Das klingt doch aber schon gar nicht schlecht. Wirst sehen, irgendwann tanzt er vorm Füttern nicht um den Stuhl, sondern um deine Beine.
Während er frisst, würde ich wie gesagt eigentlich nicht versuchen, ihn zu streicheln. Nur so ein Gefühl, dabei sollte er sich sicher fühlen und seine Ruhe haben. Meemaw nervt es, wenn ich sie beim Fressen anfasse.
Vielleicht kannst du dich zwischendurch am Tag mal auf den Boden setzen und ihm mit langem Arm ein Leckerli hinhalten. Aber stütz den Arm ab, das könnte dauern.

Vielleicht traut er sich ja.
Spielen stärkt auch schon die Bindung, das solltest du mehrmals am Tag mit ihm machen.
Zu den Scheuchen im
Tierheim fällt mir noch ein: Bei einem kleinen Wilden habe ich mich auf den Boden gesetzt und er blieb immer auf einen Meter Abstand. Ich habe dann mit so einem "Puschel am Stiel" mit ihm gespielt. Also keine Angel. Dabei habe ich den Puschel immer wieder weiter zu mir gezogen. Auch immer mal nahe an meine auf dem Boden abgelegte Hand. Schwierig zu beschreiben.
Irgendwann kam er im Spiel "aus Versehen" bis auf meinen Schoß. Das hat gut geklappt. Aber auch da habe ich NIE versucht, ihn einfach anzufassen. Dass er so nahe kam, fand ich schon ausreichend.
Rückfälle kann es natürlich auch geben.
Nur am Ball bleiben, aber nichts erzwingen.
Ich erinnere mich noch gut, als wir unseren Kater Findus aufgenommen haben. Er brauchte auch eine ganze Weile, saß die ersten Tage nur im Karton unter dem Küchentisch.
Irgendwann kam er zu uns, aufs Sofa. Dann dauerte es noch einige Tage, bis er das erste Mal schnurrte. Oh, was haben wir uns gefreut!
