Mittwoch hatten wir Termin in der Tierklinik. Joys Tumore sind ja merklich gewachsen und wir wollten wissen, wie wir weiterverfahren.
Unser Vetonkologe hat Lungenröntgen vorgeschlagen, um zu sehen, ob sie Metastasen in der Lunge hat. Wäre dies der Fall, hätten sich für uns alle anderen Überlegungen (OP, Chemo, whatever) erledigt.
Die Lunge sieht gut aus. Keine Metastasen deutlich sichtbar, unser Tierarzt kann allerdings Mikrometastasen nicht ausschließen. Aber soweit schon mal positiv. Wir sollen weiter beobachten, ob die Tumore verschiebbar bleiben und in die Breite wachsen.
Wachsen sie fest, wird eine evtl. OP schwieriger, weil dann Gewebe infiltriert ist. Wenn sie in die Höhe wachsen, kann es zu mechanischen Reizungen durch das Vorderbein kommen. Auch eine Entzündung ist möglich, aber durch erwärmtes Gewebe leicht zu erfühlen. Dann müsste behandelt werden.
Ergo lassen wir jetzt die Naturheilkunde weiterlaufen und beobachten weiterhin akriebisch. Joy geht´s weiterhin bestens. Sie futtert gerne und ausreichend, hält ihr Gewicht bei 4,8-4,9kg, schmust gerne und lässt sich ab und an zu einem Spielchen hinreißen.
Wenn sich die Tumore wie oben beschrieben verändern, gehen wir wieder in die TK. Dann würden zunächst die inneren Organe auf Metastasen gecheckt. Liegt nichts vor, können die Tumore entfernt werden. Anschließend würden 3-4 Zyklen Chemotherapie laufen, um versprengte und operativ nicht erreichte Krebszellen zu killen. Die erste Chemo hat sie ja prima vertragen.
Und an oberster Stelle steht logischerweise Joys Wohlergehen. Uns ist bewußt, daß eine OP und weitere Chemo nicht kurativ wirken. Der Krebs wird Joy weiterhin begleiten. Aber wir werden wohlüberlegt entscheiden und nichts tun, was Joy in irgendeiner Form quälen sollte. Wenn es genug ist, ist es genug. Aber solange sie sich wohlfühlt werden wir alles erforderliche tun.
So long!