Mach's gut, kleine Mucki ...

  • Autor des Themas Vitellia
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Vitellia

Vitellia

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Liebe Katzenfreunde und -freundinnen,

leider ist der Grund für einen der ersten Beiträge in diesem Forum ein sehr trauriger. Aber ich muss es mir einfach von der Seele schreiben.

Am Samstag mussten wir überraschend Abschied von unserer geliebten Katze Thaleia, genannt Mucki, nehmen, die fast 18 Jahre an meiner Seite und 12 Jahre davon an der Seite meines Mannes war und unser Leben unheimlich bereichert hat.

Natürlich war uns bewusst, dass 18 ein stolzes Katzenalter ist und der Zeitpunkt des Abschieds irgendwann kommen würde. Nur dass er so plötzlich kommen sollte, dass hat uns unvermittelt und hart getroffen. Zumal bis Freitag nichts darauf hindeutete, dass etwas nicht stimmen könnte, sie war wie immer und hat (in ihrem Alter natürlich etwas gemächlicher) aktiv an unserem Leben teilgenommen, war aufmerksam, frech, eigensinnig, wie es so ihre Art war, sogar gespielt hat sie noch.

Am Freitag hat sie sich dann erbrochen, nachdem morgens immer noch alles in Ordnung schien und da es ihr Samstag immer noch nicht gut zu gehen schien, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Die Blutwerte
waren erst einmal weitgehend unauffällig, der Verdacht auf eine Nierenerkrankung hat sich zumindest erst einmal nicht bestätigt. Allerdings gab es Hinweise auf eine Entzündung, so dass wir die Probe zur Abklärung ins Labor geschickt haben. Auch hat sie wie immer vehement gegen die Tierärztin und die Helfer gekämpft (Tierarztbesuche waren nie so ihrs) und dass sie überhaupt noch die Kraft dazu hatte, hat uns Hoffnung gegeben. Da wir dachten, dass ein stationärer Aufenthalt sie zu sehr stressen würde, hat sie vorsichtshalber Antibiotika bekommen und ich habe sie wieder mit nach Hause genommen.

Dort hat sie anfangs noch selbständig etwas von dem Futter gefressen, dass man uns mitgegeben hatte, aber dann wurde es von Stunde zu Stunde schlechter. Sie hat nur noch da gelegen oder ist drei Schritte durchs Haus gewankt, um dann wieder entkräftet zu Boden zu sinken, hat irgendwann jegliche Nahrung verweigert, wirkte total verwirrt und orientierungslos, hat sich mit meiner Hilfe noch zum Wassernapf geschleppt, hinein getapst, aber es war als hätte sie vergessen, wie man trinkt. Es war fürchterlich und ich hoffe inständig, diese schrecklichen Bilder, ihr klägliches Maunzen, irgendwann durch all die schönen Erinnerungen zu ersetzen, die wir miteinander hatten. Noch quälen sie mich aber sehr und ich überlege immer wieder, ob ich nicht mehr hätte tun können, ob ich sie nicht ein paar Stunden früher in die Tierklinik hätte bringen sollen …

Aber wir haben uns wohl an den Strohhalm geklammert, dass die Medikamente Wirkung zeigen würden, aber irgendwann haben wir es nicht mehr ausgehalten und sind mit ihr in die Tierklinik. Ich hatte noch die Hoffnung, dass man ihr dort würde helfen können, aber die Tierärztin war sehr offen mit uns. Egal welche Untersuchungen wir noch veranlasst hätten, die Prognose war mehr als schlecht. Und ich hatte mir immer gesagt, das Leiden meines Tieres nicht aus Egoismus unnötig zu verlängern, wenn es einmal so weit sein sollte. Auch wenn die Entscheidung in dem Moment natürlich alles andere als einfach war.

Ein kleiner Trost ist, dass das Ende dann doch relativ schnell kam und sie nicht wochenlang dahin gesiecht ist, auch wenn ich ihr gern jegliches Leiden erspart hätte. Und als wir uns von ihr verabschiedeten, wirkte sie wieder ganz ruhig und friedlich und ich hoffe, es hat auch sie ein wenig getröstet und ihre Ängste genommen, dass wir bis zum Ende bei ihr waren. Und sie konnte, da wir vor ein paar Jahren aufs Land gezogen sind, ihre letzten Jahre noch mit „ihrem“ großen Garten verbringen (wenn es darum ging, Artgenossen aus ihrem Revier zu vertreiben, konnte die alte Dame noch sehr rüstig und energisch sein 😼), was sie noch einmal sichtlich hat aufblühen lassen (trotz unliebsamem Verehrer 😺)

Sie hinterlässt eine große Lücke, das Haus wirkt so leer ohne sie, wir vermissen ihre sanften Begrüßungen genauso wie ihr Schimpfen, wenn wir wieder mal was nicht richtig gemacht hatten 😉, ihre Anhänglichkeit, ihren Eigensinn, ihre großen und kleinen Macken, ihren Charakter. Möge es ihr im Katzenhimmel gut gehen mit einem warmen Platz am Ofen, Thunfisch und Hühnchen in Hülle und Fülle und ganz viel Tapeten zum Zerkratzen. Mach es gut, kleine Mucki …❤
 
27.03.2019
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Tinaho

Tinaho

13.532
250
Hallo,
ich habe jetzt erst gesehen, dass du hier einen Thread eröffnet hast.
Ich hatte in dem anderen Thread schon etwas geschrieben.

Es war die richtige Entscheidung. Als verantwortungsbewusster Katzenbesitzer hat man die Pflicht seine Samtpfote vor Schmerz und Leid zu schützen, auch wenn es einem schwer fällt. Deine Worte drücken sehr viel Liebe und Wärme aus.
Mucki hat bestimmt diese Liebe gespürt als sie gegangen ist. Sie ist jetzt eine Sternenkatze, die ihren Platz immer in euren Herzen haben wird.

Mucki run free!

Traurige Grüße
Tina
 
Vitellia

Vitellia

162
20
Vielen Dank für eure einfühlsamen Worte. Es kam halt so unglaublich überraschend. Sie war Zeit ihres Lebens eigentlich immer ein sehr gesundes Kätzchen, außer zum jährlichen Impfen/Gesundheitscheck (der immer ein totaler Akt war, da sie beim TA zur Furie wurde) mussten wir sie in all den Jahren nur 2x wegen Raufverletzungen (einmal musste ein Ohr genäht werden) zum TA bringen. Noch kürzlich wurde der ausgezeichnete Zustand ihrer Zähne gelobt. Jetzt frage ich mich natürlich, ob wir was übersehen haben, aber wie gesagt wirkte sie bis kurz vor ihrem Tod noch recht fidel für ihr Alter. Ich will jetzt auch nicht spekulieren, woran sie gestorben ist, aber es fällt einfach allgemein schwer zu begreifen, warum sie von uns gegangen ist, wenn es ihr doch vor Kurzem noch gut zu gehen schien ...
 
Patentante

Patentante

27.720
230
Euer Verlust tut mir sehr leid. Es ist immer schwer. Egal wie und warum wir unsere Schätze gehen lassen müssen.

Aber ich bin mir sicher dass es in ihrem Sinne war, so schnell und ohne lange Krankheit gehen zu dürfen.

Run free kleine Maus.
 
rina2102

rina2102

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Es tut mir sehr leid das ihr eure Mucki verloren habt.
Sie ist für immer in eurem Herzen und ich bin mir sicher das sie vom Katzenhimmel aus zuschaut und sich freut wenn irgendwann ein/zwei neue Miezen bei euch einziehen werden.
Viel Kraft für die Zeit der Trauer
Traurige Grüße
Marina
 
Kirchenmaus

Kirchenmaus

5.532
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Eure Mucki hatte ein wunderbares, langes Katzenleben bei euch. Das dürft ihr euch immer vor Augen halten. Ich wünsche euch jetzt viel Kraft, weil sie war einfach ein Familienmitglied.
 
mennemaus

mennemaus

Ehren-Mitglied
7.748
52
Der Verlust einer geliebten Katze ist schmerzhaft, man vermisst sie und trauert. Dazu mein herzliches Beileid. Die lange Zeit, die ihr miteinander verbringen durftet, bleibt in deiner Erinnerung und die kann dir niemand nehmen. Mucki bleibt für immer in deinem Herzen. Sie wird dir dankbar sein, dass sie am Ende friedlich und liebevoll begleitet einschlafen durfte.

Komm gut an, kleine Mucki, dir geht es jetzt wieder gut.
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

8.736
214
Ja es ist immer schmerzhaft und ja es tut immer wieder neu weh.... egal wie lange sein Lieblingswesen einen begleitet hat und wie oft man es schon erlebt hat.

Für Mucki gehofft zu haben das brauchst du dir nicht vorwerfen, Hoffnung erleichtert letztendlich die Entscheidung sie zu erlösen. Du / ihr habt auf Mucki geachtet und dann gespürt, es ist jetzt der Zeitpunkt.

Ich wünsche Dir Frieden,
ohne Kampf, ohne Schmerz,
unendlich geborgen für immer.
Sei dort, wo du bist, verbunden mit mir.
Sei wachsam und sei da in dem Moment,
wenn später, nicht jetzt, zu meiner Zeit,
das Band unserer Liebe mich hinführt zu Dir.

lg
Verena
 
Vitellia

Vitellia

162
20
Auch für eure lieben Worte herzlichen Dank 🌻 Es tut gut, hier auf Leute zu treffen, die Verständnis zeigen. Mittlerweile kann ich schon wieder lächeln, wenn ich an sie denke und was wir so alles mit ihr erlebt haben. Unvergessen z. B. der Augenblick, an dem sie sich als Kitten in den Nymphensittich-Käfig gezwängt hat :eek: ..... um dort ihr Geschäft zu verrichten (die Vögel waren komplett uninteressant). Nymphensittiche können so herrlich indigniert gucken! Und sie selbst schaute die lachenden Zweibeiner auch etwas irritiert an: "Was habt ihr denn? Das ist doch eine Schale mit Sand, oder?" :love:

Aber es tut immer noch sehr weh und es fällt schwer, mich zur Arbeit und den anderen alltäglichen Dingen aufzuraffen. Am Wochenende haben mein Mann und ich uns jetzt einen Kurztrip gegönnt, vielleicht tut uns ein Tapetenwechsel ja mal ganz gut ...
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

8.736
214
Schau, wie dicht beim Trauern lächeln u weinen liegen Wie du siehst hast du ganz viele Schätze in Dir, die verborgen waren.... aber durch die Trauer kommen sie zum Vorschein. Dadurch trauerst man nicht weniger, dennoch sind es eben kleine Momente wo man sich wieder ganz nah ist.

Viel Spaß beim Kurztrip.... neue Umgebung tut immer gut.

lg
Verena
 
Stefanie-

Stefanie-

1.150
67
Mein tiefstes Mitgefühl für euch.
Ich kann euren Schmerz gut nachfühlen, bei unserer ersten Sternenkatze lief es ganz ähnlich, auch sie war für ihr Alter (19) noch fit und munter. Dann ging es genauso schnell wie bei euch und die Ärztin sagte eine weitere Behandlung wäre nur eine Quälerei. Ich denke wir müssen froh sein über das lange glückliche und gesunde Leben unserer Süßen.
So wünscht man es sich doch auch für sich selbst, dass einem langes Leid und Krankheit erspart bleiben.
Viel Kraft für die schwere Zeit!
Liebe Grüße
Dorit
 
malena

malena

251
5
Was für eine Süße, Eure Mucki.
Leider zeigen viele Katzen lange keine Anzeichen, daß etwas nicht in Ordnung ist. Und dann kommt alles so plötzlich und schnell und wir stehen völlig unvorbereitet und machtlos daneben.
Ihr habt Eurer Mucki ein tolles und langes Katzenleben geschenkt und sie durfte in Eurem Beisein einschlafen. Das ist vielleicht ein kleiner Trost, auch wenn sie eine große Lücke hinterlässt.
Mein herzliches Beileid und viel Kraft für die nächste Zeit!
Run free, kleine Mucki
 
F

Findus_Filou

8
1
Liebe Katzenfreunde und -freundinnen,

leider ist der Grund für einen der ersten Beiträge in diesem Forum ein sehr trauriger. Aber ich muss es mir einfach von der Seele schreiben.

Am Samstag mussten wir überraschend Abschied von unserer geliebten Katze Thaleia, genannt Mucki, nehmen, die fast 18 Jahre an meiner Seite und 12 Jahre davon an der Seite meines Mannes war und unser Leben unheimlich bereichert hat.

Natürlich war uns bewusst, dass 18 ein stolzes Katzenalter ist und der Zeitpunkt des Abschieds irgendwann kommen würde. Nur dass er so plötzlich kommen sollte, dass hat uns unvermittelt und hart getroffen. Zumal bis Freitag nichts darauf hindeutete, dass etwas nicht stimmen könnte, sie war wie immer und hat (in ihrem Alter natürlich etwas gemächlicher) aktiv an unserem Leben teilgenommen, war aufmerksam, frech, eigensinnig, wie es so ihre Art war, sogar gespielt hat sie noch.

Am Freitag hat sie sich dann erbrochen, nachdem morgens immer noch alles in Ordnung schien und da es ihr Samstag immer noch nicht gut zu gehen schien, bin ich mit ihr zum Tierarzt. Die Blutwerte waren erst einmal weitgehend unauffällig, der Verdacht auf eine Nierenerkrankung hat sich zumindest erst einmal nicht bestätigt. Allerdings gab es Hinweise auf eine Entzündung, so dass wir die Probe zur Abklärung ins Labor geschickt haben. Auch hat sie wie immer vehement gegen die Tierärztin und die Helfer gekämpft (Tierarztbesuche waren nie so ihrs) und dass sie überhaupt noch die Kraft dazu hatte, hat uns Hoffnung gegeben. Da wir dachten, dass ein stationärer Aufenthalt sie zu sehr stressen würde, hat sie vorsichtshalber Antibiotika bekommen und ich habe sie wieder mit nach Hause genommen.

Dort hat sie anfangs noch selbständig etwas von dem Futter gefressen, dass man uns mitgegeben hatte, aber dann wurde es von Stunde zu Stunde schlechter. Sie hat nur noch da gelegen oder ist drei Schritte durchs Haus gewankt, um dann wieder entkräftet zu Boden zu sinken, hat irgendwann jegliche Nahrung verweigert, wirkte total verwirrt und orientierungslos, hat sich mit meiner Hilfe noch zum Wassernapf geschleppt, hinein getapst, aber es war als hätte sie vergessen, wie man trinkt. Es war fürchterlich und ich hoffe inständig, diese schrecklichen Bilder, ihr klägliches Maunzen, irgendwann durch all die schönen Erinnerungen zu ersetzen, die wir miteinander hatten. Noch quälen sie mich aber sehr und ich überlege immer wieder, ob ich nicht mehr hätte tun können, ob ich sie nicht ein paar Stunden früher in die Tierklinik hätte bringen sollen …

Aber wir haben uns wohl an den Strohhalm geklammert, dass die Medikamente Wirkung zeigen würden, aber irgendwann haben wir es nicht mehr ausgehalten und sind mit ihr in die Tierklinik. Ich hatte noch die Hoffnung, dass man ihr dort würde helfen können, aber die Tierärztin war sehr offen mit uns. Egal welche Untersuchungen wir noch veranlasst hätten, die Prognose war mehr als schlecht. Und ich hatte mir immer gesagt, das Leiden meines Tieres nicht aus Egoismus unnötig zu verlängern, wenn es einmal so weit sein sollte. Auch wenn die Entscheidung in dem Moment natürlich alles andere als einfach war.

Ein kleiner Trost ist, dass das Ende dann doch relativ schnell kam und sie nicht wochenlang dahin gesiecht ist, auch wenn ich ihr gern jegliches Leiden erspart hätte. Und als wir uns von ihr verabschiedeten, wirkte sie wieder ganz ruhig und friedlich und ich hoffe, es hat auch sie ein wenig getröstet und ihre Ängste genommen, dass wir bis zum Ende bei ihr waren. Und sie konnte, da wir vor ein paar Jahren aufs Land gezogen sind, ihre letzten Jahre noch mit „ihrem“ großen Garten verbringen (wenn es darum ging, Artgenossen aus ihrem Revier zu vertreiben, konnte die alte Dame noch sehr rüstig und energisch sein 😼), was sie noch einmal sichtlich hat aufblühen lassen (trotz unliebsamem Verehrer 😺)

Sie hinterlässt eine große Lücke, das Haus wirkt so leer ohne sie, wir vermissen ihre sanften Begrüßungen genauso wie ihr Schimpfen, wenn wir wieder mal was nicht richtig gemacht hatten 😉, ihre Anhänglichkeit, ihren Eigensinn, ihre großen und kleinen Macken, ihren Charakter. Möge es ihr im Katzenhimmel gut gehen mit einem warmen Platz am Ofen, Thunfisch und Hühnchen in Hülle und Fülle und ganz viel Tapeten zum Zerkratzen. Mach es gut, kleine Mucki …❤
Ergänzung ()

Ich fühle mich selbst gerade wie gelähmt, trotzdem möchte ich dir mein herzliches Beileid aussprechen. Ich weiß genau wie du dich gerade fühlst und irgendwie hat man das Gefühl nichts auf der Welt kann diesen Schmerz lindern.
Und dieses schlimme schlechte Gewissen. Man weiß dass es nichts bringt und unangebracht ist ein schlechtes Gewissen zu haben und doch wird man es nicht einfach los.
Ich denke trotzdem du hast alles richtig gemacht mit deiner Mucki. Sie hatte so ein langes schönes Leben. Mein Findus wurde uns gestern mit nur 10 Jahren mitten aus dem Leben gerissen. Völlig unerwartet von einer Minute auf die andere.
 
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