes Katerchen, erst ein paar Tage alt. Sie beschlossen, den kleinen Kerl aufzupäppeln. Da sie grad schwanger war und von einigen Fa. Milchpulver-Proben geschickt bekam, probierten sie es erst damit und auf das, was es anspricht, dann kaufen würden. Sie hatten beschlossen, es solange bei sich zu behalten bis sie sicher waren, dass er sauber war. Und das war er mit 7 Wochen also. Abgeben mussten sie es aus dem Grund schon, weil Tierhaltung in dem Studentenheim verboten war.
Ich erklärte, dass wir in ein paar Wochen umziehen und momentan noch 300 km weg wohnen. Ob es möglich wäre, dass sie es noch so lange behalten könnten. OK. Einen Tag, nachdem wir umgezogen waren, meldete ich mich bei ihnen. Er sagte, dass seine Frau vor der Geburt steht und war bereit, es zu bringen. Er war schon geimpft. Sie nannten ihn nur "Baby", weil sie das Geschlecht bis vor kurzem nicht wussten, außerdem wollten sie, dass der künftige Besitzer ihm den Namen gibt, den er raussuchen würde. Wir nannten ihn "
Minka" (der Zweite).
Das war süüüß. Er lebte sich schnell ein. Wir zogen im Oktober ein und im Frühjahr durfte er raus. Da in der Straße fast alle Katzen hatten, fuhren in der Sackgasse sowieso alle Anwohner vorsichtig. Der Garten war riesig.
Naja, wenn er raus darf, sollten wir ihn impfen - aber bei wem? So einen Reinfall wie bei Minka I. wollten wir nicht. Am Ende der Sackgasse war ein
Tierarzt. Es half nichts: probieren geht über studieren. Auf die Idee, Nachbarn um Empfehlung zu bitten, bin ich/wir gar nicht drauf gekommen - warum auch immer. Aber der war/ist toll.
Wir vereinbarten auch einen Termin zur Kastration.
---

Soweit erst mal bis heute

---