Das kommt vom Wetter. Unzählige rotbraune Nacktschnecken säumen bei dieser Witterung die Wege. Sie kriechen schleimspurig durch das Gras, wo sie kaum zu sehen sind. Es ist kaum zu vermeiden, ihnen über den Weg zu laufen. Immer der Schleimspur hinterher.
Kann man sich vorstellen, was für ein ekelhaftes Gefühl es ist, nicht nur durchs nasse Gras laufen zu müssen, sondern auch noch diesen rückratlosen Ekelschnecken unter den Pfoten zu spüren.
Diese Viecher sind so unangenehm, dass sogar der Max nichts mit ihnen zu tun haben will.
Und das soll schon was heißen!
Ich weiß auch nicht, wozu sie nütze sind. Sie kriechen und schleimen sich so durchs Leben. Mir ist nicht klar, für was sie gut sein sollen.
Meine Freundin ist immer ganz außer sich, wenn sie ihr wieder das Basilikum abgefressen haben.
Mit Recht!
Ach ja, das Wetter ist trübe. Ich weiß immer noch nicht, wer den Sonnenschein gestohlen hat. Nun werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger und es riecht nach Herbst.
In unserem Hause kann sich niemand mit dem Gedanken anfreunden, dass der Herbst in der Luft liegt.
Unser Zweipfotiger tröstet uns damit, dass es sicher einen „goldenen Oktober“ geben wird. Wir wollen uns mal auf seine Worte verlassen.
„Verlassen“ kann Mensch sich nicht unbedingt auf uns Katzen. Er kann sich nur darauf verlassen, dass wir nicht pünktlich am Abend nach Hause kommen, damit er endlich beruhigt ins Bett gehen kann.
Aber es ist wohl eine Charaktereigenschaft der Menschen sich Sorgen zu machen.
Sorgen machen um etwas ist eigentlich eine gute Sache. Wenn sich unsere Zweipfotigen um uns sorgen zeigt es doch, dass ihnen etwas an uns liegt.
Das finden wir alle gut!
Solange Menschen sich um etwas oder jemanden sorgen finden sie es so wichtig, dass es ihnen manchmal schlaflose Nächte bereitet.
Gut, dass der Max mit seinen fünf Kilo nachts auf dem Bauch meiner Freundin liegt und ihre Atemzüge zählt oder er schnurrt sie in den Schlaf, damit sie sich keine Sorgen machen muss.
Da halten wir alle zusammen, lassen „Fünfe gerade sein“, sehen nicht alles so eng, sind nachsichtig miteinander, auch wenn der Bruno mir morgens mal übers Maul fährt. Wir in unserem Haushalt sind nicht nachtragend.
Wir halten es wie die schmucken Musketiere: Einer für alle und alle für einen“
So machen wir dass; so leben wir gut miteinander.
„Fritz, Pfoten weg, das ist meine Sahneportion. Fritz!“
Zu spät, aber ich bin ja nicht nachtragend.
Die Freundin vom Bärchen hat ja die Theorie: Blut ist dicker als Wasser...