"Wilde" Katzen und Tierarzt - wie?

Diskutiere "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? im Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Katzenfreunde; Eine Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe, aber euch noch nicht: Ich gucke gerade Tiere suchen ein Zuhause und es wurde Gismo vorgestellt...
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #1
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Puppi2004

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Eine Frage, die ich mir schon öfter gestellt habe, aber euch noch nicht:
Ich gucke gerade Tiere suchen ein Zuhause und es wurde Gismo vorgestellt. Ein 14jähriger Kater, der sich nicht anfassen lässt. Er sucht ein Zuhause, wo man ihn so nimmt, wie er ist.
Schön und gut; auch im hiesigen Tierheim gab es natürlich schon solche Katzen und ich dachte immer so: Ich hätte kein Problem damit.

ABER: Irgendwann muss man sie anfassen. Untersuchen, zum Tierarzt bringen....

Wie macht man das??
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #2
Das kann ich dir auch nicht genau sagen. Ich brauche auch nicht zwingend eine Schmusekatze zu Hause. Aber meine Bedingung ist, dass die Katze sich, wenn es sein muss zumindest hochnehmen läßt.
Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass es bei manchen Katzen mit in die Box (oder Tragetasche) locken funktioniert, also via Leckerlies. Wenn nicht, eine Decke drüber, beherzt packen- und dann eintüten. Im worst case muss eine Lebendfalle her..Da wird jeder Arztbesuch zum Spießrutenlauf..erst Recht wenn man Termine einhalten muss. Selbst wenn man einen Hausbesuch anfordert wird es ja nicht einfacher. Der Tierarzt selbst kann ja im Notfall dann für die Untersuchungen sedieren.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #3
Ich habe auch zwei Scheuchen hier, die nie mehr zahm werden.
Ich lasse nur das Nötigste machen, d.h. keine Impfung.
Wenn sie sichtbar krank sind oder krank sein könnten, aber so daß der Tierarzt draufschauen sollte, werden sie mit einer Decke eingefangen und in eine große, von oben zu öffnende Transportbox gesetzt und dann geht's zum Tierarzt.
Pünktchen hat sich immer eingekotet vor Angst, aber wie gesagt, es geht nur im Notfall zum Tierarzt.
Der Nachteil an so scheuen Katzen ist, daß man keine Zufallsbefunde, wie tastbare Tumoren findet.

Crisette hat SDÜ. Sie geht demnächst das dritte Mal zur Blutkontrolle. Hier ist das eben ein Muß und auch wenn sie mir leid tut beim Einfangen, weiß ich doch, daß das notwendig ist und ihr Leben verlängert.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #5
Wie machst du das? Ich habe einmal versucht einen Scheuen der vorher eine Sedierung bekommen hat mit dem Handtuch zu fangen. Keine Chance nah genug an ihn Ran zu kommen 🤔
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #6
Ich mache im oberen Stockwerk alle Türen zu und dann "treibe" ich sie nach oben und dann klemmen sie verängstigt in der Ecke. Manchmal versuchen sie ins andere Eck zu flüchten oder heftig zu wehren. Das ist dann keine schöne Situation. Aber letztendlich habe ich es immer geschafft, sie einzutüten.
Man muß sie halt eine Weile vor dem Termin einfangen.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #7
Alle Achtung. Ich kann nicht Mal beim Tierarzt ein größeres kitten festhalten wenn es absolut anderer Meinung ist 🥺
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #8
Och, alles eine Sache der Erfahrung. 😙
Pünktchen ist mal in der Klinik vom Tisch gehüpft, auf die im Sprechzimmer befindliche Vogelvoliere geklettert und hat sich so festgekrallt, daß sie keiner mehr herunterbekam.
Also Kescher geholt, darübergeworfen, eingewickelt und eine Sedierungsspritze in den Hintern.
Sie hatte eine geschwollene Bindehaut, die das komplette Auge verdeckte.
Normalerweise heißt das, 3x täglich Augensalbe.
Bei ihr mußten AB-Spritzen reichen. Die TÄ wiegte bedenklich den Kopf, aber mein Pünktchen hatte gutes Heileblut und das ging tatsächlich ohne Augensalbe weg.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #9
Ach ja, Tabletten, Augensalbe kommt ja auch noch dazu
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #10
Meine gehen jedesmal die nackten Wände hoch und wie die irren übern PC im Sprechzimmer. Einmal waren alle Wände blutverspritzt :eek: . Gsd sind meine tä recht entspannt bei sowas. Da sie so verzweifelt raus wollen kann ich sie dann meist in der Ecke vom Fensterbrett wieder greifen. Einmal hat es den Kescher gebraucht. Eigentlich zahme Katz die völligst ausgerastet ist.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #11
Findus ist einmal beim Blutabnehmen ausgeflippt, hat quasi alle Regale abgeräumt, wollte durchs gekippte Fenster.
Ich war entsetzt, weil sie ihn nicht vernünftig festgehalten haben und wollte eingreifen.
Wurde von der TÄ angebrüllt "Hände weg!"
Wohl wegen der Versicherung 😁
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #12
Crisette hat SDÜ. Sie geht demnächst das dritte Mal zur Blutkontrolle. Hier ist das eben ein Muß und auch wenn sie mir leid tut beim Einfangen, weiß ich doch, daß das notwendig ist und ihr Leben verlängert.
Wie kriegst du da das Medikament in die Katze? Und das täglich:eek:
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #13
Als mir Elli damals zugelaufen war, hat sie ja auch auf einen Sicherheitsabstand zu mir geachtet.

Ich hab ihr frisches Fleisch in die Box gelegt, erst ganz vorne, dann immer etwas weiter nach hinten, als es ganz hinten lag und Elli gefuttert hat, hab ich die Tür zu gemacht und gut :) hat aber nicht sehr oft funktioniert, aber sie wurde ja auch immer zutraulicher, so dass das mittlerweile kein Problem mehr ist.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #14
Wie kriegst du da das Medikament in die Katze? Und das täglich:eek:
Abends immer zur etwa gleichen Zeit:
Ein Stückchen leckeres Katzenfutter (ungesundes Paté-Schälchen) und die Tablette reingedrückt.
Das nimmt sie immer. Und wenn die Tablette rausfällt, noch ein zweites oder drittes Mal. Spätestens dann ist sie aber drin.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #15
Also Leia ist 90 % der Zeit draußen und hüpft sofort weg, wenn jemand kommt.
Ist sie drin und wir versuchen sie zu fangen wird sie zum Teufel persönlich.... Aber wie sagt man so schön "Wer bellt, beißt nicht"
So auch bei ihr, sie macht geräusche wie ein Dämon aber wenn man sie hat ist sie still... in der Box geht das gefauche, geschreihe und sonstiges aber wieder los.

Bei allen Tierärzten ist sie "Rot" gemeldet, aber wenn wir sie halten geht es. Und wenn es sein muss, kommt sie halt in die Quetsch-Box :c

Aber ehrlich.... wenn solche Katze freiwillig zu einem kommen, geht einen Herz auf <3
Dafür nimmt man auch jahrenlanges weglaufen in Kauf.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #16
Wir haben hier so ziemlich alles dabei, von "lässt alles mit sich machen" bis zu "greift unter Todespanik einen sofort an, sobald zwei Hände auf ihn zu kommen"

Hänky ist für mich sehr schwierig. Nichtmal am Auge kann man mit dem Finger nen Brösel weg machen, ohne dass er Panik bekommt und hinter die Couch flüchten will. Er fraß mal über einen Tag nicht´s und ich hatte dann einen Termin am Nachmittag ausgemacht. Ich hab ihn 20 Minuten durchs Haus gejagt und ihn dann zum Schluss am Nacken hinter der Couch rausgezogen und in die Box gestopft. Das war das schlimmste, was ich je einer Katze angetan habe. Unter tränen hab ich ihn eingefangen, war schon kurz davor abzusagen. Als wir ihm vorher selbst ins Maul schauen wollten ging er fauchend, mit offenem Maul und ausgefahreren Krallen auf uns und unsere Augen los. Nach der Aktion hatte er zwei Tage panik vor mir und kam nicht mehr heim, wenn er mich sah. Ich musste mich dann leise im Gästezimmer verstecken, damit er das Haus betritt.
Seit der Aktion hab ich mit unserem Tierarzt vereinbart, dass ich keine Termine mehr machen kann. Ich muss kommen, wenn ich ihn zufällig packen kann. Dann muss er leider, wenn es blöd läuft, dort in die Wartebox. Er ist bestimmt auch ein "nur was nötig/möglich" ist Kandidat. Ich hab schon angst vor dem Tag, an dem er mal verletzt ist und ich ihm nicht helfen kann.
Ergänzung ()

Das war meine Hand, nachdem wir ihm nurs ins Maul schauen wollten
 

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  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #17
Hänky klingt nach einer harten Nuss :eek:
Vielleicht wird es iwann auch noch mal besser. Wir durften Leias Kopf z.b. ganz lange (6 Jahre) nicht anfassen, dann hat sie sich einen Virus im Augen eingefangen der zu einem Herpes wurde (weil wir natürlich nicht sofort mit ihr zum Tierarzt sind... TÄ werden vermieden > unser Fehler) und dann brauchte sie 1 Monat lang alle 2 Stunden ne Creme im Auge.
Sie war traumatisiert aber jetzt ist Kopf anfassen okay, wenn sie den mal kommt.... (Gesicht anfassen ist nach wie vor absolut tabu)

Alles Gute für den Händy, das er nie einen Unfall hat :*
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #18
Bei meiner Schoki geht auch fast gar nichts an Untersuchen. Blutnehmen nur mit Sedierung usw. Aber sie ist ja kein Scheuchen, wird aber beim Tierarzt leider sehr aggressiv. Bei einer Untersuchung hat sie mich voll in die Hand gebissen.
 
  • "Wilde" Katzen und Tierarzt - wie? Beitrag #19
Hänky klingt nach einer harten Nuss :eek:
Vielleicht wird es iwann auch noch mal besser. Wir durften Leias Kopf z.b. ganz lange (6 Jahre) nicht anfassen, dann hat sie sich einen Virus im Augen eingefangen der zu einem Herpes wurde (weil wir natürlich nicht sofort mit ihr zum Tierarzt sind... TÄ werden vermieden > unser Fehler) und dann brauchte sie 1 Monat lang alle 2 Stunden ne Creme im Auge.
Sie war traumatisiert aber jetzt ist Kopf anfassen okay, wenn sie den mal kommt.... (Gesicht anfassen ist nach wie vor absolut tabu)

Alles Gute für den Händy, das er nie einen Unfall hat :*

Was ich gestern noch hätte dazu schreiben können. Er ist der Megaschmuser, wenn man nicht´s von ihm will. Er liegt auf meinem Bauch, köpfelt, schmust einen an und fordert richtig Aufmerksamkeit er ist nur absolut nicht händelbar. Nur streicheln und kraulen, alles andere versetzt ihn in Todespanik. Sobald ich was in der Hand habe, Gabel, Kamm, etc... und ich laufe nur in seine Richtung, kneift er die Augen zusammen, zieht den Schwanz ein, legt die Ohren an und duckt sich. Sollte er meinen, man kommt damit auf ihn zu, geht er schon leicht in Drohhaltung, aber bis jetzt wurden wir noch nicht angegriffen, wenn wir ihn nicht beachten. Er greift nur an, bzw verteidigt sich, wenn man ihn halten möchte. Man kann auch mit nicht´s an ihn ran, Zeckenhaken dauert zwei Stunden wenns blöd läuft, mit kraulen und immer wieder ansetzen, bis man ne Zecke draußen hat, Bürste geht garnicht, kleiner Flohkamm hat jetzt mal geklappt, als er auf meinem Bauch gedöst hat, auch nur in Kombination mit streicheln und einer Hand. Tierarzt musste ihn mit 5/6 Monaten in Narkose legen um ihm ins Maul zu schauen. Drei Leute konnten ihn nicht halten.

Danke, das hoffen wir auch

Ich würde gerne wissen, warum sie so sind. Ist Leias mal was passiert? Hänky wurde ja als Baby mit einem Kescher eingefangen, evlt kommt daher seine Panik?
 
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