zweite Katze zu unserem Katzenhasser?

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KäptnMo

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Hallo,
mal wieder frage ich nach euren geschätzten Meinungen.
Wir überlegen seit einer ganzen Weile einen Hund, oder eine zweite Katze zu adoptieren. Die Ausgangslage scheint uns allerdings etwas schwierig, deshalb erläutere ich sie kurz:
Unser Richard ist schon alt (wie alt genau wissen wir nicht, die Tierärzte schätzen zwischen 14 und 20, ich schätze ihn auf 15-16) und FIV-positiv, außerdem geplagt von sehr starker Arthrose. Wir haben ihn als Dauerpflegestelle vom Tierheim, er hat, bevor er aufgesammelt wurde, wohl
eine ganze Weile auf der Straße verbracht. Die Aussage vom Tierheim damals war, er kann nur als Einzelkater gehalten werden da er andere Katzen hasst, egal ob weiblich oder männlich, und eigentlich auf alle nur losgeht und sie kaputt machen will.
Abgesehen von seinen ganzen Handicaps (die Liste geht noch weiter) ist er aber total fit und extrem verspielt. Dazu ist er exrem verschmust und hat eine regelrechte zwangsstörung, die ihn dazu bringt sich ständig auf Menschen legen zu müssen. Wenn das nicht möglich ist fängt er an rumzuschreien und wird total nervös. (Könnte also schnell ein Eifersuchtsdrama werden?!)

Obwohl er so anhänglich ist (oder vielleicht auch deshalb) denke ich manchmal, vielleicht braucht er doch Gesellschaft. Das müsste aber eine FIV-positive Katze sein, die wenn möglich eher zurückhaltend gegenüber dem Menschen ist und hauptsächlich seine Freundin werden kann, als unser zweiter Kampfschmuser. Wir sind allerdings eigentlich totale Hundemenschen, und ginge es nach uns, würden wir auf jeden Fall einen Hund bevorzugen. Ich habe aber keine Ahnung wie Richard damit zurechtkommen würde. Ich hab ihn bis jetzt nur mit einem Hund gemeinsam gesehen, und da war Richard garnicht begeistert.

Was seht ihr für Möglichkeiten? Was könnte eurer Meinung nach funktionieren?
Ich bin immer wieder hin und her gerissen, manchmal denke ich auch, er ist vielleicht auch ganz zufrieden als alleiniger Herrscher über uns.

Ich danke euch schonmal für eure Gedanken :)

Achja: Platz ist bei uns genug vorhanden, Liebe auch.
 
09.11.2020
#1
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_hannibal_

_hannibal_

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Hi,

hmmm, also vom lesen sagt mein Bauchgefühl eher nein. Alt, krank und FIV-positiv, das kann unter Umständen richtig körperlicher Stress für ihn werden und das könnten seinen Zustand ziemlich schnell verschlechtern.

So wie ich das rauslese, zeigt er anscheinend keine Verhaltenssörungen durch Einsamkeit, oder?
 
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Linvita

Linvita

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Bin auch für nein. Das mit dem krankhaften auf seine Menschen legen klingt für mich total nach Verhaltensstörung durch Einzelhaltung und ich glaube dass da noch einige andere hervorkommen werden, wenn man ihm nun wen neues vorsetzt. Ich würd ihm seinen Lebensabschnitt in Ruhe gönnen und erst danach über die Anschaffung eines neuen Tieres nachdenken.
Außer natürlich ihr findet eine Pflegestelle die ein passendes Tier empfehlen kann, dann würde ich es eventuell auf einen Versuch ankommen lassen. Aber nur wenn ihr es emotional aushalten könnt das andere/neue Tier zur Not wieder zurückgeben zu müssen.
 
claudiskatzis

claudiskatzis

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Gönnt eurem Richard das er euch nicht Teilen muss. Das wäre zu aufregend und anstrengend für ihn. Er genießt es auf euch zu liegen und der Prinz des Hauses zu sein.
Das Geschrei kann durchaus davon kommen, das er vielleicht nicht mehr gut hört oder etwas vergesslich ist .
 
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KäptnMo

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Gönnt eurem Richard das er euch nicht Teilen muss. Das wäre zu aufregend und anstrengend für ihn. Er genießt es auf euch zu liegen und der Prinz des Hauses zu sein.
Das Geschrei kann durchaus davon kommen, das er vielleicht nicht mehr gut hört oder etwas vergesslich ist .
ich glaube hören tut er noch gut. aber ja, ich glaube er wird so langsam etwas dement, das merkt man in manchen situationen.
morgens allerdings bekommt er frühstück, und nach dem essen rennt er einem schreiend hinterher. sobald man sich hinsetzt springt er fast panisch auf einen drauf, legt sich hin, und dann ist absolute stille. aber eben nur wenn man sich hinsetzt und er drauf kann, ansonsten geht das ewig weiter.
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Hi,

hmmm, also vom lesen sagt mein Bauchgefühl eher nein. Alt, krank und FIV-positiv, das kann unter Umständen richtig körperlicher Stress für ihn werden und das könnten seinen Zustand ziemlich schnell verschlechtern.

So wie ich das rauslese, zeigt er anscheinend keine Verhaltenssörungen durch Einsamkeit, oder?
das kann ich glaube ich, nicht wirklich beurteilen. ich kenne ihn ja nicht anders als er jetzt ist. er ist halt fresssüchtig, anhänglicher als jedes tier das ich jemals kannte und hat extremen haarausfall und immer heftige kratzphasen (das kann aber alles auch durchs FIV bedingt sein).
ansonsten hat er keinerlei zerstörungswut, redet sehr viel, ist absolut stubenrein und liebt JEDEN menschen der zur tür reinkommt. was davon jetzt vielleicht auch eine störung durch einzelhaltung sein könnte kann ich wie gesagt nicht beurteilen, aber er ist schon ein bisschen speziell und hat einen hau :)
Ergänzung ()

für uns ist es tatsächlich auch nur denkbar, wenn wir es "probieren" können. Richard ist seit über zwei Jahren bei mir und wenn es für ihn nicht funktionieren würde, müsste der neuankömmling - so schade es wäre - leider wieder zurück.
oft denke ich halt, vielleicht nehme ich richard die chance was tolles zu haben, dadurch dass ich es garnicht versuche.
 
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Pinoi_mum

Pinoi_mum

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oft denke ich halt, vielleicht nehme ich richard die chance was tolles zu haben, dadurch dass ich es garnicht versuche.
Ja, das verstehe ich. Mein "Altkater" Pinoi war auch nicht begeistert, als ich ihm den kleinen Wicht Blacky vor die Nase gesetzt habe. Er hat versucht, ihn zu ignorieren. Aber Blacky war/ ist seeehhhhhr sozial und hat sich in sein Herz geschlichen. Jetzt mögen sich die zwei sehr gern.
In Deinem Fall wäre es sicher gut, wenn Du mit einer Pflegestelle, die ihre Kater/ Katzen gut kennen und einschätzen können, alles besprichst, einschließlich der Option "im Notfall zurück". Das gibt Richard die Chance und nimmt die ein bisschen den Druck.
Sehr sorgfältig abwägen, genau wähle und versuchen.


Nachtrag: Bei genauem Nachlesen und in Anbetracht des Alters würde ich die Option Katze 2 erst für "die nächste Runde" ziehen.
Dann möge Richard lieber seine "Macken" ausleben und stressfrei seine "Rentnerdasein" genießen.
 
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WinstonvonWensin

WinstonvonWensin

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Ein ganz entschiedenes Nein. Jegliche Form von Stress bei einem so alten FIVI ist kontraproduktiv.
Lieb gemeint, wäre schlecht für deinen Richard.

Ja alte Katzen können schon ein wenig Schrullen..... macht sie aber umso sympathischer.... genieße deinen Richie....solange es ihm so gut geht bei dir!

lg
Verena
 
Ilvy

Ilvy

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Hallo, schön, dass euer altes Katerchen bei euch so einen sicheren Platz gefunden hat, und dass ihr euch viel Gedanken macht.
Da du nach unserer Einschätzung fragst; mein Bauchgefühl wäre absolut dagegen, ihn mit Hundegesellschaft zu konfrontieren- und auch bei einem Zweitkater bin ich skeptisch, ob das passiert, was du dir erhoffst; dass euer Richard damit glücklich wird- bzw. noch glücklicher, als er jetzt ist.
So, wie du schreibst, geht es ihm gut und der Stress einer Vergesellschaftung - die möglicherweise scheitert- wäre groß.
Auch für euch, da ihr natürlich euer Herz auch an den neuen Kater verlieren würdet. Ihn dann abzugeben, die Entscheidung zu treffen, tut weh.
Und euer Richard wird möglicherweise sehr verunsichert sein, und das wiederum tut dem Immunsystem gar nicht gut.
Grundsätzlich bin ich inzwischen eine absolute Verfechterin des " Mehrkatzenhaushaltes", das habe ich hier gelernt und wir haben es zum Glück " gerade noch" umsetzen können; unsere Einzelmiez war damals 4 Jahre alt.
Aber in eurem Fall hätte ich den Gedanken, dass es nicht gut laufen würde und würde nicht riskieren, dass es Richard dadurch schlechter gehen könnte.
Liebe Grüße
 
K

KäptnMo

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Was bekommt er denn zu Fressen und vieviel davon?
er hat ganz lange ein trockenfutter von vet-concept bekommen, da er von allem anderen immer durchfall hatte.
mittlerweile bekommt er catz finefood, 3mal täglich, insgesamt 240-260g ..er wiegt ca 6kg, was zuviel ist, aber für seine größe und statur finde ich das ist ziemlich wenig futter. abnehmen tut er trotzdem nicht, obwohl die tierärztin sagt das sollte er.
 
_hannibal_

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Wir haben einen Kater mit 7,5 Kilo und er frisst am Tag ca 350g bis 450g, wenns draußen richtig kalt wird, kann er auch mal 500g verdrücken. Das Gewicht ansich sagt über dick oder dünn garnicht´s aus. Hier spielen weitere Faktoren noch eine Rolle. Ist er in deinen Augen übergewichtig? Hast du mal ein Bild von ihm? Am besten stehend von oben fotografiert?
Sollte er tatsächlich ziemlich normal von der Figur sein und er ist einfach groß für sein Gewicht, ist es kein Wunder dass er bei der Futtermenge schreit.
 
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KäptnMo

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Wir haben einen Kater mit 7,5 Kilo und er frisst am Tag ca 350g bis 450g, wenns draußen richtig kalt wird, kann er auch mal 500g verdrücken. Das Gewicht ansich sagt über dick oder dünn garnicht´s aus. Hier spielen weitere Faktoren noch eine Rolle. Ist er in deinen Augen übergewichtig? Hast du mal ein Bild von ihm? Am besten stehend von oben fotografiert?
Sollte er tatsächlich ziemlich normal von der Figur sein und er ist einfach groß für sein Gewicht, ist es kein Wunder dass er bei der Futtermenge schreit.
nach einem bild müsste ich mal schauen, ich fotografiere ihn meist nur beim schlafen. :D oder ich mache nachher eins.
er ist definitiv größer als der Durchschnitt, und auch breiter vom körperbau (spätkastrat). allerdings ist er auch wirklich pummelig, er hat einen dicken bauch und bekommt langsam diese hängenden fettlappen. ich war im sommer beim tierarzt weil ich dachte er hätte einen tumor. es hat sich dann rausgestellt dass das nur verhärtete fettklumpen an seinem bauch sind...
ich finde es auch super wenig, aber er wird immer mehr, obwohl er so wenig bekommt.
 
_hannibal_

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Also dieser Hängebauch, ich bin ja überzeugt davon, dass es sich hier um Urwampe handelt, das musst mal googeln. Das haben unsere auch, Loui zb hat einen ziemlichen Hängebauch.
Aber wenn er zunimmt, trotz wenig Futter, kann es sein dass was anderes nicht stimmt? Bekommt er sonst noch was? Leckerli, Essen vom Tisch, etc?
Wie hat der Tierarzt diese verhärteten Fettklumpen diagnostiziert? Das finde ich eine seltsame Diagnose, das hab ich tatsächlich noch nie gehört

Das ist unser Loui mit 7,5kg

IMG-20200921-WA0007.jpeg

Handelt es sich evtl um Lipome?
 
K

KäptnMo

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Sie hat es abgetastet soweit ich weiß.. mein Freund war da beim Termin da ich arbeiten musste.
Vom Tisch hat er noch nie was bekommen, Leckerlis bekommt er 1-2mal pro Woche, aber nur eine wirklich geringe Menge.

Seit kurzem geht er öfter auf Toilette, das werde ich beim Tierarzt auch mal ansprechen. Ich weiß garnicht wie da was an ihm hängen bleiben kann.. eigentlich kommt unten mindestens das gleiche raus wie oben rein :rolleyes:
 

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