Junge Katze ist sehr aggressiv.

C

cixv

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Hallo. :)
Wir haben vor ca. einem Monat ein kleines Kätzchen bekommen.
Die Vorbesitzerin war allerdings schon sehr kurios und hat uns verschiedene Geschichten über die Aufzucht der Katze erzählt. Zum einen hätte sie die Katze mit 2 Wochen heulend vor ihrer Tür gefunden, ohne Mutter, ohne alles und hätte sie dann alleine mit der Flasche großgezogen, zum anderen hat sie erzählt die Katze wäre mit dem Bruder aufgewachsen und mit weiteren zwei großen Katzen, etc. Wir haben uns anfangs nicht dabei gedacht. Die Vorbesitzerin meinte die Katze sei an Menschen gewöhnt und anderen Katzen gegenüber sozialisiert. Nach ein paar Tagen ist uns aufgefallen das sie sehr aufgeweckt ist und uns immer fester beißt und egal was
wir getan haben, sie hat nicht aufgehört. Sie springt mir ins Gesicht, zerkratzt uns die Beine und Arme. Unser großer Kater will leider nichts von ihr wissen, sie versucht mit ihm zu spielen aber er faucht und knurrt sie an und hält sich auf Abstand, weswegen wir zum Entschluss gekommen sind eine weitere kleine Katze zu holen, als Spielkameraden für sie. Nach längerem suchen haben wir dann "Katzenzüchter" in unserem Ort gefunden und haben des öfteren die neue Katze besucht, sie ist das komplette Gegenteil von unserer wo wir uns unsicher waren ob das gut gehen wird. Wir haben dann mal unser Kätzchen zum Test mitgenommen um die andere kennenzulernen. Sie hat allerdings die ganze Zeit nur gefaucht und geknurrt Stundenlang! Als ihr eine andere Katze zu nah gekommen ist, hat sie sofort einen Buckel gemacht und sie angegriffen, weswegen wir denken das die Katze null sozialisiert ist. Als wir dann mal vor ein paar Tagen beim Tierarzt mit ihr waren, ist sie komplett ausgerastet. Auch die ganze Zeit nur gefaucht und geknurrt und hat sich nicht anfassen lassen, bei einer Spritze hat sie sehr gezappelt und hat angefangen zu schreien wie am spieß, sie hat die Tierärztin den Arm verkratzt und meinem Freund fast den Finger durchgebissen. Selbst die Tierärztin hat nie so ein Verhalten gesehen und wusste nicht wie sie damit umgehen soll und meinte nach einer Unterhaltung zu uns das sie an Verhaltensstörungen leidet.
Wir wissen leider nicht ob wir damit umgehen können und ob wir die neue Katze überhaupt noch holen sollen. Jedes "spielen" entwickelt sich in ein festbeißen in Hände und Unterarmen, ihr biss löst sich auch nicht mehr bis man sie wirklich wegreißt. Sie rennt nur wie wild durch die Wohnung, oft aufgeplüscht und mit Buckel.
Wüsste jemand wie wir das mit ihr wieder hinbekommen? oder wo wir Hilfe für sowas bekommen? Da sie immer aggressiver wird und ihre Bisse immer fester werden sind wir am überlegen sie eventuell abzugeben. Aber da wäre nur unser letzter Gedanke, weil wir sie dennoch sehr ins Herz geschlossen haben.
Danke im vorraus für die Antworten.

Gruß Lina.
 
11.07.2019
#1
A

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen.
Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Frigida

Frigida

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Das scheint schon ein Hardcore-Fall zu sein, wo wirklich in der Kittenzeit alles schief gelaufen ist.
Grundsätzlich ist ein zweites Kitten schon ratsam, die Kleine muss lernen, wie man sich richtig benimmt.
Auf was für ein Alter tippt denn die Tierärztin?
Ehrlich gesagt, würde ich mir professionelle Hilfe holfen. Solange das Kätzchen noch jung ist, kann man am besten korrigieren, aber man sollte nichts mehr falsch machen.
Hier empfiehlt Christine Hauschild ein paar Beraterinnen für Katzenverhalten Katzenverhaltensberatung Happy Miez - Katzen Gutes tun
 
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cixv

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Das scheint schon ein Hardcore-Fall zu sein, wo wirklich in der Kittenzeit alles schief gelaufen ist.
Grundsätzlich ist ein zweites Kitten schon ratsam, die Kleine muss lernen, wie man sich richtig benimmt.
Auf was für ein Alter tippt denn die Tierärztin?
Ehrlich gesagt, würde ich mir professionelle Hilfe holfen. Solange das Kätzchen noch jung ist, kann man am besten korrigieren, aber man sollte nichts mehr falsch machen.
Hier empfiehlt Christine Hauschild ein paar Beraterinnen für Katzenverhalten Katzenverhaltensberatung Happy Miez - Katzen Gutes tun
Danke erstmal für die schnelle Rückmeldung! :)
Die Tierärztin meinte sie wäre jetzt ungefähr 12 Wochen.
Wissen Sie wo ich mir so eine Hilfe besorgen kann? Also an was ich mich wenden muss? Tierheim, Tierschutz. Ich bin da leider etwas unerfahren mit, weil ich selber noch nie so einen Fall. Bin aber mit Katzen großgeworden und die Empfehlungen sind leider viel zu weit entfernt.
Die Besitzerin des neuen Kitten ist schon sehr besorgt wegen ihrem Kätzchen, sie ist nicht sicher ob sie die uns geben soll wenn unser Kätzchen sich nicht ändert, weil sie nicht möchte das ihre sich das abguckt oder einen Schaden davon bekommt.
 
Frigida

Frigida

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12 Wochen ist ein Alter, in der sich noch einiges ändern kann.
Das du sie testweise mit zu dem anderen Kätzchen genommen hast und sie sich dort gefaucht und geknurrt hat, sagt überhaupt nichts aus.
Katzen müssen immer vergesellschaftet werden, d.h. sie müssen sich erst einmal langsam im neuen Zuhause kennenlernen. Je jünger, desto schneller geht es.
Fauchen und knurren bedeutet erst einmal nur "bleib mir vom Leib" und ist am Anfang völlig normal.
Leider verhalten sich manche Katzen beim Tierarzt sehr aggressiv, hier hilft es ein Medical Training zu machen. Du beginnst also am besten schon mal mit der Kleinen zu klickern.

Für die entsprechende Hilfe klicke doch bitte auf den Link in meinem vorherigen Beitrag. Da finden sich ein paar Adressen.
 
Noira

Noira

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Ich hatte auch mal so einen Fall mit einem Aggro Kätzchen... pechschwarz und ein wahrer Teufel...
Hatte mich damals mit meinem Mann besprochen und gab sie ihm in Pflege, seine damals 8 jährige Katze war ein echter Segen. Sie erzog die Kleine geduldig aber konsequent, gab auch mal Ohrfeigen von ihr, wenn sie zu rabiat war.
Nach einer Weile hatte ich eine gut sozialisierte Katze, die sich gut in die Gemeinschaft einfügen konnte.
 
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Ich hatte auch mal so einen Fall mit einem Aggro Kätzchen... pechschwarz und ein wahrer Teufel...
Hatte mich damals mit meinem Mann besprochen und gab sie ihm in Pflege, seine damals 8 jährige Katze war ein echter Segen. Sie erzog die Kleine geduldig aber konsequent, gab auch mal Ohrfeigen von ihr, wenn sie zu rabiat war.
Nach einer Weile hatte ich eine gut sozialisierte Katze, die sich gut in die Gemeinschaft einfügen konnte.
Hallo, danke für die Antwort.
Unser Kater ist mittlerweile 13 und ein echt liebenswerter und verschmuster Kater, wir haben gehofft das er sie auch noch ein wenig erzieht, aber leider hält er sie auf Abstand, wie erwähnt knurrt und faucht auch er sie an. Und wir denken sie hat sich das vielleicht von ihm angeguckt.
Ergänzung ()

12 Wochen ist ein Alter, in der sich noch einiges ändern kann.
Das du sie testweise mit zu dem anderen Kätzchen genommen hast und sie sich dort gefaucht und geknurrt hat, sagt überhaupt nichts aus.
Katzen müssen immer vergesellschaftet werden, d.h. sie müssen sich erst einmal langsam im neuen Zuhause kennenlernen. Je jünger, desto schneller geht es.
Fauchen und knurren bedeutet erst einmal nur "bleib mir vom Leib" und ist am Anfang völlig normal.
Leider verhalten sich manche Katzen beim Tierarzt sehr aggressiv, hier hilft es ein Medical Training zu machen. Du beginnst also am besten schon mal mit der Kleinen zu klickern.

Für die entsprechende Hilfe klicke doch bitte auf den Link in meinem vorherigen Beitrag. Da finden sich ein paar Adressen.
Also wäre es eine gute Idee sie öfter dort hinzubringen um sie an fremde Umgebungen, Menschen und Katzen zu gewöhnen? Nach ein paar Stunden ist es schon ein wenig besser geworden, sie hat dort gespielt ist durch die Wohnung gelaufen und hat ein Kitten schon etwas näher dran gelassen. Allerdings ist sie durchgehend geknurrt.
Wir haben versucht ihr mit Leckerlies beizubringen sich zu benehmen, aber sobald sie ihr Leckerlie hatte, war sie gleich wieder der kleine Teufel persönlich.
 
Geek

Geek

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Hi,
klingt ja schon Hardcore mäßig.

Vorab: Eine Katze mal irgendwohin mitnehmen um andere Katzen kennenzulernen funktioniert nicht und ist eine schlechte Idee. Die Katzen sind zu 99% so irritiert und verängstigt, dass es nur Stress gibt.

So und jetzt zum Verhalten:
Sie muss natürlich lernen, dass Hände/Arme/Füße und Beine kein Kratz- und Beißspielzeug sind.
Deshalb erstmal für Ersatz sorgen und Raufspielzeug holen:
z.B:
KONG Kickeroo KONG Kickeroo
Aumüller Katzenspielzeug Frettchen Aumüller Katzenspielzeug Frettchen

Dann müßt ihr jede Kratz- und Beißattacke von ihr konsequent und abrupt stoppen.
Also Gliedmaß wegziehen bevor sie sich festgetackert hat.
Laut Fauchen, zischen und anpusten.
Wenn sie sich festgekrallt hat, dann noch lauter Fauchen, zischen und anpusten und Aua schreien.
Wenn das nichts hilft, dann umrempeln, so dass sie auf die Seite plumpst. Normalerweise geht sie dann in Abwehrstellung, streckt alle Viere in eure Richtung und hat somit losgelassen.
Wenn auch das nicht hilft, dann fangt an ihr auf die Nase zu stupsen bis sie losläßt.
Jetzt sollte eure Gesundheit nicht mehr gefährdet sein :)

Je nachdem wie heftig das ganze war müßt ihr noch ein wenig Konsequenz zeigen.
Mit der 3 Punkte Regel die Kleine versuchen einzunorden:
3-Punkte-Regel

Anfangs leider wohl erst nach einem versuchten Angriff, später dann zum Stoppen solcher Aggro.

Nachdem sie dann geschmollt hat oder einfach komplett anders drauf ist, gibt es dann das Raufspielzeug zum Bekämpfen.
Sie darf das aber niemals als Belohnung für einen Angriff auf euch ansehen, also Zeit dazwischen lassen.
 
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cixv

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Hi,
klingt ja schon Hardcore mäßig.

Vorab: Eine Katze mal irgendwohin mitnehmen um andere Katzen kennenzulernen funktioniert nicht und ist eine schlechte Idee. Die Katzen sind zu 99% so irritiert und verängstigt, dass es nur Stress gibt.

So und jetzt zum Verhalten:
Sie muss natürlich lernen, dass Hände/Arme/Füße und Beine kein Kratz- und Beißspielzeug sind.
Deshalb erstmal für Ersatz sorgen und Raufspielzeug holen:
z.B:
KONG Kickeroo KONG Kickeroo
Aumüller Katzenspielzeug Frettchen Aumüller Katzenspielzeug Frettchen

Dann müßt ihr jede Kratz- und Beißattacke von ihr konsequent und abrupt stoppen.
Also Gliedmaß wegziehen bevor sie sich festgetackert hat.
Laut Fauchen, zischen und anpusten.
Wenn sie sich festgekrallt hat, dann noch lauter Fauchen, zischen und anpusten und Aua schreien.
Wenn das nichts hilft, dann umrempeln, so dass sie auf die Seite plumpst. Normalerweise geht sie dann in Abwehrstellung, streckt alle Viere in eure Richtung und hat somit losgelassen.
Wenn auch das nicht hilft, dann fangt an ihr auf die Nase zu stupsen bis sie losläßt.
Jetzt sollte eure Gesundheit nicht mehr gefährdet sein :)

Je nachdem wie heftig das ganze war müßt ihr noch ein wenig Konsequenz zeigen.
Mit der 3 Punkte Regel die Kleine versuchen einzunorden:
3-Punkte-Regel

Anfangs leider wohl erst nach einem versuchten Angriff, später dann zum Stoppen solcher Aggro.

Nachdem sie dann geschmollt hat oder einfach komplett anders drauf ist, gibt es dann das Raufspielzeug zum Bekämpfen.
Sie darf das aber niemals als Belohnung für einen Angriff auf euch ansehen, also Zeit dazwischen lassen.
Danke, wir werden es mal versuchen.
Wir haben mal eine Zeitlang damit angefangen sie anzufauchen und anzupusten, sie ist zwar kurz weggerannt, ist dann aber mit einem Buckel zurück gekommen und hat uns angesprungen.
Schlafen ist ein echtes Problem mit ihr. Seit dem wir sie haben, habe ich nicht länger als 3 Stunden geschlafen, sie beißt mir solange im Gesicht rum, bis ich aufstehe. Meinen Freund lässt sie dabei vollkommen in Ruhe.
 
Paule

Paule

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Eine zweite Katze die sie sozialisiert ist wichtig.
Aber: die Katze sollte gut sozialisiert sein, selbstbewußt und ihr körperlich überlegen. Es bringt überhaupt nichts ihr jetzt ein gleich altriges oder jüngeres Kitten vor die Nase zu setzen. Das hat ihr nämlich nichts entgegen zu setzen. Ich würde zu einer sehr verspieleten 6-12 Monat alten Katze raten die in einer Gruppe aufgewachsen ist und weiß was sich gehört und wie man mit anderen Katzen umgeht. De aber auch in der Lage ist sie in ihre Schranken zu wiesen.
Nicht einfach aber machbar..
 
_hannibal_

_hannibal_

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Zur Erziehung hast ja schon gute Tipps bekommen, da kann ich nicht viel beitragen. Unsere waren bis jetzt zum Glück immer lieb.
Andere Frage, wieviel Futter bekommt die Kleine denn bei euch und was füttert ihr?
 
Blackmoon

Blackmoon

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Ich schließe mich Geek´s Vorschlägen an.
Was die Schlafstörung angeht,Katze nehmen "NEEEIN" wegsetzen,wieder hinlegen und weiter schlafen bzw. es versuchen.Jedes Mal wenn sie dich ins Gesicht batscht/beißts oder was auch immer. Ob du dann erst mal weiter schlafen kannst ist das andere,aber sie muss wissen das sie es nicht soll.
Gibst du zufällig das Futter ? Dann hättest du nämlich die Antwort darauf warum sie deinen Freund in Ruhe lässt ;)

Futter ist ein gutes Stichwort,was und wie viel füttert ihr ?
Damit sie euch bzw. dich zusätzlich vllt besser schlafen lässt,spät am Abend noch eine Ladung,wo zuvor noch ordentlich eine Runde gespielt wird das sie ausgepowert und satt ist. Dann sollte das eventuell auch noch etwas besser klappen.

Dann wäre es wichtig das ihr ein zweites Kitten dazu setzt. Ruhig einen Tacken älter ... so 16 Wochen vllt. Dafür sehr gut sozialisiert,gleiches Geschlecht im optimalsten Falle. Das das Kleinteil lernt sich zu benehmen.
Manchmal übernehmen auch die älteren vorhandenen Katzen die "Erziehung" Das scheint bei euch nicht klappen.
Hat bei uns immer super funktioniert,wenn wir ein Kleinteil dazu gesetzt haben,hat sich immer ein älterer gefunden der sich dem angenommen hat. Nachdem unser mittlerer Kater plötzlich letztes Jahr gestorben ist,wollten wir kein Kitten riskieren,da beide vorhandenen Katzen nicht der Typ dazu gewesen wären. Wir haben uns letztendlich für 2 halbstarke Kater (unzertennliches Geschwisterpaar) entschieden.

Im Grunde habt ihr eigentlich ein gesundes,völlig normales Kitten was einfach nur furchbar "ungezogen" ist und was jemanden brauch um sich auszupowern ;)
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Ist der Zwerg eigentlich gründlich beim TA untersucht worden? Er könnte auch nicht gesund sein.
Sollte alles ok sein, würde ich auch zu einem Raufkumpel der gut sozialisiert ist und einen ähnlichen Charakter hat tendieren.
In diesem Alter brauchen sie Kumpel um sich auszutoben ganz dringend und die VG ist meist einfach.
 
Frigida

Frigida

30.544
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Vor dem Schlafengehen eine große Portion Futter hinstellen, hilft oft zu verhindern, dass die Katzen nachts auf einem herumhüpfen.
Dann sind sie satt und schlafen auch.
 

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