Es ist doch nicht zu fassen, muss ich mich immer über das Wetter aufregen?
Als wenn es nichts Wichtigeres gäbe.
Ein Vorteil des Dauerregens ist, dass unsere Zweipfotigen ihre Höllenmaschine in der Garage lassen, dieses Monster, das mit einem Höllenlärm die Wiese frisst.
Den Jungs scheint diese Wetterlage nichts auszumachen, die toben in jeder Lebenslage durch den Garten. Es ist mir persönlich unverständlich, wie Katz, bzw. Ater, sich mit solch einer Vorliebe im Schlamm der Rabatten suhlen kann. Manchmal entsteht in mir der Eindruck, dass sie seit dem... Ihr wisst schon was passierte.... Katergeschichten, da spricht Katz nicht drüber....
Identifikationsprobleme haben? Ich werde das noch ein Weilchen beobachten. Vielleicht hängen sie auch zu oft vor der Menschenverdummungsflimmerkiste?
Ich schiebe das auf die Unbedarftheit der Jugend.
Wenn ich mit der Katalogisierung des Rhododendrons fertig bin, werde ich ein Seminar über „Gute Führung und der Einsatz von Guten Manieren im täglichen Leben“ halten, damit sie mir nicht völlig verwildern.
Eine Art von Erziehung kann man jedem zukommen lassen. Habe meine Zweipfotigen auch gut erzogen, sie sind mittlerweile perfekt in:
„Mach der Lillie mal die Tür auf“ oder „Gib der Lillie mal ein Leckerli“.
Da kann ich kaum klagen, das klappt meistens einwandfrei!
Im Moment machen so komische Viecher unseren Garten unsicher. Sie sind etwas kleiner als ich, haben so eine unangenehme braune Fellfarbe, einen so langen Schwanz wie eine Ratte, der aber so buschig ist wie ein ganzes Rosettenmeerschwein( lecker, lecker; Rosettenmeerschwein an Kartoffelschaum in Harmonie mit frischen Gartenkräutern. Diese Rezeptur sollte ich dem Tim M. mal schicken, seine Kochsendung im Fernsehen heißt doch schließlich: „Schmeckt nicht, gibt’s nicht!“
Der könnte auch mal was von mir lernen.
Er hat das gleiche Motto wie ich (hat er sicher von mir, na ja, warum auch nicht!)
„Alle Köche sind beschissen, wenn sie sich nicht zu helfen wissen!“
Wo war ich?
Buschige Rosettenmeerschweinchen, ach ja:
Die springen von Ast zu Ast, haben eine Klappe am Hals, den würde auch etwas Erziehung gut tun. (Mittagsruhe von Dreizehn bis Fünfzehn Uhr)
Sie schimpfen die ganze Zeit vor sich hin, kommunizieren mit einer eigenwilligen schnalzigen Sprache, die unsereins kaum versteht, muss wohl eine Art von Landdialekt sein...
Der Bruno hatte Interesse an diesen hüpfenden Rattenverschnitten, aber so wie ich das beobachtet habe, ist er noch nicht erfolgreich gewesen.
Er wollte es zum Essen einladen; es ist aber nicht darauf herein gefallen, auf das freundliche Gesäusel vom Bruno. Da fallen nur die Jungs und Mäuse darauf herein...
Apropos Mäuse:
Heute ist ein Feiertag. Heute Morgen habe ich eine fangfrische Maus erwischt, sie appetitlich als Geschenk verpackt, um sie meinem Patenonkel zum Geburtstag zu schenken. Ich habe sie gut versteckt, damit sie niemand von den Jungs stehlen kann.
Zwischendurch habe ich, was mir ein Anliegen und eine Selbstverständlichkeit ist, zu diesem Anlass ein wunderbares Gedicht gedichtet, was ich nun zum Besten gebe:
Hundertprozent
Verlässlicher Brandungsfels
Immer zur Stelle
Feuerwehrschnell, hilfsbereit und liebenswert
( Mein) Patenonkel
In diesem Sinne
Ein dreifachpfotenhoch zum Wiegenfeste
Mein Patenonkel ist der Beste!
„Max, du meine Güte, Max- Halt, du Dieb!“
Da haut der mit dem Geschenk für meinen Patenonkel ab. Weg ist er um die Ecke. Ich habe keine Zeit mehr, muss mein Geschenk wieder bekommen.
„ Max, du Banause...!“( 2006)