Veränderungen

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Darkmoon

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Es gab Zeiten, da hab ich Katzenbesitzer belächelt. Meine Einstellung war: Wie kann man sich nur so lächerlich machen wegen einer Katze! Mieze hier und Mieze da.... Mieze streicheln, Mieze pflegen und und und....

Doch immer öfter im Laufe der Jahre kam der Wunsch in mir auf, auch "etwas" zum Kuscheln und Liebhaben zu haben. Meine Partnerschaft lief nicht so dolle. Um nicht zu sagen beschi..... Immer, wenn ich die Sprache auf eine Katze brachte, hieß es von ihm "Wenn Du sowas anschleppst, fliegt die sofort aus dem Fenster!" Nachdem ich mich dann von ihm getrennt habe, weil es mit seinem Verhalten immer schlimmer wurde, lebte ich noch eine Weile ganz ganz alleine. Meine Depressionen wurden immer schlimmer. Freunde hatte ich keine, weil ich durch meinen neuen Job damals auch den Wohnort wechseln musste und mit Depressionen tut man sich ohnehin schwer mit neuen Kontakten. Ich war froh, wenn ich zu Hause war.... aber eben alleine....

Und dann kam der KLICK!!! Ich bin alleine, ich muss niemanden fragen, ich hab ne relativ große Wohnung und auch meistens das Geld... wann ist ein besserer Zeitpunkt als jetzt, um sich so einen kleinen Racker ins Haus zu holen? Gesagt, getan.

Ein Anruf im Tierheim brachte auch gleich Erfolge: Es wurde ein Wurf Kätzchen gefunden und dort abgegeben. Sie mussten allerdings noch eine Weile dort bleiben, weil sie noch zu klein waren und noch aufgepäppelt werden mussten. Ich jedenfalls gleich hingefahren. Und als ich im Katzenhaus war, kam wie aus der Pistole geschossen, sofort ein kleines Katerchen auf mich zugerannt. Sofort schmuste der, legte sein Pfötchen auf meinen Arm und ich war hin und weg. Liebe auf den ersten Blick! DER sollte es sein! In Gedanken hatte ich ihn schon Charly getauft. Nun hieß es abwarten. Sie mussten noch entwurmt werden, geimpft usw. Dann war es soweit. In einer Woche sollte ich ihn bekommen. Ich hatte alles schon eingekauft. Es war, als ob man eine Baby bekommt - alles war perfekt vorbereitet und aufgestellt. Ich dann mit einem riiiiiiiesigen Bastkorb hingefahren, um ihn abzuholen. Habe sogar eine Woche Urlaub genommen, damit ich mich um ihn kümmern kann. Als ich dann im Tierheim ankam, gefielen mir die Blicke der Leiterin gar nicht.... Und dann kam sie raus mit der Sprache: Der kleine Charly, MEIN Charly, hat es doch nicht geschafft. Der Stress war einfach zu groß und er ist eingeschlafen. Ich dachte, nun ist alles aus :-( Doch die Leiterin fragte mich dann, ob ich mir denn nicht mal sein Schwesterchen anschauen möchte, sie ist sehr stabil und ich könne sie gleich mitnehmen. Klar wollte ich mir die Kleine anschauen! Und wie ich sie so sah, dieses kleine Häufchen, gabs gar keine Diskussion mehr. Ich nahm sie kurzerhand mit. Tja und so zog meine Lilly bei mir ein.

Am ersten Tag klebte sie nur an mir. Entweder sie krallte sich an meinem Arm fest oder saß auf meiner Schulter. Ich musste sie überall mit hinnehmen. Ich fand das soooo süß!!

Später war sie dann nur unterm Sofa. Das Essen stellte ich ihr ganz in die Nähe, so dass ich sie nicht zwingen musste, rauszukommen. Aber sie kam dann sehr bald von alleine raus. Und sie begann, alles ganz vorsichtig zu erkunden. Die größte Sorgen machte ich mir ja wegen dem Katzenklo. Macht sie rein oder benutzt sie dafür meine Wohnung? Wie soll ich ihr beibringen, dass sie aufs Klo gehen soll? Ach, war alles unnötig! Als ob sie das schon Jahre so macht, ging sie vom ersten Mal ganz brav auf ihre Toilette.

Das Anfang September 2011. Lilly hat im Sturm mein Herz erobert und ich genieße es voll, wenn sie auf mich wartet, wenn ich von Arbeit heimkomme. Wenn sie zu mir kommt und gekrault werden will. Selbst wenn sie nur frisst, konnte ich da ewig zuschauen.

Doch dann habe ich so immer wieder mitbekommen, dass man eine Katze alleine nicht halten soll. Vor allem nicht als Wohnungskatze. Und wie der Zufall es wollte, hatte ein Kollege von mir gerade einen ungewollten Wurf (dazu habe ich ihm aber auch schon paar Takte erzählt). Natürlich wollte er die Kleinen nun so schnell wie möglich loswerden. Ich wollte erst nicht, weil ich mir noch ein Kätzchen aus dem Tierheim holen wollte. Aber er "nervte" ganz schön. Okay, da machte ich dann zur Bedingung, dass ich die KLeine aber erst mit 12 WOchen nehmen will. Und er soll sie noch impfen lassen. Naja... das hat er nicht machen wollen und behauptete auch, sie wäre schon 12 Wochen alt. Aber nachdem, was er so erzählt hat, konnte sie höchstens 10 Wochen sein. Und als dann ein Kollege anfing, er nimmt die Kleinen für die Schlange eines Kumpels, wars aus. Da konnte ich nicht anders und die Kleine musste her!

Und so brachte mir mein Kollege die kleine Lexi Anfang Oktober zu mir. So ein kleiner schwarzer teufel *lach* Ganz dünn und zierlich. Wir schauten dann die beiden noch etwas zu. Wie würden sie reagieren? Naja, klar.... es wurde erstmal gefaucht.... Aber schon nach 2-3 Tagen waren die plötzlich ganz lieb zueinander. Schliefen zusammen im Bettchen, putzen sich und spielten schön miteinander. Allerdings musste ich Lexi noch ganz schön aufpäppeln. Sie hatte Durchfall wie Wasser, war extremst verwurmt und ja auch nicht geimpft. Den Durchfall bekamen wir nach der Wurmkur weg. Doch geimpft ist sie bis heute nicht. Okay, erst wollte ich noch etwas warten, bis sie sich eingewöhnt hat. Und dann kamen immer wieder Sachen dazwischen. Platzwunden, Erbrechen, gebrochene Zehen.... Die hält einen auf Trab! *lach* Aber es wird alles noch kommen, Schritt für Schritt.

Und obwohl die beiden unterschiedlich wie Tag und Nacht sind (ruhig-lebhaft, vorsichtig-Tausendsassa), sind die beiden ein Herz und eine Seele. Und ich selber? Ich liebe die beiden abgöttisch!!! Jetzt bin ich selber eine von denen geworden, die ich früher nur belächelt habe ;-) Und meinem Gemüt tun sie auch sehr gut. Sie machen da keine Unterschiede. Man wird vorurteilslos geliebt und beschmust. Ohne HIntergedanken, ohne Absichten. Einfach nur so. Und das tut verdammt gut nach den ganzen Sachen, die ich mit "menschlichen Partnern" hinter mir habe.
 
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