OKH /Siam und Krankheiten (Erbkrankheiten)

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Domi1980

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Hallo ihr Lieben,

Ich bins mal wieder und hab auch mal wieder eine
Frage zu den Oris :) : gibt es eigentlich bei den Oris/Siam irgendwelche speziellen Erbkrankheiten oder überhaupt Krankheiten die für diese Rasse typisch ist (wie z. B. bei den Maine Coons mit den Herzproblemen)

Liebe Grüße Domi
 
25.03.2019
#1
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Schau mal hier: OKH /Siam und Krankheiten (Erbkrankheiten) . Dort wird jeder fündig!
claudiskatzis

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Vielleicht kann dir da @saurier weiter helfen...
 
yodetta

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Ich glaube, dass die typischen Erberkrankungen wie HCM, PKD usw nicht rassespezifisch sind sondern übergreifen.
Zumindest habe ich noch von keiner Erkrankung gehört/gelesen, die nur auf die orientalische Rasse zutrifft.
Wichtig ist immer, dass die vorherigen Linien und Elterntiere auf die typischen Erberkrankungen untersucht werden. So sollte es aber in jeder seriösen Zucht selbstverständlich sein.
 
Domi1980

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Vielen Dank für eure Antworten.... 😘
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Vielleicht fällt ja den anderen Ori Fans noch was zu dem Thema ein 😊🙂
 
Glady v. T.

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Spontan fällt mir die Gangliosidose ein, die von meinem Verein auch als Gentest empfohlen/verlangt wird. Als verantwortungsvoller Siam/ OKH-Züchter sollte das getestet sein, bevor ein Tier zur Zucht eingesetzt wird. Habe mal kurz die Infos dazu angehängt.
Auch sollte auf Leukose getestet werden. Auch ein Knickschwanz oder Sternum hat in der Zucht nichts verloren.

Zitat:
Gangliosidosen sind degenerative, tödlich verlaufende neurologische Erkrankungen, die durch abnorme Anhäufung von Lipiden als Ganglioside in zentralen und peripheren Nervensystem verursacht werden. Katzen die von Gangliosidose betroffen sind, leiden unter progressiver neurologischer Dysfunktion und versterben frühzeitg.

Es gibt zwei Formen der Gangliosidose. Von der 1. Form (GM1) sind Korat und Siamkatze; von der 2. Form (GM2; Morbus Sandhoff) Burma und Korat betroffen.

Beide Formen haben eine genetische Basis und einen rezessiven Erbgang, d.h. es sind zwei Kopien des defekten Gens erforderlich um die Krankheit zu verursachen. Beide Krankheitsdormen verursachen ähnliche, progressive neurologische Dysfunktionen, einschließlich Zittern, Ataxie und Dysmetrie. Das Fortschreiten der Erkrankung ist bei der Form GM2 schneller.

GM1 wird durch eine Mutation in Exon 14 des Beta-Galactosidase-Gen (GLB1) verursacht. Der Ausbruch der Krankheit beginnt etwa im Alter von 3 Monaten und erreicht sein Endstadium etwa mit 9-10 Monate. Es werden Blindheit und epileptiforme Anfälle beobachtet. Ausgangstiere der Mutation waren Siamkatzen, die bei der Zucht der Korat verwendet wurden.

GM2 wird durch eine Mutation in der Hexoaminidase ß-Untereinheit des HEXB-Gens der Katze verursacht. Es gibt zweit Typen der GM2-Gangliosidose, von denen jedoch scheinbar nur der Typ 2 (Morbus Sandhoff) bei der Katze auftritt. Bei dieser Form beginnt der Ausbruch der Krankheit bereits in einem Alter von 4 Wochen mit leichtem Zittern des Kopfes, schnell gefolgt durch Ataxie. Der Tod der Katze tritt meist vor dem 8. Lebensmonat ein.

Quelle:
Welt der Katzen - Erbkrankheiten | Gangliodose (GM)
 
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saurier

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Gut gezogene Maine Coon haben KEINE Herzkrankheiten!

Ich denke nicht, dass es irgendetwas mega Typisches gibt, so etwas wie HCM sollte immer vor dem Zuchteinsatz ausgeschlossen werden, egal, welche Rasse.
Wichtig ist, dass man sich LANGE informiert, sich wirklich in die Materie (egal, welche Rasse) einliest und sich SORGSAM einen verantwortungsvollen und seriösen Züchter raussucht.

Zum Informieren:

Wenn ich einmal (Rasse-)Katzen züchten will...

Wichtige Informationen VOR einem (Rasse-)Katzenkauf

Erbkrankheiten - auf was als Liebhaber achten?

Erbkrankheiten und Nachweisbarkeit
 
Linette

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Es gibt durchaus Erbkrankheiten, die häufiger bei bestimmten Rassen vorkommen und auf diese Krankheiten sollte der Züchter seine Tiere testen und auf die, die bei allen Katzen egal welcher Abstammung häufig vorkommen.

Dass Züchter aller Rassen auf sämtliche vorkommenden Erbkrankheiten testen sollen, egal wie unwahrscheinlich das Auftreten in der eigenen Rasse ist, halte ich für utopisch.

Hier mal eine Liste als Anhaltspunkt: Tests auf Erbkrankheiten bei Katzen
 
saurier

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Es gibt durchaus Erbkrankheiten, die häufiger bei bestimmten Rassen vorkommen und auf diese Krankheiten sollte der Züchter seine Tiere testen und auf die, die bei allen Katzen egal welcher Abstammung häufig vorkommen.

Dass Züchter aller Rassen auf sämtliche vorkommenden Erbkrankheiten testen sollen, egal wie unwahrscheinlich das Auftreten in der eigenen Rasse ist, halte ich für utopisch.
Mag ja sein, aber das war ja auch nicht die Frage des TE. Und da wir hier eindeutig bei den Orientalen sind, bleibe ich dabei: Ich denke nicht, dass es irgendetwas mega Typisches gibt.
 
Linette

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Heute morgen hat doch eine Orientalen-Züchterin zwei Erbkrankheiten genannt, die typischerweise bei Orientalen auftauchen und auf die deshalb getestet werden sollte.
Nach sowas hatte doch die TE gefragt.
 
saurier

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Leukose ist ja wohl keine Erbkrankheit und über Gangliosidose streiten sich, genau wie z.B. bei PRA (soweit mir bekannt ist), die Gemüter.
Ich persönlich finde, dass jede Zuchtkatze regelmäßig auf HCM geschallt sein sollte, aber selbst das wird kaum vorgeschrieben. Leider.
Und ich bleibe dabei, es gibt keine speziellen Erbkrankheiten, die typisch bei Siam/OKH auftreten, die man großartig testen kann.

Dass es Zuchtausschließendes wie Knickschwanz, Schielen und Sternum gibt, ist ja wohl selbstverständlich, ist jetzt aber weder etwas, was man testen kann, noch etwas, was speziell nur bei den Orientalen vorkommt.

Ich frage aber gerne noch einmal nach, vielleicht bin ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
 
Linette

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Leukose ist ja wohl keine Erbkrankheit und über Gangliosidose streiten sich, genau wie z.B. bei PRA (soweit mir bekannt ist), die Gemüter.
Ich persönlich finde, dass jede Zuchtkatze regelmäßig auf HCM geschallt sein sollte, aber selbst das wird kaum vorgeschrieben. Leider.
Und ich bleibe dabei, es gibt keine speziellen Erbkrankheiten, die typisch bei Siam/OKH auftreten, die man großartig testen kann.

Dass es Zuchtausschließendes wie Knickschwanz, Schielen und Sternum gibt, ist ja wohl selbstverständlich, ist jetzt aber weder etwas, was man testen kann, noch etwas, was speziell nur bei den Orientalen vorkommt.

Ich frage aber gerne noch einmal nach, vielleicht bin ich nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
@saurier
Mit zwei Erbkrankheiten meinte ich GM1 und GM2.

Ehrlich gesagt finde ich es verständlich, dass du deine Lieblingsrassen als gesundheitlich relativ unbelastet sehen möchtest aber das ist keine Rasse und bei den alten Rassen wie den Siamesen weiß man halt auch mehr darüber.

Deshalb das Vorurteil, dass Mix- und Hauskatzen gesünder seien, was natürlich Quatsch ist, sie sind nur nicht so unter langjähriger Beobachtung und werden nicht so ausführlich getestet, weil ja nicht mit ihnen gezüchtet wird.

Das ist ein Vorteil von Rassekatzen, da kann man bestimmte, vererbare Krankheiten sogar beim Züchten ausschließen, wenn man weiß wonach man suchen muss.

Ich bin die letzte, die sagt, dass Rassekatzen besonders anfällig sind aber man weiß mehr über ihre Schwachstellen.

So und jetzt, sei mir nicht böse, der Wikipedia-Eintrag zum Thema:
Siamkatze – Wikipedia
 
saurier

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Du missverstehst mich - ich würde NIE behaupten, dass Rassen (egal, welche) keine Erbkrankheiten in sich tragen würden, ABER all diese Krankheiten sind eben nicht orientalentypisch, es sind Krankheiten, die (wie z.B. HCM) bei ALLEN Rassen (und Nicht-Rassen) auftreten können.

Wenn ich den TE richtig verstanden habe, wollte er aber etwas über speziell nur bei Orientalen auftretenden (Erb-)Krankheiten wissen und die gibt es - soweit ich weiß - eben nicht. Es sind immer Krankheiten, die bei (fast) allen Katzen auftreten können.

Ich will auch keinesfalls sagen, dass man nicht im Vorfeld gründlich testen sollte (hey, du kennst mich, wenn einer darauf besteht, dass ein Züchter gut vorbereitet ist, dann ich ;) ), aber da gibt es eben viel, nichts davon ist aber jetzt als "orientalentypisch" anzusehen.

Daher auch meine Links zu den allgemeinen Erbkrankheiten, die eben bei (fast) jeder Rasse auftreten können und die natürlich möglichst auch bei den Orientalen gecheckt sein sollten.
 
Domi1980

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Ich danke euch für die Antworten. Ich bin der Meinung, daß bestimmte Krankheiten mehr bei bestimmten Rassen vorkommen als vielleicht bei anderen. Wie gesagt, habe schon oft gehört das z. B. die Maine Coons eher zu Herzproblemen neigen als z. B. Kartäuser Katzen. Natürlich kann dies auch bei Kartäusern vorkommen, das ist natürlich nicht ausgeschlossen, aber halt bei den Colonies eher. Und deshalb hat mich interessiert wie das bei den Oris ist, da ich mir ja bald welche zulegen möchte.... :love::love:
Kennt eigentlich jemand von euch einen seriösen Ori Züchter in Rheinland-Pfalz???

Liebe Grüße Dominique
 
saurier

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Wie gesagt, anständig gezogene Coonies neigen nicht zu mehr Herzprobleme als andere Rassen, lediglich die wild verpaarten oder solche durch unsachgemäßes Kater-auf-Katzen-Setzen laufen Gefahr, ein höheres Risiko zu tragen.

Ich kenne niemanden aus RLP, ich würde mich aber auch keinesfalls regional beschränken, ein guter und seriöser Züchter sollte jeden Weg wert sein.
 
Domi1980

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Ja das weiß ich das es den Weg wert ist, aber wenn jemand in der Nähe ist, wäre das ja auch nicht verkehrt :)
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Wo habt ihr den eure Stubentiger her??
 
yodetta

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Auch ein Knickschwanz oder Sternum hat in der Zucht nichts verloren.
Sternum = Brustbein
Was ist mit dem von Dir genannten Sternum gemeint? :)

aber wenn jemand in der Nähe ist, wäre das ja auch nicht verkehrt :)
Das sehe ich auch so und Du kannst doch, wenn Du die von sauri verlinkten Threads gelesen hast, selbst nach einem seriösen Züchter in Deiner Umgebung suchen. ;-)


Liebe Grüße
Melanie
 
yodetta

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@saurier
Dankeschön, für die Info! :)

Hängt das mit dem Knickschwanz zusammen (der ja auch eine Art Deformierung ist)?
 

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