• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Was ist das ? (Bauchspeicheldrüse?)

  • Autor des Themas nor
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nor

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Liebes Forum,
meine Katze hat ein Problem, aus dem offenbar kein TA schlau wird.
ich war bereits bei zwei verschiedenen, die als sehr gut gelten und in einschlägigen Foren und Communities immer empfohlen werden. Als nächstes gehe ich in die Tierklinik, aber bevor dort wieder nur herumprobiert wird ohne Ergebnis, was sehr hohe Kosten für mich und sehr viel Stress für die Katze bedeutet, möchte ich gerne hier mal das Problem schildern und vielleicht auf eine Idee kommen, die ich der Klinik vorschlagen kann.

Meine 4 Jahre alte Wohnungskatze Felis zeigt seit etwa 3 Jahren folgende Symptomatik:
Genau einmal im Monat stellt sie die Nahrungsaufnahme ein und/oder erbricht, das ganze geht 1-7 Tage lang so, dann hört es wieder auf.
Es ist exakt einmal im Monat, wenn ich mir die Daten aufschreibe, liest sich das wie ein Menstruationskalender einer Frau (15.3., 16.4., 19.5., 17.6. usw).

Das erste Jahr war
es am schlimmsten, da war es jedes Mal 7 Tage am Stück Nulldiät.
Ich war immer beim Tierarzt, und folgte den Verordnungen: Zwangsernährung mit Spritze, Medikamente gegen Übelkeit (Cerenia) und gegen Übersäuerung des Magens (mehrere verschiedene, Name vergessen), Appettitanreger, einmal bekam sie sogar ein Antidepressivum.
Die Medikamentengabe war eine extreme Qual für die Katze, die sich ohnehin schon beim Gedanken daran, etwas schlucken zu müssen, übergeben hat.

Eine Blutuntersuchung, die leider erst sehr spät erfolgte, da es immer hieß, die Katze wirke komplett gesund und ihre Schübe seien wohl eher psychisch, ergab hohe Entzündungswerte der Bauchspeicheldrüse und hohe FIV-Werte. So richtig etwas daraus erklären konnte mir aber auch niemand etwas, die kaputte Bauchspeichesdrüse kann sowohl Ursache als auch Folge der Nahrungsverweigerung sein, ob das alles mit dem FIV zusammenhängt und ob das überhaupt ausgebrochen ist, kann man nicht sagen.

Irgendwann habe ich also all diese Medis weggelassen und festgestellt, ihr Schub dauert mit Medis 7 Tage und ohne Medis eine Woche..
Irgendwann sind dann die Schübe schwächer geworden, und statt Nulldiät war nur noch einmal im Monat einen Tag erbrechen und weniger fressen angesagt, mittlerweile hat es sich so auf 3 Tage erbrechen und etwa 7 Tage wenig (aber nicht gar nichts) fressen eingependelt.
Regelmäßigkeit immer noch bemerkenswert verlässlich alle 30 Tage.
Oft werden die Schübe von einem leichten Schnupfen begleitet oder gefolgt, die aber dann wieder abklingt.

Die Katze bekommt Spezial-Trockenfutter, Nassfutter frisst sie nur ganz wenig.
Sie ist generell, auch wenn es ihr gut geht, seeehr mäkelig und eine schlechte Fresserin.
Sie ist untergewichtig (ca. 3kg) und friert sehr leicht (Hat es in der Wohnung unter 22 Grad, liegt sie nur noch am Schoß oder unter Decken).
Sie leidet nicht an Durchfall oder Verstopfung.
im Haushalt leben noch 2 andere Katzen, mit denen sie sich halbwegs versteht.

Jetzt gerade wird es wieder etwas schlimmer, letztens hatte sie wieder 7 Tage Nulldiät und obwohl seither erst 2 Wochen vergangen sind, kränkelt sie schon wieder.
In letzter Zeit kneift sie auch immer, wenn es ihr schlecht geht, das linke Auge zusammen und putzt daran herum, als ob es ihr weh tun würde. Äußerlich sehen kann man da aber nix.

Ich werde sie also wieder mal einem TA vorstellen müssen, obwohl sie leider beim Autofahren tausend Tode stirbt und enormen Stress hat, der für ihren eh schon geschwächten Organismus sicher auch nicht gut ist. Ich werde diesmal in eine Klinik fahren, in der Hoffnung, dass die dort besser mit Diagnostik sind.
Hat irgend jemand eine Idee, was ich zumindest vorschlagen kann?
Ich fürchte, sonst wirds halt wieder Blutabnehmen und das zehnte Medikament, das eh nix hilft..

Vielen Dank fürs Lesen und danke schonmal im Voraus für Ideen/Denkhilfen.

LG Nora
 
03.10.2019
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Ilvy

Ilvy

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Hallo Nora,
oh..das liest sich ja nach einer stressigen Suche bislang bei euch..ich kann euch nur Dauen drücken!
Die aber feste!
 
NinK

NinK

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Hallo Nora!

Das klingt wirklich nach viel Stress, das tut mir leid. Ist die Schilddrüse mal untersucht worden?
 
matriat

matriat

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Das klingt ein wenig nach unserer Lucy. Die Symptome waren ähnlich und wir haben auch einen Marathon bei den TA gehabt mit nur mäßigem Erfolg. Auch Futterverweigerung über mehrere Tage , Erbrechen kein Durchfall. Sie war eine Schildpatt Katze und Freigängerin. TA konnte nix finden. Sie hat sich am Bauch auch die Haare ausgerupft und es wurde dann alles auch auf die Psyche schlagen. Auch der Stress beim Autofahren war eklatant. Beim Ta wurde sie zum Puma ,sonst aber eine ganz ruhige,aber eine Diva. ZU zeitpunkt der Diagnose war sie fast 10 Jahre alt.
Nachdem die Schulmedizin nix wirkliches gefunden hat hatt ic mich an eine Tierheilpraktikerin gewandt und sie hat dann eine Unferträglichkeit von Fisch und Getreide festgestellt über Bioresonanz. Wir hatten dann das Futter umgestellt und einige homäopatische Mittel bekommendie wenigstens das Haare ausrupfen eingedämmt haben. Das eigentliche Problem mit Erbrechen und Futterverweigerung blieb aber bestehen.Wenn sie vom TA immer mal wieder eine Spritze bekommen hatte wars dann wieder etwas besser. Ich mußte dann mal zu einer Vertretungstierärztin und sie hat mich dann in die TK geschickt. Dort wurde dann bei Blutuntersuchung ,Ultraschall eine Diagnose vermutet und zwar IBD ist wohl eine Erkrankung des Darms vergleichbar mit Morbus Crohn beim Menschen. Als Differentialdiagnose wurde ein Lymphom vermutet.
Es war dann weiter Diagnosen angesagt. Uns wurde dann eine OP vorgeschlagen um zu sehen wo der Herd liegt für die IBD. Bei Magen und Darmspiegelung kann man einen Abschnitt nicht einsehen und dann müsste man trotzdem operieren.
Wir hatten dann zugestimmt und sie hatten dann mehrere Biopsien gemacht von verschiedenen Darmabschnitten und tatsächlich wurde in der Nähe vom Zwölffingerdarm der hard festgestellt.
Sie bekam dann erstmal hochdosiert Cortison Prednisolon das wir dann Schritt für Schritt verringern konnten. Als Erhaltungsdosis bekam sie dann jeden 2. Tag 1 Tabl mit 5mg. Wenn sie dann wieder einen schub hatte der dann auch immer seltener wurde wurde das Kortison wieder kurzfristig erhöht dann wieder reduziert. Das Futter wurde dann auf Spezielfutter für Magen und Darm umgestellt Vet Concept.Lucy wurde nach dieser Diagnose noch 15 Jahre alt und mußte dann wegen eines Eosiophilem Granulom am Kiefer eingeschläfert werden.
Ist ein bischen lang geworden. Wünsche Dir alles Gute für Deie Fellnase und gute Nerven bis zur Diagnosefindung.
Maria