Als wäre die Zeit stehen geblieben...

  • Autor des Themas Samika
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Samika

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Es ist kurz nach 8 Uhr und ich sitze - wie fast jeden Morgen - vor dem PC...

Der Blick zum Fenster stimmt mich immer noch traurig - kein Mika, der durch das Fenster hinein oder hinaus hüpfen möchte; kein Futternapf, der dort steht... es ist still und einsam...
Es regnet und es sieht sehr unheimlich draußen aus - der Himmel wirkt milchig, düster und trist.

Gestern war wieder ein schlimmer Tag - ich musste sehr viel weinen.
Es gibt einfach nichts, was mich nicht an Mika erinnert und ich vermisse ihn so sehr, dass ich es manchmal kaum aushalten kann!
Durch das viele Weinen hatte ich wieder Kopfschmerzen, auch Magenschmerzen plagten mich gestern - ich fühle mich völlig fremd in der momentanen Situation! Es ist einfach zu surreal, dass Mika,
nachdem er über sieben Jahre lang an meiner Seite war, verschwunden ist.
Die Lücke, die er hinterlassen hat, ist riesig - und durch nichts zu füllen.

Als ich heute morgen die kleine Laterne auf Mikas Grab ausgeschaltet habe, schossen mir Tränen in die Augen.
Mir kommt es vor, als hätte ich immer noch nicht begriffen, dass er nie wiederkommt. Es ist so unwirklich und ich verstehe es nicht! Ich will es nicht wahrhaben!

Manchmal scheint alles so diffus - wie ein Traum - und ich wünsche mir, ich könnte endlich aufwachen aus diesem Alptraum und alles wäre wieder wie früher.
Mir fehlt Mikas kleines kaltes Pfötchen in meinem Gesicht, um mich aufzuwecken; mir fehlt es, mit ihm zu sprechen, ihn zu streicheln, auf dem Arm zu halten...
Doch nichts davon wird jemals wieder passieren... alles ist anders!

Insgeheim habe ich schon immer befürchtet, dass es kaum zu ertragen sein wird und ich in ein tiefes Loch falle, wenn Mika eines Tages von mir geht.
Schon der Verlust von Leonie hat mich damals tief getroffen und ich habe Jahre gebraucht, um es vollends zu akzeptieren - und trotzdem fehlt mir Leonie auch heute, nach über fünf Jahren, immer noch!

Mika zu verlieren hat mich paralysiert.... Es gibt Tage, an denen ich wie ein Zombie durch die Gegend laufe. Ich habe seit Monaten fast durchgehend gerötete Augen, werde immer blasser und bin lethargisch.
Nichts vermag mir eine echte Freude zu bereiten, manchmal laufen mir einfach nur die Tränen...

Mika war einfach meine kleine Sonne - ein kleines erleuchtendes, zartes und wärmendes Wesen, dessen pure Anwesenheit mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte.
Diese kleine Sonne ist für immer untergegangen und hat das Licht in meinem Leben mitgenommen...

Die nächsten Monate werden schmerzhafte Erinnerungen und traurige Momente bringen, denn alles, was zukünftig passiert, wird das erste Mal seit über sieben Jahren ohne Mika passieren.
Das erste Weihnachtsfest ohne Mika, der erste Neujahrstag ohne Mika, der erste Frühling ohne Mika, der erste Sommer ohne Mika und weitere, unzählige Augenblicke, in denen er fehlt und die ohne ihn einfach nicht mehr dasselbe sein werden....

Es kommt mir so unfair und absurd vor, dass das Leben "einfach weitergeht", als wäre Mika nichts Besonderes und sein Verlust kein Unglück für mich gewesen!

Für mich ist die Zeit stehen geblieben und ich fühle mich gefangen in meinem Schmerz und meiner Trauer.

Mein kleines süßes Bärchen, Du bist in meinen Gedanken und in meinem Herzen immer bei mir, doch es tut so weh, dass ich nie wieder in deine wunderschönen, grünen Augen blicken darf, nie wieder dein warmes weiches Fell unter meinen Fingern spüre und Dir niemals mehr die Stirn küssen und sagen kann, wie lieb ich Dich habe!
Du warst so ein lebensfroher kleiner Schlumpf und der Gedanke, dass Du nie wieder durch deinen geliebten Garten streifen kannst, nie wieder mit mir albern spielen und Freude haben wirst, bricht mir das Herz!
 
14.12.2017
#1
A

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