Vermehrer oder nicht?

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Jena26

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Hallo ihr lieben, ich melde mich mal wieder mit einer Frage. Es geht mir um die Frage ab wann man denn als unseriöser Katzevermehrer eingestuft wird. Was ist denn, wenn man zwei BKH Katzen verpaart, allerdings ohne Stammbaum (klar hat man dann keine Auskunft über
reinrassigkeit), sie aber auf jegliche Erbkrankheiten wie HCM und PKD und weiter Krankheiten wie FeLV oder FIV untersuchen lässt? Sind das in euren Augen dann trotzdem nur irgendwelche Vermehrer die man nicht unterstützen sollte?
Und noch eine Frage zu mir, ich habe mich bei einer Burmakatzenzüchterin nach einer Zuchtkatze erkundigt. Wenn ich diese hole würde wird selbstverständlich auf Erbkrankheiten getestet, Stammbaum ist auch mit dabei. Auch der Deckkter wäre dann mit Stammbaum und auf Burmatypische Erbrankheiten wie GM2, Head Defect und Hypokaliämie getestet. Wenn die Katze nun Kitten bekommen würde aber wir nicht in einem Zuchtverein wären, würde ich dann ebenso zu den „Vermehrern“ zählen? Ich sage nicht dass ich keinem Zuchtverein beitreten würde, dass wäre natürlich der Plan wenn ich die Katze hole, es interessiert mich einfach nur wie eure Meinung dazu ist.
 
22.02.2021
#1
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Ramona13

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Meiner Meinung nach sehe ich das so, ich bin kein Züchter und hab vermutlich auch nicht viel Ahnung: Für eine richtige Zucht braucht man ein Zuchtziel, man will irgendwas mit seiner Rasse erreichen. Da steht dann auch ein Verein im Hintergrund, schließlich ist man durch die Mitgliedschaft in Kontakt mit anderen Züchtern, kann seine Katzen passend decken lassen, erhält Unterstützung, etc. Als Neuling in der Züchterwelt vermute ich, dass man im Verein sowieso den besten Start bekommt, da dort erfahrene Züchter die jüngeren vermutlich unterstützen können.

Nur mit dem Ziel Kitten in die Welt zu setzen ist man für mich Vermehrer, egal ob mit oder ohne Verein. Daher würde auch dein Szenario
Wenn die Katze nun Kitten bekommen würde aber wir nicht in einem Zuchtverein wären, würde ich dann ebenso zu den „Vermehrern“ zählen?
für mich als vermehren zählen, da kein Zuchtziel und Verein.
Gesundheitstests sind wichtig, auf jeden Fall, wenn man darin investiert kann man aber auch (allgemein gesagt) das zusätzliche Geld für die Mitgliedschaft aufbringen.

Hast du vor zu züchten?
 
Jena26

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Das ist doch schon mal gut. Will aber nur nochmal anmerken, dass das alles meine Persönliche Meinung ist und ich da auch falsch liegen könnte 😁
Ich bin der Meinung du liegst richtig😊
Ich habe mich einfach total in die Rasse Burma verliebt und natürlich wäre es mein Ziel Charakterstarke und gesunde Tiere zu züchten. Wenn es später die Möglichkeit gibt am besten mit eigenem Zuchtkater, weil man dann einfach tolle Lilien miteinbringen kann und meiner Meinung nach ein bisschen mehr Kontrolle hat, auch wenn ich natürlich weiß das so ein Potenter Kater im Haus nicht ganz einfach ist. Aber bis dahin hat es natürlich alles noch Zeit.
 
Katzen Engel

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Ich finde es schonmal gut, dass du dich informierst und dich wirklich mit dem Thema beschäftigst!😊

Nur eine Frage habe ich und bitte nicht böse nehmen.

Warum möchte man das? Warum soll eine Katze rollig werden, den deckakt über sich ergehen lassen und kitten bekommen?

Das ist doch alles andere als angenehm für die Katze..
Und es gibt doch genug kitten?

Bitte korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber für mich ist es einfach wichtig, seine Tiere kastrieren zu lassen, damit sie ein angenehmes Leben führen können.

Wie oft möchtest du denn decken lassen? Nur 1 mal?
 
Jena26

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Nur eine Frage habe ich und bitte nicht böse nehmen.
Ich nehme die Frage nicht böse🙂
Ich denke auch, da denkt jeder Züchter anders. Für mich ist es einfach die Rasse die mich wirklich interessiert. In Deutschland ist die Rasse, anders als in Russland zum Beispiel, auch nicht so stark vertreten, anders als zum Beispiel eine BKH.
Die Zuchtvereine geben da ja auch Richtlinien, mit 3 Würfen in 2 Jahren (die meisten zumindest).Für nur einen Wurf eine Zuchtkatze zu kaufen und einem Verein beizutreten lohnt sich für Züchter die da mit Herz und Seele dabei sind und das auch über viele Jahre, nicht. Es wäre auch zu aufwendig für jeden neuen Wurf eine neue Katze zu holen und auch erstmal eine gute zu finden mit der man züchten kann. Da man ja auch alle Katzen die dann schon 1 mal geworfen hätten, kastrieren müsste und diese ja dann auch nicht alle behalten kann, weil irgendwann das Haus einfach voller Katzen wäre, wäre es für einen Züchter einfach nicht von Vorzeil. Ja ich weiß dass der Deckakt für eine Katzist schmerzen verbunden ist und auch die Aufzucht von Kitten die Mutter anstrengt, aber ich denke ein guter Züchter geht da mit Bedacht ran und lässt der Mutter genug Erholungszeit. Gegen die Rolligkeit gibt es ja auch die Pille für Katzen, manche Züchter sind dagegen, andere wiederum nicht, ich muss mir da noch mein eigenes Bild machen und mich denken ich auch ein wenig beraten lassen. Die meisten Katzen dürfen nach 3-4 Jahren in der Zucht dann ihren wohlverdienten Ruhestand genießen und werden aus der Zucht genommen und eventuell dann als Kastraten abgegeben, was mir aber glaube ich irgendwie das Herz brechen würde. Meine Bengalkatze beispielsweise hatte bei ihrer Züchterin 2 Würfe und wurde dann mit knapp 4 Jahren an mich übergeben und kastriert.
 
Katzen Engel

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Ich nehme die Frage nicht böse🙂
Ich denke auch, da denkt jeder Züchter anders. Für mich ist es einfach die Rasse die mich wirklich interessiert. In Deutschland ist die Rasse, anders als in Russland zum Beispiel, auch nicht so stark vertreten, anders als zum Beispiel eine BKH.
Die Zuchtvereine geben da ja auch Richtlinien, mit 3 Würfen in 2 Jahren (die meisten zumindest).Für nur einen Wurf eine Zuchtkatze zu kaufen und einem Verein beizutreten lohnt sich für Züchter die da mit Herz und Seele dabei sind und das auch über viele Jahre, nicht. Es wäre auch zu aufwendig für jeden neuen Wurf eine neue Katze zu holen und auch erstmal eine gute zu finden mit der man züchten kann. Da man ja auch alle Katzen die dann schon 1 mal geworfen hätten, kastrieren müsste und diese ja dann auch nicht alle behalten kann, weil irgendwann das Haus einfach voller Katzen wäre, wäre es für einen Züchter einfach nicht von Vorzeil. Ja ich weiß dass der Deckakt für eine Katzist schmerzen verbunden ist und auch die Aufzucht von Kitten die Mutter anstrengt, aber ich denke ein guter Züchter geht da mit Bedacht ran und lässt der Mutter genug Erholungszeit. Gegen die Rolligkeit gibt es ja auch die Pille für Katzen, manche Züchter sind dagegen, andere wiederum nicht, ich muss mir da noch mein eigenes Bild machen und mich denken ich auch ein wenig beraten lassen. Die meisten Katzen dürfen nach 3-4 Jahren in der Zucht dann ihren wohlverdienten Ruhestand genießen und werden aus der Zucht genommen und eventuell dann als Kastraten abgegeben, was mir aber glaube ich irgendwie das Herz brechen würde. Meine Bengalkatze beispielsweise hatte bei ihrer Züchterin 2 Würfe und wurde dann mit knapp 4 Jahren an mich übergeben und kastriert.
Danke für deine ausführliche Antwort 😊

Ich versuche dich schon nachzuvollziehen, und ich bin mir sicher, dass du dich gut um deine Katzen kümmern wirst!👍🏻 ich denke da halt schon viel an die Katzen, die ein entspannteres Leben ohne die ganze Zucht usw führen würden, aber wie gesagt, ich möchte da jetzt auch keine Diskussion lostreten und bin mir sicher, dass die Katzen bei dir nicht als "gebärmaschine " benutzt werden.

Und vielen Dank für deine Antwort 😊
 
Noira

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bin ja gespannt, wie das dann aussehen wird... also Burma mit eingebrachten Lilien 😂😉
 
Katzen Engel

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Ich wisst ja wie ich es meine 😉 viele lassen sich ja dann Kater oder Katzen aus dem Ausland importieren weil die nochmal andere besondere Merkmale haben.
Das musst du mir bitte erklären 😃 wie besondere Merkmale? Eine Rasse z.b. die britisch kurzhaar ist doch auch im Ausland eine Britisch Kurzhaar.

Und noch eine Frage hab ich, wenn ich fragen darf?
Wie ist denn so ein "leben" als deckkater?
Der wird ja decken und dann? Er braucht doch auch Kumpel zum spielen, aber das wird ja schwieriger weil er ja potent ist.
 
Jena26

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Ich denke da geht es ja auch viel um den Inzuchtfaktor, damit man da auf der sicheren Seite ist. Ich hab halt schon von einigen Züchtern gehört und auch gelesen, dass sie sich, gerade Zuchtkater, aus dem Ausland importieren lassen.
Ich kann leider was das angeht nicht so viel Erfahrung einbringen😅 sondern habe das eingebaut was ich eben so mitbekommen habe, auch von der Züchterin meiner Bengalkatze.
 
WinstonvonWensin

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Moin....

Was ist denn, wenn man zwei BKH Katzen verpaart, allerdings ohne Stammbaum (klar hat man dann keine Auskunft über reinrassigkeit), sie aber auf jegliche Erbkrankheiten wie HCM und PKD und weiter Krankheiten wie FeLV oder FIV untersuchen lässt? Sind das in euren Augen dann trotzdem nur irgendwelche Vermehrer die man nicht unterstützen sollte?
Was nutzten die Gesundheitschecks, wenn du nichts über die Herkunft der Tiere weißt....Es fehlt die Ahnentafel.
Auch wenn alle Untersuchungen gemacht werden, was ja löblich ist. Ist es keine reinrassige BKH sondern nur eine die so aussieht und wenn du Pech hast du eine tickende Zeitbombe mit genetischen defekten.

Vorteile eines Stammbaums:
🐱Nachweis über die Reinrassigkeit der Katze von mind. 4 Generationen; somit auch ein Nachweis bzgl. des Inzuchtgrades und über eventuell durchgeführte Tests von Erbkrankheiten der Vorfahren



🐱 Stammbäume können nur durch Katzenvereine ausgestellt werden. In der Regel unterliegen einem Verein angehörige, seriöse Züchter den strengen Haltungs- und Zuchtrichtlinien, die mindestens(!) den Regeln des Tierschutzgesetzes gerecht werden.

Du schreibst:
Die Zuchtvereine geben da ja auch Richtlinien, mit 3 Würfen in 2 Jahren (die meisten zumindest).Für nur einen Wurf eine Zuchtkatze zu kaufen und einem Verein beizutreten lohnt sich für Züchter die da mit Herz und Seele dabei sind und das auch über viele Jahre, nicht. Es wäre auch zu aufwendig für jeden neuen Wurf eine neue Katze zu holen und auch erstmal eine gute zu finden mit der man züchten kann.
Bis zum 4- 6 Jahr soviel ich weiß, ist eine gesunde Katze in der Zucht zulässig, danach darf, sollte sie in Rente gehen. Oft hast du aber potenzielle Zuchtanwärterinnen in deinem eigenen Wurf.

Ich wisst ja wie ich es meine 😉 viele lassen sich ja dann Kater oder Katzen aus dem Ausland importieren weil die nochmal andere besondere Merkmale haben.
Als Züchter holst du dir eine Katze aus dem Ausland um den Genpol zu erweitern, um einfach frischen Wind in die Zucht zu bringen....immer mit der Verbindung das Zuchtziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Als Vermehrer versuchst du dir Vorteile beim Katzenbesitzer zu erschleichen. Begehrlichkeiten zu wecken sind immer ein schlechter Ratgeber und das für 600-800 Euro ohne Stammi.

Egal wie du es drehst.... Vereinszucht mit seinen Regeln, Richtlinien auch unangenehmen Eingriffen in die Zucht und seinen Vorstellungen.....ist immer das Ziel....das andere ist einfach nur Vermehrung, ob da nun Herz oder Profitgier der Antreiber ist beides gleich UNNÖTIG.

Habe nur ein paar Zeilen zitiert, meine Kaffeepause ist um

lg
Verena
 
Jena26

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Wie ist denn so ein "leben" als deckkater?
Ach ja, zu dieser Frage noch.
Ja der Deckkater kann nicht unter den ganzen Damen herumlaufen, weil man so eine Trächtigkeit natürlich nicht verhindern und der Mutter nicht genügend Erholungszeit garantieren kann. Die Haltung von potenten Katern ist auch in den Zuchtrichtlinien der jeweiligen Vereine aufgeführt. Die Größe des Raums weiß ich leider nicht mehr aber es sollten mindestens 2m Deckenhöhe und Kratz-und Klettermöglichkeiten vorhanden sein, sowie Tageslicht und Frischluft. Außerdem darf der Zuchtkater nicht alleine gehalten werden, ich denken eine kastrierte Dame macht da keine Probleme 😉.Der Kater muss trotz allem natürlich auch genügend menschliche Zuwendung erfahren. Ich denke wenn man dem Kater genügend Platz bietet ist das alles akzeptabel, er Artgenossen bei sich hat und sein Mensch sich ihm zuwendet.Der Kater ist ja dann denke ich nicht nur „eingesperrt“. Man kann das alles aber bestimmt auch anders machen, ich kenn mich da leider nicht so gut aus, korrigiert mich gerne.
 
Ilvy

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Hallo,
armer Kater trotzdem.. das ist doch dann ein Leben, welches man sich ausdrücklich für die Katzen nicht wünscht.
Und ob eine kastrierte Katze da die geeignete Gesellschaft ist, können hier bestimmt Zuchterfahrene sagen- aber das kann ich mir nicht vorstellen, da der Kater sie ggf. nicht in Ruhe lässt..
LG
 
Sky Eyes Lara

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Also ich kann voll und ganz verstehen, warum du diese wundervolle Rasse erhalten möchtest und eine Zucht in Erwägung ziehst, ich würde mich immer wieder für eine Burma entscheiden. Meine habe ich ja auch nicht vom Baum gepflückt, da ist man auf seriöse Züchter angewiesen, die ihr Handwerk verstehen und auch alles nachweisen können, man kann halt nur vor die Stirn gucken. :)

Jemanden ohne Zuchtverein oder gar Zuchtziel (z. B. nur Verpaarung gleicher Elterntiere), egal wie gut die Bedingungen vor Ort zu sein scheinen, würde ich nicht kontaktieren, da meiner Meinung nach nicht seriös.
 
Stefkat

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Und noch eine Frage hab ich, wenn ich fragen darf?
Wie ist denn so ein "leben" als deckkater?
Kurz gesagt: Nicht schön. Egal, wie gut es gemacht ist. Deswegen lässt ein verantwortungsvoller Züchter seinen Deckkater auch eher bald kastrieren, damit dieser auch noch ein schönes Leben haben kann.
Das war zumindest mein Fazit, als ich vor einer Weile einen Thread dazu erstellt habe und vor allem von @Westpark-Nic tolle und sehr informative Einblicke bekommen habe 🙂.

Hier der Thread:
Katerhaltung, Züchter, Vermehrer usw. ...
 

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