Wie kommen wir an unsere scheue Katze heran?

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Hausmeister

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Hallo Katzenfreunde, wir brauchen dringend Eure Hilfe.

Seit gut 7 Wochen haben wir eine 5 Jahre alte Katze. Zwar hatte sie zuvor auch ein liebevolles Frauchen, hat sich aber nicht mit zwei Katern verstanden, die sie gemeinsam geärgert haben. Und so ist sie nun bei uns gelandet, um ihre Ruhe zu haben.

Unser Problem: die Katze lässt uns immer noch nicht an sich heran. Von Anfang an hat sie bei uns gut gegessen. Nachdem sie sich die ersten Wochen unter dem
Sofa versteckt hat, ist sie inzwischen soweit, dass sie sich auch mal heraus traut, dann aber immer eine sichere Distanz zu uns (mind. 2 Meter, lieber mehr) wahrt.

Das Verrückte: sobald wir abends ins Obergeschoss ins Bett gehen, steht sie erwartungsvoll in der Tür und wartet darauf, bespaßt zu werden (LED-Pointer oder Stange mit Bindfäden). Auf das Spiel lässt sie sich zwar ein, aber sobald man versucht sich ihr zu nähern, weicht sie zurück.

Wir haben inzwischen vermutlich schon alles ausprobiert: ihr Essen anbieten, neues Spielzeug, zum Spielen animieren, beruhigende Raumdüfte, Beruhigungspaste, zu ihr auf den Boden legen, damit sie uns besser sieht.

Die meiste Zeit wirkt die Kleine recht entspannt, döst auch schon mal ein wenig weg wenn sie “im offenen Wohnzimmer” liegt oder räkelt sich gar auf dem Rücken. Wenn sie oben im Kratzbaum liegt kann man ohne weiteres nur 30 cm neben ihr vorbei gehen - wenn man sie nicht beachtet. Blickt man auch nur kurz zu ihr oder bleibt gar vor ihr stehen, beginnt sie zu fauchen.

Wie sollen wir uns verhalten? Sollen wir sie ignorieren? Sie immer wieder zum Spielen animieren? Vor allem verstehen wir nicht, was sie uns mit ihrer abendlichen Anhänglichkeit sagen will. Wenn sie Angst vor uns hätte müsste sie doch froh sein, wenn wir endlich aus dem Wohnzimmer verschwinden und uns ins Obergeschoss begeben. Stattdessen kommt sie hinter uns her. Wie kriegen wir diesem süßen Knäuel beigebracht, dass wir sie gerne streicheln möchten?
 
22.02.2019
#1
A

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Tinaho

Tinaho

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Huhu,
Herzlich willkommen im Forum, schön dass du dich angemeldet hast.

Ich würde die Katze kommen lassen. Sie entscheidet wann sie bereit ist den nächsten Schritt zu tun und mehr Nähe zuzulassen. Ihr habt bisher (meiner Meinung nach) alles richtig gemacht. Redet weiter mit ihr, animiert sie zum Spielen usw. Irgendwann wird sie kommen. Bedrängt sie nicht.
Manchmal dauert es eben bis sie sich eingewöhnen. Gebt ihr die Zeit die sie braucht, irgendwann macht es "klick".
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Da schließ ich mich Tina zu hundert Prozent an. Lasst sie kommen, das wird sie irgendwann tun. Für sie ist ja alles neu und fremd . Sie braucht Zeit
 
Noira

Noira

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Ich habe seit November zwei junge Kater (Brüder) von der Straße über eine Pflegestelle bekommen.
Während der Eine sich gut angenähert hat und zum Schmusen kommt, hält sich der Andere nach wie vor auf Distanz.
Er nimmt zwar Leckerlis aus der Hand und liegt auch mal gemeinsam auf der Couch, wenn ich jedoch die Hand hinhalte, schnuppert er kurz, erhebt sich und verschwindet.
Ich habe also diesen Kater von November bis fast März nicht ein einziges Mal streicheln dürfen und nach wie vor darauf zu warten, bis er mir diese Gunst gewähren wird.
Wie die Anderen bereits sagten, man kann nichts einfordern, die Katze bestimmt ihr eigenes Tempo und manchmal braucht man einen langen Atem.
Ich wünsche Euch viel Glück und Geduld.
 
Andrea64

Andrea64

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Ich habe hier mal einen Thread, der dir vielleicht ein wenig Mut macht und die zeigt, wie man mit einer scheuen Miez umgehen kann:
Pflegis by Taskali

Taskali arbeitet vorwiegend mit Scheumiezen.
Vorlesen, Blinzeln, Ablegen von Leckerchen in respektvoller Entfernung, vorsichtiges Annähern und erstes Streicheln mit Hilfe eines Federwedels und vor allem: niemals Bedrängen!

Gib ihr Zeit. Sie zeigt ja schon deutlich, dass Sie Interesse an eurer Gesellschaft hat, muss aber noch lernen völlig zu vertrauen. Ihr schafft das!
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Moin und hallo,

Es gibt Katzen, die etwas problembehafteter und sind im annehmen von so gravierenden Änderungen wie z. B. ein neues zu Hause. Es ist schon mal gut, dass sie euch zum Spielen auffordert.....auch wenn es zu einer Zeit ist, wenn ihr schlafen wollt.

Wie ihr ja schon bemerkt habt mag sie den direkten Blickkontakt nicht, kann auch sein dass sie sich von euch fixiert fühlt. Blinzeln kann Vertrauen aufbauen.
Wie lange war die Maus denn im alten zu Hause? War sie dort auch etwas reservierter?

Bemüht euch eben nicht so sehr ihre Nähe zu suchen....sondern wartet ab bis sie auf euch zukommt. Das ist oft Schwer, denn Vertrauen entwickelt sich bei einigen Katzen langsamer. Gibt es ein Leckerchen was sie besonders mag?

lg
Verena
 
_hannibal_

_hannibal_

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Ich schließe mich den anderen an. Wartet ab und lasst sie machen. Wenn sie spielen will, spielt mit ihr, aber versucht nicht sie zu streicheln. Falls sie irgendwann mal lust hat, gestreichelt zu werden, kommt sie schon. Es sind allerdings nicht alle Katzen Schmusekatzen, damit muss man auch rechnen.
 
H

Hausmeister

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Hallo,

danke für die Tipps. Im alten Zuhause war sie zwar auch eher eine zurückhaltende Katze (im Gegensatz zu den beiden männlichen Rabauken). Ihre Ex-Besitzerin hat uns erzählt, dass sie auch schon von sich aus mal Streicheleinheiten einfordert und auch Gästen gegenüber langsam auftaut. Deswegen sind wir so ein wenig unsicher. Schließlich sind wir ja nun schon seit mehreren Wochen ihre "Dosenöffner". Da meine Freundin früher auch schon mal eine Katze hatte (ich bin Neuling), waren wir auch überzeugt davon, dass wir das gewuppt bekommen. Im alten Zuhause war die Katze die kompletten ersten fünf Jahre ihres Lebens. Dass das Einleben in einem neuen Umfeld und mit anderen Katzeneltern nicht von null auf gleich klappt, war uns von vornherein klar. In den ersten Wochen gab es auch immer viele kleine Erfolge. Wenn sie z. B. an einem Abend mal unter der Couch hervorkam, am nächsten Abend dann sogar an einer weit zugänglicheren Stelle des Wohnzimmers die Augen zugemacht hat oder sich gar mal leidenschaftlich auf dem Rücken gewälzt hat. Da haben wir gedacht: okay, es braucht bei ihr alles ein wenig länger als geplant, aber immerhin geht es Schritt für Schritt ein wenig voran. In den letzten beiden Wochen ist das dann so ziemlich stagniert, sie versteckt sich wieder mehr. Da waren wir eigentlich schon einen Schritt weiter.

Der "Vorteil", dass sie eine Vorbesitzerin hatte ist ja, dass wir haargenau wissen auf welche Leckerli sie denn so abfährt. Aber momentan kommt sie auch nicht auf uns zu, wenn wir ihr diese Lieblingsleckerli auf der Hand behutsam anbieten. Nun denn, ich habe schon einige gute Tipps hier bekommen und im Forum "erlesen". Jetzt heißt es Geduld haben, einiges ausprobieren und hoffen, dass sie immer mehr Vertrauen zu uns findet.
 
Tinaho

Tinaho

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Hier sind Daumen und Pfötchen gedrückt.(y)
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Dann biete ihr diese Leckerlies nicht von der Hand an... sondern lege sie in dem Sicherheitsrahmen hin, wo die Katze sich aufhält. ... so das sie ganz zwanglos hingehen kann. Die Entfernung immer mehr reduzieren und Geduld.....

lg
Verena
 

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