Zusammenführung unmöglich?

  • Autor des Themas Anja1991
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Anja1991

Anja1991

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Hallo ihr Lieben,
in meinem Haushalt leben bereits 3 Katzen (Freddy- 6,5 Jahre; Lilly -6,5 Jahre und Charlie 1,5 Jahre). Bei den dreien klappt das Zusammenleben ganz gut. Lilly und Freddy habe ich seit circa 6 Jahren habe damals beide gemeinsam geholt. Charlie kam vor etwas über einem Jahr dazu, hier hat die Integration in die Gruppe gut geklappt. Meine 3 sind Freigänger.

Vor etwas über einer Woche haben mein Partner und ich seinen Kater (circa 7 Jahre) zu uns geholt, natürlich lebt er in einem seperaten Raum mit einigen seiner Sachen, wovon einige schon ein Paar
Tage vor ihm hier eingezogen sind. Vom Einzug selbst haben meine nichts mitbekommen. Nach circa 3 Tagen habe ich das erste Beschnuppern stattfinden lassen und das lief auch soweit eigentlich ganz gut, etwas gefauche aber nichts wildes- alles im allen wirkten alle einigermaßen entspannt. Dies tat ich am nächsten Tag wieder, es lief wieder ohne größere Vorkommnisse ab. Nach circa 5 Tagen habe ich meinen großen (Freddy) nochmal zu ihm gelassen, als ich einen Moment unkonzentiert war ist dieser direkt ziemlich agressiv auf ihn los sodass ich die beiden voneinander trennen musste. Ich schloss die Tür und habe gehofft das sich beide beruhigen, als ich unten im Wohnzimmer war hörte ich auf einmal von oben wieder ein fürchterliches Geschreie, mein Kater hat die Tür geöffnet (was er vorher noch nie getan hat) und hat sich den Kater erneut ziemlich böse zur Brust genommen. Ich habe dann die Türklinke ummontiert so dass meine Katzen diese nicht mehr öffnen können. Nach circa 2 tagen versuchte ich eine erneute zusammenführung mit Charlie (da dieser etwas ruhiger ist), es klappte mehr oder weniger. Ich habe nun ein Gitter an der Tür wodurch sich die Katzen beschnuppern können ohne direkt in Berührung zu kommen. Der Kater meines Freundes jedoch verkriecht sich wehement unter dem Bett und kommt da nicht vor.
Versuche ich mit ihm zu spielen faucht er los und verkriecht sich noch tiefer, auch wenn die Tür geschlossen ist. Sobald ich versuche mit ihm zu Klickern, erschreckt er sich bei jedem Klick furchtbar und verkriecht sich in eine Ecke. Er ist schon immer ein sehr ängstliches Tier gewesen, aber als so extrem habe ich es nie empfunden.
Vielleicht hat jemand von euch Tipps was ich noch machen kann, ich bin im Moment selber ziemlich ratlos.
 
12.01.2020
#1
A

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abvz

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Ich bin nicht der Experte würde aber empfehlen die Tür erstmal wieder komplett zu schließen und ihn ankommen lassen. Wenn er wieder etwas sicherer im Raum unterwegs ist mit der Gittertür arbeiten.

Dein Mann müsste ja eigentlich seine Bezugsperson sein? Dann sollte er sich einfach immer mal wieder für längere Zeit in dem Raum aufhalten. Dabei sollte man ganz normalen Tätigkeiten nachgehen wie lesen oder am Tablet/Laptop bisschen im Inet surfen, was auch immer... nicht den Kater betüddeln oder locken.

Ich rufe mal noch nach @Geek der wird mehr dazu sagen können.
 
Anja1991

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Ich bin nicht der Experte würde aber empfehlen die Tür erstmal wieder komplett zu schließen und ihn ankommen lassen. Wenn er wieder etwas sicherer im Raum unterwegs ist mit der Gittertür arbeiten.

Dein Mann müsste ja eigentlich seine Bezugsperson sein? Dann sollte er sich einfach immer mal wieder für längere Zeit in dem Raum aufhalten. Dabei sollte man ganz normalen Tätigkeiten nachgehen wie lesen oder am Tablet/Laptop bisschen im Inet surfen, was auch immer... nicht den Kater betüddeln oder locken.

Ich rufe mal noch nach @Geek der wird mehr dazu sagen können.
Vielen lieben Dank.
Also sein Kater lebt derzeit in unserem Schlafzimmer, wir versuchen abends jetzt schon immer früher ins Bett zu gehen sodass wir noch circa eine Stunde wach sind und auch wirklich bei ihm sind. Aber er interessiert sich wirklich null für uns. Ich sitze jetzt seit über einer Stunde im Schlafzimmer bei geöffneter Tür. Er sitzt weiter unter dem Bett und meinen ist so langweilig vor der Tür geworden das Sie eingeschlafen sind. Ich werde die Tür jetzt schließen und den Raum verlassen.
 
goya

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Uff, wenn der Arme nicht mal rauskommt, um zu seinen/ m Menschen zu kommen würde ich die Zusammenführung erstmal auf Eis legen. Ich würde ersrmal eine geschlossene Türe einhängen, ihm ein paar Tage Zeit geben und sollte er dann immer noch so verschreckt sein, muss erstmal an der Stelle angesetzt werden.
 
Geek

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Hi,
das klingt ja schon sehr verfahren.
Ich würde auch sagen, dass dein Partner (allein in einem Zimmer mit dem Burschen) aktuell die beste Therapie für den Kater ist.

Der Kater ist in Panik. Neue Umgebung mit (aus seiner Sicht) bösen Artgenossen, die ihm an den Kragen wollen.
Kein Wunder dass er sich nicht unter dem Bett hervortraut.
Ich weiß nicht wie gut der Kater dich kennt, aber eventuell kommt dann noch "eine fremde Frau mit lauten Klick geräuschen" hinzu, die ihn nicht in Ruhe läßt.

Du kannst eigentlich nur hoffen, dass der Kater durch eine Separierung und deinem Partner die Angst verliert.
Das wird aber Tage wenn nicht Wochen dauern und du selbst kannst eigentlich gar nichts machen, da du nicht seine Bezugsperson bist.
Danach kannst du dann mit einer Gittertür den Kontakt zu deinen Katzen herstellen.
 
Anja1991

Anja1991

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Vielen Dank für die Antworten. Dann probieren wir es erst mal so. Als der Kater noch in seiner Wohnung gelebt hat hat er anfangs wahnsinnige Angst vor mir gehabt- aber das ist bei allen fremden wohl so. Nach circa 3 Monaten hatte ich eigentlich das Gefühl es wird besser und jetzt zum Ende hin lag er auch abends immer bei mir und geschlafen wenn mein Partner schon im Bett war.
Ich dachte mir schon die ganze Zeit irgendwie seitdem er jetzt bei mir ist das vielleicht auch ich ihm nicht mehr ganz geheuer jetzt bin.
 
goya

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Er ist einfach überfordert und überängstlich. Lasst ihm Zeit, unsichere Tiere brauchen viel Zeit. Eventuell könnt ihr mit Hilfsmitteln arbeiten. Feliway, Felisept, Aromatherapie, Homöopathie, Schüsslersalz, Zylkene oder spezielles Futter können zur Beruhigung helfen. Vielleicht könnt ihr ihm vorlesen, das baut Vertrauen auf.
 
Andrea64

Andrea64

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Wie gut ist denn der Kater deines Partners überhaupt sozialisiert? Hier sehe ich ein großes Problem, wenn er die Sprache und Zeichen deiner Katze so gar nicht einordnen kann.
Klingt nach einem Projekt mit großem Durchhaltevermögen. Am besten nur nichts übereilen. Ich würde ihn auch erst einmal ganz in Ruhe ankommen lassen, bis er völlig aufgetaut ist - und dann erst über lange Zeit mit der Gittertür arbeiten.
 
Nelly12

Nelly12

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Es hat ja schon viele gute Ratschläge gegeben. Der Kater muss die Gelegenheit haben, in Ruhe, nach seinem Tempo, anzukommen. Mit einem Tier, dass sich unters Bett zurückzieht, zu klickern, halte ich für absolut falsch. Die Mehrzahl der Klicker ist für Katzenohren ohnehin viel zu laut, ich habe einen, der nicht lauter ist als ein Kugelschreiber, bei anderen erschrecken selbst meine Katzen. Setz Dich in sein Zimmer auf die Erde, lies ihm mit leiser Stimme etwas vor, vielleicht verteilst Du ein paar Leckerchen zwischen ihm und Dir. Aber lass ihm Zeit ohne ihn zu bedrängen.
 

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