Hallo,
ich weiß nicht, ob sich noch jemand an meinen verstorbenen Kater erinnern kann?
Jedenfalls hab ich danach erstmal eine Weile im Tierheim ausgeholfen und nun vor 8 Wochen eine Katze (wollte nie ne kleine, jetzt ist es aber ein Kitten mit 6 Monaten ,mit der Bedingung "muss raus") geholt.
So die ersten 6 Wochen war die Katze drinnen und nur am abgesicherten Balkon mal draußen und ich sehr oft zuhause, da ich hauptsächlich im Homeoffice gearbeitet habe - d.h. hatte viel Zeit zu spielen.
Dazwischen wurde sie fertig geimpt (sie wurde kastriert und gechipt übergeben), registriert hab ich sie, sie hatte noch ne Augenentzündung, die jetzt verheilt ist und so dachte ich, beginne ich mit "begleiteten Freigang".
Die ersten drei Tage, saß sie nur auf der Treppe und ist sofort wieder reingehuscht, dachte schon ohje von wegen muss raus.
Hab dann nen Ast genommen um ihr die Gärten hinterm Haus und die angrenzenden Feldwege etc. zu zeigen - naja seitdem ist sie gerne draußen und sie verfolgt gerne den Ast.
Ich hab einen Schuppen mit Katzenklappe und dort nen warmen Unterschlupf hingestellt - den hat sie gern angenommen und ist gleich rein bzw. versteckt sich da auch gern, wenn sie laute Geräusche hört, es zu nass ist, etc.
Sie ist jetzt seit 9 Tagen immer mal wieder draußen gewesen und ich meistens mit dabei - außer dass ich mal ne halbe Stunde zum Essen machen, Wäsche waschen, Einkäufe etc. rein oder weg bin, dann wieder raus nach ihr schauen und dann wieder rein.
Ich muss sagen, ich wohne im 1. Stock - meine vorherige Katze war von draußen, vom Bauernhof nebenan, der musste ich erstmal drinnen beibringen.
Das längste waren mal 5 Stunden an nem sonnigen Tag (da hab ich mir große Sorgen gemacht, weil sie nicht reinwollte), meistens ist sie so 2,5 Stunden draußen und kommt dann entweder wegen Hunger oder meistens wegen dem Spiel mit nem Ast rein.
So ganz alleine rauslassen will ich sie noch nicht, da sie ja noch sehr jung ist und nächste Woche noch ihr Herz abgeklärt werden muss (es wurden Geräusche festgestellt, hab da nen Termin beim Kardiologen).
So find ichs ganz gut, auch gerade im Winter (Fell ist noch sehr dünn), dass sie mal raus geht und sich austobt, aber nach ein paar Stunden zuhause ist und ich schaue.
Hm, ich weiß ja, dass man Wohnungskatzen nie alleine halten sollte, bei Freigänger ist das was anderes.
Ist der "begleitete" Freigang für ein Kitten von der Dauer her abwechselnd genug? Es wird ja noch ne Weile Winter sein...Oder habt ihr Tipps? Ich hab auch ne relativ große Wohnung und Kratzbaum etc. drinnen, damit sie sich nicht langweilt. Wegen Corona ist auch der weihnachtliche Aufnahmestopp vom örtlichen Tierheim verlängert worden...
Ab nächster Woche bin ich nun häufiger mal auf Arbeit, die allerdings im Gegensatz zu vorher, nicht weit weg ist (10 Minuten mit dem Auto, mindestens die ersten 6 Wochen Freigang würde ich sie ja auch lieber nur rauslassen, wenn ich da bin, und mich ne Weile daneben stellen kann - was dann auf WE und Feiertage und Homeofficetage rausläuft bzw. wenn das Wetter besser wird, vor oder nach Arbeit.
Im Haus wohnt noch eine nette Dame, die auch meine vorherige Katze immer mal wieder reingelassen hat, so dass sie Zugang zu essen und Toilette hat, falls ihr der Schuppen zu kalt ist, ich sie nicht mehr reingebracht habe und ich unterwegs wäre - so für die Zukunft, und nach ner richtigen Drinnen und Draußengewöhnung...gilt auch für Urlaub und Krankheit, bzw. hab ich da noch nen Plan B Sitter oder halt das Heim als Pension.
Meint ihr das ist katzengerecht genug?