Ich war 5 Jahre alt, als wir unsere erste Katze bekamen...
Damals lebten wir auf einem kleinen Bauernhof in einer Mietswohnung.
Dann sind wir ausgezogen und nahmen unseren kleinen Simba mit.
Er war ganz schwarz mit einem weißen Hals und Beinen. Ein sehr liebenswerter kleiner Kater. Wir wohnten noch nicht lange in unserem Haus, da lief uns eine kleine Katzendame zu. Wir tauften sie Nala. Simba und Nala...
Sie war wunderschön. Hatte längeres Fell. Grau-Schwarz-getigert. Sah aus wie eine Wildkatze.
Simba war sehr zutraulich, Nala ließ sich nur von meinem Stiefvater anfassen..
Aber das war ok.
Wir hatten 1 sehr glückliches Jahr mit ihnen, bis sie eines Tages spurlos verschwanden.
Alle waren sehr aufgeregt, denn fast unser ganzen Dorf wurde beraubt. Von ca. 20 Katzen waren nur noch 3 da.
Alle dachten an Tierfänger, aber ca. ein halbes Jahr später haben wir herausgefunden, dass der Jäger Wasserratten-Fallen aufgestellt hat (zu nahe am Dorf, ist eigentlich gesetzlich verboten, aber das war ihm egal) und unsere süßen Wollknäule sind alle in diese Fallen getappt und gestorben..
Wir haben sehr viel geweint und waren traurig, aber wir wollten uns nicht unterkriegen lassen und haben uns einen neuen schwarzen geholt.
Der Diebie. Ebenfalls ein wunderschöner schwarzer Kater (aber dieses Mal ohne weiß).
Er war sehr verschmust, aber wollte auch nur mit meinem Stiefvater kuscheln. Das war auch ok. Ohne meinen Stiefvater hätten wir überhaupt keine Katzen, denn er liebt diese Tiere einfach so sehr.
Wieder hatten wir 1 wunderschönes, glückliches Jahr mit Diebie, bis auch er spurlos verschwand.
Leider konnten wir nicht in Erfahrung bringen, was mit ihm passiert ist. Wir mussten es einfach hinnehmen, dass er weg war...
Natürlich waren wir alle wieder sehr traurig und meine Mutter meinte, sie möchte nie wieder eine Katze.. Der Schmerz ist zu groß, nicht zu wissen, was passiert ist..
Dann wurde meine Schwester geboren, ich war 7 Jahre alt.
Sie war schwer krank und musste über Wochen hinweg im Krankenhaus bleiben.
Zu der Zeit, ich war noch ein kleines Kind, sehr einsam. Keiner war da und wenn, dann waren alle so traurig. Also bekam ich ein halbes Jahr später mein frühzeitiges Geburtstagsgeschenk. Einen kleinen Pudel.
Ich habe sie Schnuffi getauft. Sie war wirklich eine ganz hübsche und liebe Hündin. Sie hatte sehr helles Fell, so wie eine Pfirsich, nur etwas heller.
Diesen Hund hab ich sehr geliebt und war ständig mit ihr unterwegs und hab mich rührend um sie gekümmert.
Nochmal ein halbes Jahr später hab ich einen kleinen
Albino-Zwergkanninchen bekommen.
So vergingen die Jahre, bis ich 12 war.
Alles war ok und gut, dann wurde meine andere Schwester geboren.
Das war auch gut so. Ich mochte sie sehr...
Zur gleichen Zeit, bekam ich ein Pfegepferd. Durch Zufall bin ich auf sie gestoßen. Ihre Besitzer haben sich überhaupt nicht um sie gekümmert. Also hab ich das gemacht.
Sie stand ganz alleine auf einer 4 Hektar großen Wiese und ihr Stall wurde nicht ausgemistet. Sie stand also "bis zu den Knien in ihrer eigenen Scheiße". Dementsprechend sahen auch ihre Hufe aus. Außerdem war sie stark übergewichtig und 24 Jahre alt. Aber noch topfit.
Ich bin also jeden Tag zu ihr gefahren und hab sie gepfegt (musste erst mal Putzsachen kaufen, denn das war für die Besitzer auch ein Fremdwort), den Stall ausgemistet, die Hufe behandelt und ich bin mit ihr ausgeritten.
Goldfee hieß sie, sie war ein Fuchs, in der Sonne schimmerte sie wie pures Gold. Sie war so ein wunderschönes Geschöpf.
Sie war mein ein und alles, natürlich neben meiner Schnuffi und meinem Hasi.
Also, ich hatte 3 Tiere und war überglücklich, war irgendwo klar, dass es nicht so bleiben kann...
Meine erste Schwester wurde wieder sehr krank. Sehr schlimme Allergien... Also beschloss meine Mutter meine Schnuffi herzugeben...
Ich hab mich wochenlang dagegen gewährt.. aber sie ist hart geblieben.
Wenigstens haben wir eine nette Frau gefunden, die sie bei sich aufnimmt. Eine ältere Frau, Polin, hatte ihren Mann vor Kurzem verloren. Hatte viel Zeit.
Im Nachhinein, war es eine gute Idee. Aber zu dem Zeitpunkt ist eine Welt für ich zusammengebrochen.
Ich habe soviel geweint und war sehr traurig. Aber wenigstens hatte ich meinen Hasen und mein Pferd. Dachte ich zumindest...
Als ich 14 war, also 2 Jahre später, war sie plötzlich weg. Ich hab die Besitzer gefragt, wo meine Goldfee denn ist?
Sie meinten nur, "wir haben dir gesagt, nehm sie mit oder sie kommt weg". Ich konnte mich nicht mal von ihr verabschieden.
Ein paar Wochen später hab ich herausgefunden, dass sie zum Metzger gekommen ist. Ich hoffe nur, dass es der Name von der Familie ist und nicht das, was ich denke..
Aber ich weiß es nicht. Ich weiß das sie gestorben ist. Kurz nachdem sie weg war ist sie gestorben. Das wurde mir gesagt..
Und wieder einmal war ich sehr traurig, habe wochenlang geweint.
Ich hatte meinen Hasi, das war toll.
Dann wurde er auch krank. Seine "Eier" sind wahnsinnig angeschwollen, also bin ich zum Arzt. Diagnose: Hodenkrebs.
Ich hatte sehr viel Angst, dass ich ihn auch verlieren könnte.
Aber Gott sei Dank ist alles gut gegangen.. Der Krebs hat sich nicht in den Bauchraum verbreitet.
4 Jahre lang, hatte sich nichts verändert.
Alles war wie immer. Und dann hab ich mich verliebt. In zwei absolut süße Kätzchen. Waren typische Bauernhofkatzen, aber sowas von süß!
Sie lebten bei meinem besten Kumpel. Ich war fast jeden Tag dort. Die rote Katze liebte mich, ich bin gekommen und sie hat sich auf meinen Schoß gehockt bis ich wieder gegangen bin. Keine Sekunde ist sie weggegangen. Und ihre Schwester war einfach wunderschön, aber sehr aktiv...
Aber das machte nichts.
Ich bin nachhause, habe wochenlang meine Mutter überredet, dass wir die beiden zu uns holen. Hab beide einfach mitgenommen (sie wohnten nur ein paar Häuser weiter) und meiner Mutter gezeigt. Wie ich es erwartet habe, war sie hin und weg. Ein paar Wochen später haben wir sie mit nach Hause genommen.
Sie hatten es gut bei uns. Ich liebte die beiden. Vor allem meine Rodi.
Sie war einfach meine Katze. Sie war auch total auf mich bezogen.
Ich bin dann umgezogen, in ein Wohnheim.
Kam nur am Wochenende heim. Sie war total unruhig. Als ich dann endlich wieder da war, wich sie kein einziges Mal von meiner Seite.
Dann wurden sie geschlechtsreif. Meine Mutter gab den beiden die "Pille".
Ach und dann.. hat sie es einmal vergessen. Was ist passiert? Prompt sind beide heim gekommen und waren trächtig.
Sie waren noch so jung! Wir wussten gar nicht, dass Katzen so früh schon Mama werden können... Sie waren ja erst 10 Monate alt!
Naja, nun war es ja soweit und wir haben sie regelmäßig vom Tierarzt untersuchen lassen, damit wirklich alles gut verläuft.
Was schreckliches ist passiert.
Unsere Kitty, hatte wohl keine lust schon Mama zu werden und wollte ihre Babys los werden (natürlich im übertragenen Sinne).
Sie hat sich durch ein gekipptes Fenster gequetscht und dabei ihre Babys herausgedrückt.
Das sah wirklich widerlich aus! Lauter Fleischbatzen hingen am Fenster rum (richtige Katzen konnte man zum Glück noch nicht erkennen).
Wir natürlich gleich zum Tierarzt um zu gucken, ob alles ok ist.
Sie hat sich komplett alle Babys herausgedrückt und hat nichtmal irgendwas abbekommen. Hat sich auch völlig normal verhalten.
Ich würde sagen, sie bzw. wir hatten wirklich Glück.
Aber meine Rodi ist kurz nach ihrem ersten Geburtstag Mama geworden.
Sie hat ihre Babys im Katzenklo geboren! Ist das nicht irgendwie markaber?
Wir haben die kleinen erst in der Früh entdeckt.
Meine süße, hat die Kleinen nicht von der Nabelschnur bzw. Nachgeburt getrennt.
Es waren 4 kleine Kätzchen. 3 männchen und ein weibchen.
Und hingen alle mit der Nabelschnur an der Nachgeburt. Wir sofort, aus lauter Panik einen "Hobby-Geburtshelfer für Kazten" angerufen.
Er kam, schnitt die Nabelschnur durch und hat sich alle Kätzchen angesehn..
Eines der Männchen hats ganz schlimm erwischt...
Anscheinend hat sich die Nabelschnur um die hinteren Beine gewickelt und wurden nicht mehr mit Blut und Sauerstoff versorgt.
Sie waren dabei abzusterben, waren auch schon ganz schwarz und er hat sie nicht mehr bewegen können.
Also haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, dass unser Helfer den kleinen mit nach Draußen nimmt um den Kleinen zu erschlagen.
Wir haben fürchterlich geweint, aber es hätte keinen Sinn mehr gemacht.
Zum Glück ging es den anderen 3 super und der Mama auch.
Die Kleinen wurden größer und absolut süß.
Einer war son richtiger Kater. Dass konnte man schon sehen, obwohl er so klein war. Hatte einen riesigen Kopf und war auch der Größe von allen. Er war dunkelrot getigert.
Das andere Kerlchen war hellrot mit weiß. Der Kleinste von allen. War auch etwas tollpatschig und schwächlich. Aber gesund.
Das Mädchen war eine Glückskatze. Sehr hübsch.
Als sie dann alt genug waren, mussten wir sie hergeben. Das war wirklich traurig.. Aber wir konnten sie ja schlecht behalten..
Gleich danach wurden unsere beiden Katzen gleich kastriert.
Und dann, ein halbes Jahr später, war meine Rodi auch spurlos verschwunden. Wir haben die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sie zurück kommt. Das ist nun 2,5 Jahre her.. Sie ist nicht wieder zurück gekommen. Das hat mich sehr getroffen.
So traurig war ich das letzte Mal, als meine Goldfee weg war.
Ich habe wochenlang geweint, und wieder wussten wir nicht, was passiert ist. Wahrscheinlich ist sie vom Jäger erschossen worden, oder der Fuchs hat sie erwischt. Aber das sind nur Spekulationen. Aber immer noch besser, als wenn sie vom Katzenfänger mitgenommen wurde.. An das will ich gar nicht denken..
Wenigstens war unsere Kitty noch da.
Sie lebt immernoch, aber bei meiner Mutter.