Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
Nun sind es schon 400 Tage her an dem Du so unverhofft aus meinem Leben gerissen wurdest. Auch deine Tochter Paula ist inzwischen seit 207 Tagen nicht mehr bei mir. Noch immer schmerzt es stark wenn ich an dich und Paula denken muss. Auch jetzt kommen mir noch oft die Tränen. Jeden Tag muss ich an euch denken. Auch reden deine Dosine und ich oft über dich, aber wir reden nur von den schönen tagen mit dir. Da es nur schöne Tage gab, außer deinem Todestag, haben wir doch viel zu reden über dich. Du weißt ja, das wenn über einen geredet wird, ist dieser nicht vergessen. Aber auch wenn wir nicht reden, Du bist nicht vergessen und wirst auch nie vergessen werden.
Meine kleine Stella
Auch Peter hat dich nicht vergessen. Sehr oft geht er zu deinem Grab und setzt sich daneben oder er liegt oben in der Astgabel wo du auch gern gelegen hast. Dann ist er mit Dir und mit seiner Schwester am reden. Oft ruft er auch nach euch und meistens fängt er dann an zu reden. Für uns Menschen hört sich das lustig an, aber für Peter ist es nicht lustig. Das er dabei am weinen ist, sieht man ihm an. Kein Wunder bei seinem schwarzen Fell. Er kommt immer anschließend zu mir und will getröstet werden. Ich nehme ihn dann auf meinen Schoß und rede mit ihm, wobei ich ihn natürlich auch streichele. Nach einiger Zeit bedankt er sich dann bei mir auf seine Art und er springt wieder von meinem Schoß herunter.
Mein Klitzekleines Mädchen
Immer wenn deine Dosine oder ich das gesagt haben hast Du dich gefreut. Wir haben es gemerkt, denn jedes Mal hast Du geantwortet. Überhaupt hast Du immer geantwortet wenn wir dich gerufen haben. Auch bist Du immer sofort gekommen und hast dir dann deine Streicheleinheiten abgeholt. Jeden Tag bist Du zu mir ins Bett gekommen um etwas zu schmusen und wenn ich wieder wach war und Du nicht im Zimmer warst, habe ich nur einmal rufen müssen und Du hast mich wieder begrüßt.
Meine Stellinka
Nun schreibe ich hier an deinen vierhunderstem Tag diese Zeilen und neben mir liegt eine nicht mehr ganz volle Packung mit Taschentüchern, weil ich schon einige benutzen musste. Immer wieder habe ich nur einen Gedanken: WARUM???? Vielleicht erfahre ich es mal irgendwann. Aber mit Sicherheit nicht, solange ich nicht auch über die Regenbogenbrücke gegangen bin. Aber eines weiß ich heute schon ganz gewiss: Wenn einmal der Tag kommt und wir uns wieder sehen wird bei beiden die Freude riesig sein. Du wirst mich dann all deinen neuen Freunden vorstellen und ich werde alle begrüßen und sie streicheln. Doch bis es soweit ist, wird wohl noch einige Zeit vergehen.
Nun spiel schön mit deiner Tochter weiter. Du weißt ja, wie gern sie fangen gespielt hat und vielleicht machen Tiger und Momo und all die anderen die mich kennen ja mit.
Stella und Paula! Nie werde ich euch vergessen! Und ja, es tut noch immer weh!
Bis irgendwann einmal meine kleinen Freunde!
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka