Katz sollt gewarnt sein.
So schnell ist ein Jahr vergangen und nicht nur das Wetter ist so schlecht, dass die Menschen sagen, dass es Katzen und Hunde regnet.
Ich war so mutig mich in den Regen zu setzen und hatte mich auch schon auf die auf mich niederprasselnde Hundemeute vorbereitet, aber außer dass ich nass wurde wie eine nasse Katze, passierte rein gar nichts.
Gott sei dank, ich hatte auch schon arge Befürchtungen.
Tausende Köter kommen aus dem Himmel gebrochen, fallen zu Boden und kreisen mich mit ihrem nassen stinkenden Fell ein und knurren mich mit ihrem gelben Zähnen an. Auf alles vorbereitet wollte ich schreien: „Wohl noch nie was von ordentlicher Zahnsteinentfernung gehört, ihr Tölen?!“
Da bin ich aufgewacht. Gott sei Dank!
Es war nur ein Traum. Aber auch ein paar Tage danach hatte ich immer einen beobachtenden Blick zum Himmel, Katz kann ja nie wissen.
Da ruhte auf einmal mein Blick auf das Haus gegenüber, da wo mein Patenonkel wohnt.
Die Erkenntnis befiel mich wie ein Sack Flöhe: Schützenfest.
Für uns bedeutet das gelinde gesagt, unergründliche Abgründe menschlichen Rudelverhaltens.
Wolle Petri nennt das: Hölle Hölle Hölle!
Ohrenbetäubender Lärm jeglicher Kategorie, sei es das Gejohle von Bier trächtigen Zweipfotigen oder die Taktlosigkeit der Marschierenden zu disharmonischen Weisen.
Da unterscheidet sich der Katzengeschmack vom menschlichen im Wesentlichen.
Es ist einfach so, dass das Katzenvolk an die Zweihundert mal besser hören kann, als die menschlichen, oft unergründbaren Gehörgänge.
Aber des Menschen Wille ist sein Himmelreich, beziehungsweise Schützenfest.
Da werden wir uns alle Tage in ein sicheres Eck verkriechen und warten bis der Anfall vorbei ist.
Dieses Jahr ist für meinen Patenonkel ein besonderes Fest. Letztes Jahr hat ein Welpe meines Onkels den Vogel abgeschossen und ist nun ein Jahr lang Schützenkönig gewesen. Das muss gefeiert werden, denken auch meine Zweipfotigen.
Wir lauern den Vögeln auf und haben sie dann gefangen. Die Menschen schießen mit einem Gewehr auf einen Holzvogel, der sich nicht dagegen wehren kann. Ph...
Nun finden in diesem Jahr einige der Festivitäten bei uns vor der Haustür statt. Mein Onkel hat schon alles vorbereitet, Zelte aufgeschlagen, Biergläser gewaschen und das Bier probiert, was die Menschen so gerne trinken.
Heute werden Fahnen aufgehängt und Kränze aus Tannengrün geflochten. Es ist ja nicht so, dass sie sich keine Mühe geben würden. Da kann man den Schützenfest Feiernden nichts nachsagen.
Auf jeden Fall sieht bei uns ums Haus alles aus, wie geleckt und kann sich sehen lassen.
Und was macht’s? Es regnet. Ich bleibe lieber im Hause, bis ich mich entscheiden habe, was das kleiner Übel ist: Das es Hunde regnet oder unsere Menschen Schützenfest haben.
In diesem Sinne : Horridooooooooooooooooooooooooooooooooooooo!