• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Verdickter Lymphknoten, wie verfahren? TÄ rät zum Nichtstun.

  • Autor des Themas Nelly12
  • Erstellungsdatum
Nelly12

Nelly12

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Hallo,
ich suche Eure Hilfestellung bei einem eventuellen gesundheitlichen Problem meiner Nelly. Ob es wirklich ein Problem wird, steht noch nicht fest, falls es aber eintritt, möchte ich gerüstet sein, auch argumentativ meiner TÄ gegenüber, und nicht erst dann anfangen, mir Gedanken zu machen.
Ich war gestern mit Nelly bei meiner TÄ (eine Praxis mit Besitzerin und drei weiteren TÄinnen) da Nelly Schwierigkeiten mit dem Urinabsatz hatte. Sie ging mehrmals kurz hintereinander in ihre Toilette und presste. Ansonsten verhielt sie sich völlig normal, spielte, schmuste fraß wie immer. Urin konnte ihr nicht entnommen werden, da die Blase leer war, sie
bekam Metacam gespritzt, sollte es danach nicht besser werden, müsse sie antibiotisch behandelt werden (es ist aber besser, bzw. verschwunden). Beim Abtasten des Bauchraums fühlte die TÄ einen geschwollenen Lymphknoten. Sie meinte, dass die Schwellung von dem Entzündungsherd, den Nelly vermutlich im Körper habe, kommen könne, dann müsste die Schwellung nach zwei bis drei Wochen verschwunden sein. Auf meine Frage, was es alternativ sein könne, meinte sie, es könne sich auch um ein Lymphom handeln. Ich fragte nach einem Ultraschall oder einer Röntgenaufnahme. Sie meinte, da sehe man nichts Genaues. Überhaupt würde sie, sollte es sich um ein Lymphom handeln, nichts weiter tun. Operieren brächte nichts, da Lymphome stark streuten. Man könne nur mit einer Chemotherapie das Leben verlängern, heilbar sei ein Lymphom nicht. Wenn bei ihrem Tier ein Lymphom diagnostiziert würde, würde sie keinerlei Diagnostik mehr betreiben, auch keine Punktion des Lymphknotens. Das Einzige, was man dadurch erreiche, sei eine Gewissheit und für die Katze sei es Stress.
Nun bin ich der Meinung, dass auch eine Lebensverlängerung einen Wert darstellt. Bei einer sechsjährigen Katze und der Vermutung des Lymphoms nichts zu tun und abzuwarten was passiert??? Auch würde ich, sollte die Schwellung nicht verschwunden sein, gerne wissen, was meine Katze hat und nicht in der Ungewissheit leben. Ich las, dass eine Chemotherapie heute nur noch sehr geringe Nebenwirkungen habe, warum sollte man darauf verzichten, wenn es das Leben verlängern kann.
Eine weitere Unsicherheit habe ich. Sollte der verdickte Lymphknoten in zwei/drei Wochen nicht mehr tastbar sein, sollte ich mich mit dem Tastergebnis zufriedengeben? Ich würde sicherheitshalber gerne einen Ultraschall des Bauchraums vornehmen lassen und ggf. auch eine Röntgenaufnahme und eine Blutuntersuchung.
Zum Abschluss noch: Ich gehe seit Jahren in die TA-Praxis und war bisher immer zufrieden, nun kommen mir Zweifel.
Für Eure Einschätzung, vielleicht auch Erfahrungen, wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße
Christa
 
07.11.2018
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
claudiskatzis

claudiskatzis

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Also ich würde an deiner Stelle , die von Dir genannten Untersuchungen machen lassen. Zum einem gibt es dir dann eine klare Diagnose mit möglicher Behandlung und zum zweiten hast du dann Sicherheit. So bleibst du immer in der Schwebe und am Zweifeln.
Das tut weder dir noch deiner Katze gut.
 
Frigida

Frigida

30.449
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Gibt es bei dir in der Gegend eine gute Tierklinik?
Die würde ich dann für eine Zweitmeinung aufsuchen.
Ich würde mal ein großes Blutbild erstellen lassen, um herauszufinden, ob eseine Entzündung im Körper gibt und was dafür verantwortlich ist.
Bei Jette waren Mykoplasmen für den hartnäckig verdickten Lymphknoten am Hals verantwortlich.
Sollte das kein Ergebnis bringen, kann man immer noch ein Lymphom verdächtig.

Ach übrigens war Jettes verdickter Lymphknoten erst nach vernünftiger Diagnose und entsprechender Behandlung wieder verschwunden. Von allein ist da nichts passiert.
 
Nelly12

Nelly12

1.498
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Erst mal danke für Eure Einschätzung. Es gibt zwei Tierkliniken in eingermaßen erreichbarer Nähe, einmal in Recklinghausen (60km) und in Haan die Neandertalklinik (40km). Die Klinik in Recklinghausen hat deutlich bessere Bewertungen. Ich werde auf jeden Fall einen Termin in einer Klinik machen. Was ich nicht verstehe ist, dass meine TÄ keinerlei weiterführende Diagnostik anbietet. Sie hat ein Ultraschallgerät und einen digitalen Röntgenapparat und setzt die Apparate nicht ein.
 
Patentante

Patentante

27.122
192
Ich würde die Katze nicht wegen eines Lymphknotens quälen. Wenn Du es aber für Dich brauchst, was ich durchaus verstehen kann, würde ich auch gleich in eine gute Klinik fahren. Wenn meine TÄ mir sagt weitere Untersuchungen machen keinen Sinn glaub ich ihr das (meistens).
Lymphknoten sieht man weder im Ultraschall noch im Röntgen. Sie wollte Dir wie auch der Katze unnötige Quälerei bzw. Kosten sparen.
 
Frigida

Frigida

30.449
386
Manchmal ist es tatsächlich sinnvoll erst einmal abzuwarten.
Ich weiß nicht, wann der Einsatz von Ultraschall sinnvoll ist, aber ein Blutbild und auf Erreger testen, dass hätte sie doch machen können.
 
abvz

abvz

Patin
3.910
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Dass sich Lymphknoten bei einer Infektion verdicken ist doch recht häufig, daher einfach aktuell die wahrscheinlichste Erklärung.
Erstmal solltet ihr schauen, dass es keine Blasenentzündung oder Steine sind. Dann würde ich immer zu einem umfassenden Blutbild empfehlen, ist das Tippi Toppi und sie ansonsten fit gibt es wirklich kein Grund ihr einen Diagnosemarathon an zu tun.

Schieß dich nicht zu sehr auf ein Lymphom ein, mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das nicht. Fang etsmal langsam mit Diagnostik an statt gleich mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.;)

Gute Besserung!
 
Nelly12

Nelly12

1.498
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Danke euch für die zweckdienlichen aber auch beruhigenden Worte. Ein großes Blutbild ist jetzt in jedem Fall angesagt, einen Ultraschall erwäge ich , da schmerzfrei.
So munter wie Nelly ist, wäre der Diiagnosemarathon wohl eher kontraindiziert, danke. Ich möchte Nelly ja nicht schaden aber auch keine sinnvolle Untersuchung versäumen. Mich irritiert nur, dass meine TÄ ausschließlich behandelt ohne Diagnostik.
 
Frigida

Frigida

30.449
386
Ohne Diagnostik sollte man nicht behandeln. Das ist schon manches Mal nach hinten losgegangen.
 
Ilvy

Ilvy

6.660
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Alles Gute für deine Nelly!
Sag doch bitte mal bescheid, was dann bei den Labor- Ergebnissen rausgekommen ist; LG!
 
IsiBerlin

IsiBerlin

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12
Auf alle Fälle sollte man schauen, ob es nicht eine ganz banale Blasenentzündung ist. Die würde alle Symptome erklären und erscheint mir wesentlich wahrscheinlicher als ein Lymphom. Also bei nächster Gelegenheit Urin nehmen und Bakterien zählen.
 
Nelly12

Nelly12

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Ganz herzlichen Dank an Alle für das „brainstorming“. Eure Zuschriften haben mir sehr geholfen, mich zu sortieren. Aktuell ist Nelly wieder völlig unauffällig und tiefenentspannt, die kleinen Pinkelattacken sind vorbei. Ich plane nun folgende Vorgehensweise: Anfang der übernächsten Woche werde ich, wie mit meiner TÄ vereinbart, Nelly dort noch einmal vorstellen. Dann kann die TÄ tasten, ob die Verdickung noch vorhanden ist. Ich werde auf einem großen Blutbild bestehen, unabhängig davon, ob die Schwellung des Lymphknotens tastbar ist oder nicht. Wenn das Ergebnis der Blutuntersuchung vom Labor zurück ist und sollte es unauffällig sein und gleichzeitig die Schwellung nicht mehr tastbar sein, ebenso eine Urinprobe unauffällig sein, würde ich Nelly keinen Diagnosemarathon antun wollen. Sollte etwas nicht in Ordnung sein, muss ich mit den dann vorhandenen Ergebnissen weitersehen.
Liebe Grüße
Christa
 
claudiskatzis

claudiskatzis

8.312
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Das liest sich nach einem guten Weg. ?
Diese Unsicherheit macht dich sonst irre und deine Katzen auch.
 
Nelly12

Nelly12

1.498
146
Ganz genau, Unsicherheit ist in meiner DNA nicht vorgesehen ?☺
 
Nelly12

Nelly12

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146
So, nun ein update: Mir gelang es gestern, eine Riesenurinprobe von Nelly zu bekommen. Ich brachte die noch körperwarme Probe, die ich in zwei sterile Einwegspritzen aufgezogen hatte, direkt zur TÄ. Nelly ist zwar wieder völlig unauffällig, dennoch wollte ich erst einmal hinsichtlich des Urins auf Nummer sicher gehen. Die TÄ hatte mir ja in der letzten Woche gesagt, dass sie keine Urinprobe gewinnen könne und somit auch nicht feststellen könne, ob eine Entzündung vorhanden sei und/oder Harnkristalle. Nach der Untersuchung der Probe wurde ich von meiner TÄ ins Behandlungszimmer gerufen und sie erklärte mir strahlend, dass alles in Ordnung sei und eine Entzündung nicht vorhanden sei, also alles gut. Ich wollte schon wieder gehen und fragte eigentlich eher beiläufig: Dann sind ja auch keine Kristalle vorhanden? Die Untersuchung hatte man in der Tat vergessen vorzunehmen. Zum Glück war der Urin noch nicht entsorgt und konnte noch untersucht werden, keine Kristalle. Ich begreife es nicht, warum gehe ich zum TA, wenn die Hälfte vergessen wird. Das lässt mein Vertrauen, das ich eigentlich hatte, sehr schwinden. In drei Wochen steht das Abtasten des Lymphknotens an und großes geriatrisches Blutbild. Ich weiß nicht, ob ich das dort machen lassen soll.
Das Blut wird ja bei Laboklin ausgewertet, aber ich möchte einen kompetenten Ansprechpartner zur Ergebnisanalyse und zur Besprechung der weiteren Vorgehensweise haben. Na ja, ich habe ja noch Zeit, darüber nachzudenken. Wenn Nelly nicht so ein extremes Sensibelchen wäre, würde ich mit ihr in die Tierklinik fahren, aber es würde sie ungemein stressen.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

8.312
371
Wenn du weiter zu der TÄ gehen möchtest, schreib dir jetzt eine Liste was gemacht werden soll und welche Fragen du hast. Dann vergisst du nix. Ich schreib mir auch immer alles auf und hake dann ab . Das BB sollte eigentlich jeder TA erklären können.
 
Nelly12

Nelly12

1.498
146
Ja, ich denke auch, dass sie das erklären kann, sie geht mir nur mit den Werten etwas lasch um. Ich muss da mal in mich gehen, ob ich doch vielleicht mal wechsle. Sollte es einen Befund geben, der Anlass zu ernster Besorgnis bietet, würde ich ohnehin zur Klinik fahre. Aufschreiben ist eine gute Idee, wenn man angespannt ist, vergisst man schnell etwas.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

8.312
371
Wenn du denn doch in die TK fahren würdest, könntest du dir nicht vorher ein Medi zur Beruhigung von dort holen? Dann würde die Fahrt nicht so doll stressen.
 
Nelly12

Nelly12

1.498
146
Danke für den Hinweis, das werde ich auf jeden Fall versuchen. ?
 

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