Zusammenführung

Diskutiere Zusammenführung im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich habe zwei Kater, beide aufgenommen, die jetzt ca 6 und 8 Jahre alt sind. Sie sind ein gutes Team. Trotzdem denke ich darüber nach, noch einen...
  • Zusammenführung Beitrag #1
nell

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Ich habe zwei Kater, beide aufgenommen, die jetzt ca 6 und 8 Jahre alt sind. Sie sind ein gutes Team. Trotzdem denke ich darüber nach, noch einen dritten aufzunehmen, es gibt so viele Waisen... Nummer 3 soll sehr sozial und verträglich sein. Er lebt im Moment noch auf Mallorca, einer meiner anderen Kater kommt auch daher, aus dem selben Tierschutzverein.

Meine Kater: Yoda ist total devot und ein Muttersöhnchen. Kalle ist ein Platzhirsch und hüpft rum wie ein Teenager und verteidigt sein Revier. Beide sind Freigänger, Garten, Maisfeld.

Was ich überlegt habe: Wenn ich den neuen Kater in „Kalles Haus“ bringe, wird es bestimmt sehr schwierig, weil Kalle wahrscheinlich keine Konkurrenz duldet. Was aber, wenn die Zusammenführung in einer fremden Umgebung stattfindet?

Ich könnte den Neuen in die Wohnung eines Freundes bringen. Nach zwei Tagen oder so bringe ich Kalle auch in diese Wohnung, und im Optimalfall lernen sie sich da konkurrenzfrei kennen und ich kann sie beide mit nach Hause nehmen.

Hat das schon mal jemand ausprobiert?
 
  • Zusammenführung Beitrag #2
Hi,
das ist kein gute Idee, da sie schlicht nicht funktionieren wird.
Eine Vergesellschaftung klappt nur im innersten Revier.
Eine Umquartierung verursacht nur unnötigen Stress.

Du sprichst ja den Optimalfall an, aber genauso gut kann es einen Katastrophenfall geben und die beiden geben sich Saures in der fremden Wohnung und dann ist es sofort aus mit einer Zusammenführung.
Lieber im eigenen Haus mit Gittertür durchziehen.
 
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  • Zusammenführung Beitrag #3
Hatte ich befürchtet... Das mit der Gittertür habe ich auch schon mal gemacht, aber das war, als ich Kalle aufgenommen habe und dem devoten Kater das Haus gehörte. Nur ein paar Stunden, dann war schon alles zwischen den beiden geregelt. Ich baue dann mal eine neue Gittertür...

Stress ist es am Anfang ja sowieso für alle Beteiligten. Ich hoffte, wenn Kalle durch eine fremde Umgebung etwas verunsichert wäre, könnte es besser funktionieren. Kalle ist sehr cool und sehr sicher. Den kann kein Wässerchen trüben, sozusagen. Einen Tag in einer fremden Wohnung könnte der locker aushalten. Mein anderer Kater käme für sowas nicht in Frage.
 
  • Zusammenführung Beitrag #4
@nell
Das ist wirklich keine gute Idee.
Du kannst nicht alle Tiere dieser Welt retten und solltest auch nicht mit ihnen experimentieren aufgrund eines Helfersyndrom.
Deine beiden Tiere werden dich glaube ich genug auf Trab halten.
 
  • Zusammenführung Beitrag #5
@Toller Kater solltest du nicht erst mal selber in der Katzenhaltung Erfahrungen sammeln? Soweit ich es gelesen habe bist du doch selber noch in der Planung und hattest noch keine Katzen?
 
  • Zusammenführung Beitrag #6
@Josefien
Dazu braucht es nicht viel Erfahrung. Oder befürwortest du ihre Gedanken ?
 
  • Zusammenführung Beitrag #7
Ja prinzipiell finde ich die Idee einer Zusammenführung in der eigenen Wohnung völlig in Ordnung und auch das jemand einer Katze aus dem Tierschutz ein Zuhause geben will.Und ich finde es gut das sie sich hier Rat holt und diesen dann auch umsetzen will
 
  • Zusammenführung Beitrag #8
@Josefien
Im Prinzip ist das auch völlig in Ordnung. Nur unter diesen Umständen definitiv nicht.
 
  • Zusammenführung Beitrag #9
Danke für eure Gedanken. Vielleicht war meine Idee mit einer Zusammenführung in einer fremden Umgebung wirklich blöd, und ich habe mich ja sofort vom Gegenteil überzeugen lassen.

Aber: Meine Kater halten mich überhaupt nicht auf Trab. Die sind total entspannt, das einzige, was nervt, ist, dass sie nachts quer über und neben mir liegen und ich deshalb bald ’ne neue Wirbelsäule brauche. Ansonsten schlafen sie, kuscheln sie, spielen sie, jagen sie. Ich hab vielleicht ein Helfersyndrom, aber mehr als drei kommen nicht in Frage. Ich habe mich natürlich um Ausweichmöglichkeiten gekümmert, falls die Zusammenführung nicht klappt. Kein Tierheim, sondern Pflegestellen oder Freunde von mir. Wenn es schiefgeht, haben meine Katzen ein paar Tage Stress. Das stecken die locker weg. Wenn es gut geht, hat eine Waise ein neues zu Hause.

Ich habe auch noch einen Hund aus Moskau, das war auch eine gewagte Zusammenführung mit den Katern, hat aber sehr gut funktioniert. Man muss auch mal was wagen, sonst bewegt die Welt sich nicht.
 
  • Zusammenführung Beitrag #10
Und bitte, nehmt Tiere aus dem Tierschutz. Wenn man ein Baby kriegt, kann man sich den Charakter auch nicht vorher aussuchen.
 
  • Zusammenführung Beitrag #11
Zuletzt bearbeitet:
  • Zusammenführung Beitrag #12
@nell
Das ist wirklich keine gute Idee.
Du kannst nicht alle Tiere dieser Welt retten und solltest auch nicht mit ihnen experimentieren aufgrund eines Helfersyndrom.
Deine beiden Tiere werden dich glaube ich genug auf Trab halten.
@Toller Kater Da du auch hier mit dem Begriff „Helfersyndrom“ eher provozierst und nahe an einer Beleidigung bist, zitiere ich einfach mal meine Antwort aus einem ähnlichen Thema, wo du den TE als „unbelehrbar“ bezeichnet hast:
@Toller Kater: Es fällt auf, dass du in jedem Thread, in dem es um die Anschaffung einer Drittkatze geht, aus welchen Gründen auch immer das passieren soll, deine negativen Kommentare abgibst. Natürlich steht jedem das Recht zu, dass er Bedenken hat, wenn zu zwei sich gut verstehenden Katzen noch eine weitere angeschafft werden soll. Aber zum einen muss man auch auf die Hintergründe gucken und zum anderen gibt es sehr viele Fälle, in denen das mit 3, 4, 5 oder noch mehr Katzen prima funktioniert, wenn die Tiere vom Wesen her zusammenpassen und wenn der Besitzer für die entsprechenden Haltungsbedingungen sorgen kann, also genügend Platz hat und auch genug Zeit hat, sich um die Tiere zu kümmern und zudem noch die finanziellen Möglichkeiten, um alle gut zu versorgen und auch für alle Tiere die Tierarztbehandlungen zu bezahlen.

Bei dir hat man leider nicht den Eindruck, dass du die Besitzer über die Risiken der Anschaffung einer Drittkatze aufklären willst, sondern eher, dass du provozieren willst. Den anderen Usern kann ich daher nur raten, dass sie diese Provokationen ignorieren. Und dich weise ich darauf hin, dass die Moderatoren hier im Forum deine Beiträge im Auge behalten.
 
  • Zusammenführung Beitrag #13
Huhu,

ich hoffe es ist ok, wenn ich mich hier kurz ranhänge, da das Thema bei uns wohl auch irgendwann relevant wird. Muss man eigentlich bei der Vergesellschaftung von Freigängern etwas Besonderes beachten? In die langsame Zusammenführung habe ich mich schon eingelesen.
 
  • Zusammenführung Beitrag #14
Mir fällt da nur eine Chipklappe ein. Ich hatte immer eine, seit ich Freigänger habe. Das ist schon sehr praktisch, wenn man den Residents nicht alle 5 Minuten die Tür auf- und zumachen und den Neuzugang gleichzeitig am Rausrennen hindern will.

Mal was Lustiges: Als ich mit meinen Katzen von Berlin in ein Haus in einer Waldsiedlung umgezogen bin, haben mich die Fenster am Anfang vor ein ziemliches Problem gestellt. Es waren Fenster im dänischen Stil, sie ließen sich nur von unten nach außen öffnen, und die Katzen hätten sie aufdrücken und vor der Eingewöhnung abhauen können. Es war Sommer, und wir mussten lüften. Da habe ich mir folgende Sicherung ausgedacht, so mitten im Umzugsstress. Baumaterial: Kleine Katzenfutterdosen, Paketband und ein Sack Katzenstreu. Natürlich sind die Katzen trotzdem schon am dritten Tag abgehauen. Durch ein anderes Fenster, weil ein Handwerker die Badezimmertür nicht geschlossen hatte. Ich bin panisch rausgerannt und habe staubige Pfotenabdrücke an der Hauswand unter dem Badezimmerfenster entdeckt. Die Katzen saßen zwei Meter weiter in einem Gebüsch und guckten blöd, es war der erste Freigang ihres Lebens. Ich hab sie eingesammelt, zurück in Sicherheit gebracht und den Handwerker angemeckert. Kurz darauf aber wurden sie zu superprofessionellen Freigängern 😆


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  • Zusammenführung Beitrag #15
Die Zusammenführung läuft super. Floki ist seit einer Woche bei mir. Alle sind so lieb zueinander, wie man es sich von Katzen nur wünschen kann. Kein einziger Kampf, nur ein bisschen Gefauche und Geknurre in den ersten Tagen, die Gittertür hätte ich mir fast sparen können, und alle drei lagen schon mit mir zusammen auf dem Sofa und auf dem Bett. Floki ist sehr sozial, und meine beiden anderen auch.

Ich sage das jetzt speziell zu dir, „Toller Kater“: Du hast keine Ahnung, wie ich und meine Katzen sind, und du kannst nicht einschätzen, wie sowas funktioniert. Ich liebe meine Kater über alles, und sie wissen, dass sie bei mir sicher sind. Deshalb funktioniert das. Hab du auch mal 30 Jahre lang Katzen, dann würde ich deine Meinung evtl ernst nehmen. Vielleicht bist du auch nur ein Troll.

Abgesehen von dem eventuellen Troll: Ich bin sehr glücklich. Floki hat auf der Straße und dann in einem wirklich miesen Tierheim gelebt. Er ist Zucker, frisst aber alles in sich rein, was er findet. Er rennt mir den ganzen Tag zwischen den Füßen herum und hat sich schon daran gewöhnt, dass ich manchmal versehentlich auf ihn drauftrample. Gestern hatten wir Dürüm und er hat mindestes 100mal versucht, auf den Tisch zu springen. Er redet viel, mit einer entzückenden heiseren Stimme. Morgen früh gehts zum Tierarzt.
 
  • Zusammenführung Beitrag #16
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  • Zusammenführung Beitrag #17
Die Zusammenführung läuft super. Floki ist seit einer Woche bei mir. Alle sind so lieb zueinander, wie man es sich von Katzen nur wünschen kann. Kein einziger Kampf, nur ein bisschen Gefauche und Geknurre in den ersten Tagen, die Gittertür hätte ich mir fast sparen können, und alle drei lagen schon mit mir zusammen auf dem Sofa und auf dem Bett. Floki ist sehr sozial, und meine beiden anderen auch.
Das klingt total schön und ich freue mich sehr für Euch 🥰🥰
 
  • Zusammenführung Beitrag #18
Das klingt toll und da hast echt ein süßes.neues "Adoptivkind"!:love:
 
  • Zusammenführung Beitrag #19
Es läuft inzwischen fantastisch.

Kalle und Floki toben miteinander rum, und mein lethargischer Yoda hat mehr Ruhe vor Kalle. Alle schlafen oft eng beieinander und putzen sich gegenseitig. Beim Toben gibt es auch mal Gefauche, aber nicht wirklich böse oder mehr als normal. Floki zieht sich zurück, wenn Kalle die Nase voll hat.

Floki hatte unendlich dreckige Ohren, ich war mehrmals zum Saubermachen beim Tierarzt. Jetzt sind sie wieder okay, er bekommt aber immer noch Ohrentropfen. Hinter seinen Ohren wächst kein Fell mehr. Der Tierarzt meint, weil er sich da ganz schrecklich gekratzt haben muss.

Er kann auch nicht gut springen. Entweder war er schon immer eingesperrt und hat einfach keine Übung, oder er hat ein Problem mit den Beinen. Laufen und rennen tut er aber ganz normal. Ich lasse das überprüfen.

Ich empfehle lange Vorhänge. Die habe ich im Wohnzimmer. Kalle saß immer lauernd zwischen Terrassentür und Vorhang, und Floki saß vor dem Vorhang und startete kleine Angriffe. Dann kämpften sie zunächst zaghaft mit dem Vorhang zwischen sich. Das kam mir wie eine abgespeckte Version der Gittertür zur Zusammenführung vor. Der Vorhang ist natürlich inzwischen Schrott 🤷‍♀‍😜. Jetzt kämpfen sie überall, beide werfen sich dabei auf die Seite und laden den anderen zum Spielen ein. Mit kämpfen meine ich spielen oder toben, einen wirklichen Kampf gab es nie.

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  • Zusammenführung Beitrag #20
Schön, dass es bei deinen beiden so gut läuft. Die Fotos sind klasse. Auf dem zweiten Foto sieht es irgendwie nach einer anstrengenden Turnübung aus. ;)
 
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