Für eine halbe Stunde lebte er auf, der Einlauf war erfolgreich und er lief durch die Wohnung, aber danach baute er von Stunde zu Stunde ab.
Er sollte eigentlich sofort nachdem das Problem mit dem Darm vorrüber ist, wieder anfangen zu fressen, aber er ging mal zum Wasser, nippte 2 -3 mal und ging dann wieder. Auf dem Klo war er dann nur fürs kleine Geschäfft, aber dafür wieder unnatürlich viel.
Gegen Abend lag er nur noch apatisch da und wir versuchten einen der beiden Ärzte zu erreichen, hatten aber kein Erfolg.
Über den Notdienst kamen wir dann in die "Uni-Tierklinik-Düppel" in die Notambulanz!
Oskar wurde immer schwächer, hatte Kreislaufprobleme und bekam kaum noch was mit. Zuerst sollte Blutbild gemacht werden, dann Röntgen und er sollte auf jeden Fall stationär aufgenommen werden.
Tja, wir kamen nur bis zum Blutbild: Die Werte waren so miserabel, das wir alles weitere vorhaben lassen konnten, da die Nieren versagt haben und es nur seinem starken Herz zuschreiben konnten, das er überhaupt noch lebte.
Die Ärzte waren sich nach Beratung einig, das wir ihn gehen lassen sollten und da er kaum noch etwas mitbekam, war es auch ganz sanft geschehen.
Was mich richtig aufregt, bei der ganzen Sache, weil wir ja noch am Morgen beim TA waren:
- die Schleimhäute waren nicht untersucht worden, aber sehr auffällig
- die Pupillen komplett Schwarz, kein 3. Liedt zu sehen
- er hat in 3 Wochen 1,9 Kg verloren
- hatte kaum Kraft sich zu bewegen
- war apatisch
- es war mehrfach auf seine Nieren hingewiesen worden
- er hat unnormal viel Urin abgegeben
- selbst die chronische Verstopfung war einerseits ein Anzeichen, das durch die Arthrose der Darm verlahmt war, aber auch immer ein deutliches Zeichen dafür, das die Nieren minimalst noch etwas arbeiten (am Samstag Morgen war er schon in Lebensgefahr, aber es hat keiner bemerkt)
Und keiner der drei TAs, der ihn in den 3 Wochen behandelt hatte,war in der Lage ein Blutbild zu machen, um die Nierenwerte zu kontrollieren.
Das diese Anzeichen alle auf die Nieren hindeuten, war mir nicht bewusst, aber bei jedem TA hätten sämtliche Alarmglocken läuten müssen. Die Ärzte in der Uniklinik konnten dieses Handeln der TAs nicht nachvollziehen!
Wir sind natürlich sehr traurig, das wir ihn nicht mehr haben, aber wir freuen uns auch für ihn, das er nicht mehr leiden muss, denn wir haben seit Donnerstag schon gesagt, das es nichts mehr wird, aber auch da hat uns der TA belächelt.
Wir kannten unseren Oskar und haben den elenden Verlauf in den 3 Wochen gesehen und wir wussten, das wir ihn gehen lassen müssen!
WICHTIG: Bei Arthrose ist eine Verstopfung keine Seltenheit, da die Katzen starke Schmerzen haben und versuchen den Gang zum Klo zu verhindern. Dabei wird der Kot, aber auch der Urin am Anfang eines starken Schmerzschub zurückgehalten. Dabei kommt es nicht selten vor, das die Katzen bei diesem Zurückhalten sich durch einen Nierenrückstau (Urin geht in die Nieren und zerstört die Funktion, weil die gefilterten Giftstoffe konzentriert in die Nieren zurückgeleitet werden)
Die Funktion der Niere hat meist nur noch 20% der Leistung und muss vom TA im Auge behalten werden.