Hallo zusammen, bin aktuell etwas ratlos, vielleicht hat einer von Euch Rat - oder auch nur Ermutigung. Ich versuche es kurz zu machen: Wir haben seit 5 Jahren zwei Katzen, Geschwister, Kater und Katze, die sich leider, seit sie erwachsen sind, nicht sehr gut verstehen. Beide sind Freigänger (hier auf dem Land völlig easy mit Katzenklappe) Der Kater, Pinsel ist total unproblematisch, immer in der Nähe des Hauses, verschmust, sehr auf mich fixiert. Die Kleine, Pauline, ist eine absolute Streunerin, im Sommer manchmal monatelang weg, (nix für Leute mit Nerven), absolut unabhängig, im Winter aber die meiste Zeit zuhause und total auf meinen Mann fixiert. Sie lehnt den Kater heftig ab. Seit 1 Jahr haben wir auch noch einen Hund, alle drei zusammen unproblematisch. Jetzt ist, nach 4 langen Jahren schwerem Kampf gegen den Krebs, mein Mann im September verstorben. Pauline war - wie so oft vorher - wochenlang weg, kam aber die letzten beiden Tage, als er bereits im Sterben lag, heim und hat bis zum Schluss neben ihm gelegen (hat sie seltsamerweise auch immer in den Chemos gemacht, da wich sie nicht von seiner Seite). Ich hatte die ganze Zeit schon Angst, dass sie jetzt gar nicht mehr heimkommt. Das tut sie zwar, aber sie geht einfach nicht mehr aufs Sofa (wo sie bisher immer - aber eben neben meinem Mann - gelegen hat). Sie kommt abends rein, verlangt laut krähend Futter, frisst 2-3 Portionen auf einmal, dann wandert sie in eine Pappkiste im Esszimmer (sie hatte immer schon den Drang nach einer "Höhle") und liegt dann da. Wenn ich zu ihr gehe schnurrt sie wie verrückt, will gekuschelt werden, aber sie kommt nicht mehr aus der Kiste. Hab schon versucht, sie mitzunehmen und neben mich aufs Sofa zu legen, aber da flitzt sie sofort wieder zurück. Sie bettelt regelrecht nach Streicheleinheiten und dreht dann auch in der Kiste regelrecht ab, und es tut mir in der Seele weh, sie dann da allein zu lassen. Aber ich kann natürlich nicht die ganze Zeit neben ihr sein, der Kater liegt im Wohnzimmer und will auch gestreichelt werden, der Hund ebenfalls, ich muss arbeiten, hab eh genug selbst damit zu tun, den Tod meines Mannes zu verarbeiten und jetzt Haus und Garten allein zu bewältigen, ich werde ihr einfach nicht gerecht. Klar, sie hat jetzt 4 Jahre stundenlang neben meinem Mann gelegen, der ja einfach auch - leider - die Zeit hatte, hat dort die Nähe und Kuschelei bekommen, die sie brauchte. Ich hab einfach Angst, dass sie viel zu kurz kommt und irgendwann doch ganz weg bleibt, weil ihr hier was fehlt. Meint ihr, das gibt sich irgendwann wieder? Was kann ich tun? Wie kann ich ihr meinen Mann ersetzen? Es tut weh, wie dieses kleine Wesen ihn offenbar furchtbar vermisst...