So, da ich doch mehr Zeit habe, als ich eigentlich gehofft habe, dachte ich, ich erzähle mal ein bisschen was wie wir eigentlich zu unserer großen Truppe gekommen sind, die so nie geplant war.
Vor knapp ca 5 Jahren fing alles an, damals haben wir noch in der Nähe von Karsruhe gewohnt, in einer dorfähnlichen Gemeinde.
Damals stand für mich eigentlich fest, dass ich nur Katzen aus dem Tierheim oder dem Tierschutz möchte.
So dauerte es nicht lange, bis wir Trixi und Freya bekamen. Sie wohnten ursprünglich 2 Häuser neben an, wurden aber vom Vet. Amt beschlagnahmt sowie 12 weitere Katzen und 7 oder 8 Kaninchen.
So lebten wir die nächten Jahre erstmal ganz zufrieden, zogen nach Mannheim und ich hatte mehr Kontakt zu meinen alten Freundinnen, die mittlerweile Ring um Mannheim wohnten.
Wie es der Zufall möchte züchten 2 meiner Freundinnen Maine Coons (eine von ihnen hat die Zucht ihrer Eltern übernommen und die andere hatte recht frisch angefangen).
Eines Tages bekam eine meiner Freundinnen einen Anruf, dass eine Katze, die ein neues Zuhause gefunden hatte abgegeben werden müsste mit einem Jahr, da sich die Besitzer die nötigen Tierarztkosten nicht leisten können.
Ist zwar super schade, aber sie hat die Katze abgeholt und mit Schrecken festgestellt, dass ihre Augen total verklebt sind und sich die Lider nach innen einrollen.
Was dann folgte waren Tage, Wochen der Eingewöhnung bei ihr Zuhause, da feststand, bevor sie ein neues Zuhause bekommt, müssen die Augen gemacht werden.
Allerdings hat es überhaupt nicht geklappt sie in das Rudel zu integrieren. Es endete damit, daß sowohl eine Katze als auch meine Freundin richtig schlimm gebissen wurden, als sie sie nicht schnell genug zu fassen bekommen hat.
Also einzelhaft...
Da das nun auch keine Option war, da man merkte, dass es der Katze von Tag zu Tag schlechter ging musste ein anderer Weg gefunden werden.
Somit entschlossen wir uns, dass die Katze zu uns kommt, unsere Beauty, um zu sehen, ob es in einem kleineren Rudel klappt und sie auch kein Zimmer hat, auf das sie Ansprüche stellt.
So kam Beauty 2 Tage später zu uns und ich natürlich totale Bauchschmerzen, da wir ja auch einen ganz anderen Plan für die Eingewöhnung hier hatten.
Ich habe sie also direkt mit Trixi und Freya zusammen gelassen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel Angst ich in dem Moment hatte, zumal ich vor Beauty damals auch noch ganz anderen Respekt hatte.
Anders als ich es mir in meinen Albträume ausgemalt hatte, war Beauty gerade von Trixi total eingeschüchtert. (Was für uns ein kleiner Teilerfolg war an diesem Abend).
Es folgten 3 Nächte in denen ich auf dem Sofa geschlafen habe und mein Mann im Schlafzimmer, dass wir je nachdem ob und wo etwas hätte passieren können schnell hätten eingreifen können.
Aber nix ist passiert....
2 Wochen nach ihrem Einzug haben wir begonnen verschiedene Tierärzte abzuklappern um zu schauen, was mit ihren Augen nicht stimmt.
Eine Tierklinik mit einem Augenspezialisen machte uns erst einmal Hoffnung, dass er es hinbekommt, allerdings waren ihre Augen ca 3 Wochen nach dem Fäden ziehen wieder komplett zu und die Lider wieder eingerollt.
Fachausdruck:
Entropium, beidseitig.
Eine weitere OP lehnte er ab, da es laut ihm von ihr eine Selbst gesteuerte Sache ist und man es wahrscheinlich gar nicht operativ in den Griff bekommt.
Ein Augenspezialisen musste her. Zum Glück haben wir hier gleich einen.
Termin gemacht der noch in der selben Woche war.
Was nun folgte war eine Tortur. Jede Woche 1nen Termin, dann die erste OP, fehlgeschlagen jede Woche 2 Termine, da man ihr eine Linse einsetzte, damit die Hornhaut geschohnt wird.
2. OP, ein Auge war okay, das andere noch nicht bis zur 3.Op weiterhin 2 mal die Woche in die Augen Klinik. Nach der 3. OP sah alles erstmal gut aus.
Elli und Everest sind dann eingezogen, weil wir uns in der Zeit in der Beauty da war so sehr in diese sanften Riesen verliebt haben und eigentlich dachten, dass Beauty danach auch wieder auszieht und nur so lange bei uns ist, bis ihre Augen wieder voll und ganz gesund sind.
Ein paar Wochen nach OP Nr. 3 fing sie wieder an ihre Lider nach innen zu Rollen. Wut, Frustration, Ärger, Traurigkeit alles übermannte mich. Ich konnte und wollte nicht mehr.
Was blieb uns aber anderes übrig. Nochmal zu Einer anderen Augenklinik.
Hier wurde mir erklärt, was schief gelaufen ist und dass es an der Rasse liegt und man unbedingt davor abklären sollte in wie fern Kliniken Erfahrungen mit gewissen Rassen haben....
Ich dachte mich trifft der Schlag.
Wir hatten recht schnell einen Termin für die OP.
Die 4 OP verlief gut, auch wenn Beauty danach sehr mitgenommen war. Sie wog nach diesem Jahr nur noch 4,5kg obwohl sie eine recht große Cooni ist.
Zum Glück war auch nach dem Fäden ziehen alles okay und bis jetzt hält auch alles ganz ganz toll.
Somit war aber auch klar, dass nur noch die Kastration anstehen würde und dann hätten wir uns auch bald von Beauty verabschieden müssen.
(ja Beauty war damals noch nicht kastriert, als sie zu uns kam und hat in dem Jahr von uns die Pille bekommen, da keiner die Kastration mit bei der Augen OP machen wollte)
Was soll ich aber sagen, Beauty lebt immer noch hier, wie ihr ja wisst, sie wird auch nicht mehr ausziehen. Die Kastration liegt jetzt auch schon wieder einige Monate hinter uns und die liebe süße Maus hat nun knapp 7kg.
Seit Februar habe ich auch ihre Papiere hier und sie ist offiziell meine Katze.
Eigentlich krass, dass ich sie am längsten hier habe von meinen Coons, aber die letzte ist, die offiziell mir gehört.
Was ich damit sagen möchte, ka....
Vllt dass man je nach Erkrankung auch schauen sollte, dass der
Tierarzt sich mit der Rasse auskennt.
ODER das meine kleine Invalidin meine Liebe zu Coons geweckt hat, obwohl ich erst total bammeln hatte.
Vllt aber auch, dass in kleinen Hexen und Ganoven doch ein total lieber Kern steckt, der nur gefunden werden möchte.
Sucht es euch aus.