Elvis-Pipi-Faxen

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Faster_Pussycat

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Eine Kurzfassung des Problems, die ich zum Thema im Forum gepostet habe:

Mein Kater hat dasselbe Problem. Ich war bei mehreren Tierärzten. Er bekam schon Unmengen Antibiotika in seinem Leben, einige Cortisonspritzen, ich musste ihm das Dosenfutter mit Wasser oder Brühe anreichern, dazu harntreibende Tropfen. Es wurde dadurch so schlimm, dass er quasi "auslief" wo er ging, stand und herumlag. Also habe ich das weggelassen. Dann bekam ich den Tip, Uropet zu verabreichen. Anfangs zeigte es Wirkung, dann ging es wieder los: Badewanne, Wäschekorb (auch auf die Wäsche), Waschbecken, Kartons...

Nach dem Umzug war ein neuer Tierarzt fällig. Ultraschall, Röntgen, nochmal Antibiotika & Cortison. Keine Blasensteine, kein Harngries, überhaupt keine organische Ursache feststellbar, auch nichts an den Zähnen (was auch sowas auslösen kann), lediglich Übergewicht nach Kastration. Ich habe das Futter umgestellt, RoyalCanin Urinary, allerdings Trockenfutter. Alle meine Katzen zeigen ein gutes Trinkverhalten, zudem wird der quälende Harndrang vermindert, das Wasserlassen brennt fürchterlich.
Zusätzlich verabreiche ich ein Schmerzmittel, das ich übers Futter träufle. Die ständige Unruhe durch das ständige "Müssen" (und die Schmerzen dabei) sind nämlich nicht so heilungsfördernd, wie immer angenommen wird.

Mein Kater ist ein Sensibelchen. Er war schon immer sehr schreckhaft, versucht seine Unsicherheit durch "Pseudo-Dominanz" dem anderen Kater gegenüber zu verstecken, ist sehr anhänglich und aufdringlich. Ich habe beobachtet, dass er sehr gestresst auf Veränderungen und neue Leute in seinem Umfeld reagiert (als Wohngemeinschaftskatze ist er nicht geeignet), ruhebedürftig ist.
Wenn ich zurückdenke, was vorgefallen war, als er das zum ersten Mal hatte, bis jetzt, als es nach Silvester wieder übelst losging, wird mir klar, wie sich der Infekt chronifiziert hat.

Mein Tierarzt hat ihm Fluoxetin, ein Antidepressivum verordnet. Es schlug an, aber ich hatte Probleme mit der Verabreichung. Ich muss dazusagen, es ist ein Human-Präparat mit Minzgeschmack, das er nicht nimmt, ich hab alles probiert. Erst als ich es mit Wasser auflöste und das Schmerzmittel dazumischte, was nicht mal einen ml ergab, zog ichs mit der Spritze auf und flößte es ihm ein. Das ging zum Schluss nicht kampflos über die Bühne, ich musste aufgeben. Aber es half!
Ich werde jetzt die Technik ausprobieren, die in meinem neuen Handbuch über Katzenkrankheiten beschrieben wird. Dann wird mein Katerchen wohl hoffentlich bald ausgeglichen und frei von somatoformen Störungen sein. Bis dahin halte ich den Infekt mit Pichi-Pichi-Kügelchen aus der Apotheke in Schach.


Pichi-Pichi verschaffte Linderung. Vorher erzielte ich mit Berberis-Homaccord die gleiche Wirkung, wollte aber auf Dauer davon Abstand nehmen. Homöopathische Mittel in Tropfenform sind toll, keine Frage, aber der hohe Alkoholgehalt gab mir zu denken. Ich trinke selbst sehr selten Alkohol, treibe meinen Kater dafür in die Abhängigkeit?!
Kügelchen sind auch keine Dauerlösung. Ich achte darauf, dass meine Katzen nur zuckerfreies Futter bekommen, habe einen Diabetiker und verabreiche ein Präparat, das aus Zucker besteht. Na toll!

Ich muss noch erwähnen, dass meine Madame Schlumpel, genannt Schnecki, auch ein ziemlich gestörtes Biest ist.
Nächtliches Schreien, nun auch tagsüber (und wie!!) und exzessives Kratzmarkieren, seit wir umgezogen sind, das ist nicht mehr auszuhalten. Wegen ihr ist im kommenden Sommer Renovieren und Ausbessern angesagt.
Ich habe ihr stets viel Aufmerksamkeit geschenkt, sie ist sehr anhänglich, und schon immer von innerer Unruhe getrieben. Nie wußte ich, wie ich ihr helfen kann.

Ich gebe zu, dass ich einige Male mit den Tieren überfordert war. Die abgedrehte, plärrende Schnecki, der Kot absetzende und pieselnde Elvis, dazu die große Sorge um Djuke, der intensiv umsorgt werden muss, dazu meine eigenen gesundheitlichen Probleme, all das trieb mich an die Grenzen meiner Belastbarkeit.

Am Ende meiner Kräfte dachte ich darüber nach, für Djuke ein neues Zuhause zu suchen, ich war völlig verzweifelt. Ich machte mir Vorwürfe, nicht gut genug für ihn gesorgt zu haben, weil ich es nicht schaffte, seinen Zucker in den Griff zu kriegen. Ich fühlte mich unzulänglich, nicht fähig, Verantwortung für meine Tiere zu tragen. Dazu der leidgeplagte Elvis, die plärrende Madame, ich dachte nur: Die haben was Besseres verdient!

Ich wünschte mir zu Weihnachten ein Buch über Psychotherapie bei Katzen. Ich fand eins, das meinen Ansprüchen gerecht wurde, und befasste mich eingehend damit. Es ist super für Tieräzte, Laien haben es etwas schwerer, aber ich bin in diesen Dingen nicht ganz unbewandert. Darin ist auch eine Liste mit Psychopharmaka aufgeführt. Sehr übersichtlich dargestellt, lässt sich anhand der Symptome das passende Präparat ermitteln.
Der Zufall wollte es, dass ich Schnecki und Elvis mit demselben Medikament behandeln kann. Die Krönung des Ganzen ist, dass ich genau das Mittel im Haus habe, da ich es selbst zur Schmerz- und Schlaftherapie einnehme!

-Fortsetzung-

Bei Elvis hat es den Vorteil, dass es auch gegen die Blasenschmerzen hilft, das hat mich restlos überzeugt.
Ich errechnete die Dosis, mischte einen Tropfen mit 4ml Wasser, zog es mit der Spritze auf und mischte es unter die Zwischenmahlzeit. Auch hier wieder strenge Trennung: Elvis sein Urinary, nur diesmal aus der Dose, genau wie das Wellness-Futter für Madame und Djuke erhielt seine Diätration. Und das so knapp bemessen, dass beide Patienten ihre Portion auch wirklich aufessen. Ich überwachte die Mahlzeit und war sehr zufrieden.
Später waren beide ziemlich matt, das ist normal und auch okay. Jetzt heißt es am Ball bleiben und beobachten.
 
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