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Arthrose, aber trotzdem fit

Hier ist jeder dazu eingeladen, den Verlauf der Arthrose bei seinem Tier zu schreiben, welche Mittelchen man einsetzen kann und aufzeigen, das eine Katze mit Arthrose auch noch viel Spaß haben kann, wenn man hier und da ein paar Dinge beachtet. Hilfre

Oskar hat es nicht geschafft

Cavewoman

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Am Donnerstag war ich beim TA, das ist nun 4 Tage her, weil Oskar nicht mehr gefressen hatte, schlapp war und abgebaut hatte. Das hat er bei seinem Schmerzschub vor über 6 Monaten auch gehabt und da er damals schon starke Probleme mit der Verdauung hatte, haben wir beführchtet, das es diesmal auch wieder so sein wird!

Ich hatte ihn zwar am
Samstag zuvor schon mal am Darm kontrollieren lassen (abtasten), aber da war wohl alles in Ordnung. Nun gefiehl der Kerl mir gar nicht und am Donnerstag bin ich dann zum TA.

Meine TA war im Urlaub und ein anderer TA hat die Praxis in dieser Zeit geführt. Er hat sofort gemerkt, das sein kompletter Darm gefüllt ist und der Kot Steinhart ist und sein Zustand wohl daher kommt.

Ich habe ihm natürlich die ganze Dramatik erzählt, die wir beim letzten Schub durchgemacht haben und das er sich dabei die Nieren kaputt gemacht hat und nur noch zu 20 % funktionieren und sein Zustand, den er nun hat, schlimmer ist, als vor 6 Monaten.

Da die Verstopfung lebensbedrohlich war, wurde sofort Maßnahmen ergriffen: Einlauf, Infussion (sehr ausgetrocknet), Schmerzmittel (Opium) was auch entspannt. Wir sollten ihn dann Oral Kondensmilch 10% und Öl einflößen, damit von beiden Seiten die Verstopfung angegangen wird und es sich schnell löst.

Oskar hatte auf dem Weg nach Hause schon in die Kiste gemacht... Fortsetzung folgt..
 
09.06.2013
#1
A

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Wir sollten am Samstag Morgen nochmal vorbeikommen!

Von alleine ist Oskar nur für das kleine Geschäft auf Klo gegangen und es war wirklich sehr viel, was dort aus ihm rauskam! Essen mochte er weiterhin nicht, weil ja nur ein wenig rauskam und wir uns das damit erklärten, das es ja weiter nachrutschen muss, damit er auch wieder hunger bekommt uns frisst.

Am Freitag haben wir es geschafft, ihm 2 mal 5ml Soße in ihn reinzubekommen, ohne das er sie wieder ausgekotzt hat.
Gleich am Samstagmorgen wieder zum TA und alles genauestens berichtet, auch das er so viel Urin macht, aber nicht frisst, beim gehen torkelt, nicht mehr als 2m schafft, viel schläft und teilweise gar nicht mitbekommt, was um ihn rum passiert.

Er bekam noch einen Einlauf, Vitamine und eine Flüssigkeitsinfussion!
 
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Für eine halbe Stunde lebte er auf, der Einlauf war erfolgreich und er lief durch die Wohnung, aber danach baute er von Stunde zu Stunde ab.

Er sollte eigentlich sofort nachdem das Problem mit dem Darm vorrüber ist, wieder anfangen zu fressen, aber er ging mal zum Wasser, nippte 2 -3 mal und ging dann wieder. Auf dem Klo war er dann nur fürs kleine Geschäfft, aber dafür wieder unnatürlich viel.
Gegen Abend lag er nur noch apatisch da und wir versuchten einen der beiden Ärzte zu erreichen, hatten aber kein Erfolg.

Über den Notdienst kamen wir dann in die "Uni-Tierklinik-Düppel" in die Notambulanz!
Oskar wurde immer schwächer, hatte Kreislaufprobleme und bekam kaum noch was mit. Zuerst sollte Blutbild gemacht werden, dann Röntgen und er sollte auf jeden Fall stationär aufgenommen werden.

Tja, wir kamen nur bis zum Blutbild: Die Werte waren so miserabel, das wir alles weitere vorhaben lassen konnten, da die Nieren versagt haben und es nur seinem starken Herz zuschreiben konnten, das er überhaupt noch lebte.
Die Ärzte waren sich nach Beratung einig, das wir ihn gehen lassen sollten und da er kaum noch etwas mitbekam, war es auch ganz sanft geschehen.

Was mich richtig aufregt, bei der ganzen Sache, weil wir ja noch am Morgen beim TA waren:

  • die Schleimhäute waren nicht untersucht worden, aber sehr auffällig
  • die Pupillen komplett Schwarz, kein 3. Liedt zu sehen
  • er hat in 3 Wochen 1,9 Kg verloren
  • hatte kaum Kraft sich zu bewegen
  • war apatisch
  • es war mehrfach auf seine Nieren hingewiesen worden
  • er hat unnormal viel Urin abgegeben
  • selbst die chronische Verstopfung war einerseits ein Anzeichen, das durch die Arthrose der Darm verlahmt war, aber auch immer ein deutliches Zeichen dafür, das die Nieren minimalst noch etwas arbeiten (am Samstag Morgen war er schon in Lebensgefahr, aber es hat keiner bemerkt)

Und keiner der drei TAs, der ihn in den 3 Wochen behandelt hatte,war in der Lage ein Blutbild zu machen, um die Nierenwerte zu kontrollieren.
Das diese Anzeichen alle auf die Nieren hindeuten, war mir nicht bewusst, aber bei jedem TA hätten sämtliche Alarmglocken läuten müssen. Die Ärzte in der Uniklinik konnten dieses Handeln der TAs nicht nachvollziehen!

Wir sind natürlich sehr traurig, das wir ihn nicht mehr haben, aber wir freuen uns auch für ihn, das er nicht mehr leiden muss, denn wir haben seit Donnerstag schon gesagt, das es nichts mehr wird, aber auch da hat uns der TA belächelt.
Wir kannten unseren Oskar und haben den elenden Verlauf in den 3 Wochen gesehen und wir wussten, das wir ihn gehen lassen müssen!

WICHTIG: Bei Arthrose ist eine Verstopfung keine Seltenheit, da die Katzen starke Schmerzen haben und versuchen den Gang zum Klo zu verhindern. Dabei wird der Kot, aber auch der Urin am Anfang eines starken Schmerzschub zurückgehalten. Dabei kommt es nicht selten vor, das die Katzen bei diesem Zurückhalten sich durch einen Nierenrückstau (Urin geht in die Nieren und zerstört die Funktion, weil die gefilterten Giftstoffe konzentriert in die Nieren zurückgeleitet werden)
Die Funktion der Niere hat meist nur noch 20% der Leistung und muss vom TA im Auge behalten werden.