Sherlock und Paul, zwei rote Tiger treffen aufeinander

  • Autor des Themas Tinaho
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Tinaho

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Hallo Leute,
ich versuche im Moment Sherlock und Paul zu vergesellschaften und die Lage ist ernst aber hoffentlich nicht hoffnungslos.

Tag 1
Paul ist seit Montag 15 Uhr bei mir.
Ich schildere euch mal den bisherigen Ablau in Tagebuchform.
Auf Anraten des TS habe ich den neuen Kater nicht separiert sondern direkt in die Wohnung gelassen.
Sherlock war zuerst geflüchtet, da er sich vor der fremden Person mit der Box versteckt hat und Paul hat sich in eine relativ sichere Ecke verzogen, in der er immer noch sitzt.
Sherlock schleicht inzwischen (seit fast zwei Stunden), im Zeitlupentempo durch den Raum und um dieses Versteck. Er faucht ab und zu, wobei sein Fell nicht gesträubt ist, und brummt ganz tief dabei.
Er wirkt auf mich eher neugierig und verunsichert als aggressiv.
Vorhin hat Sherlock auch gefressen; Leckerchen genommen und hat mit meinem Sohn geschmust.

Ich habe jetzt nochmal Feliway-Spray eingesetzt.
Ich denke für Paul ist das Alles einfach zu viel. Er ist vor knapp 4 Wochen beim Tierschutz abgegeben worden weil sein Besitzer wohl nicht genügend Zeit für ihn hatte.
Paul ist ein Look-Like BKH und lebte alleine an bei einem jungen Mann ab, der auch noch in Vollzeit berufstätig war.
Er hat wohl die ersten Tage sehr getrauert und kaum gefressen.
Als wir ihn am Sonntag besucht haben hat er direkt mit uns geschmust.
Jetzt ist er erneut in einer fremden Umgebung mit fremden Leuten und dazu auch noch in einem anderen Revier eines fremden Katers.

Habe gerade eine Matratze und mein Bettzeug in den Raum geschafft. Ist mir sicherer.
Sherlock hat vor lauter Überraschung aufgehört zu brummen und schnüffelt im Moment nur noch.

Irgendwie haben sich die Ereignisse überschlagen.
Gegen 23:30 Uhr hat sich Paul entschieden sein Versteck zu verlassen.
Sherlock war völlig perplex.
Paul hat die Wohnung erkundet und Sherlock ist immer hinter ihm hergelaufen.
Kein Gefauche, nichts.
Paul war auf dem Katzenklo und sogar im Rascheltunnel, obwohl Sherlock direkt neben ihm war.

Friede, Freude Eierkuchen, Gegurre und Gequietsche.
Als ich schlafen ging lagen Beide auf dem Teppich in einem Abstand von ca. 2 m.

Allerdings muss etwas vorgefallen sein (wäre ja auch sonst alles zu einfach gewesen).
Gegen 5:30 Uhr gab es heftiges Gekreische, aber keinen Kampf, eher so eine Art "Scheinattacke von Paul".
Paul saß unter dem Sofa und Sherlock davor. Paul hat wohl auch unter das Sofa gekotet.
Im Moment hat sich Paul wieder versteckt und die Beiden haben etwas die Rollen getauscht.
Jetzt brummt nämlich Paul wenn er Sherlock sieht.

Tag 2
Paul sitzt in seinem Versteck und brummt, und brummt und brummt sobald er Sherlock sieht.

Seit 17.30 ist er wieder raus aus seinem Versteck. Allerdings scheint Sherlock noch zu schlafen.
Abwarten und Tee trinken.


Ich Fass es nicht Sherlock hat echt die Ruhe weg. Paul sitzt brummend in einem Versteck und Sherlock springt auf den Kratzbaum und legt sich schlafen.
Jetzt ist Paul im Raum umhergeschlichen und In den Flur gegangen.
Verstehe einer die Katzen.
Sherlock gurrt und quietscht auf seinem Kratzbaum und kugelt sich umher.
Paul liegt ein paar Meter entfernt auf meinem Schreibtischstuhl.

Eine habe STunde später ist die Situation dann eskaliert.
Sherlock ist vom KB gesprungen und Paul ist daraufhin in ein Versteck geflüchtet.
Paul hat gebrummt und Sherlock ist eine Weile um ihn herumgeschlichen und wollte dann an Pauls Nase schnüffeln.
Paul ist spucken explodiert und hat ihm eine gehauen.
Dass lies sich Sherlock natürlich nicht gefallen und hat ihn attackiert.
Paul lag quietschend und fauchend auf dem Rücken und Sherlock ist mehrfach auf ihn drauf-
gesprungen und lies sich auch durch Rufen davon nicht abbringen.
Nach der dritten oder vierten Attacke habe ich mich dazwischen gestellt, so dass Paul (der ungünstig in einer Sackgasse lag) flüchten konnte.
Ich habe verhindert, dass Sherlock ihm folgen konnte.
Paul saß zitternd auf dem Dachboden unter dem Bett meines Sohnes.
Wir haben die Beiden dann erst einmal getrennt und etwas später (gegen 5 Uhr)Katzen-Tetris gespielt, damit Paul wieder in seinen vertrauten Raum kommt.
Dort habe ich dann auch wieder geschlafen.
Vorhin waren Sherlock und Paul kurz wieder zusammen (aus Versehen) Paul hat gebrummt und Sherlock hat den Raum verlassen.
Allerdings habe ich sie gerade wieder getrennt, da ich kurz außer Haus muss.
Sicher ist Sicher.
Was mir auch Kummer macht ist die Tatsache das Paul (meiner Meinung nach) bisher kaum etwas gefressen hat.
Was soll ich jetzt tun? Es darauf ankommen lassen, oder separieren und eine Gittertür besorgen?

PS Während ich tippe liegt Paul schnurrend auf meinem Schoß.

Hier ein paar Bilder vom ersten Zusammentreffen:
20181029_235951(0).jpg20181030_001154.jpg20181030_001212.jpg
 
yodetta

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Dann hier auch nochmal: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied! :love:

Super, dass Du dazu ein Thema eröffnet hast.
Jetzt können sich alle User beteiligen und auch stille Mitleser können etwas lernen.:)

Ich drücke die Daumen, dass ihr das hinbekommt!

Liebe Grüße
Melanie
 
Tinaho

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Nachtrag:
Gerade hat Paul ziemlich viel getrunken. Leider will er nicht fressen. Ist aber total aktiv schnüffelt, schnurrt und spielt.
Er scheint ein Kampfschmuser zu sein.

Natürlich sind beide Kater kastriert.

Pauls Geburtsdatum: 17.02.2017
Sherlocks Geburtsdatum: 18.06.2016
 
NinK

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Paul ist wirklich ein hübscher Bub, der würde mir auch gefallen !

Aber warum haben die vom TS dir geraten die beiden nicht zu trennen anfangs? Gerade wenn Paul so viel durchmachen musste wäre es doch gut, wenn er ohne „Konkurrenz“ erstmal in Ruhe ankommen und eine Beziehung zu dir und der Umgebung aufbauen könnte würde ich meinen. Ich denke eine Gittertür tut nicht unbedingt Not, aber ich würde Paul für ein paar Tage in einem eigenen Zimmerchen halten. Da kann er durchschnaufen, ankommen, sich einleben. So hat er gehen den „Platzhirsch“ Sherlock wenig Chancen was dieser sicher spüren und vielleicht nutzen wird.

Ich drücke die Daumen!
 
Nelly12

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Ich möchte mich @NinK anschließen, auch was die Schönheit von Paul anbelangt :) Für einige Zeit eine Trennung durchzuführen fände ich auch besser.
Auch hier sind Daumen und Pfötchen gedrückt, dass die Zusammenführung schnell gut klappt und Paul gut frisst.
 
Tinaho

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Paul ist Menschen gegenüber total aufgeschlossen. Ich kann mich gerade kaum vor ihm retten.
Im Moment läuft er neugierig hier rum.
Ergänzung ()

Paul und Sherlock gestern Abend, kurz bevor die Geschichte eskaliert ist.

1. Foto: Paul liegt auf dem Schreibtischstuhl 2. Foto: Sherlock beobachtet ihn vom KB aus.
20181030_200155.jpg
Ergänzung ()

Paul und Sherlock gestern Abend, kurz bevor die Geschichte eskaliert ist.

Kleines Foto: Paul liegt auf dem Schreibtischstuhl 2. Foto: Sherlock beobachtet ihn vom KB aus.
20181030_200155.jpg
 

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Tinaho

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Gerade hat mich die Dame vom TS angerufen, um sich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen.
Es war ein nettes Telefonat und sie hat sich für meine Geduld und mein Engagement bedankt.
Sie hat wohl im Moment einen ähnlichen Fall und diese Leute werfen schon nach 4 Tagen das Handtuch, wollen den Kater zurückbringen und ihr Geld zurück.:oops:

Sie schlägt vor die Beiden stundenweise zusammen zu lassen.
Falls es zu Aggressionen kommt soll ich klatschen, evtl. eine Wasserpistole einsetzen.
Paul sollte, wenn er brummt nicht angesprochen/angefasst werden, da er dies als Bestätigung auffassen würde.
Eine Gittertür fände sie auch prima.
 
Strexe

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Erst einmal auch von mir herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied. :love:

Ich kenne bisher nur die Hau-Ruck-ZuSaFü. Allerdings sind alle Katzen zuvor sozialen Kontakt gewöhnt gewesen. Ich denke, Paul wird es vielleicht etwas schwerer haben, weil er wegen der früheren Einzelhaft eher dem Menschen zugetan ist.

Solange du zu Hause bist, würde ich die Haudegen nicht trennen. Durch die häufige Trennung gibt es immer wieder einen Bruch. Allerdings wäre mir auch das Risiko zu groß, die beiden nicht zu trennen, wenn man nicht aufpassen kann. Schwierig! Als Zwieback hier einzog, bekamen Boost und Bandit Zylkene. Gerade bei Boost konnte man die Wirkung spüren und ich habe das damals leider zu früh abgesetzt. Gute zwei, drei Wochen oder länger sollte man das ruhig geben, erzählte mir eine Tierpsychologin später.

Dass in der ersten Phase nichts bis kaum gefressen wird, ist normal. In der ersten Zeit würde ich, da es grad nicht ganz einfach ist, getrennt füttern. Fressen/Futteraufnahme in Anwesenheit fremder Katzen bedeutet wohl, Schwäche zu zeigen. Ich würde es zunächst mit gemeinsamer Leckerli-Belohnung/Spiel usw. versuchen.

Ich drücke euch die Daumen für eine gute Zusammenführung.
 
Tinaho

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Also ich habe jetzt Folgendes beschlossen (Momentan).
Ich lasse Paul zunächst in dem sicheren Raum, damit er erst einmal ankommen kann, sicherer wird und anfängt zu fressen und runter kommt.
Vielleicht hat er ja dann "den Kopf frei" und kann sich besser auf Sherlock einlassen.
Sobald er frisst werde ich immer wieder "Treffen" arrangieren, bzw. die Tür ganz öffnen und nur erneut separieren falls es zu massiven Kämpfen kommt, zusammen mit gemeinsamem Spiel, Leckerligabe und Stinkekissen.
Ich habe hierzu ganz viele hilfreiche Tipps von @Geek bekommen.
Dafür möchte ich mich, auch auf diesem Wege, noch einmal von Herzen bedanken und auch bei allen anderen.
Ich würde auch versuchen ein Video zu machen, was ich mir aber schwierig vorstelle wenn ich vor der Entscheidung stehe aufnehmen, oder eingreifen.

Die Sache mit der Gittertür mache ich erst einmal nicht.
Dieses Haus ist ein Altbau und die Türenmaße entsprechen nicht der heutigen Norm. Damit scheidet auch eine "Fliegengittertür" aus.
Der Schreiner, den ich vorhin kontaktiert habe, ist für die nächsten drei Wochen ausgebucht und möchte für so eine Tür 150 - 200 Euro haben.:eek:
Diese Maßnahme würde ich erst machen, wenn alle anderen Möglichkeiten gescheitert sind.
Der TS hat leider keine Gittertüren, würde sich aber kümmern/umhören falls ich diesen Weg gehen möchte und anders nicht weiter komme.

In der Zwischenzeit kümmert sich mein Sohn intensiv um Sherlock, damit dieser sich nicht vernachlässigt fühlt.

Für weitere Tipps oder Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Wir schaffen dass. Ich gebe nicht auf.
 
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S

Schneeleopard

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Ich hab nicht ganz soviel Ahnung von Zusammenführung, aber ich würde Sachen von den beiden (Decken, Kissen ect) gegeneinander austauschen. Etwas von Paul nach Sherlock und umgekehrt. So können sie sich erstmal anfangen zu "riechen".

Gittertür: Latten aus dem Baumarkt besorgen, feines Gitter als Meterware (Kaninchendraht o.ä.), Schrauben.
Einen Rahmen aus den Latten bauen, der in die Öffnung Zarge passt.
Ist jederzeit wegnehmbar. ;)
 
claudiskatzis

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Tina- das wird!!!!! ?????
 
NinK

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Ich finde deine Entscheidung gut und richtig Tina. Und eine Gittertür muss nicht unbedingt sein denke ich, nur wenn es nach langer Zeit auch mit der vorsichtigen Zusammenführung nicht klappt. Bei uns hat es schon sehr geholfen, dass Oscar fast zwei Wochen in einem eigenen Zimmer war. So konnte man sich durch den Türspalt riechen und auch hören. Tschaka, ihr schafft das!
 
Ilvy

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Liebe Tina,
das wird bestimmt.
Wir drücken alles, was wir an Daumen und Pfoten haben.LG Maja
 
Puschel_92

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Hallo :)

Also ich würde die beiden auch erst mal komplett trennen damit Paul sich Einleben kann.
Und ich würde immer zu einer gittertür raten, weil es einfach sicherer ist.
Sollte es einmal richtig knallen, dann kann es schon zu spät sein.
Durch die gittertür können Sie Kontakt aufnehmen, aber sie können sich nicht attackieren. Und selbst wenn man die Tür nach zwei Tagen öffnet weil sie nicht gebraucht wird...

Eine gittertür muss auch nicht teuer sein. Ich habe mir dazu einfach ein Zaunelement aus dem Baumarkt gekauft. Diese grünen Metallzäune, du kennst sie sicher. Ich habe das Gitter einfach mit kabelbindern an den türscharnieren befestigt und ein Schloss habe ich dran gebaut.
Das war ne halbe Stunde Arbeit.

LG Pia
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Ich finde deine Entscheidung gut und richtig Tina. Und eine Gittertür muss nicht unbedingt sein denke ich, nur wenn es nach langer Zeit auch mit der vorsichtigen Zusammenführung nicht klappt. !
Aber mit gittertür ist es doch eine langsame Zusammenführung :unsure:
 
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NinK

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Eine langsame Zusammenführung geht auch ohne Gittertür. Wenn es einen zu großen Aufwand bedeutet oder zu teuer ist würde ich es erstmal ohne versuchen. Hat bei uns auch geklappt. Wenn man nicht weiterkommt kann man immer noch eine Gittertür einbauen
 
Tinaho

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Hallo :)

Also ich würde die beiden auch erst mal komplett trennen damit Paul sich Einleben kann.
Und ich würde immer zu einer gittertür raten, weil es einfach sicherer ist.
Sollte es einmal richtig knallen, dann kann es schon zu spät sein.
Durch die gittertür können Sie Kontakt aufnehmen, aber sie können sich nicht attackieren. Und selbst wenn man die Tür nach zwei Tagen öffnet weil sie nicht gebraucht wird...

Eine gittertür muss auch nicht teuer sein. Ich habe mir dazu einfach ein Zaunelement aus dem Baumarkt gekauft. Diese grünen Metallzäune, du kennst sie sicher. Ich habe das Gitter einfach mit kabelbindern an den türscharnieren befestigt und ein Schloss habe ich dran gebaut.
Das war ne halbe Stunde Arbeit.

LG Pia
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Aber mit gittertür ist es doch eine langsame Zusammenführung :unsure:
Danke für den tollen Tipp. Hättest du vielleicht ein Foto für mich?
 

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