Nächtliches Protestpinkeln

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Fragenkatalog bei Unsauberkeit

Die Katze:
- Name: Brownie (Mischlingshauskater; sieht aus wie Birma und wurde auch als solche abgegeben)
- Geschlecht: männlich
- kastriert (ja/nein): ja
- wann war die Kastration: weiss ich nicht genau, aber als "Jugendlicher"
- Freigänger (ja/Nein): ja
- Alter: 3 Jahre
- im Haushalt seit: Oktober 2018
- Gewicht (ca.): 5,7 Kilo
- Größe (z.B. zart, Durchschnitt, groß): recht grosser Kater, sein Gewicht passt gut zu seiner Grösse

Gesundheit:
- letzter TA-Besuch: gestern, 30. August 2019
- letzte Urinprobenuntersuchung: ebendann
- bisherige Erkrankungen soweit bekannt: Coronavirus positiv, hatte im Frühjahr anhaltend Durchfall, seit Juni aber gar nicht mehr
- im Mehrkatzenhaushalt, gab es eine Erkrankung bei einer anderen Katze: sein Bruder Muffin hat FORL und Stomatitis, ist auch Corona-positiv, hat immer mal wieder Durchfall

Lebensumstände:
- wie viele Katzen leben insgesamt im Haushalt: 2
- wie alt war die Katze beim Einzug in den Haushalt: 2 Jahre
- Vorgeschichte (Züchter, Tierheim, privat, Streuner ..): Privat, wobei bei uns schon das 3. (aber letzte!) Daheim ist. Die Brüder waren vorher Wohnungskater und sehr viel allein. Über Unsauberkeit wurde bei der Übernahme nicht berichtet (aber da wurden auch die gesundheitlichen Probleme verschwiegen). Hier haben sie sehr viel mehr Ansprache, Beschäftigung, Gesellschaft, Platz und Freigang.
- Wie lange wird täglich mit der Katze gespielt: soviel die Kater wollen. Immer mal wieder wechselndes Spielzeug ist in fast allen Räumen vorhanden, überall hats Schachteln, Tücher, Schnüre, Spielangeln, Spielschiene. Ich arbeite nur 50% und bin max. 6 Stunden täglich weg, den Rest des Tages kriegen die Kater Bespassung, soviel sie wollen.
- gab es Veränderungen im Haushalt (z.B. Möbel, Renovierung, Ein/Auszug, Baby, neues Haustier, Todesfall, Änderung im Tagesablauf z.B. durch Beruf/wechsel): nichts, mir fällt nichts ein.
- im Mehrkatzenhaushalt, wie gut verstehen sich die Tiere (spielen sie gemeinsam, liegen sie gemeinsam, ignorieren sie sich eher usw.): Anfangs waren die Kater ein Herz und eine Seele, absolut unzertrennlich. Seit sie Freigang haben, ist das Verhältnis nicht mehr so innig. Es gab und gibt immer wieder Phasen, wo sie sich recht grob zoffen, aber immer wieder putzen sie sich dann doch wieder gegenseitig und schlafen auch in der Regel nahe beieinander (aber nicht mehr mit Körperkontakt wie früher). Draussen geht jeder seines Weges.

Klo-Management:
- wieviele Klos gibt es: 4
-
welche Art Klo (offen, Haube, Haube + Klappe, Größe, Höhe): 2 grosse Haubenklos ohne Klappe, je 1 grosses und 1 kleineres offenes
- wie oft wird gereinigt und wie oft komplett erneuert: sowie ich sehe, dass was drin ist, wird gesäubert. Komplette Erneuerung nach Bedarf. Beide Kater benutzen die Klos, seit sie Freigang haben, nur noch im äussersten Notfall. Sie sind nachts von ca. 23 Uhr bis 5 Uhr früh eingesperrt, sonst können sie durch die Klappe raus, wie sie wollen. Sie erledigen grosses und kleines Geschäft draussen. Es ist maximal alle 2 Wochen einmal ein Pinkel in einem der Klos, wenn jemand nicht mehr bis zur morgendlichen Klappenöffnung warten konnte.
- welche Streu wird verwendet: feine Klumpstreu verschiedener Marken (u.a. das, das sie auch bei den Vorbesitzern hatten). Ausprobiert hab ich auch Cat's Best Original und Pellets, die mochten sie aber beide nicht.
- wie hoch wird die Streu eingefüllt: 10 Zentimeter
- gab es einen kürzlich Streuwechsel: nein
- hat das Streu einen Eigengeruch (Babypuder etc.): nein
- wo steht das Klo bzw. die Klos (Raum, an der Wand, Ecke, unter .. , hinter .. - bitte genaue Beschreibung für jedes KaKlo): ein Hauben- und ein offenes Klo stehen etwa 2 Meter voneinander entfernt in einem wenig genützten (aber wohnlichen) Zimmer, frei im Raum, von allen vier Seiten zugänglich. Diese beiden wurden in den 2 Monaten, die die Kater nach dem Einzug nicht raus durften, zuverlässig benutzt, und dort wird auch ganz selten noch reingepinkelt, wenn einer mal in der Nacht muss. Die beiden anderen Klos habe ich erst nach Auftreten der Unsauberkeit, also vor ca. 4 Wochen, aufgestellt, an Stellen, an die hingepinkelt worden war. Ein Haubenklo im Wohnzimmer neben der Tür zur Küche an der Wand stehend, ein offenes Klo im Flur neben der Tür zum eigentlichen "Klozimmer".
- wenn der Futterplatz im gleichen Raum ist - wo genau: ist er nicht.

Unsauberkeit:
- Wann sind die Probleme aufgetaucht: vor gut 4 Wochen hat es angefangen
- wie oft wird die Katze unsauber: praktisch jede Nacht, wenige Ausnahmen
- Unsauberkeit durch Urin oder Kot: Urin
- Urinpfützen oder Spritzer: kleine Pfützchen
- wo wird die Katze unsauber: im Flur und im Wohnzimmer, bevorzugt vor Türen, ganz egal, ob diese offen stehen oder geschlossen sind, teils auch vor Schränke oder Kommoden
- wird primär auf horizontale Flächen (Boden, Taschen, Teppich usw.) uriniert oder eher vertikal (Wände, Türen, Couch): immer auf den nackten Boden
- was wurde bisher dagegen unternommen: ich putze jedes Pfützchen natürlich möglichst schnell mit Enzymreiniger weg. Ich habe 2 zusätzliche Klos aufgestellt. Ich hab Brownie tierärztlich durchchecken lassen (ohne Befund). Es stecken im Haus verteilt 2 Feliway- und 1 Felisept-Stecker. Ich versuche mich noch mehr um Brownie zu kümmern also ohnehin schon, und bemühe mich, in seiner Gegenwart nicht zuviel mit Muffin zu schmusen (falls es ein Eifersuchtsproblem wäre).

Noch ein paar weitere Informationen:
- Brownie hat seine Momente, in denen er einem um die Beine streicht, köpfelt, schnurrt und dann auch geniesst, wenn man ihn streichelt und bürstet. Sonst will er lieber nicht angefasst sein und zeigt das auch sehr deutlich. Unerwünschtes An-ihm-Herumgefummel quittiert er dann auch mal mit Knurren, Fauchen und Tatzenhieben. Ich bemühe mich, dann auf ihn einzugehen und ihn zu beschmusen, wenn er das einfordert, und ihn sonst nicht ständig zu befingern. Sein Bruder Muffin ist deutlich schmusiger und wird nie "gewalttätig" gegen uns Zweibeiner (wir sind übrigens nur 2 Erwachsene, keine Kinder im Haushalt), deshalb ist die Versuchung gross, ihn viel mehr zu beschmusen als Brownie. Trotzdem ist Brownie extrem anhänglich und sucht sehr die Nähe seiner Menschen. Er will dabei sein, aber halt nicht dauernd angefasst.

- Brownie markiert draussen im Garten sehr viel und gründlich - das typische Katermarkieren mit erhobenem Schwanz, waagerecht hinten raus. Die Pfützchen, die er im Haus macht, sind nicht solches Markieren. Auch schliesse ich aus, dass er einfach Harndrang hat und das Klo nicht findet/trifft/mag. Dafür sind die Pfützchen viel zu klein, das sind jeweils wirklich kleine Kleckse, teils nur so gross wie eine 2 Euro-Münze. Wenn er wirklich muss, ist im Klo ein deutlich mehr als faustgrosser Klumpen zu finden.

- Es ist somit für mich ganz klar, dass es Protestpinkeln ist resp. dass es psychische Ursachen hat. Irgendetwas ist nicht gut für Brownie.
Eine Möglichkeit wäre, dass er es nicht mag, dass in der Nacht alles ruhig ist, sich niemand mit ihm befasst und er nicht raus kann. Er kann sich aber im ganzen Haus bewegen, kann auch zu mir ins Schlafzimmer und auf den eingenetzten Balkon. Allerdings will ich einfach aus Sicherheitsgründen nicht, dass er die ganze Nacht draussen bleibt. Freigänger leben eh mit einem höheren Risiko, und ich hätte nachts einfach keine Ruhe, wenn ich meine Kater nicht sicher im Haus weiss. Ihm einfach die Klappe offen zu lassen, ist deshalb für mich keine Lösung, zumal es auch nur eine Vermutung ist; das Pinkeln kann auch andere Ursachen haben. Bloss welche? Und was kann ich tun?

- Abgesehen davon, dass mir Brownie leid tut, weil etwas offensichtlich nicht stimmt für ihn, ist das Gepinkel leider ruinös für unseren Boden: es sind Terracotta-Platten, auf denen jeder Pinkelfleck unauslöschbare Spuren hinterlässt. Und wir wohnen hier zur Miete... ist also schon nicht so ideal.

Habt ihr Ideen?
 
31.08.2019
#1
A

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claudiskatzis

claudiskatzis

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Mhhh , für mich liest sich das nicht nach Protestpinkeln sondern nach Markieren.
Katzen pinkeln i.d.R. nicht aus Protest sondern eher weil etwas ( Körperlich oder Psychisch) nicht stimmt. Wenn er häufig die gleichen Stellen bevorzugt, würde ich mal über eine Kater Pinkelrinne nachdenken- könnte eine Zwischenlösung sein.
Der Urin war bei der Untersuchung vollkommen OK? Kein Grieß oder Steine?
Wäre es möglich ihm einen Teil des Gartens für Nachts zugänglich zu machen? So hätte er Nachts zumindest die Möglichkeit „raus“ zu gehen. Vielleicht hat er Stress weil er sein Revier draußen nicht kontrollieren kann?
 
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Kleine Mengen irritieren mich jetzt auch sehr. Wenn mein Oskar wo hinpinkelt dann schwimmt alles.

Warum darf er nachts nicht raus?
 
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Hi,
meiner Meinung nach schätzt du Brownie sowie das Urinproblem falsch ein.

Das ist kein Protestpinkeln weil diese "Protestbegründung" bei Katzen immer falsch ist.
Wenn du in diese Richtung denken willst, dann musst du viel simpler denken:
"Meine Toilette ist draußen, ich kann nicht raus, also muss ich woanders hinmachen"
Diese Motivation führt dann zu "Ok ich nehme das Katzenklo", außer das Klo ist nicht erreichbar oder verpönt.
Und ein Klo bleibt bei einer Katze sofort als "schlecht" im Kopf, sobald es ein-zweimal unangenehm war da reinzupinkeln.

Deshalb die wichtigste Frage: Wurde der Urin auf Entzündung und Harngrieß, -Steine untersucht?
Wenn das wirklich urinieren ist, dann deutet die winzige Menge sehr eindeutig darauf hin, dass Brownie ernsthafte gesundheitliche Probleme hat.

Die zweite Möglichkeit "Markieren" wäre dann die Schlussfolgerung, wenn gesundheitlich alles OK ist.
 
Baboo

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Weil er ein unvorsichtiger Raufbold ist, der sich auch mit dem Fuchs anlegt, wenn er ihn antrifft. Wenn die Kater draussen sind, tu ich kein Auge zu und müsste bei jedem Geräusch aufstehen und in den Garten rennen, um die Kerle zu „retten“.


Hi,
meiner Meinung nach schätzt du Brownie sowie das Urinproblem falsch ein.

Das ist kein Protestpinkeln weil diese "Protestbegründung" bei Katzen immer falsch ist.
Wenn du in diese Richtung denken willst, dann musst du viel simpler denken:
"Meine Toilette ist draußen, ich kann nicht raus, also muss ich woanders hinmachen"
Diese Motivation führt dann zu "Ok ich nehme das Katzenklo", außer das Klo ist nicht erreichbar oder verpönt.
Und ein Klo bleibt bei einer Katze sofort als "schlecht" im Kopf, sobald es ein-zweimal unangenehm war da reinzupinkeln.

Deshalb die wichtigste Frage: Wurde der Urin auf Entzündung und Harngrieß, -Steine untersucht?
Wenn das wirklich urinieren ist, dann deutet die winzige Menge sehr eindeutig darauf hin, dass Brownie ernsthafte gesundheitliche Probleme hat.

Die zweite Möglichkeit "Markieren" wäre dann die Schlussfolgerung, wenn gesundheitlich alles OK ist.
Ja, der Urin wurde untersucht, wie geschrieben, ohne Befund.

Brownie kann sehr wohl normale, grosse Urinmengen absetzen, und er kann auch ins Klo machen. Er bringt es ohne weiteres fertig, in der gleichen Nacht einen grossen Urinklumpen im gewohnten Klo zu hinterlassen plus an 4 Stellen im Wohnzimmer seine kleinen Pfützchen zu machen.

Echtes Markieren schliesse ich deshalb aus, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er drinnen so komplett anders markiert als draussen. Draussen sieht das so aus, dass er sich mit dem Hinterteil vor dem zu markierenden Punkt aufbaut und waagrecht hinten raus spritzt. Der Urin landet dann in einer Höhe von ca. 35cm und läuft/tropft von dort runter. Die Mengen sind deutlich grösser als bei den Indoor-Pfützchen, und diese befinden sich auch nur auf dem Boden, nicht an den Wänden oder Möbelstücken.

Ich gehe deshalb davon aus, dass er diese Urinpfützchen ziemlich „bewusst“ setzt, weil ihm in dem Moment etwas nicht passt. Wie gesagt, dass er nicht raus kann, ist eine Möglichkeit. Spannungen mit seinem Bruder, Eifersucht, weil der mehr geknuddelt wird oder was ganz anderes??? sind weitere Möglichkeiten.

Während er vorletzte Nacht (nach dem TA-Besuch, der für ihn sehr stressig war) an 5 Stellen in 3 Stockwerken hingepfützelt hatte - soviel wie noch nie - ist das Haus letzte Nacht wieder einmal sauber geblieben.
 
Nelly12

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Meine Nelly hat bisher drei Mal solche Anwandlungen gehabt, dass sie ständig in ihr Katzenklo rannte und kleine Urinmengen absetzte (sie machte es zum Glück ins Klo). Ich bin natürlich jedes Mal mit ihr und einer frischen Urinprobe zur TÄ gegangen, der Urin war jedes Mal unauffällig. Die TÄ erklärte mir, dass sie vermutlich, bedingt durch was auch immer, Stress, Nervosität, einen Spasmus habe.Sie bekam ein, zwei Mal Metacam, einmal noch zusätzlich Sedarom direkt, danach war alles gut.
 
Patentante

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Das höre ich zum allerersten mal, dass Katzen bewusst kleine Urinmengen absetzen können. Aber es mag sicherlich nichts geben das es nicht gibt.

Außer Protestpinkeln. Das gibt es schlichtweg nicht, weil Katzen zu diesem Denkvorgang nicht in der Lage sind. Dass er es aus einer psychischen oder körperlichen Not heraus macht ja. Nur der Begriff Protestpinkeln ist sehr unglücklich weil irreführend. Das impliziert, er könne einfach damit aufhören wenn er nur wollte.

Mein Oskar ist inzwischen so weit, dass ich ihn manchmal "abrufen" kann wenn ich sehe er geht an eine seiner Lieblingsstellen. Trotzdem hab ich ihm mit den jahrelangen Versuchen seine "Psyche zu kurieren" massivst unrecht getan. Denn er ist krank. Was leider alle Untersuchungen nicht zu Tage gebracht hatten.

Trotzdem wäre ein Blumenerdeklo einen Versuch wert.

Edit: und es gibt Blasenentzündungen ohne Bakterien.
 
Nelly12

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@Patentante
Bei Nelly war es kein bewusstes Absetzen, durch diesen Spasmus hatte sie das Gefühl, zu müssen. Da die Blase dann irgendwann natürlich leer war, kamen immer nur ein paar Tröpfchen. Wie gesagt, nach Metacam war es vorbei, und Blut und Urin waren o.B.
Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, ich berichte nur im Sinne des Ideenzusammentragens darüber.
 
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Wir hatten gleichzeitig geschrieben. Letztlich bestätigst du ja aber nur meine Worte: Nelly hat nicht bewusst entschieden: ach ich tröpfel hier mal so rum.

Ob das bei allen Katzen so ist weiß ich nicht, aber mein Oskar z.B. KANN definitiv den Strahl nicht mehr stoppen wenn er mal angefangen hat. Weswegen ich ihn so gut wie nie wo wegnehme wenn er mal angefangen hat. Denn dann pinkelt er quer durch die Wohnung und über mich drüber.
 
Nelly12

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Ja genau, von daher eine körperliche Ursache und eben kein Protestpinkeln, das es auch m.E. nicht gibt.
 
Baboo

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Das höre ich zum allerersten mal, dass Katzen bewusst kleine Urinmengen absetzen können. Aber es mag sicherlich nichts geben das es nicht gibt.

Außer Protestpinkeln. Das gibt es schlichtweg nicht, weil Katzen zu diesem Denkvorgang nicht in der Lage sind. Dass er es aus einer psychischen oder körperlichen Not heraus macht ja. Nur der Begriff Protestpinkeln ist sehr unglücklich weil irreführend. Das impliziert, er könne einfach damit aufhören wenn er nur wollte.

Mein Oskar ist inzwischen so weit, dass ich ihn manchmal "abrufen" kann wenn ich sehe er geht an eine seiner Lieblingsstellen. Trotzdem hab ich ihm mit den jahrelangen Versuchen seine "Psyche zu kurieren" massivst unrecht getan. Denn er ist krank. Was leider alle Untersuchungen nicht zu Tage gebracht hatten.

Trotzdem wäre ein Blumenerdeklo einen Versuch wert.

Edit: und es gibt Blasenentzündungen ohne Bakterien.
So ganz langsam fühle ich mich von dir in eine Ecke gedrängt, in die ich nicht gehöre. Ich habe mir beim Erstellen meines Eingangsposts sehr viel Zeit genommen und Mühe gegeben, und ich denke, es geht ziemlich deutlich daraus hervor, dass ich nicht meine, dass Brownie unsauber ist, um mich zu ärgern. Ich glaube auch nicht, dass er „wenn er nur wollte“ einfach damit aufhören kann. Nein, ich habe deutlich geschrieben, dass ich annehme, dass für ihn etwas nicht stimmt und er dies mit Urinieren anzeigt. Ich habe auch geschrieben, dass mir das total leid tut und ich es sehr gerne ändern würde. Vielleicht trifft Protestpinkeln den Kern der Sache nicht ganz genau, aber es ist irgendwie griffiger als „Pinkeln-um-anzuzeigen-dass-etwas-nicht-in-Ordnung-ist“, und ich bin davon ausgegangen, dass man, zusammen mit meinem sorgfältig erstellten Text, vielleicht verstünde, was ich meine. Das war offenbar ein Irrtum, tut mir leid.

Dass eine Katze Kontrolle über ihre Blasenfunktion hat und „anhalten“ kann, bin ich überzeugt. Sonst würde ja auch mehrmaliges Markieren kurz hintereinander nicht funktionieren. Da wird ja auch sehr dosiert eine gewisse Menge Urin verspritzt, dann angehalten und am nächsten Busch wieder ein wenig hingespritzt. Warum soll das beim Pinkeln-um-anzuzeigen-dass-etwas-nicht-in-Ordnung-ist nicht auch funktionieren?

Ich weiss nichts über deinen Oskar und kenne weder seine Geschichte noch seine Probleme. Aber was ich bisher aus deinen Beiträgen herausgelesen habe, klingt für mich, als wäre seine Situation nicht mit Brownies vergleichbar. Da kann ich mich aber irren, wie gesagt, ich weiss nichts darüber.


Meine Nelly hat bisher drei Mal solche Anwandlungen gehabt, dass sie ständig in ihr Katzenklo rannte und kleine Urinmengen absetzte (sie machte es zum Glück ins Klo). Ich bin natürlich jedes Mal mit ihr und einer frischen Urinprobe zur TÄ gegangen, der Urin war jedes Mal unauffällig. Die TÄ erklärte mir, dass sie vermutlich, bedingt durch was auch immer, Stress, Nervosität, einen Spasmus habe.Sie bekam ein, zwei Mal Metacam, einmal noch zusätzlich Sedarom direkt, danach war alles gut.
Danke, das finde ich einen Ansatz, über den ich nachdenken kann. Ich vermute ja Stress (warum auch immer), und die Pfützchen sind klein; das könnte also passen. Vielleicht wäre die Verabreichung von Zylkene eine Idee (hab ich noch hier) oder eben von Sedarom direkt. Schaden kann wohl beides nicht.
 
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Ich versuche nur zu sagen, dass man den gesundheitlichen Aspekt nicht so schnell aus dem Auge verlieren sollte! Katzen werden leider viel zu oft in die "Psycho-Ecke" geschoben. In 90 % der Fälle stellt sich das leider als falsch heraus. Musste ich leider schon zweimal erleben. Einmal hat meine Katze die Fehleinschätzung (sowohl vom TA als auch von mir) nicht überlebt, einmal hat jemand jahrelang unnötig gelitten. Selbstverständlich kann es sein, dass Dein Kater einfach nur riesen Stress hat. Auch wenn ich nicht daran glaube.

Vielleicht noch zum besseren Verständnis: meine bis dato absolut saubere Katze fing nicht allzu lange nach einem Umzug an jeden Früh um die exakt selbe Uhrzeit auf mein Bett zu springen und mir eine volle Ladung überzupinkeln. Den Rest des Tages war sie absolut sauber. Natürlich war ich felsenfest davon überzeugt, das könne nur stressbedingt sein. War es aber leider nicht :cry:
 
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Miezenvogel

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Hallo!
Ich hab das jetzt zwar schnell gelesen, aber ich möchte dich was fragen, weil ich mit Tobi auch heftigste Probleme mit rumpinkeln hatte.
Du schreibst, der Urin war in Ordnung. Wurde trotzdem eine Kultur angelegt? Das dauert dann einige Tage.
Bei Tobi war der Urin erst auch o.B. Und dann wurden doch massiv Keime gefunden( Proteus mirabilis). Er bekam Antibiotikum, mußte aber lange verabreicht werden. Dann war wieder alles o.k.
Wurde auch ein Ultraschall der Blase gemacht?
LG. Gabi🐈🐈
 
Nelly12

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Eine Kultur anzulegen und einen Ultraschall der Blase zu machen ist richtig, das hatten wir bei Nelly auch machen lassen, war zum Glück o.B. Ich würde darüber hinaus Deinen TA mal auf den Versuch mit Metacam ansprechen. Eine ein, zweimalige Gabe schadet sicher nicht, wenn keine Nieren- oder Leberprobleme vorhanden sind. Dann siehst Du ja, ob sich etwas tut. Zylkene oder Sedarom direkt schaden nicht, Sedarom wirkt nur schneller als Zylkene.
 

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