• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Hochgradige Aggressivität bei Kater nach Kastration

BloodyMary007

BloodyMary007

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Guten Abend zusammen,

ich bin völlig verzweifelt und hier meine Geschichte.

Ich hatte bis zum 09.12.2018 zwei zuckersüße heilige Birma-Kater, die sich super verstanden und viel miteinander gespielt haben. Sozusagen ein Herz und eine Seele.
Am 10.12. hatten wir nun den Termin beim dem TA meines Vertrauens, beide wurden gleichzeitig kastriert und 24 Stunden später war alles ganz anders.

Mein kleiner Kater ist seitdem
wie ausgewechselt - er attackiert den Großen grundlos und sehr sehr heftig. Das ging soweit, dass wir sie trennen mussten, da der Kleine sobald er ihn sieht sofort zu ihm rast und ihn angreift, als wäre er ein "fremder" Kater. Lou, der Kleine, ist hochgradig aggressiv und springt auf ihn drauf und verdrischt ihn nach Strich und Faden (es führt zu kleineren Verletzungen, ich gehe aber auch schnellstmöglich dazwischen). Wie gesagt - gut, dass ich ein großes Haus habe. Nun hat jeder 1 Etage für sich. Diese Situation kann ich kaum ertragen. Ich bin so traurig darüber - es bricht mir das Herz.

Mein TA hat ihn komplett untersucht und versucht alles Menschenmögliche. Schmerzen hat er nicht, ganz im Gegenteil - es geht ihm blendend...
Ich hoffe noch, dass alles besser wird, aber es sieht überhaupt nicht danach aus. Nichts hilft... Kein Feliwayspray, kein Feliway aus der Steckdose, kein Baldrian, keine Katzenminze, keine Hormontspritze, kein Zusammenführen... rein gar nichts....

Ich weiß einfach nicht mehr weiter und ich würde alles dafür tun, damit sie sich wieder verstehen.

Habt ihr vielleicht noch ein paar Tipps für mich?

LG BloodyMary
 
21.12.2018
#1
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claudiskatzis

claudiskatzis

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Hi und herzlich willkommen hier,
Ich schick dir mal jemanden der Dir vielleicht kann @Geek
da bin ich ratlos....
Ich hoffe aber das Dir hier einige gute Tipps an die Hand gegeben werden...
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Moin, moin bin nicht Geek, habe dennoch ein paar Fragen. Keine schöne Situation. Du sprichst immer von dem Kleinen u dem Großen? Wie groß ist der Altersunterschied.? Diese Angriffe gehen immer mit Verletzungen aus, also blutigen Wunden.?
Euch gegenüber ist er aber nicht übergriffig?

lg
Verena
 
Geek

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Hi,
ich warte auch mal auf mehr Infos und am allerbesten ein Video, das das Verhalten zeigt.
Bei der Beschreibung "klickt" noch nichts bei mir.
 
Frigida

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Wie hat er sich denn direkt nach der Kastration benommen? War er länger "ausgeknockt" als der Große?
Was ist für eine Narkose gemacht worden? Falls Injektion: Mit Pulsüberwachung?

Hat er vielleicht Schmerzen? Hast du mal testweise Metacam gegeben?
 
BloodyMary007

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Moin, moin bin nicht Geek, habe dennoch ein paar Fragen. Keine schöne Situation. Du sprichst immer von dem Kleinen u dem Großen? Wie groß ist der Altersunterschied.? Diese Angriffe gehen immer mit Verletzungen aus, also blutigen Wunden.?
Euch gegenüber ist er aber nicht übergriffig?

lg
Verena


Moin, moin bin nicht Geek, habe dennoch ein paar Fragen. Keine schöne Situation. Du sprichst immer von dem Kleinen u dem Großen? Wie groß ist der Altersunterschied.? Diese Angriffe gehen immer mit Verletzungen aus, also blutigen Wunden.?
Euch gegenüber ist er aber nicht übergriffig?

lg
Verena
Hi,

nein, ganz im Gegenteil. Uns "Menschen" ggü super lieb, wie immer - nur Neo gegenüber ist er sowas von aggressiv. Die beiden sind 5 Monate auseinander. Ich habe sie vor einem Jahr aus einer Familie rausgeholt. Die Frau wurde plötzlich gegen Katzenhaare allergisch. Wir haben anfangs ein wenig Probleme gehabt mit der Eingewöhnung, aber nach insgesamt einem halben Jahr waren sie wirklich klasse und suuuuuperlieb. Dann wollten wir die Kastration inkl. Chip angehen. Wie das Leben so spielt, kam dann etwas dazwischen (Termin wäre Anfang September gewesen) und nun stand der Termin fest.

Bis dahin KEINE Markierungen oder bösartige Angriffe - alles lief wirklich super.

Ja, es gibt Verletzungen und auch blutige Wunden, noch nicht so schlimm, aber wir gehen ja auch wenn es so aussetzt, relativ schnell dazwischen.

LG
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Hi,
ich warte auch mal auf mehr Infos und am allerbesten ein Video, das das Verhalten zeigt.
Bei der Beschreibung "klickt" noch nichts bei mir.
Wir werden versuchen heute noch ein Video zu erstellen - das wird kein Problem werden und nicht lange dauern, da er tatsächlich sofort ausrastet. Und natürlich schnellstmöglich hochladen - Danke für Eure Unterstützung
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Wie hat er sich denn direkt nach der Kastration benommen? War er länger "ausgeknockt" als der Große?
Was ist für eine Narkose gemacht worden? Falls Injektion: Mit Pulsüberwachung?

Hat er vielleicht Schmerzen? Hast du mal testweise Metacam gegeben?
Hi,

ja - er war länger ausgeknockt als der Große. Welche Narkose gemacht wurde weiß ich leider nicht. Schmerzen hat er überhaupt keine, aber was ist Metacam?

LG
 
abvz

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Du schreibst Vergesellschaften nutzt nichts. Wie habt ihr denn Vergesellschaftet, richtig mit Gittertür?

Am besten man tauscht sich regelmäßig Betten und Decken der beiden Kater, damit sie schon den Geruch nicht "vergessen".

Dass Katzen sich nach einem TA Besuch mal angehen ist gar nicht so selten. Allerdings kommt das oft vor wenn nur einer dort war und anders riecht... meist auch nicht mit der Intensität wie Du es beschreibst.

Metacam ist ein Medikament (Schmerzmittel) was man vom Tierarzt bekommt. Die Anwendung sollte bei verschreibungspflichtigen Sachen immer mit dem TA abgestimmt werden.;)
 
BloodyMary007

BloodyMary007

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Hi abvz,

wir tauschen täglich die Etagen, damit beide die Gerüche aufnehmen.

Vorher bin ich mit den Katern einzeln zum TA gefahren, danach wurde sich kräftig beschnuppert und alles war gut. Es ist ja nicht so, dass das meine ersten Katzen sind. Es ist mittlerweile mein 3. Katzenpaar und ich hatte mal einen zugelaufenen Freigänger, der einfach in meine Wohnung reinspazierte und mich als Katzenmutti krönte...

Bei allen Kastrationen habe ich noch nie Metacam für die Katzen bekommen und es war noch nie eskaliert. Das sie sich mal bekriegen wäre für mich vollkommen normal gewesen, aber was hier abgeht... macht mich so traurig.....

LG
 
abvz

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Könntet ihr denn sinnvoll irgendwo eine Gittertür anbringen? Damit sie sich sehen aber nicht verletzen können.
Bei manchen, aber nicht allen, Katzen hilft Zylkene sehr gut. Das ist ein Pulver das übers Futter kommt und beruhigend wirkt.

Du sagt ihr wart beim TA nachdem das jetzt so läuft, also bist Du sicher dass Beide gesund sind?
 
BloodyMary007

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Könntet ihr denn sinnvoll irgendwo eine Gittertür anbringen? Damit sie sich sehen aber nicht verletzen können.
Bei manchen, aber nicht allen, Katzen hilft Zylkene sehr gut. Das ist ein Pulver das übers Futter kommt und beruhigend wirkt.

Du sagt ihr wart beim TA nachdem das jetzt so läuft, also bist Du sicher dass Beide gesund sind?


... ja, ich bin immer noch in engem Kontakt mit dem TA und er hat sie sehr gründlich untersucht - er hat beiden Katerchen vorgestern ein Medikament gespritzt in der weiblichen Hormone enthalten sind. Wenn es nichts bringt, sollen wir es nochmal Anfang Januar erneuern.

Zylkene werde ich ausprobieren, ich schau mal wo ich es herbekomme. Ein Problem habe ich noch zusätzlich, Lou isst ausschließlich Trockenfutter. Nassfutter verabscheut er. Die vorherigen Besitzer haben ihn auch gewähren lassen, damit muss ich jetzt leben (ja, ich habe auch mal ausschließlich Nassfutter für 2 1/2 Tage hingestellt. Er hat so einen Dickkopf, er hat einfach nichts gefressen....
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... ja, ich bin immer noch in engem Kontakt mit dem TA und er hat sie sehr gründlich untersucht - er hat beiden Katerchen vorgestern ein Medikament gespritzt in der weiblichen Hormone enthalten sind. Wenn es nichts bringt, sollen wir es nochmal Anfang Januar erneuern.

Zylkene werde ich ausprobieren, ich schau mal wo ich es herbekomme. Ein Problem habe ich noch zusätzlich, Lou isst ausschließlich Trockenfutter. Nassfutter verabscheut er. Die vorherigen Besitzer haben ihn auch gewähren lassen, damit muss ich jetzt leben (ja, ich habe auch mal ausschließlich Nassfutter für 2 1/2 Tage hingestellt. Er hat so einen Dickkopf, er hat einfach nichts gefressen....
Ich erwähne das nur, weil Zylkene auf das Futter gestreut werden soll.... Mal schauen - ich lasse nichts unversucht!!!
 
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Frigida

Frigida

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Du musst ihn ganz langsam auf Nassfutter umstellen. Frisst er überhaupt Nassfutter? Wenn ja ist es einfacher, andernfalls musst du das Trockenfutter anfeuchten, anfangs nur einen Hauch drüber geben und wenn das akzeptiert wird nach und nach immer mehr. Wird es nicht mehr akzeptiert, wieder weniger Wasser. Es ist wichtig, ihn an eine andere Konsistenz zu gewöhnen. Das kannst du überspringen , wenn er Nassfutter frisst. Dann mischt du ihm gleich das Nassfutter in Minimengen ins Futter.


Normalerweise bekommen Kater für die Kastration eine Injektionsnarkose. Da muss die Dosis auf das Körpergewicht abgestimmt werden. Früher kam es vor, dass diese Dosis zu hoch war und während der Narkose ein Hirnschaden eingetreten ist. Die Tiere waren nach der Narkose total verändert. Dauerhaft.
Deswegen fragte ich, ob er lange ausgeknockt war. War vielleicht das Narkosemittel zu hoch dosiert?
Aber eigentlich ist das eher unwahrscheinlich und er benimmt sich euch gegenüber doch unverändert.
Ich würde beide erst einmal strikt trennen und ein Vergesellschaftung beginnen.
Wenn Blut fließt, ist das im Zusammenleben von Katzen ein No-Go. Da sollte man wirklich trennen und dann mit Gittertür eine Zusammenführung versuchen.
Eventuell war nur das Erlebnis „Narkose“ für den Kater furchtbar und er projiziert das jetzt auf seinen Kumpel. Der ist schuld.

Die Kastration ist doch aber noch nicht lange her. Es dauert etwa 6 Wochen, bis der Kater keine Hormone produziert und die Kastration tatsächlich wirkt. Normalerweise werden die Tiere dann ruhiger. Und das ist eine gute Chance für euch, dass sich alles wieder einrenkt.
Das man weibliche Hormone spritzt, habe ich noch nie gehört. Ob das wirklich sinnvoll ist?
Zylkene würde ich auf jeden Fall versuchen.

Nach Metacam habe ich gefragt, weil man damit oft testen kann, ob die Tiere Schmerzen haben.
 

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