„Sorgenkind“ Mia

  • Autor des Themas L.S.1994
  • Erstellungsdatum
L.S.1994

L.S.1994

Beiträge
2
Reaktionen
0
Hallo zusammen,
meine Lebensgefährtin und ich haben uns vor knapp einem Jahr zwei Britisch Kurzhaar Geschwister Mia und Moritz zu uns geholt.
Was mir auch schon beim ersten Besuch beim Züchter aufgefallen ist, das Mia (das einzige Mädchen aus dem Wurf) nicht so wirklich bei den 3 anderen Jungs mit dabei war.
Die erste Woche bei uns war voller neuer Eindrücke und die beiden haben sich auch sehr schnell eingelebt.
Was direkt auffällig war, ist das Mia keinerlei Interesse am spielen mit Moritz gezeigt hat.
Auch hat sie ihren Schlafplatz nicht akzeptiert und wollte immer bei uns schlafen.
Mit
der Zeit verstärkte sich das ganze, sie zog es sogar vor alleine mit den Spielsachen zu spielen als mit Moritz.
Am liebsten natürlich mit uns.
Generell war sie in Anfang an sehr auf uns bezogen, ist uns überall hingefolgt und wollte am liebsten den ganzen Tag nur mit uns verbringen.
Dann nach 3 Monaten fing es an richtig schlimm zu werden, wenn Moritz in die Nähe vom Bett kam oder mit uns spielte fauchte sie und später wurde dann auch gebissen.
Mir war direkt klar das es kein Zustand ist und Besserung trat überhaupt nicht auf.
Wir entschieden uns schweren Herzens Moritz an meine Mutter abzugeben, die selbst zwei Kater daheim hat.
Zu uns ist Mia die liebste Katze überhaupt und uns beiden ist sie so sehr ans Herz gewachsen das wir uns ein Leben ohne sie nicht vorstellen können.
Zunächst blieb sie dann alleine bei uns.
Wir beide arbeiten aber Vollzeit und daher ist sie im Normalfall 8 Stunden alleine am Tag.
Ich spiele nach Feierabend immer sehr viel mit ihr. Aus Langeweile kaputt gemacht hat sie bisher noch nichts, das tritt eher auf wenn sie unsere Aufmerksamkeit möchte.
Mia soll nicht alleine bleiben und so haben wir den Versuch gestartet sie an andere zu gewöhnen indem wir eine 3 Jahre alte Russisch Blau Katze von einer Bekannten, während ihres Urlaubs zu uns geholt haben.
Wir haben versucht sie langsam und vorsichtig aneinander zu gewöhnen.
Mia hat daraufhin, Essen und trinken verweigert und nur im Kratzbaum gelegen.
Nach der Abreise war wieder alles gut.
Es macht mich sehr traurig und ich würde mir wünschen jemanden für sie zu finden.
Haben uns auch schon sehr oft gefragt ob wir etwas falsch gemacht haben.
Warum tritt dieses Verhalten auf und was würdet ihr in der Situation machen?
Wir wollen nur das beste für sie.
Vielen Dank!
 
09.12.2018
#1
A

Anzeige

Gast

Schau mal hier: „Sorgenkind“ Mia . Dort wird jeder fündig!
Andrea64

Andrea64

Moderator
Beiträge
11.130
Reaktionen
361
Hallo und herzlich Willkommen!

Ich fange mal so an:
Super, dass ihr euch gleich zu anfang für zwei Katzen entschieden habt. Dass die zwei dann später nicht mehr so richtig miteinander "konnten" ist nicht immer so, aber gerade bei der Konstellation Katze-Kater kann es schon vorkommen, dass sie sich so sehr auseinander entwickeln (wobei Einzelmädels unter Katerbrüdern da meist recht raufig drauf sind).

Prima, dass ihr das Katerchen anscheinend gut unterbringen konntet. Auch lobenswert, dasss ihr für Mia nach einer Freundin sucht, denn ihr habt recht, so ein langer Arbeitstag ist auch für eine kleine Miez einfach nur laaangweilig. Schade, dass der erste Versuch nicht geklappt hat, aber werft bitte nicht die Flint ins Korn.

Wie lange dauerte die versuchte Vergesellschaftung und was genau haben die Katzen im Umgang miteinander gemacht?
Gefaucht, geprügelt, oder gestalkt?

Ich würde euch raten mit einer der Vermittlungsstellen hier im Forum Kontakt aufzunehmen und euch zwecks passender Kumpeline oder sanftmütigem Katerchen beraten zu lassen. Vermutlich würde aber eine Kätzin besser passen.

Kastriert ist die Maus vermutlich schon?
 
Patentante

Patentante

Beiträge
37.115
Reaktionen
1.991
Hallo und willkommen,

ich seh es nur teilweise wie Andrea. Kater-Katze Kombi funktioniert leider oft nicht, das seh ich auch so.

Aber wenn die Maus so sehr auf fremde Katzen reagiert, dass sie das Fressen einstellt würde ich sie evtl. als Einzelkatze glücklich sein lassen. Es kommt sehr selten vor, aber es kommt vor dass Katzen lieber alleine leben.
Meine Zoe hat ihr gesamtes Leben mit anderen Katzen verbracht. Und sie hat es so gehasst :(
 
Andrea64

Andrea64

Moderator
Beiträge
11.130
Reaktionen
361
Ich würde es aber noch nicht als erwiesen ansehen, dass eine VG nicht mehr möglich ist, bzw nicht doch Mia‘s Lebensqualität enorm bereichern kann.

Deshalb mein Hinweis auf die Beratung bei einer Pflegestelle. Mia ist doch noch so jung, es wäre schon traurig, wenn man ihr die Zweisamkeit verwehrt, nur weil es mit den vorhandenen Partnern nicht so gut funktioniert hat. Vielleicht ist auch etwas Anleitung und Führung durch die VG nötig (für Mia sowie für Ihre Dosis).
Möglicherweise bringt auch der zeitweise Einsatz einer Gittertür die nötige Sicherheit für Mia, bis sie die Situation akzeptieren kann, sich daran gewöhnt und schließlich ihre Freude an der Gesellschaft findet.

„Juchhu! eine neue Katze“, das klappt meist nur bei Kitten so schnell.
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

Beiträge
11.921
Reaktionen
1.409
Hallo und herzlich Willkommen,
Schön das ihr trotz der Erfahrung weiter eine passende Partnerin sucht.

War die russisch Blau Katze auch schon ein Einzelwesen? Dann kann es passieren, dass es In die Hode geht.
Wie lange habt ihr die Zusammenführung ausgehalten?

Da eure Katze ja noch sehr jung ist, könnte man auch noch ein weibliches, gut sozialisiertes Jungtier ohne schlechtes Gewissen dazu setzen.

lg
Verena
 
Allesamt

Allesamt

Beiträge
639
Reaktionen
53
Vermutlich solltest du dich mit dem Gedanken an eine sehr langsame Zusammenführung beschäftigen. Das heißt Wochen, eher Monate Trennung und langsam Sichtkontakt aufbauen.
So habe ich meinen Mogli an seine Kumpelinen gewöhnt. Nach anderthalb Jahren läuft es jetzt einigermaßen glatt ohne größere Reibereien. Wir brauchen jetzt keine Gittertür mehr. Und Mogli wirkt jetzt selbstbewusster als früher.
 
Frigida

Frigida

Beiträge
30.938
Reaktionen
491
Wenn ihr euch unsicher seid, welche Katze zu eurer Mia passt, gibt es die Möglichkeit eine Verhaltenstherapeutin hinzuzuziehen, die sich eure Mia anschaut und mit euch nach einer passenden Maus sucht.
Christine Hauschild empfiehlt hier einige Therapeutinnen, da sie selber nicht mehr berät: Mobile Katzenschule Happy Miez: Katzenpsychologie, Verhaltenstherapie, Clickertraining, Seminare

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Kater-Katze-Kombi nicht funktioniert und ich habe auch eine Katze, die am liebsten mit mir kuschelt und sich nicht so wirklich an die anderen 3 anschließt. Aber das ist auch völlig in Ordnung so.
Vielleicht wäre es besser gewesen Moritz zu behalten und ihm noch einen Kumpel zu gönnen. Das wäre jedenfalls die Lösung gewesen, die ich genommen hätte.
 
L.S.1994

L.S.1994

Beiträge
2
Reaktionen
0
Hallo,
erstmal vielen Dank für die Antworten!

Also das ganze lief 3 Wochen, aber es war nicht die geringste Annäherung zu bemerken.
Und nein in dem Fall kompletter Rückzug, weil sie wahrscheinlich auch gemerkt hat das sie unterlegen ist.

Welche Rassen würden denn jetzt mal oberflächlich betrachtet, von der Art her gut zur BKH passen ?
Ich habe zwei Kratzbäume, Toiletten und Futternäpfe..
Soll ich das nächste mal noch mehr zulegen?
Und wie genau würdet ihr die Annäherung in den ersten Tagen gestalten ?
 
Andrea64

Andrea64

Moderator
Beiträge
11.130
Reaktionen
361
Eine VG kann deutlich länger als drei Wovhen dauern. Wäre das für euch etwas, worauf ihr euch einlassen könnt? Für die Katzen beginnt es als „blind Date“ von dem ihr euch wünscht, dass es von Dauer sein soll.

Eine bestimmte Rasse ist eigentlich untergeordnet, wesentlich wichtiger ist der Charakter der einzelnen Tiere.

Ich würde dir die Beratung und Unterstützung einer Pflegestelle empfehlen, vielleicht auch das Zulegen einer Gittertür.
 

Neueste Beiträge

Ähnliche Themen