Bleibt es "nur" bei einer Toleranz?

Diskutiere Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo! Zu meinem 5J alten Kater habe ich ja vor 14 Tagen noch eine kleine jetzt 11W alte Katze dazu geholt. Und ich weiß ja nun mittlerweile...
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #1
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mykleines

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Hallo!

Zu meinem 5J alten Kater habe ich ja vor 14 Tagen noch eine kleine jetzt 11W alte Katze dazu geholt. Und ich weiß ja nun mittlerweile, dass man mit der Eingewöhnung sich Zeit lassen soll - wurde hier in den Beiträgen ja schon oft erwähnt.

Nun würde mich aber folgendes interessieren, ob Katzen zwangsweise untereinander entweder nur gut Freund oder bös Feind werden. Der Große toleriert die Kleine mittlerweile ja weitestgehend - aber wirklich anfreunden tut er sich nicht mit ihr. Jetzt frage ich mich natürlich, bleibt das dabei oder werden die sich auch mal gut miteinander stehen?

Gibt es Fälle, in denen die Katzen sich wirklich nur tolerieren?

Heute und gestern morgen stand mein Kater vor der Wohnungstür, wie um mir zu sagen, dass er von den Reisen genug hat und jetzt nach Hause will (sind erst umgezogen).... Und heute und gestern hat er die Kleine auch wieder vermehrt angefaucht - ging auch schon besser....

Sie spielen auch miteinander - aber er ist immer ein bisschen derb, so dass sie gleich Zähne und Krallen zeigt (obwohl sie ihn auch gern mal "herausfordert").

Eigentlich finde ich, dass das ganz gut läuft für 14 Tage ... aber ich frage mich halt, ob es da noch eine Steigerung ins positive geben kann... oder ob das vielleicht nur auf einem Level "na ja, wenn du schon mal da bist" bleibt...

Was sagt ihr?
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #2
Hallo,

also ich finde die Situation, wie du sie beschreibst, gar nicht mal so schlecht. Anscheinend seid ihr umgezogen, was sicherlich nochmal einen Rückschlag in der Zusammenführung bedeutet, aber wenn die beiden schon miteinander spielen, kannst du denke ich recht positiv denken.
Klar, eine Garantie gibt es nicht, aber bei uns war es ähnlich:
Als Jack zu Aisha hinzugesetzt wurde, ging eine Woche lang erstmal gar nichts. Der Kleine musste zum Klo und zum Fressnapf getragen werden, weil er vor Angst vor Aisha zitterte und wie versteinert festsaß. Nach 14 Tagen hatten wir ihn endlich so weit, dass er sich selber bewegte. Du siehst, bei uns ging es noch langsamer.
Und dann fing Aisha an Jack durch die Wohnung zu jagen. Zuerst dachten wir, das wäre eine Art Kampf, weil Aisha immer mit Krallen draußen agierte und der kleine Quietschte. Sah auch manchmal echt derb aus, aber es wurde schließlich besser.
Bei den beiden geht es selbst nach 10 Monaten nicht wirklich über das Tolerieren hinaus. Jack wollte immer mit ihr Spielen, sie vermöbelte ihn im Affekt, weil sie sich genervt fühlte. Gefaucht wurde deshalb auch häufiger mal.

Im Grunde bleibt dir nichts als abzuwarten und zuzugucken, wie die beiden sich entwickeln. Das ist Katzensache und leider kann der Mensch da nicht vermitteln.

Grüße,
Anne mit Aisha, Jack & Marlin

PS: Man, ist deine Mia süß! Ein richtiger Silbertiger, wie schön! :)
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #3
Hi,

das ist individuell verschieden. Johnny und Shorty war am Anfang ganz schlimm, aber ich habe inzwischen auch schon ganz tolle Schmuseszenen mit den beiden erlebt.

Als jetzt vor 5 Wochen Lucky dazu kam, haben sich er und Johnny von Anfang an super verstanden und Shorty mag den kleinen immer noch nicht.

Ich denke Du musst einfach abwarten, es stimmt was Du schreibst, für 14 Tage klingt das doch ganz gut...

Liebe Grüße,

Claus
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #4
Ich finde auch es hört sich recht gut an, und eigentlich kann niemand jetzt schon sagen was daraus werden wird.
Es ist nur eines, was etvl. eine echte Freundschaft verhindern könnte. Katzenkinder, und das predige ich immer wieder brauchen einen gleichaltrigen Spielkameraden. Sie sind ein Ausbund an Energie und Tobefreude, und da will und kann eine erwachsene Katze nicht immer mithalten. Katzenkinder sollte man eigentlich im Doppelpack nehmen, oder eher versuchen gleichalte Tiere miteinander zu vergesellschaften.
Ich hoffe aber dennoch die beiden werden dicke Freunde

Viele Grüße
Russian
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #5
Da kann ich dir nur zustimmen, Russian. Sehe das ja jetzt an Jack und Marlin, die zwar ein paar Monate auseinander sind, aber ein prachtvolles und vor allem rasantes Dou abgeben. ^^
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #6
@russian:

Ich gebe zu, dass zwei Katzenkinder immer schöner sind als eines. Aber drei Katzen sind mir irgendwo dann auch zu viel und ich finde, es ist nicht immer zwangsweise notwendig, sich zwei Kitten ins Haus zu holen.

Morgends und abends bekommt die Kleine dann meistens ihren "Rappel" - das ist ihre Spielzeit. In dieser Zeit spielt sie schon recht viel mit dem Großen, vielleicht sogar die Hälfte der Zeit. Den Rest spielt sie mit sich oder mit uns. Und da denke ich, ist das nicht wirklich notwendig.

Würde der Große nur von der Kleinen belagert, weil sie die ganze Zeit mit ihm spielen will, dann würde ich sagen, ein zweites kleines Kätzchens ist angebracht. Aber so, finde ich das auch ok.

@Samudra und Claus:

Ich werde einfach weiterschauen. Sie bringen sich ja noch nicht um. ;-) Und manchmal ist es schon richtig harmonisch: vorhin standen beide ganz nah beieinander und haben uns bei unserer Rückkehr liebevoll begrüßt. :)
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #7
Hallo Mykleines,

ich meinte auch eigentlich nicht, daß man dann zwei Kitten nimmt, sondern eher, daß man die Zweitkatze altersgemäß zur Ersten auswählt.
Wenn Du Dir einmal den Tagesablauf eines kleines Kitten anschaust besteht der nur aus Toben und Balgen mit den Geschwisterchen, nur unterbrochen vom Fressen und kleinen Schläfchen.
Bereits mit 1 Jahre besteht da schon ein deutlicher Unterschied, die Katze spielt natürlich noch gern und viel, aber längst nicht mehr so unterunterbrochen wie als Kitten. Wenn sie dann mit 2-3 Jahren wirklich erwachsen ist, schmust sie immer noch gern, nimmt auch Deine Spielangebote ab, hat aber auch ihren eigenen Tagesablauf.
Dein Kater ist 5 Jahre alt, das bedeutet etwa 35 Menschenjahre, das Alter des Kleinen ist etwa 5 Menschenjahre. Verstehst Du evtl. keiner der Beiden den Bedürfnissen des Anderen wirklich gerecht werden kann?
Wenn Du selbst ausreichend Zeit hast wird der Kleine sicher genug beschäftigt sein, aber viele entscheiden sich als Zweitkatze für ein Kitten, die auch berufstätig sind, und dann hängt Kleine entweder ständig an dem Älteren, und nervt ihn vielleicht, oder es fühlt sich einsam.
Kitten sind niedlich, daß weiß ich, und ich würde auch niemanden tadeln, der gerne solch einen kleinen Wusch haben möchte, möchte das einfach nur einmal zum Nachdenken geben. Aber zu einer älteren Katze paßt vielleicht viel besser ein Gefährte der gleich alt ist, und diese Tiere haben dazu im Tierheim die deutliche schlechteren Chancen.

Viele Grüße
Russian
 
  • Bleibt es "nur" bei einer Toleranz? Beitrag #8
Hallo russian!

Das ist natürlich der Fall, dass die kleinen viel mehr und ausgiebiger toben als ein 5jähriger. Aber wir haben das Glück, relativ viel Zeit zu Hause zu verbringen - und bisher konnte ich nicht erkennen, dass der Große entnervt ist wegen ihres herumtobens. Er ist es eigentlich nur, wegen ihrer Anwesenheit im allgemeinen - wenn er denn mal wieder griesgrämig wird...

Und rückblickend muss ich sagen, dass ich froh bin, ein solch junges Kätzchen genommen zu haben. Ich hatte auch erst an ein etwas älteres aus dem Tierheim gedacht. Nur war da leider nichts, was ich sofort hätte mitnehmen wollen. Und wie gesagt, rückblickend war das glaube ich ganz gut so. Denn hätte ich eine ältere Katze mitgebracht, wäre hier der Krieg ausgebrochen! :?

Und ich denke schon, dass die beiden sich noch zusammenraufen. Und so lange sie noch ihren großen Spieltrieb hat, werden wir schauen, dass wir das abfangen, wozu mein Kater dann keine Lust mehr hat - obwohl der noch recht fit dabei ist (musste nur mal dran erinnert werden ;-) )...
 
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