Unsere Katze treibt mich mit ihrem Verhalten in den Wahnsinn

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wendyrosewood

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Hallo zusammen,

unsere Katze bringt mich momentan einfach zur Verzweiflung. Ich kann seit Wochen nicht mehr durchschlafen, weil unsere Katze mich jede Nacht zwischen 4 und 6 Uhr weckt. Das ist eigentlich das Hauptproblem.

Ich stelle ihr jeden Abend bevor ich ins Bett gehe zwei unterschiedlich befüllte Futternäpfe hin, weil sie eine sehr mäkelige Esserin ist und was an einem Tag gierig verschlungen wird, schmeckt ihr am nächsten schon nicht mehr. Meistens frisst sie eine Schüssel komplett leer und die andere bleibt zu 3/4 voll. Also Hunger kann sie keinen haben.
Sie ist Freigängerin, aber schon immer nachts drinnen. Sie möchte auch selber erst raus, wenn es hell ist, weil sie fürchterliche Angst vor den anderen Katzen hier hat und die vor allem nachts unterwegs sind.
Meistens läuft es so ab, dass wenn ich dann endlich aufstehe, sie sofort wie eine Bekloppte die Treppe runterläuft und in die Küche vorrennt und mir dann wie wild um die Beine streicht, weil sie etwas anderes zu Fressen haben möchte. Sie versucht es immer, aber versteht mittlerweile eigentlich sehr schnell, dass sie nichts anderes bekommt und frisst dann ganz normal ihr "altes" Fressen. Danach legt sie sich ins Wohnzimmer, putzt
sich, möchte vielleicht etwas Spielen oder guckt aus dem Fenster. Aber raus möchte sie noch nicht. Wenn ich dann erstmal wieder hochgehe, habe ich vielleicht 30-60 Minuten Ruhe bevor sie wieder anfängt.

Wenn die Schlafzimmertür offen steht, springt sie immer wieder auf mich und runter, sodass an Schlaf gar nicht mehr zu denken ist. Sie fängt dann auch an am Teppich und Bett zu kratzen und überhaupt alles zu machen was sie nicht darf nur um Aufmerksamkeit zu bekommen.
Wenn wir die Schafzimmertür zu lassen, kratzt und miaut sie so lange an der Tür bis ich endlich aufmache. Das kann dann 2 Stunden so gehen bis ich endlich aufstehe und mit ihr runtergehe.
Eine Nacht habe ich es mit Ohropax versucht, weil ich endlich mal wieder durchschlafen wollte. Sie war am nächsten Morgen total verstört, völlig verstummt und gar nicht mehr sie selber. Gut, sie hat sich im Laufe des Tages dann auch wieder gefangen und war wieder normal, aber mir tat das dann so leid, dass ich es bisher nicht nochmal getan habe. Ich mag es auch sowieso nicht mit Ohrenstöpseln zu schlafen.

Heute Morgen dann die Krönung. Sie weckte mich gegen 5:30 Uhr. Nachdem sie 30 Minuten lang wieder ihre Show abgezogen hat, bin ich dann entnervt aufgestanden. Heute hatte sie ungewöhnlicherweise beide Futternäpfe kaum angerührt und sie bettelte wie wild um etwas Neues zu bekommen. Sie hat ungewöhnlich jämmerlich miaut, als wäre sie am Verhungern. Da ich aber sowieso nur genau die beiden Sorten noch im Schrank hatte, konnte ich ihr keine dritte Alternative bieten. Ich hab ihr dann die Terrassentür einen Spalt aufgemacht und hab mich noch eine Stunde hingelegt.
Als ich dann richtig aufgestanden bin, hab ich gesehen, dass sie auf den Küchenschrank gepinkelt hat. Mein Mann hatte mir einen schönen Blumenstrauß geschenkt und um die Vase herum war eine große Wasserlache. Ich dachte erst, die Vase wäre undicht, aber nein.. Es war eindeutig stinkender Katzenurin.
Ich hab ehrlich gesagt beim Putzen geheult, weil ich so angewidert, enttäuscht und genervt war. Und ich liebe diese Katze wirklich über alles und würde sie niemals wegen sowas abgeben, aber ich fühle mich trotzdem einfach nur noch verzweifelt. Ich kann nie durchschlafen, sie ist völlig unerzogen und kratzt sich überall nur nicht da, wo sie soll (Kratzbaum, Kratzbrett ist vorhanden). Und nun pinkelt sie noch AUF den Küchenschrank???

Ich weiß, dass Katzen sehr sensibel sein können, aber es gab hier keine Veränderung. Keine neuen Möbel, kein neues Familienmitglied oder Streit. Es ist alles so wie immer. Da ich von zuhause aus arbeite, ist sie so gut wie nie alleine und ist sowieso der Star hier im Haus. Sie wird immer beachtet und wir spielen viel mit ihr. Da sie tagsüber die meiste Zeit draußen ist, tobt sie sich auch genügend aus. Sie ist sehr verschmust und scheint sich sehr wohl zu fühlen. Gesundheitlich geht es ihr auch gut.

Wie kann ich sie dazu bringen, dass sie endlich durchschläft oder mich zumindest in Ruhe lässt? Früher hat sie sich ja auch selber beschäftigt.

Ich weiß mittlerweile echt nicht wie das mit ihr weitergehen soll. Jetzt muss ich ja auch noch Angst haben, dass sie weiß Gott wo anfängt zu pinkeln, wenn ich nicht spure. Zumindest kommt es mir so vor :/ Ich weiß einfach nicht, wie ich ihr gerecht werden kann und was sie eigentlich von mir möchte. Ich habe das Gefühl, dass ich von einer Katze tyrannisiert werde.

Falls jemand Tipps oder ähnliche Probleme hat, würde ich mich sehr über eine Antwort freuen.

Danke und liebe Grüße
Wendy
 
08.04.2020
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Kalli383

Kalli383

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Hallo Wendy,
ist das mit dem außerhalb des Klos Urinieren schon öfter passiert oder nur diese eine Nacht? Falls öfter auch Tagsüber?

Wie alt ist die Katze und ist es eine Einzelkatze?
 
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wendyrosewood

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Hallo Wendy,
ist das mit dem außerhalb des Klos Urinieren schon öfter passiert oder nur diese eine Nacht? Falls öfter auch Tagsüber?
Hallo Kalli,

nein, das ist noch nie vorher passiert.
An einem frühen Morgen vor circa zwei Wochen saß sie von innen vor der Terrassentür als ein Kater aus der Nachbarschaft direkt an der Scheibe vorbeilief. Sie hat vor Schreck total laut aufgeschrien, dabei Urin abgelassen und sich dann erstmal versteckt.
Das war bis dahin das erste und einzige Mal, dass sie ins Haus gemacht hat. Aber die Arme hat sich auch extrem erschrocken. Ich wusste zwar, dass sie enorme Angst vor anderen Katzen hat, aber war doch selber erschrocken darüber, dass sie sogar gepinkelt hat.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Ist das neue Verhalten zeitgleich mit dem Erschrecken an der Balkontür aufgetreten?
 
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wendyrosewood

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Hallo Claudi,

das nächtliche oder bzw früh morgendliche Wecken hat sich so vor 3-4 Monaten eingeschlichen. Aber seit circa 8 Wochen macht sie es wirklich jede Nacht.
Ich verstehe wirklich nicht warum. Mein Mann meint ja, dass ich sie zu sehr verwöhne und sie einfach Aufmerksamkeit will.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Hast du mal versucht, kurz bevor ihr zu Bett geht, sie richtig auszupowern? Clickern, Angelspiele etc...
Das sie vor Angst unter sich macht, ist übel. Ist sie sehr sensibel wenn mal etwas anders als sonst ist?
Das pieseln an unerwünschten Stellen kann viele Ursachen haben: Gesundheit/Blase...
Angst, Unsicherheit aber Protest ist mir nicht bekannt. Reinige die Stellen mit einem Enzymreiniger damit es für die Katzennase nicht mehr nach Urin duftet und möglicherweise wieder dazu animiert, hin zu pieseln.
Wann war der letzte TA Besuch denn?
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Was verfütterst du denn ?
Bekommt sie Leckerli?
 
Ilvy

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Hallo, ich frag auch nochmal, wie alt ist sie denn; lebt sie schon immer allein bei euch und wann war der letzte TA- Check?
LG
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Ups, hat Claudi auch gerade schon gefragt
 
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wendyrosewood

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Hast du mal versucht, kurz bevor ihr zu Bett geht, sie richtig auszupowern? Clickern, Angelspiele etc...
Das sie vor Angst unter sich macht, ist übel. Ist sie sehr sensibel wenn mal etwas anders als sonst ist?
Das pieseln an unerwünschten Stellen kann viele Ursachen haben: Gesundheit/Blase...
Angst, Unsicherheit aber Protest ist mir nicht bekannt. Reinige die Stellen mit einem Enzymreiniger damit es für die Katzennase nicht mehr nach Urin duftet und möglicherweise wieder dazu animiert, hin zu pieseln.
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Bekommt sie Leckerli?
Hallo, ich frag auch nochmal, wie alt ist sie denn; lebt sie schon immer allein bei euch und wann war der letzte TA- Check?
LG
Also kurz bevor wir ins Bett gehen, schläft sie meistens schon stundenlang. Normalerweise ist sie bis zum Sonnenuntergang draußen, dann kommt sie rein, frisst, schmust noch etwas und sucht sich dann einen Platz zum Schlafen. Wenn wir dann ins Bett gehen, steht sie meistens auf und geht mit in unser Bett. In Spiellaune ist sie dann nie, weil sie selber müde ist. Sie ist nur sehr viel schneller ausgeschlafen als wir.. Sie rennt aber tagsüber wie eine Wilde durch die Gärten. Heute Morgen hat sie erst einen Vogel reingebracht.. Aber zwischendurch spiele ich immer mal mit ihr. Das mit dem Clickern könnte ich aber auch mal ausprobieren, danke für den Tipp :)
Sie ist eine sehr, sehr ängstliche Katze. Wir haben sie ja von unseren Nachbarn übernommen und ich habe noch nie so eine schreckhafte Katze kennengelernt. Sie müsste ungefähr 4 1/2 Jahre alt sein. Einerseits ist sie extrem verschmust und schläft am liebsten auf meiner Brust und andererseits ist sie sehr scheu. Wenn man sie streichelt, kratzt sie manchmal auch sehr schnell aus dem Nichts heraus, wenn sie sich angegriffen fühlt. Wenn man ihr aber zum Beispiel die Augen sauber machen möchte, wird sie total devot und lässt es über sich ergehen. Vor Besuch hat sie auch enormen Angst. Wenn sie im Fernsehen eine Türklingel hört versteckt sie sich oder will ganz schnell aus dem Haus. Wir konnten vor ein paar Tagen nichtmal Susi und Strolch gucken, weil sie Angst vor dem Hundegebell hatte :D Also sie ist wirklich sehr ängstlich. Aber das war sie ja schon immer und da hat sie auch durchgeschlafen :/

Ich war Anfang März mit ihr beim Tierarzt. Da war noch alles ok.. Sie frisst auch ganz normal und das Katzenklo ist auch genauso voll wie sonst. Körperlich kann ich so keine Veränderung feststellen.

Sie kriegt unterschiedliche Sorten Nassfutter. Ich muss immer wechseln, weil sie so wählerisch ist. Aber kein Billig-Futter. Leckerlis kriegt sie nicht täglich, aber wenn dann Dreamies. Das sind die einzigen, die sie mag.

Ich werde heute Nacht alle Türen zumachen. Dann muss sie bei uns oder im Flur schlafen.
 
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Mina_Evi

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Das klingt sehr anstrengend. Gesund ist sie ja laut Tierarzt, so wie du schreibst. Hast du dir mal überlegt, ob ihr vielleicht eine Zweitkatze gut tun würde. Deine Erzählungen erinnern mich nämlich sehr an unsere Evi. Da kann der Teller noch so voll sein, wenn sie lieber was anderes zu futtern möchte, könnte man meinen, sie verhungert. Aber sobald eine andere unserer Katzen frisst, schmeckt es Evi dann doch.
Zudem ist sie auch bei Besuch erstmal scheu und erschrickt sehr häufig vor allen möglichen Dingen. Aber sobald sie bei den anderen Katzen sieht, das keine Gefahr besteht, verliert sie ihre scheu sofort.
Und bezüglich ihrem Schlafrhythmus bin ich mir sogar fast sicher, dass ihr eine Zweitkatze helfen würde. Sie hätte Beschäftigung und konnte ihre Energie morgens gleich mit spielen los werden. Bei uns darf keine Katze ins Schlafzimmer, sonst würden wir kein Auge mehr zukriegen. Ab und zu werde ich morgens vor dem Wecker schon wach, weil man sie im Flur toben hört :ROFLMAO:
 
Fellbausch

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Hier scheint die Katze aber ja panische Angst vor anderen Artgenossen zu haben. Ob ihr da gerade eine zweite Katze im Haus helfen würde... Halte ich eher für unwahrscheinlich.
 
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Gast29323

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Also wenn ich meine Kater (Mehrzahl) draußen mit anderen/fremden Katzen beobachte, hätten sie ganz klar den Stempel "unverträglich".

Am Verhalten gegenüber fremden Katzen kann man höchstens den Charakter erkennen und danach eine Zweitkatze auswählen.

Was bei der Vergesellschaftung von ängstlichen Katzen neben einem passenden Zweittier aber sicher immens wichtig ist um überhaupt eine Chance zu haben ist einen langsame, geregelte VG mit Gittertür und PiPaPo.

Von daher würde ich ebenfalls zu einer Zweitkatze raten auch wenn das deine Maus nicht auf Fingerschnippen zu einer anderen Katze macht, es entspannt die Situation lediglich. Und es wird alles andere als einfach, vielleicht sogar auch mal ein Misserfolgt, letztlich aber die Mühe wert. Ihr werdet alle im Endeffekt davon profitieren, denn damit zur Ihr ihr wirklich was Gutes.

Falls das eine Option ist, dann ist hier natürlich jeder mit Rat beiseite, schon allein die Auswahl eines passenden Zweittieres ist ein Knackpunkt.
 
bertiundsine

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Hier scheint die Katze aber ja panische Angst vor anderen Artgenossen zu haben. Ob ihr da gerade eine zweite Katze im Haus helfen würde... Halte ich eher für unwahrscheinlich.
Sehe ich auch so. Da besteht die Gefahr, dass die Katze sich auch drinnen nicht mehr wohl fühlt und nur noch Angst hat. Ein trial and error Versuch wär mir persönlich zu riskant.. Zur Pipi an der Blumenvase: Waren das Schnittblumen aus dem Garten? Vielleicht hat sie da was gerochen und markiert..
 
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Mina_Evi

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Es ist generell schwierig in die Zukunft zu sehen. Natürlich kann eine Zweitkatze auch ein Unwohlsein im eigenen Zuhause verursachen - das will ich nicht herunterspielen. Ich kann nur meine persönliche Erfahrung weitergeben. Unsere Evi war draußen immer sehr gestresst und hat alle Katzen angefaucht - auch ihre Mitbewohnerin, wenn sie wieder reinkam. Wir haben uns am Ende gegen einen ungesicherten Auslauf entschieden, so ihr Revier gesichert und verkleinert und seitdem ist gut und sie ist sehr entspannt. Auch die Zusammenführung war nicht einfach mit ihr. Wir haben sogar zwischenzeitlich gedacht, dass es nicht klappt. Aber nach und nach hat man Fortschritte gesehen.
 
bertiundsine

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Natürlich kann ich in die Zukunft sehen ;) Nein, es ist schon so, man weiß es einfach nicht. Oft läuft es eben ganz anders als Dosi sich das gedacht hat...
 
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Gast29323

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Ein trial and error Versuch wär mir persönlich zu riskant..
Davon redet ja keiner. Hier wurde nicht geraten ohne Sinn und Verstand Katzen zueinander zu setzen.

Ich kann akzeptieren, wenn Jemand sagt er will das nicht. So schade es ist aber diese Entscheidung muss jeder Halter selbst treffen.

Was aber nicht im Sinne der Beratung sein sollte ist grundlos von vornherein abzuraten. Katzen sind keine Einzelgänger. Es mag die Ausnahmen geben die die Regel bestätigen aber das ist äußerst selten. Allzu oft scheitert es eben auch an der Durchführung.

Von daher weiterhin das Angebot an die TE, wenn das für Euch eine Option ist gibt es hier im Forum sehr viel Erfahrung. Es gibt hier zig Halter von ehemaligen Einzelkatzen. ;)
 
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wendyrosewood

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Und bezüglich ihrem Schlafrhythmus bin ich mir sogar fast sicher, dass ihr eine Zweitkatze helfen würde. Sie hätte Beschäftigung und konnte ihre Energie morgens gleich mit spielen los werden. Bei uns darf keine Katze ins Schlafzimmer, sonst würden wir kein Auge mehr zukriegen. Ab und zu werde ich morgens vor dem Wecker schon wach, weil man sie im Flur toben hört :ROFLMAO:
Das habe ich mir ehrlich gesagt auch schon überlegt! Ich hätte sowieso am liebsten 2-3 Katzen, aber da wir momentan auf Haussuche sind, wollten wir für dieses Zuhause erstmal kein neues Tier anschaffen. Wenn wir aber etwas gefunden haben und sie sich komplett eingewöhnt hat und wir einen ausbruchssicheren Garten haben, könnte ich es mir gut vorstellen es mal zu versuchen. Mir macht dieser unkontrollierte Freigang nämlich Angst und für neue Katzen würde ich das nicht wollen. Bei ihr wurde mir die Entscheidung ja sozusagen abgenommen, weil sie erst den Nachbarn gehörte. Trotzdem mache ich mir ständig Sorgen. Hier wurden auch schon einige Katzen überfahren.

Hier scheint die Katze aber ja panische Angst vor anderen Artgenossen zu haben. Ob ihr da gerade eine zweite Katze im Haus helfen würde... Halte ich eher für unwahrscheinlich.
Das sind natürlich auch meine Bedenken. Als sie hier noch nicht fest eingezogen war, aber wir schon mehrmals täglich besucht wurden, hatte ich einmal für 2 Wochen meine alte Katze, die sonst bei meinen Eltern gelebt hat, zu Besuch. Sie hat sie einmal gesehen, geschrien und kam wochenlang nicht wieder. Erst als sie wieder total abgenommen hatte, hat sie mich draußen abgefangen und flehend anmiaut. Ich hab sie dann hochgenommen und ihr gezeigt, dass niemand mehr bei uns im Haus ist. Das war richtig schlimm.

Falls das eine Option ist, dann ist hier natürlich jeder mit Rat beiseite, schon allein die Auswahl eines passenden Zweittieres ist ein Knackpunkt.
Ich dachte, dass eine Babykatze ihr wahrscheinlich am wenigsten Angst machen würde. Oder muss das nicht unbedingt so sein?

Sehe ich auch so. Da besteht die Gefahr, dass die Katze sich auch drinnen nicht mehr wohl fühlt und nur noch Angst hat. Ein trial and error Versuch wär mir persönlich zu riskant.. Zur Pipi an der Blumenvase: Waren das Schnittblumen aus dem Garten? Vielleicht hat sie da was gerochen und markiert..
Nee, es war ein Strauß vom Floristen. Aber vielleicht hat sie ja trotzdem was gerochen? Ich weiß es nicht, ich hab mich mittlerweile auch wieder etwas von dem Schock erholt. Trotzdem hab ich noch nie gehört, dass eine Katze sowas macht und die Küchentür bleibt jetzt auch nachts zu..

Auch die Zusammenführung war nicht einfach mit ihr. Wir haben sogar zwischenzeitlich gedacht, dass es nicht klappt. Aber nach und nach hat man Fortschritte gesehen.
Das ist ja schön, dass es dann doch geklappt hat! Wie seid ihr denn vorgegangen? Habt ihr die neue Katze, dann anfangs in einen eigenen Raum gesperrt oder sofort beide frei herumlaufen lassen? Spielen sie jetzt auch miteinander?

Was aber nicht im Sinne der Beratung sein sollte ist grundlos von vornherein abzuraten. Katzen sind keine Einzelgänger. Es mag die Ausnahmen geben die die Regel bestätigen aber das ist äußerst selten. Allzu oft scheitert es eben auch an der Durchführung.

Von daher weiterhin das Angebot an die TE, wenn das für Euch eine Option ist gibt es hier im Forum sehr viel Erfahrung. Es gibt hier zig Halter von ehemaligen Einzelkatzen. ;)
Danke :) Wenn wir mal soweit sind, dass wir eine zweite Katze anschaffen können, werde ich mit Sicherheit darauf zurückkommen. Vielleicht würde ihr etwas Gesellschaft wirklich gut tun. Es ist ja vor allem Angst, die sie hat. Sie müsste verstehen, dass sie keine Angst vor dem Neuankömmling haben muss und dann würde es hoffentlich klappen. Das wäre auf jeden Fall mein Traum!

Ansonsten hat sie wieder letzte Nacht ab 5 Uhr angefangen Terror zu machen. Dabei hätte ich heute so gerne mal ausgeschlafen :/ Um 7 Uhr ist sie dann endlich gegangen, aber geschlafen hab ich dann auch nicht mehr. Es ist zum Verzweifeln.

Danke auf jeden Fall für eure Antworten. Ich glaube, ich muss sie einfach ignorieren, aber da sie so hartnäckig ist, ist es sehr schwer konsequent zu bleiben. Man möchte ja irgendwann einfach seine Ruhe haben.
 
Vitellia

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Das sind natürlich auch meine Bedenken. Als sie hier noch nicht fest eingezogen war, aber wir schon mehrmals täglich besucht wurden, hatte ich einmal für 2 Wochen meine alte Katze, die sonst bei meinen Eltern gelebt hat, zu Besuch. Sie hat sie einmal gesehen, geschrien und kam wochenlang nicht wieder. Erst als sie wieder total abgenommen hatte, hat sie mich draußen abgefangen und flehend anmiaut. Ich hab sie dann hochgenommen und ihr gezeigt, dass niemand mehr bei uns im Haus ist. Das war richtig schlimm.
Es wäre - besonders in einem Fall wie dem euren - natürlich sehr wichtig, die Katzen nicht einfach zusammen zu setzen, sondern behutsam aneinander zu gewöhnen mit Gittertür und allem drum und dran.

Ich dachte, dass eine Babykatze ihr wahrscheinlich am wenigsten Angst machen würde. Oder muss das nicht unbedingt so sein?
Nein, muss es nicht. Viele erwachsene Katzen finden Kitten im Gegenteil nervig bis gruselig, da oft sehr distanzlos. Ich dachte früher z. B. auch, dass sich unsere erwachsene Kätzin doch am ehesten mit einem kleinen Katerchen verstehen müsste, so von wegen Muttergefühle und so. :rolleyes: Weit gefehlt. Vor Jahren hatten Nachbarn in dem Haus, wo wir damals wohnten, ein kleines Katerchen. Von dem wollte sie so gar nichts wissen, hat regelrecht aggressiv bis ängstlich reagiert.

Außerdem weiß man nie so genau, wie sich ein Kitten vom Charakter her entwickelt. Besonders in der Pubertät kann sich das noch mal verändern und wenn du Pech hast, hast du nachher einen kleinen Raufbold da sitzen, der deine sehr sensible Katze drangsaliert. Wär mir zu riskant. Davon einmal abgesehen, dass man kleine Kitten eh nur mindestens zu zweit mit einem gleichaltrigen Tier halten sollte. Und ob zu viele Katzen deine Katze dann nicht auch wieder überfordern würden?

Ich an deiner Stelle würde mich da eher bei Pflegestellen (die ihre Schützlinge oft sehr gut kennen) nach einem lieben, sozialen Mädel im etwa gleichen Alter umsehen, dass nicht dominant ist, aber souverän, so dass deine Katze durch sie im Idealfall etwas mehr Sicherheit bekommt.
 
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Mina_Evi

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Das ist ja schön, dass es dann doch geklappt hat! Wie seid ihr denn vorgegangen? Habt ihr die neue Katze, dann anfangs in einen eigenen Raum gesperrt oder sofort beide frei herumlaufen lassen? Spielen sie jetzt auch miteinander?
Wir hatten hier Hilfe von meiner Schwiegermutter in Spe. Sie ist seit Jahren im Tierschutz und hatte schon ihr Leben lang immer wieder Katzen bei sich Zuhause aufgenommen. Also viel Erfahrung. Sie hat unsere Evi und ihr Verhalten recht genau vorab studiert. Ich vermute mal, dass unser Vorgehen der Allgemeinheit nicht hilft. Aber in unserem Fall war es genau richtig: wir sind in ein neues Zuhause gezogen und somit sind alle gleichzeitig mit uns eingezogen. Für alle ein neues Revier. Das war natürlich viel für Evi, aber sie hatte mit dem ersten Stock ihren Rückzugsort. Ihr Drang bei mir zu sein, hat sie jeden Tag eine Treppenstufe weiter Richtung Wohnzimmer gebracht :ROFLMAO: . Beim aufeinander Treffen gab es dann mal Gerangel. Und bald kam Weihnachten und obwohl ich das Haus nicht verlassen wollte, sind wir zum Weihnachtsessen und als ich heimkam: Stille. Alle geschlafen...im Wohnzimmer :eek: Sie ist keine Katze, die mit anderen Katzen kuschelt, aber ab und zu (glaube eher im Halbschlaf) hält sie Mal bereitwillig ihr Köpfchen hin zum Saubermachen. Mittlerweile ist sie sogar soweit aufgetaut, dass es ab und zu Mal ein Nachlaufspiel gibt.
 

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Baby Katze treibt mich in den Wahnsinn

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