Heute habe ich meine letzten beiden Kitten vermittelt, bessere Interessenten hätte ich mir nicht Wünschen können. Vor einiger Zeit hatte sich schon ein Duo für das Geschwisterpaar interessiert. Überzeugt hatten sie mich nicht, und immer wieder die Frage: Ist mein Anspruch zu hoch? Glücklicherweise hatte sich die Sache von alleine gelöst, ein zweiter Besuch bei uns wurde nicht wahrgenommen. Kurze Zeit später neue Interessenten, die mir sofort sehr sympathisch waren. Für die Zukunft merke ich mir also, dass ich mich auf meine Intuition verlassen sollte und mein Anspruch nicht zu hoch ist.
Die letzten Tage waren nicht so schön, nicht nur eine Träne vergossen und heute morgen lag der Abschied in der Luft. Mia konnte ich nicht finden, lag wohl an mir, bin ziemlich verpeilt durch die Wohnung, um sie am Ende im Schrank zu finden, eigentlich nicht ihr bestes Versteck. Im neuen Heim angekommen, sind sie sofort aus der Tragebox, das werte ich als gutes Zeichen, obwohl sie kläglich und andauernd miauten. Insgesamt lief es trotzdem gut, ich hatte die Befürchtung, dass sie sich erst gar nicht aus ihrer Box trauen. Auf dem Heimweg sind dann weitere Tränen geflossen, aber nun geht es mir besser. Ihre Mama ist noch hier. Sie macht eigentlich einen guten Eindruck, liegt allerdings schon den ganzen Tag dort, wo die Kitten sich in den letzten Tagen aufhielten. Abschiedsschmerz hat sie wohl auch. Sie bleibt mein Sorgenkind. Für sie wollen sich keine Interessenten finden, weil sie so scheu ist. An mich hat sie sich mittlerweile gewöhnt und ist sehr zutraulich und verschmust, kommt aber Besuch, ist sie weg. Nächste Woche muss ich mit ihr nochmal zum Tierarzt und vielleicht muss sie dann direkt dort bleiben. Momentan ist das Tierheim nicht so voll, ab März geht es wieder los, demnach wurde mir geraten, sie nächste Woche abzugeben. Die nächsten Tage werde ich sie jedoch erstmal verwöhnen, das Rindfleisch steht bereit und viele, viele Streicheleinheiten.