Zugelaufen.. wild oder mißhandelt?

Ali2003

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Hallo zusammen,
als ich im letzten Sommer regelmäßig ein paar Igel mit Katzentrockenfutter gefüttert habe, ist mir aufgefallen, dass zusätzlich eine Katze aus dem Napf gegessen hat, wenn die Igel fertig waren.
Erst habe ich mir nichts dabei gedacht, allerdings ist diese Katze da geblieben. Sie lässt sich nach wie vor nicht hochnehmen und ist extrem scheu.
Ob sie eine wilde Katze oder evtl. mal mißhandelt wurde und deswegen so ängstlich ist, kann ich nicht sagen.
Mittlerweile darf ich sie streicheln, aber mehr auch nicht. Wenn ich mich falsch bewege oder eine Person in die Nähe kommt, haut sie ab.
Auf einem Auge ist sie blind und ich schätze sie mittelalt ein. Sie läuft auch fast durchgehend "geduckt".
Ich habe noch zwei Hauskatzen aus dem Tierschutz, die allerdings nicht rausgehen.
Da diese Katze - habe sie Kati getauft - nun dauerhaft im Garten sitzt, habe ich ihr eine Hundehütte gekauft und entsprechend ausgestattet. In dieses ist sie auch eingezogen und schläft auch nachts drin. Für den Winter habe ich das Haus isoliert und abends bekommt sie immer eine Wärmeflasche. Ins Haus will sie nicht. Auch wenn ich die Tür auflasse, bleibt sie konsequent davor sitzen.

Ich würde sie gerne zum Tierarzt bringen, um zu schauen, ob sie gechipt ist und generell mal durchchecken lassen. Allerdings habe ich keine Idee, wie das funktionieren soll, da ich sie nicht hochnehmen kann. Gibt es eine Möglichkeit, sie mit Medikamenten ruhiger zu bekommen? Ich will allerdings auch nicht, dass sie dieser Zustand ebenfalls erschreckt und sie dann verschwindet und ihr dann noch was passiert.

Habt ihr noch Tipps zum Umgang mit ihr oder wie ich sie dazu bringen könnte, ins Haus zu kommen? Meine beiden Katzen sind sehr sozial und würden sie auf jeden Fall dulden. Sie bekommen ab und zu auch "Besuch" von anderen Katzen, was kein Problem darstellt.

Viele Grüsse
Diana
 

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Tinaho

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Hallo Diana und Herzlich Willkommen im Forum, schön dass du dich angemeldet hast.

Ich finde es prima, dass du dich um die wilde Katze kümmerst. Danke dir.;):)
Es ist immer schwierig wilde Katzen ins Haus zu locken, eigentlich müssen sie von alleine den ersten Schritt machen.
Wenn du sie wirklich zum Tierarzt bringen möchtest (und nicht abwarten willst bis sie von alleine so weit ist), um z.B. das Auge untersuchen zu lassen, gibt es bestimmt die Möglichkeit beim Tierschutz eine Katzen-Falle zu bekommen. Keine Angst es ist eine Lebendfalle.;)
Allerdings könnte dadurch das mühsam aufgebaute Vertrauen zerstört werden. Es ist also immer eine Gratwanderung.

Ansonsten bleibt dir nur übrig abzuwarten ob Kati von alleine noch zahmer wird. Ihr seid ja da auf einem guten Weg.
Falls es sich wirklich um eine "wilde" Katze handelt kann es natürlich sein, dass sie nie richtig zahm wird, vor allem wenn sie schon schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht hat.
 
Sancojalou

Sancojalou

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Hallo und herzlich willkommen.

Ich denke es ist eine verwilderte Hauskatze. Ausgesetzt oder irgendwann mal entlaufen.
Auch Hauskatzen, die niemals Freigang hatten können draußen so scheu sein, dass man nicht denkt, dass es mal Hauskatzen waren.

Richtige "Wildlinge" die nie Menschenkontakt hatten, verhalten sich vermutlich am Anfang noch anders. Oder gibt es bei Euch evtl. noch eine Futterstelle und sie ist abgewandert?

Ich würde schauen, dass du eine Lebendfalle erhältst und sie dort drin erst einmal anfütterst, bevor du sie scharf stellst und zum TA bringen kannst.

Ohne Untersuchung beim Tierarzt würde ich sie nicht mit zu deinen Katzen lassen, da wäre mir das Krankheitsrisiko zu hoch. FIV und Leukose sieht man ja nicht einfach so.

Ich wünsche dir aus ganzem Herzen Erfolg, dass du sie Einfangen kannst, sie beim Tierarzt untersucht werden kann und dass sie Gesund ist.

Vielleicht ist sie zu aller Überraschung auch noch gechipt.
❤💞👍
 
Ali2003

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Vielen Dank für die wertvollen Tipps. Das mit den evtl. Erkrankungen von Kati ist natürlich absolut richtig.
Daher werde ich nun versuchen, sie noch zutraulicher zu bekommen und dann ggf. in ein paar Monaten in einer Transportbox oder zur Not mit Lebendfalle zum Tierarzt zu bringen. Alles weitere dann erst anschließend.
 
Kirchenmaus

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Super, dass du dich um die hübsche Katze kümmerst. Du kannst sie ja evtl. mal über das Futter entwurmen. Das wäre bei einer Freigängerin durchaus sinnvoll.
 
Ali2003

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Ich habe ihr vor drei Tagen eine Wurmkur in den Nacken getröpfelt, während sie gegessen hat. Allerdings hat sie das gemerkt und ist sofort weggehuscht. Seitdem rennt sie auch immer weg von ihrem Haus wenn ich komme. Ich hoffe, dass ändert sich bald wieder.
Nächstes Mal werde ich sie dann mit Tabletten entwurmen. Daran hatte ich gar nicht gedacht. Der Tierarzt hat mir nur die Tropfen mitgegeben.
 
Kirchenmaus

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Dann kommst du aber toll an sie ran, wenn das geht und jetzt ist sie ja erstmal versorgt. Super. Ich glaube, mit der Zeit wird das und im Sommer kannst du mal mit ihr zum Tierarzt.
 
Ali2003

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ich will mir gar nicht ausmalen, wie "sauer" sie danach auf mich sein wird ;-) Aber es muss sein und ist nur für ihr Wohlergehen.
 
Sancojalou

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Wenn du mit ihr zum TA möchtest ist doch egal, wann sie sauer auf dich ist. Ich würde jetzt mit dem Füttern in der Lebendfalle anfangen, dann habt ihr den TA Besuch so schnell wie möglich hinter euch.

Und dann noch Zeit übers Frühjahr zum Herbst das Vertrauen zu verfestigen (und sie kann vielleicht mit in die Wohnung vor dem Winter).

Und die richtigen "Wildlinge" werden doch auch zum Kastrieren eingefangen und dann wieder an ihrer oft vorhandenen Futter und Schlafstelle ausgesetzt, da es keine Pflegeplätze für sie gibt.
Die Rennen erst mal wie die verrückten in alle Richtungen weg, kommen dann aber (meistens) zu ihren Futterstellen /Fütterzeiten zurück.

Für eine draußen Katze hat es Kati doch schon mal super gut bei dir getroffen. 😘
 
Sancojalou

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Richtiges Vorgehen wäre sie dem Ordnungsamt/ Fundbüro / Tierheim / Polizei zu melden, damit die Gelegenheit besteht sie Einzufangen und evtl. einen vorhandenen Chip auszulesen.
Oder vom Tireschutzverein kommt jemand mit einem Chiplesegerät und schaut ob ein Chip vorhanden ist, wenn möglich. Alles Theorie, aber korrektes Vorgehen.

Außerdem sie bei Tasso und Haustierregister als Fundtier am besten mit Bild melden.
Kann ja sein, das sie vor Jahren entlaufen ist und dort als vermisst gemeldet ist.

Man erwirbt nicht automatisch Eigentum an einer verwilderten Fundkatze auch wenn man sich kümmert.

Schlimmstenfalls könnte dir auch eine Anzeige wegen Unterschlagung usw. drohen.
Das hört sich jetzt vielleicht erst mal krass an, ist aber so.

Ich finde es toll, dass du dich um Kati kümmerst, informiere dich einfach noch einmal.
Oder frage als Erstes im zuständigen Tierheim an wegen weiterem Vorgehen, ich denke die werden froh sein, dass sie erstmal versorgt wird, aber auf Chip untersuchen, Tasso usw. gehört auch dazu.

Außerdem gibt es immer noch Menschen, die ihre Katzen ungechipt rauslassen....und trotzdem dann auch über Tasso suchen.

Ich hoffe das ist nicht zu verwirrend und chaotisch geschrieben. 🙈🙊
 
Ali2003

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alles klar. Ich werde sie dann bei den o.g. Stellen melden. Vielleicht lässt sich so mehr über sie herauskriegen.
 
mennemaus

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Hallo Diana,
herzlich Willkommen hier im Forum. Schön, dass du dich angemeldet hast um Tipps für deine Dauer-Terassen-Besuchskatze Kathi zu bekommen. Es ist toll, dass du dich um sie kümmerst und ihr nicht nur Futter, sondern auch eine Schutzhütte und Medikamente gegen Würmer gegeben hast.

Das Vertrauen von freilebenden Katzen zu erlangen, ist schwierig, jedes Eingreifen in ihren Bereich (so wie das Beträufeln mit den Tropfen gegen Würmer) wirft die Beziehung möglicher Weise erstmal zurück. Trotzdem ist das sinnvoll und nötig, auch wenn sie dann wieder etwas vorsichtiger wird.

Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, Kathi mit einer Falle (die man teilweise bei den Tierheimen oder beim Tierarzt ausleihen kann) einzufangen und zum Tierarzt zu bringen. Der könnt auch nachsehen, ob sie gechipt ist und irgendwo ein Besitzer auf sie wartet. Falls es einen Besitzer gibt, könnte der dann umgehend benachrichtigt werden. Auch wenn sie schon so lange draußen lebt, wird sie vielleicht schmerzlich vermisst. Das Feststellen, ob sie einen Besitzer hat, steht somit an erster Stelle.

Wenn sie nicht gechipt ist oder sich kein Besitzer mehr feststellen lässt, könnte der Tierarzt alles weitere an notwendigen Behandlungen durchführen. Dann müsste sie gegen Würmer und Flöhe behandelt werden und vermutlich auch kastriert (es sei denn, sie war eine Hauskatze und wurde schon kastriert). Das Auge kann der Tierarzt dann auch angucken und behandeln, wenn er dies für nötig hält.

Falls bei diesem Besuch eine OP (Kastration/Auge) ansteht, müsste sie ein paar Tage isoliert in deinem Haus bleiben. Vielleicht gewöhnt sie sich dann sogar daran, im Haus zu sein und wird doch noch deine dritte Katze.
 
Sancojalou

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Ich will dir keine Angst machen und wie gesagt, es ist toll dass du dich um Kati kümmerst.

Wie genau bei euch das Vorgehen ist, frag im Tierheim an, das ist ja wie einiges nicht Bundesweit einheitlich geregelt.
 
WinstonvonWensin

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Du meldest das Tier dem Fundbüro und dem örtlichen Tierheim ist das einfachste. Wenn du dieses schon im Spätsommer gemacht hättest..... wäre die Katze jetzt dein Besitz. Sagst aber, dass du sie weiterhin medizinisch und futtertechnisch versorgst. Es sei du möchtest, dass Kati in die Hände einer Tierschutzorganisation oder Tierheim soll.

Dann würde ich versuchen, eine Falle zu organisieren um das Tier einzufangen. Um zu schauen ob sie gechipt, wie der derzeitige Gesundheitszustand ist und ob sie kastriert ist.

Du solltest das Tier bei Facebook einstellen, EBay Kleinanzeige und Suchplakate nutzen... bitte dabei Rücksprache mit der Gemeinde beachten. Es gibt Gemeinden die sehr großzügig sind und andere wieder nicht. Würde diese Plakate im Umkreis verteilen.
Katzen, wenn sie gut versorgt werden reduzieren ihr Terrain.

lg
Verena
 
Emil

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(y) Super, dass Du Dich so toll um die Katze kümmerst und sie versorgst. Alles Weitere wurde Dir ja bereits empfohlen und ich hoffe, dass Du die Süße in absehbarer Zeit so weit bekommst, dass sie bei einem Tierarzt durchgecheckt und getestet werden kann. Vorher würde ich sie auf keinen Fall mit Deinen eigenen Tieren in Berührung bringen. Und wie bereits auch schon erwähnt eventuelle weitere Wurmkuren nur noch in Tabletten unter das Futter. Ich habe letzten Sommer auch ca. 8-10 Wochen eine Mutterkatze ( vermutlich von einem nahegelegenen Bauernhof ) versorgt , die allerdings sehr zutraulich und verschmust war. Sie wollte unbedingt ins Haus, was ich aber wegen meiner beiden Kater nicht zulassen konnte. Die Kleine hatte definitiv Würmer und ließ sich die sofort geholte Wurmkur problemlos im Nafu verabreichen. Ich konnte sie auch auf den Arm nehmen und problemlos in den Katzenkorb packen. Sie wurde nach Abholung vom Tierheim umgehend kastriert und untersucht und bereits nach 4 Wochen in ein schönes Zuhause vermittelt. Dort ist sie jetzt Chefin eines Katerkumpels und ihrer Dosis :ROFLMAO:
Ich hätte sie sehr gerne selbst aufgenommen, aber es sprach leider zu Vieles dagegen. Obwohl ich mittlerweile denke, ich hätte es trotzdem versuchen sollen.
 
WinstonvonWensin

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Sie wurde nach Abholung vom Tierheim umgehend kastriert und untersucht und bereits nach 4 Wochen in ein schönes Zuhause vermittelt.
Das ist aber eine nicht so ideale Handhabung des Tierheimes. Denn aufgrund der Zahmheit war es kein herrenloses Tier.
Eine Adoption ist folglich erst nach einem halben Jahr möglich. Denn Fundtier = Fundsache.

Ich hoffe sie haben den neuen Besitzern ganz klar gesagt, dass sie nur mit Vorbehalt adoptieren können. Fundtiere können schon vor Ablauf dieser Frist vermittelt werden, wobei die endgültige Adoption erst nach sechs Monaten erfolgen kann.

lg
Verena
 
anne53

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Du könntest dir beim Tierschutz oder beim Tierarzt ein Chiplesegerät ausleihen. Da du sie ja streicheln kannst, würde das sicher funktionieren.
Alles Gute.
 
Emil

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Das ist aber eine nicht so ideale Handhabung des Tierheimes. Denn aufgrund der Zahmheit war es kein herrenloses Tier.
Eine Adoption ist folglich erst nach einem halben Jahr möglich. Denn Fundtier = Fundsache.

Ich hoffe sie haben den neuen Besitzern ganz klar gesagt, dass sie nur mit Vorbehalt adoptieren können. Fundtiere können schon vor Ablauf dieser Frist vermittelt werden, wobei die endgültige Adoption erst nach sechs Monaten erfolgen kann.

lg
Verena
Bei Klein-Mara war es ja ziemlich klar, wo sie her kam ( dieser ehemalige Bauernhof ) und dass sie dort nur geduldet wurde.
Ihre Zahmheit erkläre ich mir damit, dass sie vermutlich schon bevor sie zu uns kam regelmäßigen Kontakt zu Menschen hatte ( ich vermute auch zu Kindern ) und zum Glück keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Hat aber etwas gedauert, bis sie sich anfassen und kuscheln ließ. Aber dann war sie nicht mehr zu halten :love: Vermisst wurde sie definitiv nicht. Und das halbe Jahr ist jetzt zum Glück auch Geschichte.
 

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