Du bist einfach nicht mehr da!

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Carli2001

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Carli, mein Liebling,
jetzt bist Du bereits seit 10 Tagen nicht mehr bei uns, und ich finde erstjetzt die Kraft etwas zu schreiben. Immerwenn ich angefangen habe, wurde mir schlecht und ich habe aufgehört. Du fehlst mir und Deinem Papa sooo sehr. 12 Jahre hast Du mein Leben bereichert, hast mich über 1/3 meines Lebens begleitet. Und dann ging alles so schnell. Eigentlich waren wir nur mit Dir beim Tierarzt, weil Du entzündetes Zahnfleisch hattest. Der Tierarzt stellte fest, dass Du stark abgenommen hats und es wildes Fleisch sei, da man Die erst alle Backenzähne ziehen musste. Mit Antibiotika sollte alles gut werden. Da es Dir plötzlich schlechter ging, sind wir wieder zum Tierarzt, das war 5 Tage später. Ein letztes Zähnchen musste raus. Leider stellte die Tierarzt fest, dass du auch leicht gelbliche Haut hattest, also war was mit Galle und Leber. Am nächsten Tag war die OP. Als wir Dich abholten, hatte die Schwester Dich auf dem Arm. Als Du uns sahst, gab es kaum noch ein halten. Ich war überglücklich, Dich zu sehen und habe Dich sofort abgeküsst. Die Tierarzt sagte, dass die Chancen bei 50:50 lägen, Du müsstest selber fressen, damit die Giftstoffe ausgespült würden. EINE Infusion sollte helfen. Wir haben Dich nach Hause gebracht, Dir eine Höhle auf der Couch zwischen uns gebaut und nachts hast Du bei mir im Bett geschlafen. Dein Papa hat Dich noch mit Spritzen gefüttert, hat Dir gar nicht gefallen. Am Abend der OP und Mittwoch ging es Dir viel besser. Am Nachmittag sagte der Tierarzt es sehe alles besser auch und gab Dir noch eine Infusion und Antibiotika. Als wir Dich dieses mal nach Hause brachten, warst Du plötzlich viel schwächer und hast mit einem Mal angefangen bei jeder Bewegung und Berührung zu mauzen. Es war ein qualvolles Mauzen. Es wurde immer schlimmer, Du hast Dich nur verkrochen und als Du aus Deinem Versteck kamst, konntest Du Deine Hinterpfötchen nicht mehr benutzen. Ich war in Panik und total überfordert. Ich hatte Angst und mein Herz tat mir weh, Dich so zu sehen. In der Nacht riefen wir den Nottierarzt, der sagte es läge wohl an den Medikamenten und der Infusion, er könne nicht machen und kommt nicht vorbei. Ich sah, wie Du Dich gequält hast. Dein Papa hat mit Dir unten auf der Couch geschlafen, im Schlafzimmer wolltest Du nicht bleiben. Ich war krank und hatte seit Tagen nicht mehr geschlafen, ihr beide wolltetmir etwas Ruhe gönnen. Ich habe die halbe Nacht wach gelegen und gewusst, dass ich Dir nur noch mit einer schweren letzten Entscheidung helfen kann. Ich habe mir ein Leben ohne Dich vorgestellt und es hat mich zerrissen.Am nächsten Morgen riefen wir die Tierarzt an, und sie sagte, dass es nichts mehr zu tun gebe. Wir brachten Dich hin. Im Auto im Körbchen, habe ich Dich gegrault. Du hast Deinen Kopf ganz fest in meine Hand gepresst und geschnurrt. Dann hast Du Dein Pfötchen aus dem Korb gestreckt und auf meine Hand gelegt, dass hast Du sonst nie getan! Selbst im Wartezimmer beim Tierarzt hast Du Dein Köpfchen noch in meine Hand gepresst und geschnurrt und geschmusst. Als wir Dich ins Beh.zimmer brachten bekamst Du einen epileptischen Anfall, die Tierarzt sagte es sei normal, da Du so aufgeregt und schon zu schwach seist und innerlich vergiftest. Sie gab Dir das Narkosemittel. Dein Papa konnte nicht zusehen, blieb aber im Raum. Ich habe Dich bis zum Schluss gestreichelt, geküsst und Dich beruhigt und Dir gesagt wie sehr ich Dich liebe. Dann setzte die Tierarzt die letzte Spritze in Dein Herz. Ich habe gespürt wie Deine Seele Deinen Körper verließ und ein Teil von mir ist für immer mit Dir gegangen. Ich spürte diese unendliche Leere, die ich auch heute noch spüre. Dein Körper hat sich entspannt und auf Deinem Gesicht war ein friedlicher Ausdruck.
Ich wickelte Dich in Deine und frühermeine Babydecke und wir brachten Dich nach Hause. Wir haben Dich unter unserem ersten Baum in unserem Garten begraben. Seither vergeht kein Tag an dem ich nicht an Dich denke und Dich vermisse. Besonders morgens und Abends wenn unsere Zeit war. Mehr kann ich erstmal nicht schreiben, da es mir zu weh tut. Ich weiß, dass egal wo Du bist, es Dir gut geht und Du bestimmt schon Freunde gefunden hast. Ich liebe Dich mein Schatz. Bis bald!

Deine Mama
 
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