"WAS MICH ZUR ZEIT BEWEGT"

  • Autor des Themas yodetta
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abvz

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Patin
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Ich mag mir das bei Säugetieren auch nicht anschauen, nicht mal als Video, geschweige denn live.

Früher zu Schulzeiten habe ich aber in einer Forellen"anlage" gejobt und weiß daher, dass es einem mit Gewöhnung leichter fällt (bin schon unter Anglern aufgewachsen).
Von daher kann ich Die alte Dame von der Du da sprichst verstehen. Für die ist klar, welchen "Zweck" die Tiere haben.

Ich glaube Wer nie Berührungspunkte damit hatte tut sich besonders schwer.

Und ich finde nicht, dass man nur Fleisch essen darf, wenn man selbst in der Lage ist zu schlachten/töten.
Jeder hat Jobs die er nicht machen möchte. Sonst dürften wir nicht auf Klo es sei denn wir pumpen unsere Schxxxe selbst. Dürften nicht heizen es sei denn wir gehen selbst ins Ölfeld/Atomkraftwerk/Tagebau. Dürften keine elektronischen Dinge besitzen es sei den wir gehen selbst in den giftigen Abbaurregionen seltene Erde schöpfen.

Man sollte sich damit auseinander setzen und für sich selbst feststellen was einem wichtig ist, wo man den Fokus setzt. Allen anderen Predigern kann man nur viel Glück wünschen wieder als Amöbe durch den Urschleim zu kriechen.

Ihr könnt ja mal schauen wieviele Tiere am absoluten Anfang einer Nahrungskette stehen, das ist lächerlich gering. Nahezu alle fressen schon andere deutlich kleinere tierische Lebewesen und Grundstrukturen, die Frage ist es nur ab wann ein Lebewesen komplex genug ist, dass wir Mitleid haben.
 
yodetta

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Anja, das finde ich sehr interessant betrachtet und vieles von dem was Du schreibst, erscheint mir sehr logisch.

Klar, wenn ich von klein auf mit dem Töten von Schwein, Huhn und Rind direkt konfrontiert worden wäre, hätte ich vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge.

Meine Eltern haben mir vermittelt, dass das, was wir essen mal ein Tier war und für uns getötet werden musste.
Aber irgendwie verdrängt man diesen Aspekt bzw den Moment des Tötens ja sehr gern.

Den Lebens-Zweck dieses Tieres, welches ja auch leben möchte, eine Seele hat, intelligent, interessiert und voller Lebenslust ist , darauf zu reduzieren als unsere Nahrung zu dienen, erscheint mir gerade so falsch.
Keine Ahnung was los ist.
 
WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Es sprach keiner vom selber Schlachten, lediglich davon sich das anzuschauen und wenn man dann noch Fleisch essen mag, bitte schön.

Ihr könnt ja mal schauen wieviele Tiere am absoluten Anfang einer Nahrungskette stehen, das ist lächerlich gering. Nahezu alle fressen schon andere deutlich kleinere tierische Lebewesen und Grundstrukturen, die Frage ist es nur ab wann ein Lebewesen komplex genug ist, dass wir Mitleid haben.
Ich antworte ungern auf deine Beiträge, im Gegensatz zum Tier können wir als Menschen entscheiden, ob wir töten wollen oder nicht. Wir können Tiere töten und sie aufessen, wir könnten uns ebenso pflanzenbasiert ernähren und vegan leben.
Ein Tier tötet, weil er es muss um zu überleben. Tötet der Mensch, tut er dies, weil er will. Ob ich nun aktiv töte oder passiv, weil ich Fleisch esse.

lg
Verena
 
yodetta

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lediglich davon sich das anzuschauen und wenn man dann noch Fleisch essen mag, bitte schön.
Ich gestehe, dass ich das nicht aushalte.
Wirklich.

Ich kann mir aber vorstellen, dass wir uns nur richtig bewusst machen müssen, was da auf unserem Teller liegt und welchen Weg das Tier hinter sich hat. Welchen Wert haben Tiere für uns?
Bestimmt würde das dazu beitragen wesentlich weniger Fleisch zu essen.
Weg von dem Stück Fleischwurst für Kleinkinder an der Theke, weg von den drei bis vier Fleischmahlzeiten pro Tag.
 
abvz

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Patin
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Aber irgendwie verdrängt man diesen Aspekt bzw den Moment des Tötens ja sehr gern.
Wenn man das "erlernt" hat ist es nicht besser. Man geht damit um, da steckt nicht mehr wirklich Empathie drin. Daher ist es immens wichtig den Respekt gegenüber der "Nahrung" die effektiv ein Tier ist nicht zu verlieren. Dafür muss man sich immer wieder ganz aktiv bewusst machen, dass es eben nicht auf Nahrung reduziert werden darf. Andernfalls entstehen die skandalösen Bilder auf Schlachthöfen die man immer mal wieder sieht. Diese Menschen haben gänzlich den Bezug zum Lebewesen verloren.
Den Lebens-Zweck dieses Tieres, welches ja auch leben möchte, eine Seele hat, intelligent, interessiert und voller Lebenslust ist , darauf zu reduzieren als unsere Nahrung zu dienen, erscheint mir gerade so falsch.
Wie gesagt insgesamt ist das eine Frage wo man die Grenze zieht. Im absoluten Fall würde man bei veganer Ernährung landen. Und dann hätten wir immernoch nur einen einzigen Punkt der vielen schlimmen Dinge unserer Planeten abgehakt, das meine ich mit der Amöbe. Meiner Meinung nach kann jeder immer noch ein Stück mehr leisten. Und auf die Gefahr hin mich zum x-ten mal zu wiederholen. Es ist ein langer Weg wenn man nachhaltig sein will. Wichtig ist dabei nicht stehen zu bleiben sondern jeden Schritt aufs Neue zu gehen.
Bei dem Satz geht mir das leider genauso, andernfalls hätte ich gern mal wieder mit Dir diskutiert.
Ergänzung ()

Das ist für mich (mittlerweile) auch ein riesen Anstoß. 1Kg Hähnchenschenkel für 3€, dann noch die gewässerte (für höheres Gewicht) Hähnchenbrust für 4€/Kg und der Rest fliegt in Müll. Früher wurden die Innerein noch verwertet und die Karkasse ausgekocht. Macht heute kaum noch einer weil die edelsten Teile doch zum spottpreis zu haben sind.
 
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WinstonvonWensin

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Ich wollte mit dir nicht diskutieren.... das wird nie mehr passieren. Dafür sind wir so weit auseinander.

Ich kann sowas nicht überlesen, weil es einfach eine Behauptung ist , die immer wieder vom Fleischessern kommen. Sollte keine Diskussion werden, sondern einfach eine Stellungnahme.

lg
Verena
 
yodetta

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Dafür muss man sich immer wieder ganz aktiv bewusst machen, dass es eben nicht auf Nahrung reduziert werden darf.
Wie kann man es dann aber noch verschlingen, wenn man sich dessen wirklich bewusst ist?

Und dann hätten wir immernoch nur einen einzigen Punkt der vielen schlimmen Dinge unserer Planeten abgehakt, das meine ich mit der Amöbe.
Verstehe.
Ja also als Amöbe werde ich wohl nicht enden. 😆
Es ist ein langer Weg wenn man nachhaltig sein will. Wichtig ist dabei nicht stehen zu bleiben sondern jeden Schritt aufs Neue zu gehen.
Aber ja, ich für meinen Teil leiste was ich kann und sortiere mich immer wieder neu.

Mal sehen, wo es noch hingeht. ...
Ergänzung ()

der Rest fliegt in Müll. Früher wurden die Innerein noch verwertet und die Karkasse ausgekocht. Macht heute kaum noch einer weil die edelsten Teile doch zum spottpreis zu haben sind.
Das würde nicht passieren, wenn die Hühner von Bauckhoff gekauft werden würden.
Da kostet das ganze Hähnchen mal eben knapp oder gut 30 Euro.
Dafür wurden sie wenigstens gut gehalten und auf dem Hof geschlachtet.

Aber klar, da sind wir uns einig.
Mir ging es ja eben eher um das Töten des Tieres an sich.
 
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abvz

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Patin
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Aber ja, ich für meinen Teil leiste was ich kann und sortiere mich immer wieder neu.

Mal sehen, wo es noch hingeht. ...
Genau darauf kommt es doch an. Auch wenn manch andere den Anschein erwecken an Gedächtnisschwund zu leiden ist keiner von als Veganer geboren. Der Mensch ist nunmal ein Allesfresser. Wir können diesbezüglich auch nur ein Stück weit aus unserer Haut. Mehr Pflanzliche Ernährung weg vom Convenience erfordert eben auch sich mit der menschlichen Ernährungsphysiologie auseinander zu setzen. Es gibt essentielle Aminosäure, Fettsäuren und Vitamine die ausschließlich über tierische Produkte oder künstlich sythetisierte Nahrungsergänzungsmittel zu sättigen sind.
 
yodetta

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Da es ja gerade im Radio rauf und runter diskutiert wird, habt ihr einen Organspendeausweis?
Wie steht ihr zu dem jetzt getroffenen Beschluss, der jetzt nicht viel ändert?

Ich tu mich irgendwie schwer mit dem Gedanken, dass mein Körper, nach meinem Tod "ausgeschlachtet" wird.
 
Monterosa

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Das seh ich anders.

Für mich ist mein Körper nach dem Tod nur eine leere Hülle.
Also wenn jemand davon noch ein Organ braucht um weiter zu leben,
kann er/sie es gerne haben.
Mit Handkuss.
 
mennemaus

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Ich habe schon seit langer Zeit einen Organspendeausweis, in dem ich aber auch schreibe, welche Organe ich nicht spenden würde. Außer meinen Augen und meinem Herzen (die vermutlich so langsam altersbedingt eh keiner mehr brauchen kann), habe ich keine Probleme mit einer eventuellen Organspende.

In der derzeitigen Diskussion über die Vorgehensweise bei Organspenden fand ich ein Argument sehr überzeugend: könnte man sich für sich selber oder für seine engsten Familienangehörigen vorstellen, dass man selber oder der Ehepartner, das eigene Kind, die eigenen Eltern... ein Spendeorgan annehmen würde, wenn man krank wäre. Und wenn man an dieser Stelle ja sagt, dann müsste man eigentlich selber auch einer Organspende zustimmen.

Eine Organspende kann nur bei einem Hirntod erfolgen, was wohl nur bei 1-2% aller Todesfälle vorkommt, dass Atmung und Herzschlag noch künstlich aufrecht erhalten werden, aber der Hirntod eingetreten ist, also keine Aktivität des Gehirns mehr festgestellt werden kann. Zudem kann nach vielen Erkrankungen (Krebs, HIV, Diabetis nur eingeschränkt...) keine Organspende mehr erfolgen. Es wird also aus rein medizinischen Gründen wohl immer nur wenige Menschen geben, die nach ihrem Tod als Organspender in Frage kommen. Siehe z.B. Fragen zur Organspende: Wer kommt als Spender infrage?

Viele Menschen, die durch eine Organspende noch leben könnten, sterben, weil sie nicht rechtzeitig das benötigte Organ erhalten. Bei uns ist im Bekanntenkreis ein Mann im Alter von knapp 40 Jahren gestorben, der in seiner Jugend nach einer verschleppten Mandelentzündung Herzprobleme bekommen hatte. Er hat fast 20 Jahre auf ein Herz gewartet, anfangs ging es ihm wohl noch „zu gut“, um oben auf der Liste zu stehen, am Ende ging es ihm leider zu schlecht, um das Organ, das dann kurz vor seinem Tod endlich gefunden wurde, noch zu transplantieren, er hätte diese OP nicht mehr überstanden.
 
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Julia01

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Ich habe damals (damals,...vor 8 Jahren) es in den Führerschein eintragen lassen, dass ich sämtliche Organe ohne Ausnahme spende, auch meine Familie weiß das. Da ich nach meinem Tod eh verbrannt werden möchte, spielt es für mich keine Rolle ob mit oder ohne ein paar Organe.
 
yodetta

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Danke für Eure Beiträge bisher. :)

Sabine, darf ich fragen warum Herz und Augen bei Dir bleiben sollen?
 
Isis Bastet

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Würde einem Spenden zustimmen, wenn der Empfänger des Organs veröffentlicht würde.

Begründung:

Ich habe gerade in letzter Zeit das Gefühl, dass die verehrte Ärzteschaft im Primärberuf Unternehmer ist, der hippokratische Eid ist da auch nicht sonderlich im Weg. Wenn nun ein Multimillionär dringend ein Herz oder anderes Ersatzteil benötigt und du in der unglücklichen Lage bist, dass sämtliche medizinisch relevanten Daten deines Herzens genau zu denen dieses Unternehmers passen…. gegen ein kleines Entgelt lässt sich vieles schaukeln. Und Zak, dein Herz lebt weiter, der Rest kommt in die Kiste.

Noch leichter wird es, wenn alle medizinisch relevanten Daten in einer zentralen Datenbank „Gesundheitskarte“ gespeichert werden.

@mennemaus
Glaube, dass an Augen auch nicht ein so hoher Bedarf (an Spendern) vorhanden ist, zumindest bei einer Hornhaut nicht. Vermatschte Augen sind häufig (kommt nicht von mir, sondern einer Spezialistin aus diesem Weißheitsclub).
 
Stefanie-

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Das seh ich anders.

Für mich ist mein Körper nach dem Tod nur eine leere Hülle.
Also wenn jemand davon noch ein Organ braucht um weiter zu leben,
kann er/sie es gerne haben.
Mit Handkuss.
Genau so sehe ich das auch.
Ergänzung ()

Würde einem Spenden zustimmen, wenn der Empfänger des Organs veröffentlicht würde.

Begründung:

Ich habe gerade in letzter Zeit das Gefühl, dass die verehrte Ärzteschaft im Primärberuf Unternehmer ist, der hippokratische Eid ist da auch nicht sonderlich im Weg. Wenn nun ein Multimillionär dringend ein Herz oder anderes Ersatzteil benötigt und du in der unglücklichen Lage bist, dass sämtliche medizinisch relevanten Daten deines Herzens genau zu denen dieses Unternehmers passen…. gegen ein kleines Entgelt lässt sich vieles schaukeln. Und Zak, dein Herz lebt weiter, der Rest kommt in die Kiste.

Noch leichter wird es, wenn alle medizinisch relevanten Daten in einer zentralen Datenbank „Gesundheitskarte“ gespeichert werden.

@mennemaus
Glaube, dass an Augen auch nicht ein so hoher Bedarf (an Spendern) vorhanden ist, zumindest bei einer Hornhaut nicht. Vermatschte Augen sind häufig (kommt nicht von mir, sondern einer Spezialistin aus diesem Weißheitsclub).
Ich habe mehr Angst davor, zu einem kostenintensiven Pflegefall gemacht zu werden. Dann lieber “ausgeschlachtet“ werden.
 
Katzen Engel

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Ich sehe es genauso wie ihr, wenn ich Tod bin, bin ich Tod. Und wenn ich dann noch Menschen helfen kann, ist das doch das schönste.
Mein Körper bringt mir dann nichts mehr, aber es können dann noch viele Menschen gerettet werden.
 
mennemaus

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Sabine, darf ich fragen warum Herz und Augen bei Dir bleiben sollen?
Ich habe mir schon gedacht, dass ich das erklären soll... ist vielleicht nur so eine komische Vorstellung von mir, dass das Herz mit den Gefühlen verbunden ist und die Augen mit dem was man gesehen hat... komischer Weise könnte man mein Gehirn gerne verwenden, sofern da überhaupt etwas als „Ersatztteil“ transplantiert werden kann. Ich weiß, dass das keine rationalen Erklärungen sind, aber gerade bei dem Thema, was nach dem Tod passieren wird, ist ja doch vieles nicht so ganz rational in unserer Vorstellung.