Katze kommt nur selten nach Hause

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Mirasax

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Liebe Katzen-Forum-Menschen, ich bin mittlerweile recht verzweifelt und hoffe, vielleicht hier noch einen guten Rat zu bekommen.
Vor ca 4 Monaten ist Kater Henri bei uns eingezogen. Er ist ein Freigänger. Erstmal war alles super. Er war total schnell zugänglich und schien sich durchaus zu freuen, nun bei uns zu wohnen. Zwischen den Jahren ging das Problem los: Innerhalb weniger Tage klingelten 3 verschiedene Leute aus der Nachbarschaft bei uns, die wissen wollten,
ob Henri zu uns gehört und ob es ihm gut gehe. Er maunze so laut und bedürftig. Das stimmt auch, er hat ein total lautes Organ, egal ob bedürftig oder nicht. Seit Januar kommt er nun immer seltener zu uns. Wir wissen von einer Frau, dass sie ihn immer wieder füttert und zu sich reinlässt. Mittlerweile steht erregelmäßig vor ihrer Tür. Wir reden uns den Mund fusselig, sie lässt es leider nicht. Sie meinte aber auch, er sei nicht immer bei ihr, da gebe es wohl eine dritte Partei - die wir nicht kennen.
Wir haben viele Flyer mit Foto ausgehängt, dass es Henri gut geht und er nicht länger aufgenommen oder gefüttert werden aollte. Keine Wirkung. Vorgestern war er 5 Min lang da, gestern haben wir ihm kurzzeitig den Ausgang verweigert, heute kam er gar nicht. Er frisst fast nichts bei uns, ist aber wohlgenährt.
Wenn das so weitergeht, überlegen wir tatsächlich, ihn zurück ins Tierheim zu bringen, da wir so auch nicht sein Wohlergehen in der Hand haben. Wie sollen wir uns um seine Gesundheit kümmern, wenn er fast nie da ist? Was ist, wenn wir in den Urlaub fahren? Auch hält sich unsere Motivation, Tierarzt und Entwurmung etc für eine Katze zu zahlen, die fast nie da ist, stark in Grenzen.

Hat jemand einen Rat?
 
Zuletzt bearbeitet:
11.02.2020
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goya

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Ich bin leider Freigängerunerfahren, aber ich würde dringend raten eine stärkere Beziehung zu dem Kater aufzubauen.
Wie lange habt ihr denn gewartet bis er zum ersten mal raus durfte?
Wie oft spielt ihr mit ihm?
Clickert ihr mit ihm oder lastet ihn anderweitig geistig aus?
Hat er gemütliche Aussichtspunkte am Fenster, von dem er das Geschehen draußen beobachten kann?
Wie nutzt er seine Kratzbäume?
 
Tinaho

Tinaho

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Huhu und Herzlich Willkommen im Forum, schön dass du dich angemeldet hast.
Normalerweise antworten wir hier schneller auf Beiträge und/oder begrüßen neue Mitglieder.
Irgendwie ist dein Beitrag gestern wohl unter gegangen.

Zunächst einmal finde ich es super dass ihr einem Kater aus dem Tierheim ein neues zu Hause gegeben habt.
Henri scheint seinen Freigang sehr zu genießen und ist anscheinend viel unterwegs.
Leider kann man es oft nicht verhindern dass "fürsorgliche" Nachbarn eine "scheinbar" unterversorgte Katze füttern.
Er scheint ja auch Fremden gegenüber recht zutraulich zu sein.
Ich würde mit diesen Nachbarn das direkte Gespräch suchen.
Meine Frage: Seid ihr tagsüber zu Hause?
Henri zurück ins Tierheim zu bringen halte sich für die schlechteste Lösung. Er kann doch nichts dafür.
 
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Mirasax

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Schonmal vielen Dank für die Antworten! Das Tierheim wäre mit Abstand die allerschlimmste Lösung! Ich bin mit Katzen aufgewachsen und war so glücklich, endlich eine zu haben, ich hätte nie gedacht, dass es so laufen könnte.
Das mit der Beziehungspflege liegt natürlich am nächsten. Es ist nur ziemlich schwierig, wenn Henri so gut wie gar nicht hier ist und wenn, dann am liebsten nur für 5 Minuten. Gestern kam er dann gar nicht mehr. Heute nur ganz kurz. Mein Mann hat die Katzenklappe dann erstmal verschlossen, aber Henri hat sie aufbekommen (!) Am Anfang an hat er alle Spielversuche desinteressiert abgelehnt. Wir haben ein sehr großes Haus, in dem er jederzeit steuern kann, ob er nah bei uns oder lieber auf Abstand sein will. Es gibt genug Rückzugsmöglichkeiten auf Schränken, in „Höhlen“ und auch in unseren Betten, die er anfangs auch gerne genutzt hat. Jetzt scheint das alles wertlos zu sein, er will nur raus. Wir sind relativ viel zu Hause, weil mein Mann viel Homeoffice hat und ich auf Teilzeit als Lehrerin arbeite. Eigentlich alles ideal für eine Katze. Ich habe auch so lange damit gewartet, eine anzuschaffen, damit alles gut für sie ist.
Mit der Fütter-Nachbarin, die uns bekannt ist, haben wir schon oft geredet, sind uns aber nicht sicher, ob es bei ihr ankommt - obwohl wir sehr direkt waren. Wir glauben aber, dass er sich noch ein weiteres zu Hause gesucht hat, wir wissen aber nicht, wo.

Alles ziemlich schwierig.
 
Allesamt

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Habt ihr schon mal über ein Sender-Halsband nachgedacht?
Dann könntet ihr feststellen, wo er sich immer aufhält.
 
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Mirasax

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Achso, und nochmal zum Tierheim: Das wäre die Endstation. Ich fände es auch verantwortungslos, wenn er irgendwann gar nicht mehr käme und wir aber nicht wissen, ob sich jemand anderes gänzlich, also mit allen Pflichten, für ihn verantwortlich fühlt. Da wäre eine fachkundige Vermittlung woanders hin, wo vielleicht auch gerne sein will (bei uns will er es offensichtlich nicht) , besser.
Ergänzung ()

Habt ihr schon mal über ein Sender-Halsband nachgedacht?
Dann könntet ihr feststellen, wo er sich immer aufhält.
Ja, das wäre auch noch eine Option. Hat das jemand von euch schonmal versucht? Die Bewertungen auf Amazon sind zumindest alle sehr bescheiden.
 
Tinaho

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@Ilvy hat Erfahrung damit.
Weißt du etwas über Henris Vorgeschichte? Vielleicht sucht er ja Katzengesellschaft.
 
goya

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Ich würde versuchen seine Lieblingsleckerli rauszufinden. Was mag er besonders gerne? Verwöhnt ihn richtig wenn er zu Hause ist. Macht wenn möglich ein tägliches Ritual draus.
Dazu würde ich ihm seine Kratzstellen möglichst schmackhaft machen. Versucht seinen Geruch möglichst in Wohnraum zu verteilen. Kämt ihn und verteilt die Katzenhaare, animiert ihn zum Kratzmarkieren am Kratzbaum.
 
Patentante

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Hallo,
das GPS-Halsband nützt in dem Fall halt auch nur bedingt denk ich.
Vorher könntet ihr ihm ein Papierhalsband basteln mit irgendeinem dramatischen TExt und Eurer Telefonnummer drauf. Selten hat es wohl einen Effekt wenn man den Leuten erklärt dass das Tier krank ist, Spezialfutter braucht und eventuelle Fütterer dann die TA-Kosten übernehmen müssen (so oder ähnlich). Denn nein, eine Dauerlösung scheint mir das so nicht wirklich zu sein.
Wäre nochmal 6 Wochen drinbehalten eine Option?
 
Ilvy

Ilvy

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Hallo, herzlich willkommen,
ich finde es total schön, dass du dir so viel Gedanken machst um euren Kater.
Und belasten würde mich das auch.
Unsere drei Süßen sind Freigänger- die Nachbarn ringsum lieben sie- und mit Sicherheit kennen wir nicht alle ihrer Futterplätze.. Was uns schon Sorgen ( uh, sie fressen schlecht) und Kotzerei gebracht hat.
Und dann das Dilemma, es sich nicht mit der katzenliebenden Nachbarschaft zu verderben..
Die Chromolux- Halsbänder haben da Einiges verbessert.
Die sind ungefährlich ( festes Papier), auffällig, und wir haben sie beschriftet " ich habe ein Zuhause,bitte nicht füttern, sonst werde ich krank". Und Tel. nr. Das hat gewirkt-
Und der direkte Kontakt.
Alle freundlich ansprechen.
Falls euer Kater dauerhaft umziehen mag, müsste das dann mit aller Verantwortung und direkt ausgesprochen passieren.
Das habe ich auch gerade im Bekanntenkreis erlebt.
Katze mag einfach bei der Anderen lieber sein...
Die konnten es gut regeln...
Alles Liebe!
 
P

Puppi2004

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Hallo,
das mit den Nachbarn würde mich auch ärgern.
Unser Freigänger hat damals wohl gerne ein paar Häuser weiter bei der Oma mitgefuttert, die meinte, stets Futter für die "Streuner" (alle haben ein zuhause) rausstellen zu müssen.
Das mit der erfundenen Krankheit wäre eine Möglichkeit, Papierhalsband fiel mir auch als erstes ein.
Wobei man ja wirklich nicht weiss, was für ein "Schrott" bei den Nachbarn gefüttert wird; oft enthält minderwertiges Futter so "Suchtmittel", so dass er das Futter wahrscheinlich lieber mag, als das bei euch.

Mag er Katzenminze oder Baldrian? Es gibt diese etwas größeren Baldriankissen im Fressnapf, unsere Meemaw fährt total auf die Dinger ab. Manchmal gebe ich es ihr, wenn ich nicht weiss, was ich sonst mit ihr anstellen soll. ;)
Vielleicht könnt ihr ihm zuhause regelmäßig so ein Teil anbieten.
Erzwungenen Hausarrest halte ich für kontraproduktiv, ich als Katze würde danach dann noch seltener zurückkommen...

Ein Kumpel wäre eine weitere Möglichkeit.
Ergänzung ()

....
Falls euer Kater dauerhaft umziehen mag, müsste das dann mit aller Verantwortung und direkt ausgesprochen passieren.
Das habe ich auch gerade im Bekanntenkreis erlebt.
Katze mag einfach bei der Anderen lieber sein...
Die konnten es gut regeln...
Alles Liebe!
Achtung, da müsste dann aber das Tierheim informiert werden, soweit ich weiß!
 
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Mirasax

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Das mit dem Papierhalsband ist ein toller Tipp, das probieren wir auf jeden Fall. Ein Katzenminzekissen ist auch eine gute Idee. Er kam heute, bekam direkt Leckerlies und Zuspruch. Nachdem er sie aufgefressen hatte, verschwand er auch schon wieder. Er ist einfach nicht gerne hier 🤷🏻‍♀️
Einsperren wollen wir ihn nur ungern. Er maunzt dann kläglichst und randaliert. Es wirkt nicht so, als könnte man ihn dadurch davon überzeugen, lieber hier zu sein. Was wir schon probiert hsben, ist, kurzzeitig die Klappe zu schließen, das hat ihn einmal dazu bewegt, sich bei uns einen Platz zu suchen.

Vielen lieben Dank an euch für die vielen Ideen!
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Du könntest noch versuchen mit ihm zu spielen...
 
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Mirasax

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Spielen findet er total doof, schon von Beginn an. Das habe ich so noch nie bei einer Katze erlebt. Angelspiele, Pappkartons, wackelnde Füße unter der Bettdecke - ihn lässt alles kalt.

Zu der Frage nach Gesellschaft: Er hat vorher als Einzelkatze in einer WG gelebt. Der Besitzer ist ausgezogen und hat ihn bei den Mitbewohnern gelassen. Im Tierheim habe ich ihn als sehr gestresst durch die Artgenossen erlebt. Die Anschaffung einer weiteren Katze erscheint mir deshalb erstmal nicht so naheliegend.

Katzen sind vielleicht Persönchen...
 
goya

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Viele Freigänger finden Spielen doof, jagen ist viel spannender.
Das mit dem Papierhalsband ist ein toller Tipp, das probieren wir auf jeden Fall. Ein Katzenminzekissen ist auch eine gute Idee. Er kam heute, bekam direkt Leckerlies und Zuspruch. Nachdem er sie aufgefressen hatte, verschwand er auch schon wieder. Er ist einfach nicht gerne hier 🤷🏻‍♀️
Einsperren wollen wir ihn nur ungern. Er maunzt dann kläglichst und randaliert. Es wirkt nicht so, als könnte man ihn dadurch davon überzeugen, lieber hier zu sein. Was wir schon probiert hsben, ist, kurzzeitig die Klappe zu schließen, das hat ihn einmal dazu bewegt, sich bei uns einen Platz zu suchen.
Gib nicht so schnell auf. Bis Vertrauen aufgebaut wird dauert es je nach der Vorgeschichte des Tieres Wochen/ Monate. Gebt ihm immer wenn er nach Hause kommt Leckerli und lobt ihn ausführlich. Immer und immer wieder. Stellt am besten neben seine Katzenklappe eine Kratzmöglichkeit und animiert ihn zum Kratzen. So mackiert er sein Revier. Macht euer zu Hause spannend, in dem ihr Sachen zum Untersuchen anbietet. Gestaltet euren Garten katzengerecht, so das er alles was er braucht vor der Haustüre hat.
Und vor allem lasst ihn in seinem Tempo zu euch kommen. Er wurde bereits von seinem Besitzer verlassen und muss Vertrauen wieder lernen.
 

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