Gefahr multiresistenter Keime durch BARF

  • Autor des Themas Sandstern
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Sandstern

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Hi ihr Lieben :)


Ich hab ja neulich schonmal ein Thema eröffnet, dass ich mir überlege meine beiden Kater zu barfen. (Ich stelle die beiden bei Gelegenheit bald mal vor.)

Eigentlich habe ich mich dazu entschieden, aber durch diesen Artikel auf dem Blog von Dr. Rückert bin ich natürlich wieder verunsichert.

Ein Link zu einer Veröffentlichung: Multiresistente Keime und Rohfütterung (BARF) - Ulm / Neu-Ulm - Kleintierpraxis Ralph Rückert

Das verlinkte Paper habe ich mal überflogen. Sie haben nur Fertigbarf für Hunde getestet, aber da in solchen Futterfirmen die Verarbeitung hygienischer zugehen sollte als in der heimischen Küche, halte ich die Ergebnisse eigentlich schon für übertragbar.

Was meint ihr denn? Ist euch die Studie auch schon über den Weg gelaufen?


Liebe Grüße
Sandstern
 
Allesamt

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Ich habe die Publikation auch gelesen.
Das Fleisch war soweit ich gelesen habe, nicht Fertigbarf, sondern für Hunde bestimmt und ohne Zusätze von Ergänzungsmitteln. Das könnte auch Futterfleisch für Katzen sein.
Die Keime waren auch nicht wegen Fehler in der Kühlkette da, sondern einfach schon im Rohfleisch. Das Fleisch für Tiere dürfte sich auch nicht von Fleisch zum menschlichen Verzehr unterscheiden.
Besonders gewarnt wurde in dem Artikel übrigens noch vor den nachgewiesenen Salmonellen.

Meine persönliche Erkenntnis aus der Publikation ist:
1. Hygiene ist wichtig bei der Fleischzubereitung, egal ob für Mensch oder Tier.
2. Schonkost für Katzen wird gegart, also Kochbarf.
3. Das Verdauungssystem einer gesunden Katze dürfte die Erreger im Rohfleisch easy wegstecken.
4. Beim Menschen könnte das anders aussehen, daher lieber Fleisch durchgaren.
 
S

Sandstern

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Es geht ja auch nicht primär um die Gefahren für die Katzen. Die haben ja das Verdauungssytem für Rohfleisch.
Sondern es geht um die Gefahren für die Halter, die sich dann bei ihren Hunden oder Katzen mit den Erregern anstecken.
Klar, wenn man das Katzenklo sauber gemacht hat oder auch nach dem Füttern wäscht man sich die Hände. Aber man macht das ja nicht jedes Mal, nachdem man die Katze gestreichelt hat, ich zumindest nicht.
 
Kirchenmaus

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Was sollen dann die Leute machen, die Freigänger haben? Also welche die Mäuse, Vögel usw. fressen?
Mir hat der Tierhaltung sehr schnell klar gemacht, dass "Keimfreiheit" nicht möglich und auch nicht gut ist. No risk, no fun!
 
S

Sandstern

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Ja, da hast du auch wieder recht.

Es geht zwar nicht um Keimfreiheit. Alles, was behandelbar ist, ist mir eigentlich wurscht.
Aber verhindern wird man es tatsächlich nicht können.
 
Patentante

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Ohne viel mehr als angelesenes Wissen zu haben: der Artikel ging eben um Hunde. Und die Magensäure gesunder Katzen ist so ätzend, dass sie eben keine resistenten Keime beherben dürften weil die gar nicht überleben. Womit dann auch kein Ansteckungsrisiko für den Menschen bestünde. Ich kann nur sagen, mein Magen-Darm ist so gut wie zerstört, mein Immunsystem nicht besonders gut. Trotz engem Kontakt zu meinen Mäusefressern hab ich bislang weder Giardien noch Hautpilz noch Würmer. Gilt alles als hochgradig ansteckende Zoonose.
 
abvz

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Patin
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Ich denke es macht keinen Unterschied woher ich mir was hole. Jedes Arztzimmer ist verseucht und in der freien Natur dürfte man garnix anfassen, ganz zu schweigen von Fruckknöpfen an Ampeln oder die Stangen zum festhalten in Öffis...

Die Wahrscheinlichkeit an einem multiresistenten Keim zu erkranken ist genauso hoch wie bei allen anderen Infektionserregern. Also überall potentiell möglich. Nebenbei bemerkt sind viele weitverbreitete Viren und Parasiten genauso schlecht bis garnicht behandelbar wie MRK somit nicht minder "gefährlich". MRK heißt im übrigen nur, dass es kein AB gibt das diese abtötet, das widerum ist nicht gleichbedeutend mit einer schweren bis tötlichen Erkrankung. Viele MRK lösen nur leichte Symptome aus und der Körper schafft ganz allein damit fertig zu werden. Kritisch sind wie immer kranke geschwächte Menschen, für diese ist aber eben alles viel gefährlicher.
 
Isis Bastet

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Generell würde ich zustimmen. Was die fiesen Tierchen anbetrifft ist die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung im Krankenhaus allerdings sehr viel höher
 
Patentante

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Ich kenne leider junge, immunstarke Menschen, die der Keim sorry "zum Krüppel" macht. Allerdings halt im Krankenhaus hübsch bei Operationen in die Wunde verbracht. Durch den einfachen Kontakt von außen kann (oder will?) ich mir nicht vorstellen dass man sich da ernsthaft ansteckt. Bissverletzungen sind eh immer ein Sonderthema.
 
abvz

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Patin
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Ich kenne leider junge, immunstarke Menschen, die der Keim sorry "zum Krüppel" macht. Allerdings halt im Krankenhaus hübsch bei Operationen in die Wunde verbracht
Naja, die meisten Menschen die eine OP haben sind eher nicht vollkommen gesund. Zumal gerade eine OP zusätzlichen Stress für den Körper bedeutet. Dann wird der Keim noch meist tief in den Körper verbracht.

Ich denke man muss generell einfach umdenken was die AB Gabe angeht, an allen Ecken und Enden.

Was für eigentliche Frage betrifft gilt meiner Meinung nach zumindest das selbe für alle Infektionen. Bei Rohfleisch oder nicht ordentlich abgewaschenem roh verzehrten Obst und Gemüse kann man sich potentiell mit allen möglichen infizieren in den seltensten Fällen passiert das aber tatsächlich. Blöd eben wenn man nun selbst zum seltenen Fall wird, verhindern wird man's aber nicht können.
 
Isis Bastet

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"hübsch bei Operationen in die Wunde verbracht"
Ich möchte nicht wissen, wie die Sterilisation der Instrumente usw in Tierkliniken aussieht, wenn es in KHs schon nicht so lecker funzt.

p.S.: "Ich denke man muss generell einfach umdenken was die AB Gabe angeht, an allen Ecken und Enden."
Genau! Hüsterchen - also AB, muss sein. Da muss man die Ärzte mal antriggern, ob sie noch funktionell ticken (außer für Pharmaindustrie).
 
Patentante

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Ich verweigere bei mir seit Jahrzehnten ziemlich erfolgreich AB. Bei den Katzen leider schwieriger (die ja nunmal ständig was haben was ohne AB einfach nicht zu behandeln ist).
 
zorro007

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Ich habe seit Jahren einen AB Schaden durch Flourchinolone und ich hatte noch Glück dabei, viele andere Betroffenen geht es schlechter.
Keime und möglicher Dreck in meiner Umgebung hat mich bisher nicht so krank gemacht. Ich reite, hatte immer Haustiere, war immer in der Natur und habe mich dreckig gemacht, auch Obst und Gemüse mal ungewaschen verzehrt.
Ich glaube es ist einfach Pech, wenn ein Keim einen erwischt, mit dem der Körper nicht fertig wird. Leider haben wir die MRK selbst geschaffen, sie kamen in der Natur vermutlich so nie vor.
 
Patentante

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Mich hat gestern ein Kätzchen gebissen. Und nicht so knapp. Das kurz vorher noch Rindfleisch aus dem Barfshop gekaut hat o_O. Trotzdem nix passiert (und da war ich mir gestern gar nicht so sicher).
 

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katze hat multirestistenter keim im auge

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